Was tun wenn Kunde die Mahngebühren nicht bezahlt?

7 Antworten

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Als Selbständiger weiß ich, wie ärgerlich das ist. Die Mahngebühren einzuklagen macht keinen Sinn. Du hast also nur die Möglichkeit die lange Säumigkeit zu ertragen, bei diesem Kunden nur gegen Vorkasse zu arbeiten oder das Kundenverhältnis zu beenden, wenn du dir's leisten kannst...

jetzt weiß ich deinen Kommentar umso mehr zu schätzen.

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Also Mahngebühren muss man gar nicht erst erheben. Man setzt ein einmaliges Zahlungsziel bzw eine einmalige Frist, ist die verstrichen schalte man ein Inkasso ein beispielsweise. Deine Frist die du gegeben hast ist daher unzulässig und daher hast du schon die ersten Fehler begangen.

Üblicherweise räumt man 10 bis 14 Tage zwischen zwei Mahnungen ein. Aber jeweils nur 3 Tage zwischen zwei Mahnungen oder Zahlungserinnerungen ist unzulässig.

Ich nehme mal an das deine 5 € für die erste Mahnung und anschließend 15 € für die zweite Mahnung eher ein Schreibfehler von dir ist. Solltest du das doch ernst meinen, muss ich dich leider enttäuschen das der Kunde nicht verpflichtet ist diese zu bezahlen. Maximal sind hier 3 € zulässig pro Mahnung. Hierzu gibt es einschlägige Urteile, manche Gerichte urteilen sogar nur mit 1 € sodass man sagen kann 1€ bis 3 € ist im Rahmen.

Und natürlich kannst du auch für 6 € ein Inkasso einschalten. Du könntest auch ein Mahnverfahren einleiten mit anschließenden Vollstreckungsbescheid. Aber da du schon Fehler begangen hast, wäre es ein leichtes für den Schuldner der ganzen Forderung zu widersprechen.

Wäre ich dein Schuldner, hättest du bereits von mir zein entsprechendes Schreiben erhalten und das Thema wäre damit erledigt.

Davon ebenfalls abgesehen müsste der Schuldner auch nur 15 € Inkassogebühren bezahlen + 3 € für Auslagen bei einer Hauptforderung bis 500 €. Du wirst am Ende mehr an das Inkasso bezahlen.

Um ehrlich zu sein frage ich mich woher du dein Wissen haben möchtest, weil das eben genannte Grundwissen eines jeden Unternehmens ist.

Woher ich das weiß:Hobby – 17 jährige Inkassoerfahrung.

die Frist die ich gegeben habe ist unzulässig? Ich habe nach 19 Tagen die erste Mahnung geschrieben und zu dem Zeitpunkt, war die Frist schon circa 2 Wochen überschritten.

Ich habe desöfteren eine 40€ Mahnpauschale erhoben und diese wurde auch öfter bezahlt als nicht. Aber ich werde mich speziell zu diesem Fall nochmal mit einem Anwalt zusammensetzen und gerne noch mal auf deinen Selbstbewussten Kommentar zurückkommen.

Was könnt Ihr euch eigentich mit den Gute Frage Punkten im echten Leben kaufen??

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@Bernd974

Ich beziehe mich auf die von dir genannten Punkte in deinem Startpost.

Eine 40 € Mahnpauschale ist hier ebenso frei erfunden, gemäß deinem Startpost und erst recht nicht zu bezahlen wenn es schon bei 5 € scheitert.

Zwischen deinen Mahnungen vergingen, wie du selber sagst, nur 3 Tage.
Nirgendwo steht was mit 14 oder 19 Tagen.

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@Comp4ny

eigentlich habe ich wirklich keine Zeit für sowas aber ich hoffe wirklich, dass jemand sich das hier durchliest und merkt mit wie viel Unwissen hier geprallt wird nur um virtuelle Punkte zu erhalten.

Anscheinend kennen Sie sich nicht wirklich mit Zahlungsbedingungen aus, aber unsere sind : Zahlbar sofort, rein Netto (googlen kriegst du glaub ich noch hin), daher ist die Zahlung hier in diesem Fall bei Erhalt sofort fällig.
Und ich habe da oben nur geschrieben "Rechnung nicht rechtzeitig bezahlt" und keine Zeitangabe dazu, da ich nicht wusste, dass es hier eine Rolle spielt, weil Zahlungsverzug =Zahlungsverzug.

Also habe ich nach ungefähr 2 Wochen das erste Mal angerufen und kurz danach nochmal eine Erinnerungsmail geschrieben (Ohne Mahngebühren).
Und dann erst die 1.Mahnung geschrieben...

Und eine Mahnpauschale ist nicht frei erfunden und hier google ich sogar nochmal für dich: Die 40 Euro Mahnpauschale steht in §288 BGB Absatz 5. §288 BGB ist der Paragraph, der sich mit Verzugszinsen und sonstigem Verzugsschaden befasst. Gerät ein Schuldner, der kein Endverbraucher ist, in Zahlungsverzug, dann darf eine 40 Euro Mahnpauschale angesetzt werden.

Und jetzt mal Spaß beiseite Leute, hört bitte auf damit, sowas kann großen Schaden anrichten. Ihr wisst nicht wie viele Leute euren Unfug lesen.

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@Bernd974

Gerne verweise ich noch einmal auf meinen Kommentar vom 17.09.21, 12:22:15

Der von dir genannte Paragraph bzw die sogenannte 40 € Pauschale ist nur für B2B zulässig. In deinem Startpost gibt es keinerlei Hinweise diesbezüglich. Somit ist die eben genannte Verweisung auf mein Kommentar und mein Hauptpost vollkommen richtig.

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In zwei Wochen, eine Mail, zwei Anrufe und es zu zwei Mahnungen kommen lassen ist schon ein sehr kurzer Zeitraum. Man lässt den Kunden üblicherweise ca. 10 Tage Zeit um die Rechnung zu begleichen. Dann kann man auch Rechtswirksam weitere Maßnahmen einleiten.

Mahngebühren ist so ne Sache da es kein Gesetz gibt wo schreibt das man diese Zahlen muß.

Allerdings gibt es einen Verzugsschaden den man einfordern kann. Das ist allerdings erst nach 30 Tagen möglich.

Wenn ich Rechnungen schreibe, gebe ich von Haus aus schon 14 Tage Zeit zu bezahlen. Erst dann wird weiter gehandelt. Wird nach der Zahlungerinnerung nicht bezahlt, ist man ungefähr bei den 30 Tagen an denen dann der Verzugsschaden entsteht.

Das mache ich in so großen Zeitraum weil ich sonst damit nur Arbeit habe wo ich kein Geld dafür verlangen kann bzw nicht dafür bezahlt werden muß. (Mahngebühren) Daher handle ich erst richtig wenn ein Verzugsschaden kommt, weil da darf ich mein Geld einfordern.

Lass es an Deiner Stelle jetzt gut sein auch wenn es ärgerlich ist. Aber im rechtlichen Sinne hast Du so keine Chance an Deine Mahngebühren zu kommen. Ich sags mal so, durch Deinen Übereifer zum Geld eintreiben, hast Du es selbst verbockt. Hättest längere Fristen geben müssen.

Bei solchen Kunden wird bei uns nur mit Vorkasse gearbeitet oder mindestens einer Anzahlung von ca. 50%.

Zahlungsbedingungen sind: zahlbar sofort, rein netto. Zahlungsverzug tritt entweder automatisch nach 30 Tagen ein oder nach der 1.Mahnung, die ich in diesem Fall nach 19 Tagen das erste mal geschickt habe.

Hier nochmal für dich von Google: Rein netto: In diesem Fall ist die Rechnung ohne ein mögliches Skonto bei schneller Bezahlung zu begleichen. Es gibt also keinen „Rabatt“ für Schnellzahler. Sofort ohne Abzug: Bei diesem Zahlungsziel ist die Rechnung mit Erhalt sofort fällig.

Wie kann man nur so selbstbewusst sich so viel zeit nehmen um so viel Text zu schreiben und dann so einen Unsinn zu schreiben. Macht Ihr euch gar keine gedanken wer das alles lesen könnte hier ? Das ist einfach gefährlich was ihr macht und sollte geahndet werden!

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B2B... du kannst 40€ pauschal Mahnpauschale verlagen (maximal)... das kannst du per Anwalt einfordern, den Anwalt muss der Kunde zahlen. Wenn du sowieso den Kunden rauswirfst kann es dir egal sein.

Wenn dich das so stört kann ich dir nur raten mit dem Kunden keine Geschäfte mehr zu machen und gut ist. Das mit den Mahngebühren wirst du nicht durchbekommen vor allem da es sie höchstwahrscheinlich eh unzulässig sind. Du darfst nur die Kosten in Rechnung stellen die unmittelbar durch das schreiben der Mahnung entstanden sind, das ist bei 5€ schon kaum rechtfertigbar, bei 15€ ganz sicher nicht.

das stimmt doch gar nicht, man kann 40€ pauschal bei b2b ansetzen.

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@Bernd974

und WO steht oben im Text, dass es sich um B2B handelt??

Schlaumeier

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