Was tun, wenn Katze nicht frisst?

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4 Antworten

Meine Katze mussten wir im Alter von 17 J erlösen. Sie verweigerte das Futter, die Organe wollten nicht mehr und sie hat auch von uns Abschied genommen. 

Bei Deiner Katze sieht es ja noch anders aus. Sie hat einen Katzenfreund, ist einfach gern in Deiner Nähe und der Hauptpunkt, sie ist organisch gesund.

Daher schliesse ich mich nicht der Meinung des gehen lassens an.

Wenn das so wäre, hätte ich auch meinen Hund vor einem Jahr einschläfern lassen, einen nicht fressenden aber gesunden Hund.

Zwangsernährung lehne ich ab. Aber, wenn es sich um Medis und Zusätze handelt (auch präpariert), dass stopfe ich meinem Hund rein und zwar ohne Mitleid. Was muss, das muss.

Den Kampf gegen Mäkeln gebe ich nicht kampflos auf und das solltest Du auch nicht tun.

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Kommentar von douschka
02.04.2016, 00:40

Du sprichst mir aus dem Herzen. Denke, es fehlt nur ein "Fingerschnipp" um endlich die Lösung zu finden.

Da seit Kortison die Hartleibigkeit schlimmer, muss in dieser Richtung geholfen werden. Was reingeht muss auch wieder raus und wenn das weh tut, wird vermieden. = minimaler Lebenserhalt. Die Fressunlust erklärt sich z.T. Teufelskreis, der unterbrochen werden muss unter Berücksichtigung des Individuums. Schwer weil sie nicht reden und es vllt. selber nicht wissen.

Ich gebe kein Tier auf, bevor es mir nicht die Signale zum Gehen gibt. Davon ist meine Katzenomi noch weit entfernt.

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Hallo douschka,

oh man...da laufen mir die Tränen. So eine arme geschundene Katze :-(

Ich habe das jetzt zwei mal gelesen und auch mal in deine anderen Fragen gesehen. Ich bin im Tierschutz und Leben erhalten ist für mich auch immer der Erste Weg.

ABER, deine Katze hat so unendlich viel erleiden müssen. Etliche Geburten, Kaiserschnitte, vermutliche Autoimmunerkrankung, evt. Futterallergie, leichte Verstopfungen, leichte Entzündungswerte, Juck- und Hustenreiz der immer intervallmäßig auftritt und am aller schlimmsten eine Haltung in der Katzenfabrik. So viele Baustellen :-(

Mir kam gleich der Gedanke, als ich las das sie nicht mehr fressen will, das die Katze sich selbst aufgibt. Die Einnahme von Medis wird so um so schwieriger, da man sie keinesfalls unter Zwang geben sollte. Das ist für die Katze der Horror pur und erinnert sicher an die Zeiten in der Katzenfabrik.

Ach Mensch, wie du siehst du ich mich schwer, wo rauf ich eigentlich hinaus will :-( Wäre hier nicht ein Punkt angelangt, das Tier zu Erlösen ? Hat es nicht genug erleiden und erdulden müssen ?

Alles Gute

LG


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Kommentar von douschka
02.04.2016, 00:18

Seit dem Kortison, kratzt sie sich nicht mehr und hustet nur noch selten. Deshalb bereue ich, dass der Einsatz so spät kam. Lieber das Leben etwas verkürzen und dafür mehr Lebensqualität. Doch bei vernünftiger Kortisoneinstellung, kann durchaus ein hohes Alter erreicht werden.

Seit 7 Jahren lebt sie bei mir, hat alle Freiheiten und vor allem Ruhe, die sie so sehr brauchte. So blöd es klingen mag, ich glaube fast, sie lebt für mich. Diesen innigen Bezug kannte ich bisher nur von Hunden, aber die Maine Coon wird ja auch als "Hundkatze" bezeichnet. Von einer Katze (hatte im Laufe der Jahre schon rd. 20) ist mir diese Erfahrung neu.

Sie hat ja Hunger und kommt bei Fütterung stürmisch an, schnufffelt und dreht entäuscht wieder ab. Bin ratlos, weil ich sämtliche Register gezogen habe und doch nicht das passende Futter fand. Klar, Katzen würden Mäuse kaufen, wenn.... , und wer nicht frisst ist satt. Ihre Hartleibigkeit (seit Kortison schlimmer) hat sie auch was gelehrt- weniger fressen- weniger aufs Klo. Als Futterlieferant muss ich mir Gedanken machen. Ein wirklicher Extremfall.

Sie hat noch reichlich Lebensenergie, ist kommunikativ, bewegt sich sobald ich bei ihr bin, nimmt Anteil am Drumherum und der Außenwelt, lässt sich bespaßen, hat wunderbar glänzendes Fell und ganz klare Augen.

Ich höre auf meine Tiere, sie "sagen" mir wenns nicht mehr geht. Bisher wurde nie ein Tier zu früh oder zu spät über die Regenbogenbrücke geschickt. Manche haben sich leise davon geschlichen. Mein Sorgenkind ist noch ganz weit davon entfernt. Ich muß es raffen, was sie will und braucht.

Danke für Deine Anteilnahme.

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Katzen, die nicht mehr leben möchten/können hören erst mit dem Fressen auf, danach stellen sie auch das Trinken ein. Erst wenn sie nicht mehr trinkt, wäre es Zeit, den Tierarzt zu rufen, damit er sie erlöst. Möglichst zuhause bei dir, ohne Stress und mit viel Liebe.

Ich weiss, das tönt hart, aber eine Katze weiss, wie es um sie steht und entscheidet in der Regel selber, wir können nur auf sie hören und ihr den Abschied erleichtern.

Zusatzstoffe: ältere Katzen benötigen in der Regel nicht mehr so viel, ein gutes Futter sollte reichen. Gib ihr Nassfutter und verdünne es probeweise noch mit Wasser, sodass eine Art dicke Suppe entsteht. Oft mögen sie das lieber und es hilft sehr beim verdauen, weil sie oft nicht genug Wasser aufnehmen, verstopft sind oder sogar erbrechen. Habe Geduld, sie verhungert schon nicht, gib ihr wenig aufs Mal und lasse es stehen, bis sie frisst.

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Kommentar von douschka
03.04.2016, 00:01

Für mich selbstverständlich ein Tier in seiner gewohnten Umgebung den letzten Dienst zu erweisen. Das war im vergangenen Oktober meine Chefin Maine Coon mit nur 8 Jahren und dieses Jahr im Januar mein Doggerich mit 10,5 Jahren. Über diese Verluste bin ich noch nicht weg.... Davor sind  andere Katzen und  Hunde in meinen Armen gestorben. Bleibt leider nicht aus wenn man sein Leben den Tieren gewidmet hat und nie ohne war/ist. Werde nächstes Jahr 60.

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Hallo,

ich bin auch in Tränen ausgebrochen, und kann mich meiner/m Vorredner/in anschließen.

Die beste Lösung ist wohl oder übel wirklich, das Tier zu erlösen. Denn so quält sie sich nur selber... :(

LG

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Kommentar von douschka
02.04.2016, 00:53

Nein, dazu ist sie noch zu vital. Muss eine Lösung für ihr Verdauungsproblem finden. Vllt. frisst sie dann besser.

Sie ist weit von Selbstaufgabe entfernt. Das Wenige, was sie aufnimmt scheint ihr zum Lebenserhalt genügen. Definitiv hat sie richtigen Hunger, nur habe ich das passende Futter noch nicht gefunden. Instinktiv weiß sie was ihr evtl. gut täte. Diesen Dreh muss ich halt raus bekommen und ihr beim Verdauungsproblem helfen. 

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