Was tun wenn ich wegen Psyche nicht mehr arbeiten kann?

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7 Antworten

du musst dich entscheiden, was dir wichtiger ist: risiko, den job zu verlieren oder deine gesundheit.

du solltest auch mal weiter denken:

wie wahrscheinlich ist es, dass dir gekündigt wird?

meinst du nicht, dass du dich gegen die kündigung wehren kannst?

wenn du gekündigt wirst, kriegst du gleich ALG - wäre das nicht ausreichend, um über die runden zu kommen?

wenn du dich nicht in behandlung begibst, wie lange wirst du das aushalten?

was wird passieren in bezug auf deinen job, wenn du vielleicht zusammenklappst?

übrigens solltest du nicht einfach nur zu deiner familie, bis du über den berg bist. du würdest dann ja deine behandlung unterbrechen! das würde dir langfristig schaden. wenn du meinst, du brauchst eine auszeit, dann lass dich weiter krank schreiben oder geh sogar in stationäre behandlung. deinem chef kann das nur recht sein, da nach 6 wochen die krankenkasse die lohnfortzahlung übernimmt.

Hallo

ich bin wegen meiner schweren psychischen Erkrankung derzeit in voller Erwerbsminderungsrente. ICh war auch lange krank geschrieben, habe dann einen Arbeitsversuch mit ein paar Stunden gemacht, der fehl schlug. Ich habe allerdings Anspruch auf meinen Job. Ich habe dort über 30 Jahre gearbeitet. WEnn ich wieder arbeiten müsste, kann ich meine Arbeit dort wieder aufnehmen.

Ich weiß nicht wie es bei dir mit Erwerbsminderungsrente aussieht. Lasse dich dahingehend mal beraten. Vielleicht willst du auch einen Antrag auf Schwerbehinderung stellen. Wenn du mindestens einen GdB von 50 bekommst, hast du dadurch einige Vorteile. Vielleicht aber auch Nachteile. Das wäre gut zu überlegen.

Alles Gute für dich

Grüssle

Belastet dich die Arbeit denn zusätzlich? Oder geht es dir während der Arbeitszeit vielleicht sogar besser, weil du abgelenkt bist und vllt. Erfolgserlebnisse hast durch abgeschlossene oder gelößte Aufgaben? Geht es dir dann eher abends schlecht, wenn du allein daheim bist und keine Ablenkung hast?

Oder fördert die Arbeit deinen Zustand? Vielleicht weil sie zu anspruchsvoll oder zu wenig anspruchsvoll ist? Weil es Probleme mit den Kollegen oder direkt dem Vorgesetzten gibt?

Die Beantwortung dieser Fragen hilft dir zu entscheiden. Wenn nämlich nicht die Arbeit ansich deinen Zustand unterstützt, sondern es dir während der Arbeitszeit sogar "besser" geht, dann ist schon das aktuelle Krankschreiben keine gute Lösung für dich.

Wenn sie deinen Zustand aber sogar negativ beeinflusst, dann gibt es wieder 2 Varianten. Nummer 1: es sind Probleme, die man vielleicht mit Reden lösen kann. Über- oder Unterforderung kann man direkt ansprechen. Bei Problemen mit den Kollegen, kann man den Chef bitten, bei der Klärung zu helfen. Bei Problemen mit dem Chef ist es zumindest einen Versuch wert, ihn mal direkt darauf anzusprechen.

Wenn das nicht klappt oder warum auch immer nicht geht, dann kann man eigentlich zu sich sagen "Gut, dann denke ich jetzt sofort an meine Gesundheit. Soll er mich halt kündigen - wenn es mir dann besser geht, finde ich eine neue Stelle!".

Eine Flucht zu deiner Familie ist nicht die optimalste Option. Denn vllt. kannst du dich im familiären Umfeld wieder stabilisieren, aber du weißt jetzt schon, dass du dieses Umfeld auch wieder verlassen musst. Und dann ist es nicht sehr sinnvoll, wenn man in der Zeit kein Handwerkzeug erlernt hat, um sich selbst stabil zu halten.

Aus diesem Grund rate ich, ob BL, Depression, Burnout oder sonstwas diese lapidar genannte "Auszeit" (das klingt immer so nach "mach mal 2 Wochen Urlaub" - als ob das was langfristig ändern würde...) mit einer auf deine Probleme spezialisierten stationären Therapie zu verbringen. Denn die stabilisiert nicht nur, sondern sie gibt dir das Handwerkszeug, um danach dir selbst helfen zu können. Eine stat. Therapie ist aber kein Urlaub! Das ist, wenn man es ernsthaft angeht, harte Arbeit an sich selbst und an seinen Gewohnheiten. Aber wenn es hilft, langfristig besser mit seinem Leben klar zu kommen?

Über Schwerbehinderung und Rente würde ich erst ganz zum Schluss nachdenken. Das sind meiner Meinung nach die Mittel, wenn absolut gar nichts anderes mehr geht. Und sie haben bei weitem nicht nur Vorteile. Auch wenn es zuerst supi klingt. Das Stigma was beidem bei jungen Menschen, v.a. wegen den oft nicht wirklich ernst genommen psychischen Problemen, anhaftet, ist absolut nicht zu unterschätzen.

wenn du krank geschrieben bist, bist du krank geschrieben, da kann dein arbeitgeber nicht viel machen.

aber es ist natuerlich fuer ihn ein problem, wenn er eine arbeitnehmerin hat, die dauernd ausfaellt. da wuerde ich auch versuchen, dich loszuwerden.

wenn du nicht arbeiten kannst, solltest du versuchen, hartz iv zu bekommen, oder wenigstens erst einmal eine kur beantragen.

wenn deine familie dich aufnehmen kann, dann solltest du vielleicht dahin zurueck gehen. das ist nicht schoen fuer dich und sicher auch keine dauerhafte loesung, andererseits ist das immer so eine sache, wenn man nicht in der lage ist, fuer seinen lebensunterhalt zu arbeiten, muss man eben auch abstriche machen koennen. ist ja nicht unbedingt fuer immer.

dass deine kollegen auf dich sauer sein werden, wenn sie deine arbeit mit machen muessen, wirst du nicht verhindern koennen. verstaendnis geht eben immer nur so weit, wie man nicht selbst allzu sehr damit belastet wird. umso weniger, wenn du noch nicht einmal wirklich auskunft gibst darueber, was denn eigentlich los ist.

ich bin selbst psychisch krank und habe darueber hinaus auch noch koerperliche probleme. ich falle aber selten aus, trotzdem weiss mein arbeitgeber bescheid und es ist im grunde fuer alle einfacher, wenn man sich nicht verstellen muss. aber mir ist auch klar, dass ich auf dauer meinen arbeitsplatz verlieren wuerde, wenn ich dauernd ausfalle.

Versuch doch Dich beurlauben zu lassen. Wenn Du wirklich krank bist, dann kann keiner dagegen was sagen. Mir gehts im Moment auch nicht, gut, schlepp mich jeden Tag zur Arbeit, habe "Belastungsstörungen". Aber ich weiß, das es wieder vorbeigehen wird, deshalb lauf ich auf dem Zahnfleisch, aber weiß, das wieder bessere Tagen kommen werden.

Am besten ist immer Du hast mit Deinen Chef ein gutes Verhältniss, aber es kostet Ihn viel Geld, wenn Du nicht da bist, deshalb kann er nicht einfach so sagen, schei.. drauf, mach doch krank. Vor allen bei kleinen Firmen geht das an die Substanz. Kollegen müssen für Dich mitarbeiten. Sprech doch mal ganz offen mit Deinen Chef. Aber er darf nicht das Gefühl haben, das Du zu Feinfühlig bist oder es alles "halb so wild ist". Das ist das Problem. Gut ist immer, wenn beide Seiten, was von haben? Was ist, wenn Du ihn Lohnverzicht anbietest, dafür eine Garantie raushandelst, das er Dich beurlaubt und nicht entläßt?! Das würde glaubhaft machen, das Du wirklich krank bist und Dir das nicht recht ist!

aber ich kann es mir nicht leisten meinen Job zu verlieren.

Ich kann deine Situation gut nachvollziehen da ich selbst davon betroffen war. Ich finde du musst an der Stelle mal differenzieren. Was ist dir wichtiger? Der Job oder deine Gesundheit? Bei mir war es so das ich auf biegen und brechen arbeiten wollte um in erster Linie mir selbst und den anderen zu beweisen wie gut ich "funktioniere" und das endete schlussendlich mit halbseitigen Lähmungserscheinungen und einem völligen Zusammenbruch. Ich bin mittlerweile seit 4 Jahren pensioniert (bin jetzt 31) und hab einen GdB von 70% und die Chancen das ich wieder arbeiten kann sehen derzeit nicht sonderlich gut aus. Ich muss dazu sagen ich hatte auch die Möglichkeit durch meine Mutter finanziell unterstützt zu werden und beziehe auch eine gute Rente das ich mit dem Geld keine Schwierigkeiten habe. Vielleicht hast du die Möglichkeit mit einem Sozialarbeiter zu reden um zu besprechen welche finanziellen Möglichkeiten du hast. Würde für dich vllt. auch betreutes Wohnen in Frage kommen? Auf jeden Fall würde ich dir raten diesbezüglich alle Eventualitäten abzuklären und dann den Job kündigen oder vielleicht schaffst du es auch mit intensiver ambulanter Therapie oder du redest doch mal mit deinem Chef und nimmst dir die Auszeit für eine stationäre Behandlung.

Hi, Meine Mum hat seit Anfang des Jahres Burn out, ich rate dir zu deinem Arzt zu gehen und dich echt krank schreiben zu lassen. Wenn du jetzt so weiter machst, wird der Tag sowieso kommen an dem du nicht mehr kannst und dann wird umso schwieriger sein da wieder raus zu kommen! Dein Arbeitgeber muss (soweit ich weiß) 6 Wochen lang weiter zahlen. Danach übernimmt die Krankenkasse einen Teil. Nimm dir ne Auszeit bevor es zu spät ist. Ach und dein Chef kann nicht wegen sowas kündigen

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