Was tun wenn hund immer aggressiver wird?

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10 Antworten

Hmm ich wundere mich hier gerade sehr wie mancheiner sich hier äußert!!Das Hunde auf den Menschen zu hören haben wird ja wohl jedem klar sein!!Und das das nichts mit schlechter Behandlung zutun hat auch!!Ich glaube hier geht es einfach (leider)um Besserwisserei;-)) Sehr toll!!DAs Miteinander zwischen Tier und Mensch MUSS erlernt werden,natürlich von beiden Seiten und dazu gehört wie auch bei der Kindererziehung-Vertrauen,Ausprobieren,Konsequenzen ziehen und versuchen am Ende auf einen Nenner zu kommen damit das Zusammenleben klappt ohne ständigen rger!!Und genauso wie wir Menschen alle unterschiedlich auf verschiedene Situationen reagieren wird es wohl auch so bei den Tieren sein!!Und auch menschen untereinander ignorieren sich gegenseitig um evtl.eine andere Reaktion vom anderen zu bekommen als bis dahin!Also,nicht so engstirnig sein Herr Caris Adnavi;-) Jeder hat vllt seine eigenen Erfahrungen und darauf muss man nicht so bös reagieren!!Das soll doch ein Hund auch nicht....grins

Zum Thema:

Wie lernen Hunde:

Zunächst einmal, Hunde lernen ihr ganzes Leben lang.

Sie können nicht denken, sie lernen durch gedankliche Verknüpfung (Assoziation), wiederholten Erfolg oder Misserfolg und durch Beobachten und Imitation. Hunde beobachten ihre Menschen, wann immer es geht und haben ein sehr feines Gespür für unsere Stimmungen. Aber auch unsere Körperhaltung, Stimmlage (hoch, tief, fröhlich, sicher, unsicher, aufgeregt, zittrig, panisch, aggressiv etc.) sowie unsere Körpergerüche, werden von Hunden genau registriert.

Hunde lernen individuell und je nach Rasse unterschiedlich und benötigen hierzu auch unterschiedliche Motivation und Erziehungshilfen. Nicht für jeden Hund ist das clickern geeignet, nicht jeder Hund lernt Agility, nicht jeder Hund eignet sich zum Fährten- oder Rettungshund. Auch bei der Art der Motivation gibt es viele Unterschiede. Für den einen sind Leckerchen der Motor zum lernen, für den anderen ist es ein kurzes Ballspiel zwischendurch oder ein Stock den er tragen darf, wieder andere sind mit Streicheleinheiten Lob zu motivieren.

Ganz entscheidend beim Lernen sind Sie, denn wenn Sie nicht "gut drauf sind", werden Sie und Ihr Hund keinen Spaß am lernen haben.

Versuchen Sie mal ihrem Hund etwas beizubringen, wenn Sie gestresst oder einfach schlecht gelaunt sind. Sie werden feststellen, der Lernerfolg wird schlecht oder gar nicht vorhanden sein. Leider glaubt dann manch ein Hundehalter, dass sein Hund es einfach nicht verstehen will oder gar stur und bockig ist. Sicher, auch ein Hund hat seine guten- und schlechten Tage und das müssen wir ihm auch unbedingt zu gestehen.

Aber wenn unser Hund nicht das erlernt, was wir möchten, dann hat das eben doch zu meist mit uns zu tun.

Wir haben:

selber Stress oder Zeitnot
keine Geduld
nicht genügend Konsequenz gezeigt (heute darf er am Tisch betteln, im Restaurant aber nicht)
ständig neue Begriffe für ein- und dieselbe Übung (mal komm, mal hier her, mal zu mir)
den falschen Ort gewählt (zu viel Ablenkung)
den Hund überfordert (viel zu lange geübt, vorher nicht für Auslauf gesorgt oder zu große Lernschritte)
die Übung nicht logisch und konsequent aufgebaut
die falsche Tageszeit gewählt (auch ein Hund ist abends müde)
den Hund bedrängt
ihm Angst gemacht
seine Angst nicht gesehen oder Sie haben sie übergangen

Achten Sie also bitte immer auf den richtigen Zeitpunkt, den richtigen Ort, eine gute ausgeglichene Stimmung bei Ihnen und dem Hund und eine gut aufgebaute, konsequent durchgeführt Übung.

Und bedenken Sie bitte immer, Hunde sind keine Automaten, die auf Fütterung (Leckerlie) immer und fehlerfrei zu reagieren haben. Hunde können sich nicht stundenlang konzentrieren und Hunde müssen auch unbedingt ihren Bedürfnissen (spielen, schnuppern etc.) nach gehen können.

Verlangen Sie nie zu viel, seien Sie bitte immer geduldig und unterstellen Sie bitte Ihrem Hund nicht, dass er Sie ärgern oder gar dominieren will, wenn es mal nicht so funktioniert. Rechnen Sie bei schwierigen Lernprozessen auch mit langen Lernzeiten, üben Sie lieber kurz aber regelmäßig und seien Sie bitte immer geduldig aber konsequent.

Ungeduld, Aggressivität, Schläge, Schreien, schmerzhafte Einwirkungen gleich welcher Art machen aus einem Hund (zunächst und auch nicht immer und schon gar nicht immer dauerhaft) zwar einen willigen, aber leider auch angstvollen Hund, der nicht aus Liebe, Respekt und Vertrauen heraus mit Ihnen arbeitet, sondern weil er Angst vor Ihnen hat.

Drei Beispiele wie ein Hund Verknüpfungen erlebt:

Der Hund geht immer angstfrei die Treppe im Haus hoch. Eines Tages, fällt z.B. eine Tasse beim tragen runter und zerscheppert laut auf den Stufen, ausgerechnet in dem Moment, als der Hund die Treppe betritt.

Der Hund erlebt das Geräusch der auf die Treppe gefallenen Tasse genau in dem Moment, als er die Stufen betritt. Er erschrickt und verknüpft nun dieses Geräusch mit seinem Verhalten, dass Ergebnis kann sein: Lieber nicht die Treppe besteigen, ich habe Angst vor der Treppe.

Beispiel 2: Sie gehen mit ihrem Hund spazieren, er ist unangeleint. Als Sie einen anderen Hund sehen, werden Sie nervös und aufgeregt und rufen ihren Hund mit lauter, aufgeregter und strenger Stimme zu sich. Ihr Hund verknüpft Ihre Reaktion mit dem anderen Hund und lernt schlimmstenfalls, dass er auch laut und aufgeregt (bellen, knurren) reagieren muss oder wenn Sie angstvoll/panisch reagieren muss.

Beispiel 3: Ihr Welpe weiß noch nicht, was Platz und Sitz bedeutet. Er setzt oder legt sich aber am Tag ständig hin, von ganz alleine, ohne Ihr zu tun. Wenn Sie nun jedes mal wenn er sich setzt "Sitz" sagen und ihn dabei freudig loben, wird der sehr schnell das Wort Sitz mit seinem handeln (nämlich den hinsetzen) verknüpfen.

Zwei Beispiele wie ein Hund durch Erfolg oder Misserfolg lernt:

Beispiel 1: Ihr Hund sieht auf der Strasse ein Katze, hetzt ihr hinterher und verjagt sie erfolgreich. Die Hatz hat ihm Spaß gemacht, entsprach seinen Trieben und die Katze ist aus seinem Revier verschwunden. Lernerfolg: Katze jagen bedeutet Revier wieder für sich haben, Spaß, gutes Gefühl, Befriedigung seiner Bedürfnisse, Erfolg.

Beispiel 2: Ihr Hund springt an Ihnen hoch, um ihnen seinen Freude über Ihre Heimkehr zu zeigen, weil er aufgeregt ist, ein Leckerchen haben will oder aber einfach nur Ihre Aufmerksamkeit bekommen möchte. Lassen Sie sein hoch springen zu, bekräftigen Sie ihn vielleicht auch noch (uhii fein, toll) lernt er, durch Ihr Verhalten, dass er Aufmerksamkeit oder ein Leckerlie erhält. Er hat also Erfolg beim hochspringen.

Ignorieren Sie aber sein Verhalten, drehen sich weg und kümmern sich erst um ihn wenn er ruhig vor Ihnen sitzt, hat er zunächst mal einen Misserfolg erlebt. Hochspringen bringt nichts, führt nicht zum gewünschten Ergebnis. Er lernt aber eine Ersatzhandlung, nämlich die, dass er begrüßt oder gestreichelt wird, wenn er sich ruhig verhält, Sitz oder Platz macht. Zeigen können Sie ihm dies in dem Sie sein nicht erwünschtes Verhalten ignorieren (nicht reden, nicht anschauen sondern wegdrehen) und ihn erst begrüßen oder Aufmerksamkeit schenken, wenn er ruhig ist.

Bedenken Sie bitte beim Lob und beim Tadel (ein klares Nein oder Pfui), der Hund kann dieses nur bis maximal 2 Sekunden nach seiner Handlung auch derselben zu ordnen.

Zwei Beispiele:

Beispiel 1: Hund springt hoch - wegdrehen, ignorieren Hund geht in den Platz, Sitz oder bleibt ruhig stehen, sofort loben und Leckerchen geben.

Gerade beim Thema hoch springen sollten Sie noch darauf achten, dass Sie sich zu Ihrem Hund runter beugen, damit er nicht in Versuchung gerät, das Leckerchen durch hochspringen zu ergattern.

Beispiel 2: Der Hund hat, weil er eine Stunde allein musste, aus Langeweile, Frust oder Verlassenangst heraus Ihren neuen Teppich angeknabbert. Verständlicherweise sind Sie sehr verärgert und möchten Ihren Hund nur zu gerne Ihren Unmut zeigen. Da sich aber Ihr Hund definitiv keiner Schuld bewusst ist und Sie ihn eben leider nicht im Flagranti erwischt haben, würden jedes strafende Wort, schimpfen, Scheiben usw. zum völligen Unverständnis bei Ihrem Hund führen. Lernen würde er schlimmstenfalls nur eines: Wenn ich alleine bin und Frauchen/Herrchen kommt wieder nach Hause kann es Ärger geben.

Viele meinen, dass ihr Hund sehr wohl ein schlechtes Gewissen hat, weil er ihnen schon an der Tür mit hängenden Ohren, runter hängender Rute oder geduckten Körper entgegen kommt. Wie aber oben schon erwähnt, Ihr Hund ist ein sehr guter Beobachter und er spürt sofort, nach dem Sie das Chaos erblickt haben, dass Sie verärgert sind. Er merkt das an Ihrer Haltung, Ihrem Geruch und Ihrer Stimme. Einzig allein aus diesem Grund zeigt er Ihnen sein Repertoire an Beschwichtigungsignalen die die Botschaft haben- ich komme in guten Absichten- ich will Dir nichts tun - ich bin friedlich gestimmt -.

Wir können also seine Lernerfolge und sein Verhalten durch positive oder negative Bestärkung (und das völlig ohne Druck und Gewaltanwendung!) steuern.

Hunde lernen durch ständige Wiederholung und ausnahmslose Konsequenz

Zwei Beispiele:

Beispiel 1: Sie möchten nicht, dass Ihr Hund am Tisch bettelt. Sie machen ihm wiederholt und immer wieder und zwar ohne Ausnahme klar, dass er am Tisch nichts bekommt. Schicken Sie den Hund in seinen Korb, bieten Sie ihm einen Platz unter dem Tisch an oder lassen Sie ihn in Ihrer Nähe ablegen. Der Hund lernt durch diese konsequente immer gleiche Verhaltenweise, dass er am Tisch keinen Erfolg (Futter) erleben wird.

Beispiel 2: Sie möchten nicht, dass der Hund an die Tür rast (womöglich noch lauthals bellend) wenn es klingelt. Sie machen ihm immer wieder, auf dieselbe Weise klar (geh in Deinen Korb, mach Platz und Bleib), dass Sie die Tür öffnen und den Besucher begrüßen, nicht Ihr Hund. Wenn Sie das immer wieder und konsequent durchziehen, wird Ihr Hund das schnell (oder auch langsamer) erlernen.

Bitte das Loben nie vergessen!

Das Betteln am Tisch zu unterbinden vereinfacht übrigens auch das Mitnehmen des Hundes in ein Restaurant. Hat der Hund gelernt, dass er, wenn seine "Leute" essen sich ruhig hinsetzen/legen muss und er ganz sicher nie und ohne Ausnahmen etwas vom Tisch bekommt, erspart das Ihnen und auch dem Hund viel Stress. Bedenken Sie aber bitte immer, wenn ein Hund mit ins Restaurant kommt, sieht er nur Tisch- Menschen- und Stuhlbeine, wird mit tausenden von Gerüchen (Mensch und Essen und vielleicht noch ein weiterer Hund) konfrontiert und betritt zudem ihm fremdes (abzusicherndes) Gebiet. Lassen Sie ihm die Zeit sich kurz zu orientieren und bieten Sie dann einen ruhigen, möglichst nicht im Gang befindlichen Platz an, wo er in Ruhe liegen kann.

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@CarisAdnavi

Bedenken Sie bitte, das Hunde keine Diplomaten sind. Inkonsequenz Ihrerseits wird, von vielen Hund, umgehend ausgenutzt. Erwarten Sie bitte nicht, dass der Hund "schon erkennen wird", dass das heutige füttern vom Tisch ja nur eine Ausnahme ist. Seien Sie sicher, einmal eine Ausnahme gemacht, können Sie, in der Regel, wieder von vorne anfangen.

Machen Sie es sich zu nutze, dass Ihr Hund sie ständig beobachtet. Zeigen Sie ihn durch Ihr Verhalten, Ihre Stimme und Körperhaltung, dass Sie mit seinem Verhalten zufrieden oder auch unzufrieden sind. Lernen Sie umgekehrt Ihren Hund zu beobachten und loben Sie ihn immer für gutes, gewolltes Benehmen und ignorieren Sie schlechtes, nicht gewolltes Verhalten. Zeigen Sie ihm bei ungewolltem Verhalten Alternativen auf - Nein da nicht - aber prima da darfst Du Dich hinlegen.

Rufen Sie das erlernte immer wieder mal ab, wenn Sie monatelang nicht mehr mit ihm üben, gerät das Erlernte auch wieder in Vergessenheit.

Üben Sie immer an unterschiedlichen Orten und in verschiedenen Situationen eine Übung, damit der Hund diese nicht nur mit einem bestimmten Ort verknüpft.

Sprechen Sie leise und freundlich mit Ihrem Hund. Umso besser erkennt er wenn Sie mal etwas lauter oder strenger werden, wenn Sie ihn von etwas abhalten müssen. Hunde haben sehr gute Ohren, es besteht also keine Notwendigkeit zu schreien.

Quelle:

http://www.welpen.de/service/queisser/wie-lernen-hunde.htm

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Hallo, das mit dem Bellen ist schon schlimm. "Aus" hilft da nicht. Mein Schätzchen (Doggenrüde) bellt auch, aber ich sage :"Ich schaue" und tue es auch, und danach: ist gut, ist doch nur..... (egal was), dann ist er friedlich. Wenn ich nicht da bin, bellt er komischerweise nicht wegen jedem Mist (sagen die Nachbarn), er legt sich dann wahrscheinlich auf mein Bett - das sieht man an den Abdrücken in auf der Decke. Aber wenn*s weiter nichts ist - ich ignoriere das ganz einfach. Aggression gegenüber Artgenossen ist schlimm. Da hilft nur Hundeschule. Viel Glück - Gg

Am besten wäre wohl hier wirklich eine Hundeschule. Die geben einem so viele Tipps, was man falsch gemacht hat und was man besser machen kann! Da kann man im Internet, glaube ich, keine Lösung finden. Das muss man im richtigen Leben miterleben, um das beurteilen zu können und ich glaube das kann nur ein Hundetrainer :)

Ganz genau, das zeigen hier schon die vielen seltsamen Methoden die vorgeschlagen werden.

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Nimm dir bitte den Rat von Yarlung Tsangpo zu Herzen und suche einen Fachmann auf . Das Buch was sie vorgeschlagen hat kann ich uneingeschränkt empfehlen - es liegt bei uns im TH aus und es ist wirklich lesenswert!


Vorwort:Schreien Sie nicht, Hunde hören viel besser als wir!

Dass sich Hunde und Menschen oft nicht verstehen, liegt zum großen Teil daran, dass der Mensch verlernt hat, gefühlsmäßig auf ein Tier einzugehen und die Körpersprache des Hundes zu verstehen. Hinzu kommt, dass viele Hundehalter ihre Hunde vermenschlichen. Sobald Sie bereit sind, genau umgekehrt zu handeln, sind Sie auf dem richtigen Weg. Sie müssen bereit sein, Ihr Denken und Ihr Verhalten zu “verhundlichen”! Das heißt

nichts anderes, als dass Sie ständig überlegen müssen, wie sieht mein Hund das, wie “verknüpft” er - was muss ich tun, um es ihm zu erleichtern, dass er “verknüpft”, was ich von ihm will.

Desweiteren müssen Sie Ihren Hund ständig beobachten, denn durch sein Verhalten, seine “Körpersprache” zeigt Ihnen Ihr Hund in jeder Situation an, was er (gerade jetzt) von dieser hält. Somit kann man behaupten, dass Ihr Hund sich Ihnen mitteilt, sich mit Ihnen “unterhält”. Diese Körpersprache zu erlernen ist nicht einfach und erfordert von Ihnen Wille und Disziplin.

Nochmals - der größte Fehler ist das Vermenschlichen eines Hundes. Ihr Hund kann nicht logisch denken, er “verknüpft” immer Ort, Art und Zeitpunkt des Geschehens. Ihr Hund “denkt” ganz einfach, denn nur so weit reicht seine Intelligenz. Er denkt nur in

angenehm - unangenehm gut - böse schwarz - weiß!

D.h. nichts anderes, als dass Ihr Hund immer die o.g. Erfahrungen als Bilder abspeichert. Erwarten Sie nicht, dass Sie einem Hund etwas logisch “erklären” können - er braucht Situationen, die er abspeichern kann und nur darüber lernt Ihr Hund. Wenn Sie zu viel “menschliches Verhalten” von ihm verlangen und erwarten, so bringen Sie ihn in eine fatale Situation, denn:

Hund kann er nicht sein (weil Sie es nicht zulassen und zuviel erwarten) und Mensch kann er nicht werden (hier fehlt ihm doch einiges)

http://www.lerne-hund.de/html/sprache-vorwort.html

weiter in einer anderen Antwort

DH! Ein Hund ist kein besserer Mensch und "funktioniert" anders. Das soll ein Hundehalter immer lernen.

Ohne dieses Wissen und dann Einfühlungsvermögen kommt es zu fehlgeleiteten Mensch - Hund - Beziehungen.

Das ist unendlich schade, denn Hundehaltung kann nur dann eine wunderbare Beziehung werden...

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Schau mal im Internet unter meinem Namen und "Das Führen". Da zeige ich, wie man einen Hund führ, um ihm zu signalisieren, dass man wirklich die Führung übernimmt. Der Besitzer geht grundsätzlich vorne, um damit dem Hund zu zeigen, dass man für die Richtung des Weges zuständig ist, dass man zuständig ist für Konfrontationen aller Art, sei es mensch oder Hund, so dass der eigene Hund keine Verantworung mehr tragen muss. Und genau das ist es ja, was die Hunde so streßt. Der Rudelführer ist für den Schutz und die Sicherheit des Rudel zuständig und nicht ein einzelnes Rudelmitglied. So lernt der Hund nach und nach, dass er sich beim Spazieren gehen entspannen kann und sich ganz seinem Besitzer hingeben kann und ihm vertrauen kann. UNd Vertrauen ist das A und O in der Beziehung zu einem Lebewesen, sei es Tier oder Mensch. Beziehung statt Erziehung, das ist das was ein Hund versteht.

Noch so ein Quatsch. Bist du "Autorin"? Daran sieht man wieder mal, dass jeder wirklich JEDER Hinz und Kunz Ratgeber-Bücher schreiben kann und auch wenn er keineswegs wirklich Ahnung hat sondern nur denkt es zu haben.

Du denkst nicht im Ernst, dass es dem Hund Vertrauen vermittelt, wenn man immer vorn geht XD Wenn es nicht so traurig wäre, was für hanebüchenes Zeug hier verbreitet wird, könnte man es für einen Witz halten.

Ein Hund möchte vorne laufen und es hat absolut keinen negativen Einfluss auf sein Gehorsam, wenn man ihn lässt. Es ist auch falsch, dass der Rudelchef immer vorausgeht.

Ein guter Chef ist souverän und muss nicht um seinen Posten bangen sondern ist sich seiner bewußt und kann auch mal delegieren. Im Wolfsrudel is das nicht anders

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Hallo Isabel1,

ich habe eine 9 montae alte jack russel hündin sie zeigt aggresives verhalten gegenüber anderen hunden und menschen ich habe schon vieles ausprobiert, habe die straßenseite gewechselt sobald sie in angriffsstellung geht

Gerade das solltest du nicht tun. Sie soll ruhig diesen Fehler begehen ( dabei einfach die Leine kurz halten ) und sobald sie das macht, stehen bleiben und schimpfen. Mache das immer wieder, das wird helfen. SIe muss merken, dass du es richtig schei**e findest, was sie macht. Am Besten ist es, wenn dir ein für sie unbekannter hilft, damit du das immer wieder mit ihr üben kannst.

das habe ich auch gemacht doch sie unterlässt es nicht sie lässt sich davon gar nicht stören und macht munter weiter ich ziehe sie dann immer bis zu meinen beinen zurück hock mich zu ihr runter und schimpfe sie aus doch sie zeigt mir gar keine beachtung

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@Isabel1

das ist ja auch Quatsch mit dem Schimpfen. Siehst du ja selbst. Lass das Schimpfen! Der HUnd versteht deine Worte nicht.

Wende dich an eine Hundeschule und lies DAZU das og Buch was Yarlung dir empfohlen hat

Alles andere hier is rumgedoktore obwohl keiner den Hund oder dich kennt oder sieht.

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@CarisAdnavi

Rumgedoktore ist das nicht. Es sind Tipps und sie kann es versuchen. Außerdem ist es doch schön, wenn sie sich da wirklich rein hängt, weil sie möchte, dass ihr Hund sich gescheit verhält.

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Hallo, wenn ich das so lese, kommt es mir vor, als hättest du mal ein paar Bücher zum Thema Hundeerziehung gelesen und alles mögliche daraus ausprobiert, nur eben nie wirklich ausdauernd und ohne zu hinterfragen, ob die Methode wirklich sinnvoll ist. Ich habe nichts gegen Hundebücher, nicht dass das falsch verstanden wird. Aber die können nur Grundlagenwissen vermitteln und nur Tipps geben für Halter von 'normalen' Hunden. Sobald ein Hund irgendwie schwierig wird - was in den allermeisten Fällen wiederum an Erziehungs- und Haltungsfehlern des Menschen liegt - können Tipps aus Büchern eher Schaden anrichten oder zumindest wirkungslos verpuffen. Du scheinst mit der Erziehung deines Hundes, der nun nicht gerade einer 'Anfänger-Rasse' angehört (sowas gibt es eigentlich nicht, aber manche Rassen sind schon mal gar nicht für Anfänger geeignet, dazu gehören Terrier), etwas überfordert zu sein. Bitte tue euch beiden den Gefallen und suche dir eine gute Hundeschule. Du musst lernen, die Verhaltensweisen deines Hundes zu verstehen, darauf einzugehen - ohne solchen Quatsch wie Ignorieren oder das 'Aus' beim Bellen, wenn der Hund das noch gar nicht verstehen kann, weil du es ihm nicht beigebracht hast. Du musst auch lernen, dass und wie du deinen kleinen Flitzer geistig und körperlich auslastest, denn das, was du als aggressiv bezeichnest, ist vermutlich gar keine Aggressivität im menschlichen Sinne, sondern eine Ausdrucksform für irgendwas. Was genau, können wir natürlich aus der Ferne nicht sagen, es kann Frust sein, Unsicherheit, was auch immer. Gruß, Kerstin

Aggressives Verhalten beim Hund ist eigentlich eine Ansage an dessen Menschen, dass der Mensch - also Du ganz dringend an der Beziehung zwischen Halter und Hund etwas ändern muss.

Sowas wie Lackmuspapier sozusagen.

Etwas in eurer Beziehung geht schief - das zeigt sich auch beim Futter.

Du musst erst einmal lernen einen Hund mit anderen Augen zu betrachten:

Lassie, Rex und Co. So wollen wir verstanden werden, Autor: F. Rehage

Dieses Buch bitte besorgen und lesen. Du wirst dann schon das eine oder andere Missverständnis zwischen Euch beiden erkennen können.

Trotzdem - dein Hund zeigt mehr und mehr, dass er mit Situationen und Dir an der Leine überfordert ist. Aus diesem Grund solltest du mit deinem Hund eine gute und artgerecht arbeitende Hundeschule aufsuchen. Du musst lernen deinem Hund Souveränität zu vermitteln.

Ok, soweit ich das verstanden habe, hast du bereits versucht, durch Schimpfen und Nicht-Beachtung etwas zu erreichen. Der Ansatz, sie mit dem Problem zu konfrontieren war nicht verkehrt. Jedoch schreibst du, dass sie dich dann nicht einmal beachtet.

Da läuft jetzt offenbar einiges schief. Und du hast Glück. Mit 9 Monaten ist sie erstens in einem Alter, in dem sie sowieso mal Alles in Frage stellt und dir auf der Nase rumtanzt, also auch, es ist genügend Zeit, um solch ein Verhalten noch auszubügeln.

Mein Rat an dich:

1) Ab SOFORT fütterst du sie nur noch aus der Hand. Es gibt keine normale Fütterung mehr. Mindestens für 2-3 Wochen.

2) Beachtung in Form von Spielen und Streicheln und anderem bekommt sie nur dann, wenn du es gerade willst. Annäherungen von ihr werden ignoriert. Lass sie schmoren, 15 Minuten später forderst du sie auf. Und du entscheidest auch, wann spielen, fressen und kuscheln vorbei ist.

3) Es wird nicht mit dem Hund gesprochen. Es sei denn, es handelt sich um einen Befehl. Sitz, Platz, Aus, Pfui, was auch immer. Sonst kein Wort.

4) Wenn du das 3 Wochen durchgehalten hast (glaub es mir, du wirst es nicht tun, aber zumindest eine Woche wirst du es schaffen...), dann hat dein Hund folgendes gelernt: Du bist interessant, du gibst Futter, du hast den Zugang zu Futter und du gibst ihr Nähe, wenn du es willst. Ergo: du bist Leittier. Du bist Alpha.

5) Wenn du jetzt mit deiner Hündin auf die Straße gehst, ruf sie, sobald eine Gefahrenquelle wie Hund oder ähnliches kommt, zu dir ins Fuß. Locke sie auch mit einem Leckerlie, Wurst, was auch immer. Wenn sie dir Beachtung schenkt und damit das böse andere Hundchen oder den Menschen ignoriert, dann belohne sie. Bei jeder Belohnung kommt auch das gleiche Wort dazu. Fein, Brav, Super... Wie du magst.

6) Nach einer Zeit kannst du bei kleineren Gefahren auch mal nur mit dem Wort loben.

7)Trainiere auch beim Gassigehen Übungen wie Platz, Sitz, Bleib oder was sie kennt. Damit erkennt sie, dass du sehr wohl überall etwas von ihr einvordern kannst.

Wenn du das durchhältst, dann hast du ganz bald einen Hund, der ersten glücklich ist, weil er seinen Platz in der Rangordnung kennt, Regeln und Grenzen kennt, aber gerade dadurch auch viele Freiheiten genießen kann.

Und sich zugleich bei einer symphatischen Hundeschule einzuschreiben, ist bei einem Jack Russel niemals eine schlechte Idee. Noch hat sie die Chance, in einer Welpengruppe sozialisiert zu werden.

Viel Erfolg mit deiner Fellnase!

omg... einvordern... äh... schäm... einFordern ;)

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@Pianoman81

Ignoriert werden sollte NUR unerwünschtes Verhalten: Machtspielchen mit dem Hund sind fehl am Platze! Dauerigno ist der größtmögliche Blödsinn! Was soll der Hund dadurch lernen?!

Kein Hund der Welt hat einen Drang, den Chef spielen zu wollen.HUnde gehen von natur aus Konfrontationen lieber aus dem Weg.

Auf den Rest gehe ich auch mal gar nicht ein. Deine Antwort zeugt davon, dass du meinst, man sollte bei Hunden immer mit Brachialgewalt das Alpha" Tier sein.

Das mit dem Locken sobald ein HUnd kommt ist auch denkbar schlecht denn wenn sie droht (Schaut denn der HUndebesitzer immer so genau hin?! Die meisten tun es nicht, denn sie können den Hund nichteinmal lesen!) und man den Hund dann belohnt, dann belohnt man das Drohen und kaum einer beherrscht das Timing.

Und wie soll man den Hund rufen wenn er sowieso nicht abrufbar ist und dann noch erregt durch eine Hundebegegnung. Der Besitzer ist dann ebenso aufgeregt und dann überrägt sich das zusätzlich auf den Hund und es wird noch schlimmer.

Sorry aber dein Ratschlag ist inkompentent und falsch.

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@Pianoman81

Es ist das schlimmste Primatenverhalten einen Hund Dauerzuignorieren, diesen sozial auf diese Weise auszuschließen oder ihm auf andere Psychische Art unter Stress und Druck zu versetzen.

Das ist etwas - das dieses hochsoziale Lebewesen Hund absolut nicht verstehen, einordnen oder in richtiges Verhalten umsetzen kann.

Problemverhalten wird sich auf diese Weise extrem verstärken. Bitte Finger davon lassen!!

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@CarisAdnavi

Nummer eins: was du schreibst, trifft genau auf den lieben Goldie von nebenan zu. Der HUND stammt vom WOLF ab. Natürlich hat im Prinzip jeder Hund das Bedürfnis, nach oben zu kommen. Und es sollte das Gebot sein, dass der Hundehalter auch der ist, der etwas bestimmt, etwas sagt, und dann macht der Hund das. Oder meinst du, die bissigen, schwer erziehbaren und unfolgsamen Hunde kommen einfach so? Ich möchte z.B. nicht, dass mein Hund, wenn ich die Futterschüssel neu einhänge, weil er mit seinem ungestümen Fressverhalten diese aus der Halterung gehoben hat, mich beißt, weil er das Alpha Tier ist und meint, sein Futter verteidigen zu müssen.

Nummer 2: ich empfehle dir DRINGEND, dir Literatur zu Hunden zu kaufen. Und NEIN, ich gehöre nicht den "wir brechen den Hund und machen ihn zu einer gefügigen Maschine" Menschen an. Im Gegenteil.

Ein Hund soll durch Spaß lernen. Aber, es müssen auch Grenzen aufgezeigt werden. Und die müssen klar sein. Jeder, der sagt, ein Hund kann "NUR" durch lieb sein, Verständnis und Toleranz aufgezogen und erzogen werden, hat am ende einen Hund, der sein eigener Herr ist und seinem Mensch nur dann gehorcht, wenn er es will.

Aber vielleicht hab ich ja nur Blödsinn erzählt. Viel Erfolg.

p.s. wenn du in einer Hundeschule bist, dann achte mal darauf, was die dir sagen ;)

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@YarlungTsangpo

Wir reden nicht davon, einen normalen, ruhigen und lernwilligen Hund zu ignorieren. IM GEGENTEIL: ein Hund, der bereits vergessen hat, dass sein Herrchen oder Frauchen eigentlich das Größte sein sollte. Na klar sollte man gerade diesen Hund ignorieren. Denn in diesem Alter begreift der Hund dann recht schnell, dass es so nicht sein kann. Und erst dann kann man wieder aufbauen und neu erziehen. Mir ist auch klar, dass ein permanentes ignorieren nicht geht. Aber die meisten Hundebesitzer reden andauern mit ihren Hunden: Umkehrschluss: ich bin der wichtigste in dieser Beziehung. Und genau das will man genau mit diesem Hund, der gerade beginnt, schwierig zu werden, nicht! Ein Hund braucht regeln. Denn wir sehen, was mit Hunden passiert, die antiautoritär gehalten werden.

Die springen hoch, machen was sie wollen, beißen, knurren, achten nicht einmal darauf, was ihr Mensch sagt. Mit so einem Hund kannst du nicht in die Öffentlichkeit. Und wenn schon, dann findest du dich ganz bald in der Bild Zeitung wieder und versaust den verantwortungsbewussten Hundehaltern das Image. Vielen Dank.

Ach ja: frag mal in einer Hundeschule nach.... Bin schon gespannt, was die dir als Antwort geben...

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Ach herrje, aus welchem 'schlauen' Ratgeber ist das denn abgeschrieben? Zu Hülf, das strotzt ja vor erzieherischem Unsinn. Alphagedöns, Ignorierenquatsch, aufgeregten Hund Fuß laufen lassen... jesses, eine bessere Anleitung, einen Hund zu verkorksen, gibt es kaum. Der einzige sinnvolle Satz ist der mit der Hundeschule.

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@bignose

Unsinn? Ok. Wo? Alpha? Ja, der Hund ist ein Rudeltier. Er braucht eine Rangordnung.

Ignorieren? Ja, bei einem "normalen" Hund sicher ein Quatsch. Aber das ist kein normales Verhalten mehr. Dieser Hund hat vergessen, wer hier das sagen hat. Sie beugt sich zu ihm runter, aber er ignoriert sie. Dir ist schon klar, was das für Folgen hat? Irgendwann ist es vielleicht ein Kind. Und dann lesen wir in den Zeitungen davon.

Fuß laufen lassen? Na immer! Der Hund hat sich bitteschön an dir zu orientieren. Und du erspart ihm viel viel Stress, indem du mal seine Aufmerksamkeit auf dich lenkst. Willst du denn ernsthaft einen Hunde, der seinen eigenen Willen immer durchsetzen darf? Das klingt jetzt doof, aber wenn wir ehrlich sind: ein Hund ist ein Rudeltier und will immer die Oberhand haben. Wenn du nicht permanent (und damit meine ich trotzdem eine liebevolle Erziehung) eingreifst, dann erzieht der Hund dich.

Es gibt einen tollen Satz: Behandle deinen Hund nicht wie einen Menschen, denn sonst behandelt er dich wie einen Hund.

AN EUCH ALLE: BITTE KAUFT EUCH BÜCHER ZUR HUNDEERZIEHUNG UND LEST DIESE. UND ERST DANN SCHREIBEN.

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