Was tun, wenn einen die Vergangenheit einholt?

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9 Antworten

Ich verstehe, dass Du das nicht aussprechen magst und dass Du nur anonym etwas andeuten möchtest. Ich kenne das Problem. ...habe noch 2 Frageb dazu:

Ich bin mir, was Deine Worte betrifft, nicht ganz sicher, was genau Du erreichen möchtest. Was bedeutet "besser damit umgehen" denn für Dich ganz persönlich (außerhalb der klassischen Therapieansätze, die Dir ja offenbar nichts bringen)?

Und zu guter Letzt noch eine "untypische" Frage, die mich selbst ein Stück weiter gebracht hat: Wie kannst Du Dein Problem noch schlimmer machen?

Alles Gute, Leni

naja .. irgendwelche Techniken um damit besser umgehen zu können bzw das ganze besser verdrängen zu können ... was meinst du mit noch schlimmer machen?

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@NoNameMe

Ich finde die Aussage "besser verdrängen" schwierig. Die Bedeutung des Wortes "Heilung" ist übrigens "Ganzwerden", also alle Teile in ein Ganzes fügen, damit es heilen kann. Wenn man jetzt einen Teil weglassen (= verdrängen oder ausklammern) möchte, verwehrt man damit das Ganzwerden. Das heißt, du müsstest Dir nochmal überlegen, was genau Du unter "Techniken" verstehst. Wenn es darum geht, im Alltag mit etwas Geschehenem umgehen zu können, dann läge das Ziel ja darin, dass man an etwas zurück denken kann, ohne dass es einem aus dem Sessel hebt oder ohne dass man Angst haben oder sich schämen muss. Man macht es dann zu einer Art gewöhnlicher Erinnerung. Außerdem bedeutet umgehen können, dass man Kontrolle erlangt über Gedanken und Gefühle, sodass sie einen nicht willkürlich wie Flashbacks einholen. Kontrolle erlangt man aber nur über etwas, "das man kennt". All diese Dinge kannst Du erreichen, wenn Du Dir Hilfe bei einem Experten suchst. Du darfst zu niemandem gehen, dessen Fokus nur auf Medikamenten liegt. Du bist nicht "krank", bloß weil du mit einer abartigen Sache nicht klarkommst. Aber deine Vergangenheit hat dich vielleicht "zerteilt", sodass Du jetzt einen Teil weggeschoben hast. Dafür hast du deine Gründe. Diesen Teil solltest Du vorsichtig mit einem Experten erkunden. Achte darauf, dass es ein Psychologe (nicht: Psychiater) mit der Spezialisierung "Traumatherapie"  oder zum Beispiel "Ego State Therapeut" ist. Gib nicht auf, bloß weil andere aufgegeben haben. 

PS: die letzte Frage oben von mir bezieht sich auf dich selbst und dein tägliches Verhalten. Ich meinte das so in die Richtung: wenn man mal ein bisschen "quer" denkt, was genau könntest du möglicherweise selbst täglich dazu beitragen, dass es dir schlechter geht? Meistens fällt einem dann auf, dass zum Beispiel das eigene Verkriechen in den letzten Jahren die Sache noch schlimmer macht. Aber was genau ist es bei Dir? (Musst deine Gedanken dazu nicht öffentlich schreiben, wenn du nicht willst)

LG Leni

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Du hast schon drei Psychotherapeuten "ausprobiert", die Dich "aufgegeben" haben und Du kannst nicht über Deine Erlebnisse sprechen, aber eher schreiben - okay. Dass Du schwer traumatisiert bist, weißt Du sicherlich selbst. Leider gehen solche Dinge nicht von allein wieder weg, sondern müssen entweder ausgehalten oder verarbeitet werden. Bei Deinen erfolglosen therapeutischen Vorerfahrungen gibt es jetzt eigentlich nur noch spezialisierte Traumakliniken, die Dir helfen könnten. Google doch mal. Zwei Tipps von mir: Traumaklinik Bielefeld, Johannesstift und Asklepios Fachklinikum Göttingen. Beide Kliniken haben einen hervorragenden Ruf und sind spezialisiert für "Dein" Thema. Allerdings: Es ist kein leichter Weg. Falls Du es doch noch mal mit ambulanter Psychotherapie versuchen möchtest, achte darauf, dass die Behandler eine traumatherapeutische Zusatzausbildung haben. Wenn Du davon unabhängig für Dich alleine arbeiten möchtest, dann beginne, Deine Erfahrungen erstmal für Dich selbst aufzuschreiben, zum Beispiel in ein Tagebuch. Mach immer nur soviel, wie Du aushältst. Alles klar? Ich wünsche Dir alles Gute! P.S. Ich bin selbst langjährig arbeitender Psychotherapeut

danke für die Antwort (ich weiß, dass das etwas spät kommt) meine letzte Therapeuten hatte in diesbezüglich viele Zusatzausbildungen, jedoch emfand ich sie als sehr aufdringlich und hochnäsig... sie nahm auch keine Rücksicht auf meine Wünsche oder Abmachungen der Ärzte (war damals in einer Klinik) eigentlich möchte ich das ganze auch nicht “durchkauen“, sondern einfach besser damit umgehen können.. ich möchte es wieder aus meinem Leben verbannen.. so wie vor den Fixierungen .. ist das möglich? oder hab ich nun für immer die a****karte? vielen Dank nochmal

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Hallo NoNameMe,

das ist eine tragische Geschichte, die man leider häufiger hört als einem lieb ist.

Was du brauchst ist jemand zum reden. Du musst aussprechen, was dich bewegt und dich öffnen. Das kann ein Therapeut sein. Wenn die bisherigen nicht die richtigen waren, probier es weiter. Jeder braucht seinen eigenen persönlichen Therapeuten, der zu einem passt. Da kann die Suche leider schon mal etwas dauern.

Es hilft aber auch generell über seine Probleme zu sprechen. Mit Leuten, die ähnliches erleben oder erlebt haben. Vielleicht gibt es in deiner Nähe eine Gruppe, die sich regelmäßig trifft und du solltest dich danach umsehen.

Oder wenn es dir einfacher fällt zu schreiben, solltest du damit anfangen und jemand finden, dem du deine Probleme schriftlich mitteilen kannst. Aufschreiben generell ist auch gut. Fass alles in Worte und schreib es auf. Wie ein Tagebuch.

Das Wichtigste ist, dass du damit nicht alleine bist, sondern einen Kanal findest um alles rauszulassen. Natürlich um deiner Gesundheit willen ist es besser wenn das nicht in einer Essstörung oder selbstverletzendem Verhalten endet.

Das sind einige Baustellen und ich hoffe für dich, dass du deinen Weg findest, um alles zu bewältigen und da wieder raus zu kommen.

Alles Liebe

danke

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Vl kannst du alles auf einen zettel schreiben und den dan deinem Therapeuten geben. Wäre vielleicht ein versuch wärt
Vielleicht fällt es dir dann auch leichter mit ihm/ihr darüber zu reden

Viel glück noch🍀

ich habe zur zeit keinen Therapeuten danke

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dann such dir wieder einen

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ich weiß nicht... wieder eine Therapie die zum scheitern verurteilt ist

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dann kann man nix machen ich würds trd nochmal probieren ist ja besser als man probiert es gar nicht

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Das tut mir leid, dass du das alles erleiden musstest.

Dann würde ich mal sagen, da ist in der Therapie wasschief gelaufen. Wenn du leben willst ohne diese schlimmen Belastungen, dann gibt es nur einen Weg:

Therapie!!

Vielleicht kannst du mal im Internet schauen, bei den Therapeuten stehen meistens auch die Richtungen dabei, was sie behandeln. Und wenn es ganz schlimm wird: jede große Stadt einen einen Notfalldienst in der Psychiatrie.

ich war bereits 1,5 jahre in der jugendpsychiatrie und wurde dort von allen 3 Psychotherapeuten aufgegeben .. seit der Entlassung bin ich nur bei einem Psychiater in Behandlung wegen der Medikamente

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Wenn Du künftige Therapien ablehnst, gibt es bestimmt keine Besserung im Umgang mit den Problemen. Aus eigener Erfahrung sage ich: Es ist falsch, Hypnose abzulehnen, weil es die einzige Möglichkeit ist, dass Dich Deine Vergangenheit wieder und wieder einholt. Ich habe keinen Missbrauch erleiden müssen, musste aber wegen anderer Probleme zur einzigen Hilfe, dem Hypnotiseur. Nach einigen Behandlungen war ich sorgenfrei und unbelastet und konnte in dieser Lage beruflich und privat das Leben beherrschen und manchmal auch geniessen. Also überwinde Deine Ablehnung und denke dabei an eine leichtere Zukunft.

mir ist es wichtig immer und überall die Kontrolle zu behalten... bzw zumindest das Gefühl zu haben... wenn ich mich hypnotisieren lassen würde, müsste ich die Kontrolle abgeben ... das möchte ich nicht

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Ich würde zu einem Therapeuten oder Psychiater gehen. Er kann dir unterstützent Medikamente geben. 

ich nehme bereits Medikamente

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ja eigentlich schon .. zumindest merke ich wenn ich sie nicht nehme, dass es mir noch schlechter geht, auch wenn ich denke, dass es nicht mehr schlimmer geht

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das kann ich eben nicht .. ich kann meine Gedanken nicht aussprechen

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Hört sich vielleicht doof an , aber du musst dich überwinden und offen mit deinem Therapeuten reden . Und wenn du hoffst , das du bald vorbei ist , und du den Raum verlassen kannst , dann macht der was falsch .

ich habe schon lange keinen Therapeuten mehr .. hatte in den 1,5 Jahren 3 Psychotherapeuten.. alle 3 gaben mich auf

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wen du nicht darüber sprechen kanst dan chate darüber mit einem freund oder psychater du schreibst ja jetzt auch mit uns über das thema 

auserdem habe ich von einer therapie gehört die mit hypnose arbeitet 

hast das schon ausbrobirt ?

ich habe keine Freunde.. und ich würde auch nicht mit einem Freund darüber schreiben wollen ... hier bin ich anonym.. das macht es für mich leichter nein Hypnose kommt für mich nicht in Frage

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@NoNameMe

warum würde das für dich nicht infrage kommen also des mit der hypnose 

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@EnricoW2001

aber des wen du anonym bleiben wilst kanst du ja auch anomym mit nem psychater schreiben mus ja nich umbedingt nen psycho sein sein kanst ja mit jedem belibigen darüber schreiben

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weil ich dann die Kontrolle bewusst abgeben müsste .. gibt es denn onlinepsychotherapie überhaupt? wenn ja, wird die von der Gebietskrankenkasse bezahlt?

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