Was tun wenn ein Elternteil alleine ist?

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14 Antworten

Du schreibst: "Ich möchte, dass wenn ein Elternteil von mir stirbt, der andere bei mir ist. Sprich, er mit bei uns wohnt oder ich bei ihm, damit jemand da ist und ich mich auch im Notfall kümmern kann wenn etwas ist."

Die Frage ist doch - möchte das auch der in dem Fall überlebende Elternteil? Sicher wäre das hilfreich, vorher erstmal abzuklären, bevor Du Entscheidungen für Dein weiteres Leben triffst, die nur auf einer Annahme fußen.

Natürlich soll man sich um seine Eltern kümmern, ich bin da ganz bei Dir. Aber es kommt ja doch immer auf den ganz genauen Fall an, WIE sich überhaupt gekümmert werden muss oder soll. Wenn ein Elternteil von Dir stirbt, heißt das noch lange nicht, dass der andere Elternteil nun nur noch mit Deiner 24-h-täglichen Unterstützung am Leben teilhaben kann.

Sicher ist das etwas, was man mal besprechen sollte. Aber heute kannst Du doch noch gar nicht sagen, was überhaupt mal wird. Die Sache kann man erst bewerten, wenn es dann mal eingetreten ist. Und dann kommt sowieso immer alles anders. Eine Beziehung jetzt in Frage zu stellen und einen Hausbau jetzt davon abhängig zu machen, was in 15 oder weiteren Jahren mal mit Deinen Eltern ist, halte ich für ziemlich weit hergeholt.

Du fühlst Dich verantwortlich - und das ist gut so. Das bist Du auch und wirst Deiner Verantwortung sicher auch nachkommen. Wie Du das dann im Falle eines Falles machst und was dann überhaupt alles nötig ist (oder eben auch nicht), das kannst Du aber erst dann entscheiden. Wenn einmal - ich hoffe es nicht - in Deiner Familie ein pflegebedürftiger Fall eintreten würde, dann ändert sich ohnehin das ganze Leben. Und dann muss die Partnerschaft zeigen, was sie wert ist. Im Zweifel ändert sich dann auch das.

Du scheinst für meine Begriffe von Deinem Partner heute schon eine "Garantie" für einen Fall bekommen zu wollen, der vermutlich nie eintritt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Du bei einem Elternteil einziehen willst bzw. umgekehrt, weil es plötzlich allein lebt. Ich würde nicht per se unterstellen, dass der Elternteil das auch überhaupt wirklich will. Also nimm Deine Eltern, am besten jeden für sich, mal zur Seite und besprich das mal in einem ruhigen Moment. Damit Du überhaupt weißt, ob Du auf dem richtigen Pfad bist mit Deinen Gedanken. Aber mache Dich nicht heute schon verrückt über Dinge, die noch gar nicht eingetreten sind und ganz anders kommen können, als Du Dir heute denkst.

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Schwierig.

Ich würde wahrscheinlich auch nicht mit seiner Mutter zusammenleben wollen.

Anders geht es deinem Partner ja scheinbar auch nicht.

Es ist gut gemeint, dass du für den hinterbliebenden Elternteil schon seinen restlichen Lebensabend  planst hinsichtlich seiner Wohnsituation. Aber woher nimmst du die Gewissheit, dass jener Elternteil stehenden Fußes die Wohnung samt ihrer Erinnerungen auflöst, um relativ zeitgleich zu dir zu ziehen?

Kein Thema, Kinder können sich vorab Gedanken machen, wie was händelbar wäre, wenn ein Elternteil stirbt, aber bitte doch nicht schon vorab über den Kopf der Eltern hinweg.

Von daher würde ich raten, die Eltern ins Gespräch mit einzubeziehen und in dem Zusammenhang gleich auch alle anderen Eventualitäten (Krankheiten, Patientenverfügung u.ä) abzusprechen...

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Wenn das für Dich bereits entschieden ist musst Du ihm das auch so klar kommunizieren. 

Denn Du bist ja nicht offen für alternative Lösungen.

Im Zweifelsfall musst Du eben Deinen Wunsch über Eure gemeinsamen Lebensziele stellen. Also bereit sein zur Trennung.

Denn wenn es für ihn nun mal nicht in Frage kommt mit den Schwiegereltern zusammen zu leben ist das auch von Dir zu akzeptieren und respektieren.

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Du erklärst es schon Selbst....

Du wolltest auch nicht seine Mutter im Haus haben erwartest jedoch von deinem Mann das er eine Zwangspartnerschaft (Anbau/Umbau/Einliegerwohnung) mit deinen Eltern eingeht und dies (nach deiner Hoffnung) über Jahrzehnte hinweg.

Weiter bleibt ein ganz großes Problem der Investitionen. Alles was er dann an Arbeitsleistung und Finanzen einbringt liegt auf dem Grund deiner Eltern/deinem Erbe. Sollte es zu einer Trennung/Scheidung kommen ist bei dieser Konstellation absolut klar das er geht und seinem Geld nachrennen kann.

Ich würde unbedingt ein eigenes Eigentum in angemessener Nähe (nicht unter 5km) bevorzugen, alleine um partnerschaftliche Parität zu wahren. Es sind (nur) deine Eltern.........


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Also ich muss sagen... Ich kann ihn absolut und vollkommen verstehen! Ich hätte auch keine Lust, irgendwie bei den Schwiegereltern anzubauen oder so... Das endet doch immer im Stress...

So sehr ich sie auch mag... Ich bin ehrlich gesagt schon leicht genervt davon, dass wir bald so nah bei seinen Eltern wohnen (obwohl es "nur" 5 km sind)....

Da find ich das mit dem "in der Nähe wohnen" doch schon eine gute Zwischenlösung. 4 km sind ein Katzensprung, da kannst wenns sein muss, auch mal jeden Tag zu deinen Eltern fahren :)

Und außerdem ists ja auch nicht sicher, ob mal einer deiner Eltern zum Pflegefall wird!

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kann man nicht pauschal sagen, es gibt auch menschen die möchten im alter nicht unbedingt jemand zu last fallen bzw lieber allein sein und ihr haus selber verwalten.  Ausserdem gibt es ja auch "notfall Telefone" und pflegebetreuung.     Selbt meine eine tante wollte mit 90 noch lieber alleine sein die war noch köperlich topfit für ihr alter. ich kenne einige alte menschen die das ganau so gemacht haben.  n ..

sollte es ein pflege fall sein kann man ja immer noch z.b. ein zimmer räumen und ein pflege bett hinstellen.

Auch sollte man immer auch mal mit einem elterteil sprechen viele wollen halt die selbständigkeit nicht aufgeben, die zeiten haben sich sehr geändert. 

Auch meine Tante mit 5 kindern ist über 80 die gehen lieber in betreutes wohnen mit ihrem mann.

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Ich kann Euren Konflikt nachvollziehen. Vielleicht wäre es in Eurem Fall hilfreich, einen Kompromiss einzugehen, denn es könnte ja auch sein, daß "der Fall der Fälle" nie eintritt . (z.B. wurde in unserer Familie so ein ähnlicher Fall auch über Jahre angenommen und gefürchtet: dieser Elternteil ist jedoch letzte Woche im hohen Alter plötzlich verstorben, ohne jemals zum Pflegefall zu werden.) Als Kompromiss wäre für mich in Eurem Fall ggf vorstellbar,
im gleichen Ort wie die Eltern zu bauen/zu kaufen, aber einige Straßen weiter. Oder im Umkreis von z.B. 5 km o.ä.. So wärest Du im Fall der Fälle stets vor Ort, denn das Zusammenleben mit Schwiegereltern ist nicht für alle Menschen machbar. Von daher halte ich in Eurem Fall einen Kompromiss für am besten.

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Eine verdrehte Ansicht hast du nicht... Aber es sind schon Dinge, die eigentlich in eine Kennenlernphase a la: was wäre wenn gehören.

Wenn er das nicht möchte, würde ich es akzeptieren.

Ist er der Richtige? Also willst du auf alle Fälle mit ihm zusammenbleiben? Dann geh auf ihn ein.

Deine Eltern würden auch nicht wollen, dass sie einen Keil zwischen euch treiben würden oder würden es ja so oder so merken, wenn einer nicht dahinter steht.

Wie du auch nicht, würde ich auch niemanden im Haus haben wollen... Wieso würdest du es nicht wollen, regst dich aber über ihn auf?

Man würde sein Leben eben einschränken... Sich zuhause nicht mehr so wohlfühlen.

Er hat dich gewählt, kein Leben mit Eltern.

Ich würde bei dem Fall ein betreutes Wohnen empfehlen, in der Nähe... Da haben sie dennoch Kontakt und Veranstaltungen mit anderen und besuchen kann man sie auch alle 1-2 Tage.


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Kommentar von katim8
18.07.2016, 07:28

Ich habe noch doch nicht über ihn aufgeregt? Ich habe ich ebenfalls geschrieben das ich es akzeptiere. ich habe lediglich gefragt, ob jemand auch mal in dieser Situation war und wie diese gelöst wurde. Ich finde das beide Seiten nachvollziehbar sind. Seine als auch meine. Vielleicht sind wir gerade aber auch blind für andere Alternativen. Und die erfrage ich hier...

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Einen für Dich guten Rat kann Dir nach meiner Meinung keiner geben. Zu stark ist Dein von Dir selbst auferlegter Konflikt. Zu Bedenken möchte ich Dir aber geben: Du schreibst, dass Du mit Deiner Schwiegermutter auch nicht leben möchtest. Ist das alleine schon nicht Antwort genug? Zur Erleichterung Deines Gewissens verlangst Du von Deinem Partner, sein Leben nach Anderen zu richten. Nun stehst Du vor der Entscheidung, Partner oder Elternteil. Mit "Schuld geben" wäre ich sehr vorsichtig, da Du es doch bist, die diesen Konflikt verursacht.

Meine Geschwister und ich haben unsere Mutter in ein Altenheim gebracht von dem wir wussten, dass sie dort aufgefangen wird. Wir hatten kein schlechtes Gewissen, zumal sie ja auch unter ihresgleich war und recht schnell Bekanntschaften schloss. Freilich hätte sie lieber bei einem(r) von uns gewohnt, hat aber von sich aus eingesehen, dass das Konflikte mit sich bringt. Du solltest Dich nicht steigern in Deiner Opferrolle und Dein Pflichtgefühl eher Deinem Partner zukommen lassen.

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Kommentar von katim8
18.07.2016, 07:38

ich muss ehrlich sagen, die aussage mit meiner Schwiegermutter ist eher aus Prinzip. wäre sie alleine und mein Partner hätte den Wunsch das die bei uns wäre, dann würde ich mich - ihm zuliebe - damit arrangieren.

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Wenn ihr ein Haus bauen lässt, dann kann man doch was da anbauen ich verstehe sein Problem ja nicht.
Denn hättet ihr ja trotzdem separate Räume usw. auch wenn er oder die direkt neben an wohnt.
So wollten wir es auch machen, aber da uns erstens der Platz und das Geld geht hat es nicht funktioniert im übrigen können wir nicht Acht auf meine Oma geben, weil sie Demenz hat jemand muss 24h bei ihr sein und das ist einfach nicht möglich, da meine Eltern auch voll arbeiten.
Aber wenn deine Eltern kerngesund sind und keine Probleme machen, wieso nicht?

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Zur Ergänzung. Klar wäre ich unsicher ob umgekehrt mit seiner Mutter funktionieren würde. Aber Fakt ist, wenn er in der Situation wäre das seine Mutter alleine wäre und er würde sich wünschen, dass sie dann bei ihm/uns lebt - dann würde ich mich damit arrangieren können... ihm zuliebe

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Ich finde du hast sehr vernünftig und ehrlich deine Situation geschildert. Es ist doch ganz normal sich bei einer großen Entscheidung weitreichende Gedanken macht. Nun zu der Situation. Es gibt immer eine Lösung. Am besten eine Lösung die beiden gerecht wird. Wie wäre es, wenn ihr eine Immobilie anstrebt MIT Einliegerwohnung. Kein Mensch weiß wie es mal kommt. Je nach dem könnte ein Elternteil dort einziehen wenn es denn mal so eintrifft. Als Alternative bleibt immer noch die Möglichkeit die Einliegerwohnung vorerst zu vermieten. Ob mal ein Elternteil dort einzieht, das lass erst einmal außen vor. Es ist doch momentan gar nicht das Wichtigste. Diese Diskussion solltet ihr euch vorerst ersparen. Trotzdem hättet ihr mit dem Kompromiss die Einliegerwohnung vorerst zu vermieten erstens eine zusätzliche Einnahmequelle und dennoch für alle Fälle vorgesorgt. Dass dein Partner das alte Haus nicht anbauen oder umbauen ist eine gute Entscheidung. Dafür gibt es gute Gründe, die mit der Elternsituation gar nichts zu tun haben. Dein Partner wird sicher gute realistische Gründe (Zukunft, schließlich dein Erbe, Kosten etc.) dafür haben. Das solltest du akzeptieren. Kann euch nur raten unbedingt den Kompromiss (Neubau/kauf mit Einliegerwohnung) zu machen. Das Thema Eltern lass erst einmal ganz außen vor, dass führt zu nichts. Dafür ist der Zeitpunkt noch nicht gekommen.

L.G.

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Ich kenne niemand der bei seinen Eltern angebaut hat und glücklich geworden ist.  4 km Abstand sind da ganz ideal

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Deine Ansicht ist iO, es ist doch so wenn bei den schwiegereltern etwas ist macht er die Pflege oder erwartet er das von dir? Bei deinen Eltern wirst du es ja machen wollen und nicht ihn damit konfrontieren. Ist eben überlegenswert.

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