Was kann man tun, wenn der Ex-Arbeitgeber nicht mehr bezahlt?

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4 Antworten

Wenn du einfach nicht mehr hingehst, muss die Firma ihrem Kunden natürlich Ersatz schicken. Da du dich vertragswidrig verhalten hast, bist du schadensersatzpflichtig.  Das kann dann auch ohne weiteres teurer werden als der verlorene Wochenlohn.

xolo88 18.09.2015, 14:38

So einfach ist das nicht. Um tatsächlich Schadensersatz verlangen zu können, muss ernsthaft nachgewiesen werden, das tatsächlich durch seinen Ausfall ein grober Schaden entstanden ist. Dies wäre z.B. der Fall, wenn nur ein Mitarbeiter vorhanden ist und dieser dafür zuständig gewesen wäre, den Laden zu öffnen.

Bei einer Mittelständigen Firma wird das niemals der Fall sein, da immer genug Ersatz vorhanden ist. Eine Aussage wie: "Durch den Ausfall wurden heute 50 Teile weniger gemacht" wirst du keinen Schadensersatz geltend machen können.

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DerHans 18.09.2015, 15:20
@xolo88

Ja, das ist vollkommen richtig. Hier ist der Arbeitgeber aber einfach am längeren Hebel und lässt es einfach auf sich zu kommen. Wenn der vertragsbrüchige Arbeitnehmer Geld will, kann er ja klagen.

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du hast doch von dem unternehmen, bei dem du warst, sicher zeitnachweise oder stempelkarten gegenzeichnen lassen. die beweisen doch, dass du arbeiten warst. allerdings würde ich mich bei nichtmelden an deiner stellen nicht so weit aus dem fenster lehnen...

welche 400 euro?  einfach nicht mehr hingegangen ohne zu kündigen oder sich krank zu melden?  du kannst froh sein, wenn die firma dich nicht noch auf schadensersatz verklagt. 

Das ist natürlich etwas verzwickt, allerdings bin ich der Meinung, das du innerhalb der Probezeit warst, weshalb du jederzeit hättest kündigen können und somit die ZAF keinerlei Schadensersatzansprüche dir gegenüber geltend machen kann.

Die Polizei macht da nichts, da es sich um ein Zivilenprozess handelt. Schreib eine Mahnung, ganz wichtig ist, das du eine Frist setzt ~7-14 Tage.

Sollte weiterhin nicht bezahlt werden, hilft nur den Gang vor das Arbeitsgericht. Schreib das auch so in die Mahnung, das du bei "Nichtzahlung" Klage beim Arbeitsgericht einreichen wirst. Das so Gerichtskosten+ Anwaltskosten auf sie zukommen würden.

Ich denke nicht das die ZAF es darauf anlegen wird.

Maximilian112 18.09.2015, 14:53

Ich versteh das nicht ganz was eine Probezeit und mögliche Kündigung mit unentschuldigtem Fehlen zu tun hat.

Und was hat die ZAF mit den Anwaltskosten des Fragestellers zu tun?

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xolo88 18.09.2015, 15:02
@Maximilian112

Die Frage wäre eben, was im Vertrag bezüglich der Kündigungsfrist in der Probezeit geregelt ist. Steht dort überhaubt eine Kündigungsfrist? Hier weiss ich nicht mal, ob durch die deutsche Rechtsprechung eine gegeben sein muss.

Falls es zu einem Prozess kommt und die ZAF diesen verliert, muss diese nicht nur die Gerichtskosten, sondern auch Kosten von Anwalt, Sachverständigen etc. tragen.

Wie erwähnt, wird die ZAF sogut wie nie einen schadensersatz Anspruch durchboxen können. Das sind nicht mehr als leere Worte, welche einem Angst machen sollen. Die Firma wird sicherlich nicht wegen ein paar hundert Euro riskieren, einen Gerichtsprozess zu verlieren und tausende Euro zu zahlen. Wobei das noch der minderschwere Schaden wäre, schädlicher wäre der Verlust vom Ruf, wenn eine ZAF überhaubt jemals einen guten Ruf besitzen kann.

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Maximilian112 18.09.2015, 15:34
@xolo88

Sorry, aber:

Auch in der Probezeit gibt es selbstverständlich Fristen. Aber er hat ja nicht gekündigt sondern hat es vorgezogen stillschweigend zu Hause zu bleiben.

Ob es dazu eine entsprechende Formel in seinem Arbeitsvertrag gibt ist hier nicht bekannt.

Und im Arbeitsrecht trägt jeder seine Anwaltskosten selber, jedenfalls in der 1. Instanz.

Hier geht es noch lange nicht um Schadensersatz sondern ganz einfach um eine Lohnforderung.

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