Was tun wenn der Chef nicht für ausreichend Wärme am Arbeitsplatz sorgt?

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3 Antworten

Es gibt da geregelte Vorschriften an die er sich zu halten hat ansonsten einfach streiken dann reagiert er auch weil sonst kein Geld verdient wird und das ist das schlimmste für jeden Arbeitgeber oft reicht auch schon die Ankündigung des Streiks das gehandelt wird . Frag im Betriebsrat nach über die Rechtslage.

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Heritage88 03.11.2016, 09:21

Kann man einfach so streiken wenn man nicht einer gewerkschaft angehört?

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Bewusstuss 03.11.2016, 09:28
@Heritage88

Ist nicht zu empfehlen. Aber ihr könnt einen Betriebsrat gründen wenn die Firma groß genug ist damit es auch Sinn macht bei Kleinbetrieben bis 10angestellte macht das wenig Sinn da würde ich empfehlen das die ganze Belegschaft mal um ein längeres Gespräch beim Chef bittet 

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Bewusstuss 03.11.2016, 10:03
@Bewusstuss

 ARBEITSKAMPF STREIK

Der Streik ist das Kampfmittel der Arbeitnehmer. Sie legen die Arbeit nieder und hoffen, dass durch die Verluste die durch den Arbeitgeber entstehen können, ihre Forderung durchzusetzen sind. Wenn in einem Betrieb die Produktion nachläst haben die Arbeitgeber Bezugskosten, aber keine Erträge.. Voraussetzung für den Streik ist eine Urabstimmung, bei der in der Regel 75 % der Gewerkschaftsmitglieder, die ihre Stimme abgeben, einem Streik zustimmen müssen. Die Genehmigung zur Urabstimmung erfolgt durch den Gewerkschaftsvorstand. Soll der Streik abgebrochen werden, müssen in der Regel 25 % der Gewerkschaft und ohne Urabstimmung, so spricht man von einem WILDEN STREIK Die Arbeitnehmer sind in diesem Fall berechtig die streikenden Arbeitnehmer fristlos zu entlassen.

WEITERE STREIKARTEN

GENERALSTREIK legt die gesamte Wirtschaft lahm, weil sich alle Arbeitnehmer daran

 beteiligen. Er ist Allgemein politisch begründet.

TOTALER STREIK "Flächenstreik" schaltet einen ganzen Wirtschaftszweig aus z. B. 

 Druckindustrie.

SCHWERPUNKSTREIK betreffen normalerweise die wichtigsten Betriebe eines

 Wirtschaftszweiges. Beispiel: Die Gewerkschaft VERDI lässt nur die Beschäftigen der

 Müllabfuhr streiken und Streikgeld zu sparen und dennoch eine große Wirkung zu

 erzielen. 

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Heritage88 08.11.2016, 07:21
@Bewusstuss

Wir haben einen Betriebsrat aber selbst der hat beim Chef keine Chance sich durchzusetzen

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Bewusstuss 08.11.2016, 08:15
@Heritage88

Na als aller letzte Lösung wenn ihr in noch keiner Gewerkschaft seit dann tretet einer bei aber das wird euch was kosten also in einer Gewerkschaft wollen sie meist 1% vom brutto Lohn wo ihr oder du bestimmt bei manchen Mitarbeitern auf taube Ohren stoßt. Es gibt 5 große Gewerkschaften und ein dachverband das müsst ihr dann selbst schauen welcher zu eurer Branche passt. Und wenn ihr dann einer beigetreten seit müsst ihr folgendes beachten.

Streik muss rechtmäßig sein

Wilde Streiks sind in Deutschland verboten. Ein Arbeitskampf hat stets rechtmäßig abzulaufen. Ein rechtmäßiger Streik setzt voraus, dass diese 5 Voraussetzungen erfüllt sind:

1. Ein rechtmäßiger Streik muss von einer Gewerkschaft initiiert werden (Art. 9 Abs. 3 Grundgesetz).

2. Die zum Streik aufrufende Gewerkschaft muss ein legitimes Streikziel haben.

Das setzt voraus, dass es sich um eine tariflich regelbare Angelegenheit handelt. Das ist zum Beispiel gegeben, wenn es um die Verbesserung der Arbeitsbedingungen aus Sicht der Arbeitnehmer geht. Auch für einen Sozialplan, mit dem die wirtschaftlichen Nachteile einer Betriebsänderung ausgeglichen werden, darf gestreikt werden.

Verboten sind allerdings Streiks mit diesen Intentionen:

Politische ZieleRein arbeitsvertragliche RechtsansprücheRein arbeitsvertragliche ArbeitsbedingungenStreik mit dem Ziel der Standortsicherung, um z.B. die Verlagerung von Produktionsstätten ins Ausland zu verhindern.

3. Zu einem Streik darf nur nach Ablauf der Friedenspflicht aufgerufen werden.

Insbesondere darf nicht gestreikt werden, wenn ein laufender Tarifvertrag bereits Regelungen zu dem Streikziel trifft. In solchen Fällen können Sie als Betriebsrat auch verpflichtet sein, die streikenden Arbeitnehmer zur Wiederaufnahme der Arbeit aufzufordern.

4. Streik muss stets verhältnismäßig sein.

Das ist er nicht, wenn er für die von der Gewerkschaft geforderten Ziele offensichtlich ungeeignet, unangemessen oder nicht erforderlich ist. Außerdem muss für jeden Streik zumindest versucht worden sein, vorher zu verhandeln.

5. Die Gewerkschaft muss außerdem die notwendigen Formalien einhalten.

Sie hat einen Beschluss zur Abhaltung des Streiks zu fassen.Sie hat eine Urabstimmung durchzuführen. Dabei müssen in der Regel 75% der Gewerkschaftsmitglieder dem Streik zustimmen.Der Hauptvorstand der Gewerkschaft muss den Streikbeschluss genehmigen.Die Gewerkschaft muss zum Streik sowie zur Arbeitsniederlegung aufrufen.Der Streikbeschluss muss bekannt gemacht worden sein.

 

Rechte und Pflichten des Betriebsrats

Der Streik ist die wohl gravierendste Maßnahme in einem Arbeitskampf. Abgesehen von einigen Ausnahmen dürfen sämtliche Arbeitnehmer grundsätzlich streiken. Eine dieser Ausnahmen betrifft Sie als Betriebsrat. Denn nach § 74 Abs. 2 BetrVG sind Maßnahmen des Arbeitskampfs zwischen Arbeitgebern und Betriebsrat unzulässig. Sie als Betriebsrat sind deshalb gehalten, alles zu unterlassen, was den Betriebsfrieden stört. Sie dürfen deshalb als Betriebsrat nicht streiken und auch nicht zum Streik aufrufen.

Differenzierung erforderlich

Das Streikverbot richtet sich jedoch nur an Sie als Organ der Betriebsverfassung. Als Betriebsrat sind Sie aber natürlich auch weiterhin Arbeitnehmer. Und als Arbeitnehmer dürfen Sie in Ihrer Funktion als Gewerkschaftsmitglied auch streiken - nur eben als Betriebsrat nicht. Sie können also wie jedes andere Gewerkschaftsmitglied im Auftrag der kampfführenden Gewerkschaft einen Streik organisieren, zum Streik aufrufen, den Streik leiten oder in der Streikleitung tätig werden. Das Betriebsratsamt hat damit allerdings nichts zu tun.

Mitbestimmungsrechte eingeschränkt

Während eines Arbeitskampfs unterliegen Ihre Mitbestimmungsrechte als Betriebsrat, die die Arbeitskampffreiheit Ihres Arbeitgebers beeinträchtigen würden, gewissen Einschränkungen. Ihre Mitbestimmungsrechte bei personellen Einzelmaßnahmen wie Einstellungen, Versetzungen und Entlassungen entfallen teilweise sogar gänzlich, soweit sie etwas mit dem Streik zu tun haben. Ihre Mitbestimmungsrechte in sozialen Angelegenheiten sind während der Zeit ebenso beschränkt. Beispiel: Will Ihr Arbeitgeber den Betrieb trotz eines Streiks aufrechterhalten und stellt er Ersatzkräfte für die streikenden Mitarbeiter ein, muss er Sie bei der Einstellung entgegen der sonstigen gesetzlichen Regelungen nicht beteiligen. Geht es aber um eine Einstellung, die auch ohne den Streik vorgenommen worden wäre und die primär mit dem Streik nichts zu tun hat, bleiben die Beteiligungsrechte bestehen.

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Bewusstuss 08.11.2016, 08:18
@Bewusstuss

Die Auswirkungen eines Streiks auf die Arbeitsverhältnisse

Beteiligt sich ein Arbeitnehmer rechtmäßig an einem Streik, ruhen die Hauptleistungspflichten aus dem Arbeitsverhältnis. Er muss also nicht arbeiten, erhält vom Arbeitgeber aber auch kein Geld. Die Beteiligung am Streik stellt in diesem Fall keine Pflichtverletzung dar, die zu einer Abmahnung oder einer Kündigung des Arbeitsverhältnisses durch den Arbeitgeber berechtigen würde. Arbeitnehmer, die in einer Gewerkschaft Mitglied sind, erhalten von dieser ein Streikgeld aus der Streikkasse. Andere Arbeitnehmer, die nicht in einer Gewerkschaft sind aber trotzdem streiken, erhalten gar nichts. Arbeitnehmer, die trotz eines Streiks normal weiterarbeiten und ihren Pflichten aus dem Arbeitsvertrag nachkommen, erhalten auch weiterhin ihre Vergütung. All das gilt natürlich auch für Sie als Betriebsrat. Führt ein Streik dazu, dass es für Ihren Arbeitgeber unzumutbar wird, den Betrieb aufrechtzuerhalten und Ihre arbeitswilligen Kollegen zu beschäftigen, hat er die Möglichkeit, die restliche Belegschaft auszusperren. Macht er von diesem Recht Gebrauch, haben auch Ihre arbeitswilligen Kollegen keinen Anspruch auf ihre Vergütung. In jedem Fall muss bei einer Aussperrung die Verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben. In der Praxis kommt eine Aussperrung deshalb so gut wie nie vor.

Streik und Urlaub

Fällt ein Streik in die Urlaubszeit eines Arbeitnehmers, bekommt er das Urlaubsentgelt weiter. Einzige Ausnahme: Der Arbeitnehmer gibt zu erkennen, dass er streiken will.

Streik und Arbeitsunfähigkeit

War ein Arbeitnehmer vor der krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit dem Streikaufruf gefolgt und hatte er bereits gestreikt, hat er keinen Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall. Fällt der Streik allerdings in eine bereits bestehende Arbeitsunfähigkeit eines Kollegen, bekommt dieser auch weiterhin seine Entgeltfortzahlung, es sei denn, er signalisiert dem Arbeitgeber seine Streikbereitschaft.

Hoffe das ihr bald nicht mehr bei der Arbeit friert viel Glück mfg

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Oh das kenne ich auch. Seit 42 Jahren arbeite ich in einem Laden ohne Heizung. Im Büro ist es warm und ich muss nur dann raus wenn Kundschaft da ist. Macht die Sache nicht angenehmer denn die Aufenthalte können schon mal eine Stunde dauern, da hat man Eisfüsse und krumme Finger. Wird sich wohl nichts dran ändern, dafür ist es im Sommer wie Sauna.

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Ihr habt einen Betriebsrat und der kann nichts ausrichten? Zumindest sollte der Betriebsrat wissen, was ihr machen dürft und was nicht. Ich würde bei Kälte nicht arbeiten.

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Heritage88 03.11.2016, 09:22

Unser Betriebsrat ist leider nur da weil wir einen brauchen. Erreicht hat der noch nie etwas. Auch neu wahlen haben da nichts verändert ... ist seit Jahrzehnten so

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