Was tun mit Selbstmordgefährdetem Alkoholiker?

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6 Antworten

hallo,

ja ein sehr schwieriges thema. also eine einweisung ist möglich, da mehrfacher suizidversuch festgestellt wurde... von euch, sowie von freunden. meine frage wäre jetzt, war ein notarzt, polizei oder krankenhaus schon mal involviert? es geht darum, die hätten diese situation des suizidversuch schwarz auf weis dokumentiert. diesen befund bräuchte man für eine einweisung. außer er geht freiwillig in eine therapie. wenn er eingewiesen wird, wird er psychologisch betreut, dass heißt, es wird versucht die ursache für sein verhalten zu finden,welches in eurem fall wohl der tod des vaters ist. desweiteren wird er wohl auf entzug gesetzt, dass heißt für ihn definitiv keinen alkohol mehr zu trinken... die möglichkeit des rückfalls ist hoch. natürlich wäre alles einfacher, wenn er freiwillig in therapie gehen würde, aber dass ist typisch, dass ein alkoholiker sich die bestehende sucht nicht zugesteht... kosten: was kostentechnisch auf euch zukommt weiß ich leider nicht, aber ihr könnt euch ja mit der krankenkasse in verbindung setzen und nachfragen. ich meine dass die kosten teils übernommen werden. sinn macht so eine einweisung schon->er ist eine gefahr für seine umwelt, da er wohl lt euren aussagen sehr aggressiv wird, sowie für sich selbst und das macht sinn genug. wie oben schon erwähnt gibt es für nichts eine garantie, aber der gute wille zählt ebenso. ich finde es sehr toll, dass ihr euch um ihn so kümmert, das gibt es selten. ich hoffe ich konnte etwas helfen, viel glück, lg

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Kommentar von ella369
02.04.2012, 11:07

Hallo, danke für deine antwort! er wurde einmal ins Krankenhaus gebracht (in Polizei begleitung) da er in seinem betrunkenem zustand eben aggressiv ist und die rettungsleute das wissen. die haben sich dann auch gleich die polizei mitgenommen. der grund für seinen krankenhaus besuch war, weil er mit der hand in seiner wut eine glastüre eingeschlagen hat. das er mit einer dieser glasscherben versucht hat sich umzubringen hat niemand den sanitätern gesagt. das ganze ist praktisch als "unfall" aufgenommen worden und er ist dann auch gleich nachdem die wunden genäht wurden wieder nach hause gekommen. falls du dich fragst warum keiner etwas gesagt hat, das frage ich mich auch! aber ich vermute mal als angst vor ihm, oder als angst um ihn. leider keine ahnung. soviel ich weiß war er schonmal auf entzug. was mir zumindest am rande mal erzählt wurde, damals habe ich ihn noch nicht gekannt. muss also schon mindestens 5 jahre her sein. den hat er anscheinend abgebrochen.

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Danke für eure schnellen Antworten! Natürlich weiß ich das eine Einweisung nicht gerade eine Lösung ist, aber wir haben schon ziemlich oft, in gemeinsamen oder einzelnen Gesprächen versucht mit ihm zu reden welche Probleme oder Gefühle er hat und warum er trinkt. Er blockt leider total ab und kommt immer mit der Standard Antwort: "keiner versteht mich; ihr versteht das nicht; das kann sowiso keiner verstehen;..." aber keine klaren Antworten. Wenn ein Arzt die Einweisung macht, muss er warscheinlich auch zu diesem Arzt und "begudachtet" werden oder?

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Dein Freund lässt sich da zu sehr einspannen. Das klingt ganz nach Co-Abhängigkeit. Der Bruder deines Freundes ist krank. Wenn man krank ist, sollte man zum Arzt gehen, aber dazu bedarf es auch der EInsicht in die eigene Krankheit. Der Bruder ist ein erwachsener Mensch. Da wird es schwierig mit der Zwangseinweisung. PsychKG und psychiatrischer Notdienst sind da stichworte die du mal gugeln kannst. Therapien sind sinnvoll, wenn der Patient Einsicht mitbringt. Meistens bedeutet das, dass er erstmal ganz am Boden sein muss, bevor er sich der ALternative bewusst wird "Trocken oder tot". Darauf läuft es nämlich hinaus. Und wenn er sich umbringen will, dann wird ihn daran auch niemand hindern können. Am wichtigsten ist im Moment für euch, dass du deinem Freund klarmachst, dass er auch Hilfe braucht, weil er schon in der Koabhängigkeitsnummer drinsteckt. Sonst würde es in eurer Beziehung nicht deswegen bröckeln. Al-Anon oder "Beratung für ANgehörige Suchtkranker" ist da angesagt, gibts auch in der Diakonie. Viel Glück

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Bei Eigen- oder Fremdgefährdung ist eine "Zwangseinweisung" in eine Psychiatrie möglich( kurz PsychKG genannt). Wenn ich das noch richtig zusammenkriege, dann muss aber innerhalb von 24 h ein Mensch vom Gericht die Entscheidung treffen, ob er wieder gehen darf oder bleiben muss. Als erstes solltet ihr Euch an den Hausarzt wenden oder in einer Akutsituation direkt den Krankenwagen rufen. Für den Aufenthalt in Psychiatrie wird er vermutlich das Tagegeld bezahlen müssen, wenn er nicht befreit ist. Das sind 10 € am Tag, max. 14 tage im Jahr.

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Zunächst solltet ihr darüber nachdenken, ob es so sinnvoll ist, einen nahen Verwandten mit seinen Problemen sitzenzulassen. Es gibt Ursachen für den Alkoholismus und Ursachen für die Suizidgefährdung. Einfach mal "einweisen" ist keine dauerhafte Lösung. Wichtig für diese Menschen ist ein familiärer Rückhalt, Personen, die mit einem über ihre Probleme sprechen und sie unterstützen. Jemanden zu zwingen, einen Alkoholentzug zu machen, funktioniert nicht. Lieber die Wurzel der Krankheit finden, als die Symptome zu beheben. Zur Suizidgefährdung: Bei einem versuchten Suizid den Notarzt rufen. Dieser weist dann automatisch in eine psychiatrische Abteilung ein. Generell könnt irh auch den Hausarzt aufsuchen, der eine Überweisung ausstellt. Ob es einen Sinn hat, ihn einweisen zu lassen, kann man so nicht sagen. Aber es ist allemal sinnvoller, als nichts zu tun!

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Kommentar von brido
02.04.2012, 10:23

Bei Sucht kann man nur auf seien Entschluß warten. Wer nicht willl kann nicht gezwungen werden. Mein Schwager hat sich nach Spiel/Alk Sucht umgebracht, trotz Behandlung.

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Nur durch einen Arzt ,kann eine Einweisung gemacht werden.In dem Fall Zwingend Erforderlich.

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