Was tun mit antriebslosem Sohn?

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10 Antworten

Das ist eine ganz ganz schwierige Kiste. Da gibt es leider nicht den Mega- Ratschlag. Entweder er bekommt in den nächsten Jahren von ganz alleine die Kurve, oder er wird ewig ein Versager bleiben. Und das natürlich zu Lasten der Mutter und selbstverständlich auch zu Lasten des dazugehörigen Partners.

Wenn die Mutter schlau ist, hat sie in zwei oder drei Jahren die Schnauze so voll, dass sie ihn vor die Tür setzt. Und dann muss er halt zusehen wie er selber in seinem Leben zurecht kommt. Für manche junge Menschen ist das dann das große Aha-Erlebnis, denn zur Zeit befindet er sich ja noch in der wohligen Fürsorge seiner Mama. Ich glaube der junge Mann wird sich erst dann ändern, wenn in seiner Lebenssituation eine große Veränderung eintritt. Und in meinen Augen wäre das dann idas Hinausstoßen aus dem warmen Nest.

In unserem Freundeskreis hatte sich eine Jugendliche vehement gegen den neuen Partner der Mutter gewährt. Es kam so schlimm, dass die Mutter dann drohte für die Tochter eine Jugendwohnung zu suchen. Daraufhin wurde sie ein ganzes Stück handzahmer. Und die Mutter ist heute immer noch mit ihrem Partner,der mittlerweile Ehemann geworden ist ,zusammen.

Für dich als neuer Partner ist das natürlich ebenfalls eine unglaubliche Belastung, da kannst du auch wenig auf die Mutter einwirken ,sondern nur versuchen sie zu unterstützen.

 Den entscheidenden Schritt zur Trennung (sollte es soweit kommen) muss aber dann die Mutter machen.Ohne deine Beeinflussung . ...damit es später keine Vorwürfe gibt.

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Kommentar von Alilupo
19.11.2016, 10:09

Danke erst mal für Deine Antwort!

Besonders gut: "Ohne Deine Beeinflussung ...".

Jugendwohnung: Kannte den Begriff nicht, habe nach so etwas gesucht!

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Hallo A.,

es ist schon mal gut, dass die zwei zum Psychologen gehen. Am Besten geeignet wäre wohl einer mit systemischer Ausbildung und eigentlich sollten die Termine einmal wöchentlich stattfinden, maximal einmal alle zwei Wochen.

Falls ihr es Euch finanziell leisten könnt könntet ihr auch zu einem Therapeuten für Privatzahler gehen. Langfristig lohnt sich die Investition ;)

(Wenn man sie aufrechnet mit dem Geld, dass ihr für den Sohn ausgeben müsst, weil er nicht arbeitet).

Dann sollte die Mutter überlegen, was sie von ihrem Sohn erwartet und entsprechende Konsequenzen planen und einhalten.

Z.B. Ich will nicht, dass Du Drogen nimmst - so lange Du Drogen nimmst gibt es von mir kein Geld.

Plan für Mithilfe im Haushalt erstellen und Konsequenzen planen - Du hilfst nicht mit beim Wäsche waschen, ich wasche nicht für Dich

Du kaufst nicht ein - ich kaufe nichts mehr für Dich mit ein.

Vielleicht hat der Sohn Interesse an einem Auslandsjahr (Infos dazu gibt es z.B. beim Arbeitsamt? Oder einer Abenteuerreise (z.B. Interrail, Hiking)? Oder ehrenamtliche Mitarbeit in einem Naturschutzprojekt gegen Kost und Logis (z.B. National Trust).

Welche speziellen Interessen oder Fähigkeiten hat der Junge? Kann man da etwas fördern oder anregen?

Das sollte aber von der Mutter ausgehn! Du als neuer Partner kannst Dich noch so sehr abstrampeln, Du bist der Konkurrent und der Böse der sich zwischen ihn und seine Mutter drängt ;)

LG und alles Gute!

Hourriyah

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Kommentar von Alilupo
19.11.2016, 10:04

Danke erst mal für Deine Antwort!

Ja, dass ich der Böse bin und daher die Klappe halte, sehe ich auch so.

Du hast gute Vorschläge gemacht!

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So hart es Klingt den Sohn  ohne Diskussionen vor die Tür setzen. 

Eine Ansage machen und durchziehen. Der Sohn weiss doch ganz genau, dass die Mutter zu weich ist. Wenn Kinder die Ablösung nicht machen, müssen es die Eltern tun.

Ein "Kind" das so drauf ist, kannst du mit Sanftheit nicht auf den rechten Weg bringen. Es gibt Nachwuchs, der sich komplett weigert Eigenverantwortung zu übernehmen.

Der Sohn beherrscht das Instrument emotionale Erpressung hervorragend. 

Was der Sohn betreibt ist Selbstzerstörung und dabei sollte die Mutter auf keinen Fall helfen. Der Sohn schafft es wunderbar seiner Mutter ein schlechtes Gewissen zu machen. Sie schadet ihm massiv, wenn sie keine Konsequenzen zieht.

Letztlich lohnt für dich eine Beziehung mit der Mutter gar nicht, du wirst dabei mit in den Abwärtsstrom gezogen. Du wirst selbst ein Co- Abhängiger.

Die Einzige die etwas ändern kann ist die Mutter, wenn sie dann mal in die Hufe kommt.

Es wird darauf hinaus laufen, dass du die Beziehung abbrichst.

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Kommentar von Alilupo
26.06.2017, 17:36

"Es wird darauf hinaus laufen, dass du die Beziehung abbrichst."

Genauso ist es gekommen.

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Der junge Mann wurde von seiner Mutter lange weichgespült. So lange er Quartier und Verpflegung hat, wird er sich nicht um Arbeit bemühen. Da nützt nur eine klare Ansage. Frist setzen, Dienstleistungen einstellen (Wäsche etc.) und Geldhahn zudrehen. 

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Ich möchte Dir nicht zu nahe treten, aber Du fragst ja ausdrücklich um Rat!

Vergiss es. 

Das, was  im Haus Deiner Freundin, mit ihrem Willen abgeht, geht Dich nichts an. Deine Freundin spielt das Spiel des jungen Mannes mit. Wie es aussieht spielt sie es seit Jahren gern mit. Da wird sich nichts ändern, es sei denn sie wird konsequent. 

Sie ist zB bereit ihr bisheriges Leben aufzugeben und allein  zu Dir zu ziehen. 

Dann, und nur dann kannst Du (einige) Regeln aufstellen( bezgl. wer darf wann wo ein und aus gehen)

wenn Deine Freundin sich aber für den jungen Mann weiterhin verantwortlich fühlt und ihn unterstützt ändert sich im Prinzip nichts und Du hast noch mehr Ärger.

Eure Lebenseinstellung zum Umgang mit erwachsenen Kindern ist zu unterschiedlich um eine für Dich erträgliche Beziehung mit der Frau zu führen.

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Kommentar von Alilupo
19.11.2016, 10:02

Danke erst mal für Deine Antwort!

Ich will keine Regeln aufstellen, denn es geht nicht um meine Wohnung. 

Schmeißt sie ihn raus, geht er zur Stütze und bekommt sie vom Amt, jedoch unter Rückholung der Stütze bei ihr bis 25. Dann bezahlt sie aber letzten Endes viel mehr. Und zwar noch 4 Jahre lang!

Daher geht ein Rausschmiss nur bei einem verständigen Kind oder ab 25. Der Sohn würde aber dadurch an seinem Leben nichts ändern, weil aus seiner Sicht dann eben das Amt zahlt.

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Der Junge ist in einem Alter, in dem die Eltern nur noch wenig bis gar keinen Einfluss mehr haben.

Seine Entscheidungen sind eher vom Freundeskreis abhängig.

Wenn deine Lebensgefährtin dazu in der Lage ist, sollte sie ihn ins Kalte Wasser schmeißen und ihn aus dem "Hotel Mama" raus schmeißen.

Natürlich sollte ihm immer die Tür offen stehen, wenn er sich selbst bemüht  Verantwortung für sein Leben zu übernehmen.

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Also ist denn von einem Psychologen ein Trauma diagnostiziert worden? Weil das kann ich nicht glauben. Bei einem diagnostizierten Trauma (eventuell sogar PTBS) wäre der junge nichtmal mehr in der lage freunde zu treffen. Und durch eine scheidung ein echtes trauma zu bekommen ist sehr unwahrscheinlich. Sowas entsteht durch Folter und andere Extremsituationen.

Also wenn das nicht diagnostiziert wurde ist es vmtl nur irgendeine ausrede und dann sollte man folgendes tun:

Am besten erstmal mit ihm reden und sagen entweder er bemüht sich um einen job innerhalb des nächsten monats oder ihr schmeisst ihn raus. Wenn ers dann immernocj nicht einsieht:
schloss austauschen
seine sachen packen und weg damit.
Aus dem haus schmeissen

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Kommentar von Alilupo
19.11.2016, 09:53

Danke erst mal für Deine Antwort!

Dass es sich um kein Trauma handelt, weiß ich doch auch ... siehe Text: Wenn ein 21j. das behauptet, meint er was anderes.

Aus dem Haus schmeißen: Das einzige Kind? Als Mutter? Da muss sicher noch mehr passieren. Sie ist doch auch ein Mensch.

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Kommentar von Negiz
19.11.2016, 10:07

Kinder lernen erst dazu wenn man sie für fehler bestraft. ansonsten wird der sohn nie nach einem job suchen glaub mir. die heutige jugend ist sturr wie ... und verwöhnt. Er muss lernen ein Mann zu werden und da hilft nur ihn auf die strasse zu setzen damit er mal dazulernt und sich nicht wie ein verwöhntes kind verhält

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So hart es klingt, er ist erwachsen und für sich selbst verantwortlich. Natürlich ist es bequem nach Hause in ein warmes Nest zu kommen , wo alles für einen gemacht wird. Da denkt er sich sicher :"Super , ich brauche mich ja gar nicht anstrengen , es läuft ja auch so ! Also warum sollte ich einen Finger krumm machen ?" Meiner Meinung nach sollte das Hotel Mama schließen, damit er tätig werden MUSS.

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Kommentar von Alilupo
19.11.2016, 09:54

Danke erst mal für Deine Antwort!

Aber wie schmeißt man jmd. raus? Wo geht der dann hin? Unter die Brücke? Hat das jmd. hier schon gemacht, und wo ist der Rausgeschmissene dann gelandet?

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Ultimatum stellen, Koffer packen, rausschmeißen. Haben meine Ex-Frau und ich mit ihrer arbeitsscheuen 23-jährigen Tochter gemacht.

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Kommentar von XC600
19.11.2016, 15:28

und wo ist die dann hingegangen ? nur mal so interessenhalber ..... irgendwo muß sie ja dann unterkommen .....

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Mit dem Sohn muss geredet werden. Klare Einweisungen. Bei
nichtbefolgen gibt Sanktionen.

Nicht vergessen  dabei,
dass Erziehung ist eine Beziehung.

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