Was tun gegen totale Ermüdung bei den Hausaufgaben?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das Hirn braucht vor allem genügend Schlaf, Nahrung (google mal nach "Brain food") und Sauerstoff (25% vom Sauerstoff braucht das Gehirn, deshalb genügend gutes Wasser trinken, damit das Blut dünnflüssig bleibt).

Gegen Konzentrationsstörungen ist die erste Hilfe Sauerstoff. Fenster auf; langsam und tief durch die Nase einatmen - Atem etwas anhalten - dann gegen den Lippenwiderstand den Atem langsam ausströmen lassen - Atem etwas anhalten. Das brauchst Du nur 3x zu machen und Du wirst merken, wie Deine Konzentration augenblicklich wieder erstarkt.

Gerade wenn es um Erinnerung, Logik und Merkfähigkeit geht, helfen Übungen um die beiden Gehirnhälften zu synchronisieren. Dazu sogenannte "8er"-Bewegungen ausführen. Schwinge z.B. beide Arme oder Beine in einer 8er-Bewegung. Wenn Du das nicht so auffällig machen willst (z.B. in der Klasse vor einer Arbeit) reicht es auch nur die Füße, Hände oder Zeigefinger eine 8er-Bewegung ausführen zu lassen.

Beim Auswendiglernen hilft es, wenn man im Zimmer auf- und abgeht (Klöster und alte Universitäten hatten nicht umsonst Kreuz- oder Wandelgänge).

Vielen Dank, sehr hilfreich! Das ist eigentlich die Antwort, die ich gebraucht habe. :)

0
@Seriensuchterin

Immer wieder gern.

Meine beiden Töchter mußten für ihr Abi und später für die Uni auch viel lernen.

Aber Menschen lernen unterschiedlich. Finde mal raus, was für ein Lerntyp Du bist. http://lerntypentest.com/ oder hier: https://www.philognosie.net/denken-lernen/lerntypen-test-welcher-lerntyp-bin-ich

Es scheint da inzwischen verschiedene Benennungen und Unterscheidungen zu geben. Ich kenne das von früher mit
auditiven, visuellen, kommunikativen und motorischen Lerntypen

Meine jüngere, sportliche Tochter war ein motorischer Lerntyp, während die ältere sich die zu lernenden Sachen auf Band gesprochen und sich die auf dem Bett liegend angehört hat.
Ich z.B. bin ein Mischtyp zwischen sehen und anfassen.

Um Körperberechnungen durchführen zu können, hat es mir enorm geholfen, die Körper plastisch aus Papier und Karton herzustellen. Mir hilft es auch, Dinge, die ich lernen muß, zu visualisieren. Ich stelle mir dazu mein Wohnzimmer vor und packe dann die zu lernenden Einzelheiten auf einem Rundgang durch das Zimmer auf den Tisch, Stuhl, Sofa, in das Regal, in die einzelnen Schubladen usw. Wenn ich dann die Fakten erinnern muß, brauche ich nur meine Augen zu schließen und kann dann auf dem imaginären Rundgang durch das Zimmer mich wieder an die einzeln verstauten Fakten erinnern. Andere verknüpfen Fakten mit einer Geschichte, die sie dann abgehen.

Probiere doch einfach mal spielerisch aus, was Dir am besten beim Lernen hilft.

Wünsche Dir viel Erfolg! Du schaffst das schon!

1

Kein Mensch kann 2-3 Stunden vollkonzentriert arbeiten.

Mach wirklich alle 30 bis 45 Minuten mindestens eine halbe Stunde Pause, gehe an die frische Luft, iss eine Kleinigkeit und setze Dich dann wieder an die Aufgaben. So lernst Du wesentlich effektiver und brauchst meistens auch nicht ganz so lange.

Lutsche zwischendurch mal etwas Traubenzucker ... auch das ist Nahrung fürs Gehirn.

Ansonsten solltest Du langfristig gesehen wirklich schauen, ob Du Dir zu viel Druck machst, bzw. ob die Lernstufe, in welcher Du Dich gerade befindest, das Richtige für Dich ist. Setz Dich mal mit Deinen Eltern und Deinen Lehrern zusammen und überlege, ob es für Dich auch noch andere Wege gibt, Dein Ziel zu erreichen. Es muss ja nicht immer der direkte Weg sein. Manchmal kommt man auch auf Umwegen zum Ziel.

Ich wünsche Dir alles Gute auf Deinem Weg

Das Ding ist halt, dass ich leider keine Zeit habe, um eine habe Stunde Pause alle 30-45 Minuten zu machen. Traurig, aber wahr... ich bekomme so viele Hausaufgaben auf und muss jeden Tag für irgendwelche Klausuren oder Tests lernen.

Um 16:20 Uhr komme ich aus der Schule, und um dann abends um zehn ins Bett zu können, muss ich spätestens um halb fünf anfangen. Meine Pausen während des Lernens bestehen daraus, dass ich mir einen Tee mache oder zu den Hasen kurz rausgehe.

0
@Seriensuchterin

Wie ich schon geschrieben habe ... lange Pausen bedeuten meistens auch, dass man hinterher effektiver lernen kann und sich die eigentliche Lerndauer verkürzt.

Wenn Du aber jetzt schon so unter Druck bist, solltest Du Dir wirklich überlegen, ob es nicht sinnvoller wäre, einen anderen Weg zu wählen, um das Abitur oder die Fachhochschulreife zu machen. Wem ist denn damit geholfen, wenn Du irgendwann unter dem Druck zusammen brichst?

Wie ich schon schrieb ... viele Wege führen zum Ziel und es gibt bestimmt einen Weg, welcher besser für Dich geeignet ist. Es wird in der 11. und 12. Klasse garantiert nicht besser ....

1
@Sternenmami

Ich teile mir meine Aufgaben ja schon ein. Es ist nicht so, dass ich deine Antwort aus purer Sturheit nicht verstehen möchte. Ich kann das sehr gut nachvollziehen, jedoch bin ich der Meinung dass mir lange Pausen nichts helfen. Also sie helfen bestimmt, keine Frage, aber da würde ich sehr in Verzug kommen.

Dieses 'Problem', das ich da habe, das tritt erst abends auf, wenn ich nur noch ein Fach machen muss. Ich arbeite erst wirklich konzentriert und effektiv. Es kommt halt einfach erst sehr spät, dass ich mich nicht mehr konzentrieren kann, so gegen 20:00 Uhr. Und ich kann dann nicht einfach sagen "Ach, das mach ich einfach morgen oder übermorgen", denn das würde ich ja an dem nächsten Tag wieder über irgendein Fach sagen, und so hätte ich irgendwann einen riesigen Berg Aufgaben, der nicht kleiner wird...

Ich möchte später Medizin oder Psychologie studieren. Und ich werde nicht vom Gymnasium runtergehen. Ich wollte immer schon aufs Gymnasium, und das Studium ist mein großes Ziel. Ich bin eine gute Schülerin und ich weiß, dass ich das schaffe. Ich wollte halt nur wissen, ob man mit dieser Ermüdung anders umgehen oder sie sogar wegbekommen kann.

0
@Seriensuchterin

Es sagt ja auch niemand, dass Du vom Gymnasium runtergehen sollst. Das hast Du völlig falsch verstanden. Ich meinte damit nur, dass Du zusammen mit Deinen Eltern überlegen solltest, ob Du das Ziel nicht auch auf anderen Wegen erreichen kannst. So könnte man z.B. aus zwei Jahren auch drei Jahre machen oder aber auf eine Schule wechseln, die anders strukturiert ist.

Gerade, wenn Du Medizin und Psychologie machen möchtest, solltest Du jetzt die Warnsignale Deines Körpers ernst nehmen, denn es ist doch offensichtlich, dass Du mit der derzeitigen Situation überfordert bist. Da gilt es dann zu überlegen, wie man das insgesamt ändern könnte, denn so wie es jetzt ist, hältst Du dauerhaft gesehen nicht lange durch.

Willst Du das wirklich noch drei Jahre so durchziehen? 16:20 Uhr nach Hause, ab 16:30 Uhr lernen und dann bis 22 Uhr??? Wo bleibst Du dabei??? Der Mensch braucht Pausen und vor allem noch etwas anderes, als nur seine Schulbücher und Hausaufgaben.

Besprich doch mal mit Deinen Klassenkameraden, ob diese Tipps für Dich haben. Die stehen doch letztendlich vor dem gleichen Problem.

Deinem Körper kannst Du an sich nur mit vielen Pausen, viel frischer Luft und gesunder und ausgewogener Ernährung helfen, diese Müdigkeit zu beheben. Du braucht viel frisches Gemüse und Obst und auch Vollkornprodukte, um möglichst viele Nährstoffe zu Dir zu nehmen. Achte insbesondere auf viele Vitamine, Mineralstoffe und vor allem auf eisenreiche Lebensmittel.

Ich will Dir wirklich nichts böses .... ich möchte Dir nur helfen und manchmal besteht eine Hilfe auch darin, dass man etwas einsehen muss, was man eigentlich gar nicht hören möchte.

Ich wünsche Dir auf jeden Fall alles Gute und viel Glück auf Deinem Weg. Die Medizin ist ein vielfältiger, anstrengender, aber auch sehr interessanter Berufszweig.

Ich verabschiede mich für heute ... mein PC wird jetzt ausgeschaltet. Bye...

1

Vielleicht machst du dir einfach selbst zu viel Druck und gönnst deinem Körper nicht genügend Schlaf oder Auszeiten, in Form von Sport oder regelmäßigen Pausen! Auf Dauer wirkt sich das natürlich negativ auf deine Leistungsfähigkeit aus ...

Doch, ich denke schon dass ich das tue. Ich gehe einmal pro Woche montags zum Badminton, alle zwei Wochen dazu noch reiten. Um zehn Uhr abends gehe ich schlafen, und um 6:20 Uhr stehe ich wieder auf. :)

Natürlich mache ich auch während des Lernens Pausen, ich gehe runter und mache mir einen Tee, räume kurz mein Zimmer auf oder gehe zu den Hasen.

0

Was möchtest Du wissen?