Was tun gegen selbsthass?

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8 Antworten

Ich habe mir jetzt noch deine anderen Fragen alle angeschaut und dabei gesehen, dass du schon in Therapie bist. Was mir bei dem einen Artikel aufgefallen ist. Du hast geschrieben: Und auf einmal war alles anders... Was hat das ausgelöst? Warum bist du psychisch erkrankt? Das muss doch einen Grund haben? Ich fühle echt mit dir mit, da ich weiß, dass mit solchen Sachen nicht zu spaßen ist. Ansonsten würde ich, wenn es wirklich schon so schlimm ist, dass dich auf der Schule jeder kennt und als Psycho sieht, würde ich vielleicht evtl. einen Schulwechsel in Erwägung ziehen, wo du nochmal neu anfangen kannst, und hoffentlich auch mit einer guten Therapeutin. Ich wünsche dir alles Gute.

telefutter 13.10.2010, 19:37

Der ausläser ist ein Trauma und andere sachen aus meiner Kindheit. Und echt gute Hilfe was du geschrieben hast,aber ein schulwechsel geht nicht da ich auf einer insel wohne und die nächste schule zu weit weg ist. Ich würde gerne ins Internat aber das geht aufgrund meiner anfälle nicht.. alles ziehmlich kompliziert

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User990 13.10.2010, 20:53
@telefutter

Ok. Ich weiß nicht, was für Anfälle das sind. Wie die sich äußern. Aber ich vermute mal, dass du dich da halt nicht so unter Kontrolle hast und du daher "eine Gefahr" darstellst für die anderen Mitschüler. Ich bin keine Psychologin und das klingt schon sehr kompliziert, und vielleicht braucht es auch einfach einige Zeit, bis du wieder ein "normales Leben" führen kannst und vieles aufgearbeitet hast, aber bestimmt schaffst du das! Und seh es mal so. Bei Brittney Spears wusste es die ganze Welt, dass sie auf einmal zum Psycho wurde, bei dir weiß es nur eine kleine Insel ;). Du hast noch ein ganzes Leben vor dir, du musst es nur sehen und dich so akzeptieren wie du bist mit all deinen "Macken" Erkrankungen und Fehlern und einfach akzeptieren, dass du wahrscheinlich ein Leben lang damit kämpfen werden musst. Aber als Tipp: Typisch für Menschen, die psychisch erkrankt sind, ist, dass sie nur ihr eigenes Leid sehen und nicht das Leid auf der restlichen Welt. Du musst dir einfach sagen, dass es so viel Leid auf der Welt gibt, und es bestimmt noch Menschen gibt, auch wenn ich dich nicht kenne und nicht weiß, was du alles erlebt hast. Aber es gibt so viele Menschen im Leben, denen Leid widerfährt. Sieh mal, die Männer aus Chile, sie waren 69 Tage unter dem Tageslicht gefangen, wie tapfer sie waren. Manche haben in der Zeit angefangen Gedichte zu schreiben. Und die Rettung läuft immer noch. Manche sitzen gerade jetzt wo ich schreibe, in der Dunkelheit, viele Meter unter der Erde und wissen nicht, ob sie noch lebend herauskommen..

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telefutter 13.10.2010, 21:49
@User990

Ja hast recht.. Aber das mit dem eigenen leid sehn ist bei mir kein stück so. Meine mum sagt auch ich leide mit anderen zu viel mit.

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Es wäre ganz hilfreich, wenn du erklärst, warum du dich selbst hasst. Ich habe auch deine anderen Fragen gelesen, es klingt sehr traurig, und ich würde gerne antworten, aber wenn du Gründe für den Selbsthass nennst, wäre es einfacher.

Wenn es deshalb ist, weil du denkst, ein Psycho geworden zu sein...wenn deine Psyche erkankt ist, musst du dich nicht dafür hassen...zum Beispiel, für eine körperliche Erkrankung wie Grippe würdest du ja vielleicht auch keinen Selbsthass empfinden. Ich hatte es wahrscheinlich nicht so schlimm wie du, aber ich hatte auch Phasen, in denen psychisch was mit mir nicht stimmte, so war ich zum Beispiel 7 Monate lang am Stück nicht richtig glücklich und hatte auch Schmerzen und unangenehme Gefühle. Aber bin ich dadurch schlechter als Andere? Ich hatte in dieser Zeit folgendermaßen gedacht: Es mag sein, dass du Schmerzen hast, Gedanken hast, die niemand teilt oder dich anders verhältst. Aber all die Leute, die psychische Krankheit mit Schwäche assoziieren, sollten wissen: Das zu ertragen, das kostet Stärke. Wenn auch bei mir eine gewisse Schwäche der Grund gewesen sein kann, warum es solange dauerte oder warum ich überhaupt erkrankt bin, würde ich trotdzem sagen: Gerade in solchen Krisen tritt Stärke hervor...vielleicht hat mich Schwäche hineingebracht, aber das Ertragen zeigt auch eine gewisse Stärke...dass ich trotzdem weiter halbwegs normal lebte, dass ich trotz manchem Fehlverhalten nicht vollkommen die Kontrolle verloren habe, dass ich noch lebe und nicht den Verstand verloren habe. Und auch wenn dies nicht so geklappt hätte...ich habe durch die negativen Erlebnisse auch Stärke gewonnen.

Oder...vielleicht fühlst du Dinge, die nicht jeder fühlt...man könnte auch sagen, dass du ihnen an Erfahrung voraus bist...Dinge begriffen hast, die nicht jeder versteht, Gedanken hattest, auf die andere noch nicht kamen, Wissen gesammelt hast, und wenn es auch nur das Wissen ist, wie es sich anfühlt, wenn man am Boden ist oder sich hasst...hat auch nicht jeder. Und wer weiß, wozu dieses Wissen,diese Erfahrung mal gut sein werden. Es kann dich zum Beispiel dazu befähigen, manche Dinge zu hinterfragen, oder letztendlich durch neue Denkweisen glücklicher zu werden, oder anderen zu helfen oder es könnte deinen Charakter auf irgendeine Art verändern.

Du bist vielleicht anders als viele Anderen...aber wer sagt denn, dass das schlechter ist? Die Erfahrung des eigenen Andersseins kann einen zu einer toleranteren Person machen, zum Beispiel.

Also wenn nochmal jemand sagt "Ohh du Psycho", dann denke dir doch, oder sage es laut

"Es zeigt meine Stärke, dass ich das hier aushalte und diese wächst durch all das hier immer noch! Ich habe durch mein Leid schon Dinge gefühlt und gedacht, die manche andere nicht verstehen würden oder nichtmalfür möglich hielten, ich habe zusätzliche Erfahrung gesammelt, und ja, ich bin anders - ich bin nämlich ein Individuum und darf eigene Gedanken haben und bin ich selbst, statt mich anzupassen!"

Es mag sein, dass dir sowohl die Stärke als auch die Individualität und die Erfahrung egal sind, aber dieses Wissen gibt dir etwas, das du dem Hass und eventuellen Anfeindungen ENTGEGENSETZEN kannst, ob du es für dich denkst, damit du dich selbst anders sehen kannst oder zu Anderen sagst. Man muss auch nicht zwangsläufig Erfahrung, Individualität und Stärke positiv bewerten, aber...man kann vielleicht schon. Bzw. bei der Erfahrung bin ich mir nicht ganz sicher, könnte es mir aber schon vorstellen.

Das hier ist jetzt mal eine andere Sichtweise...ich weiß nicht, ob sich speziell dadurch alle Hassgedanken entkräften lassen können, aber diese Ansicht enthält positive Ideen.

bausen 18.10.2010, 01:55

Vielleicht habe ich auch vollkommen das Thema verfehlt (kenne ja nicht die Ursache für den Hass), aber würde es gut finden, helfen zu können.

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Ansonsten würde ich dir ergänzend empfehlen, auf paar weiße DINA 4 Blätter einfach jeweils Sätze zu schreiben wie: Ich bin schön. Ich bin liebenswert. Ich bin gut. und die dann in deinem Zimmer aufzuhängen. Die Sätze kannst du beliebig selber schreiben was du drauf schreiben willst. Z.B. Ich kann gut malen oder Ich bin gut in Mathe irgendwas was dich an deine guten Seiten erinnert, hängst du in deinem Zimmer auf und immer wenn du down bist erinnerst du dich daran.

telefutter 13.10.2010, 19:31

danke netter tipp aber ich finde ja nichts was an mir gut ist.. außerdem würd ich ausrasten ich kann ja nichtmal einen spielgel im zimmmer haben weil ich den zerschlagen würde

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User990 13.10.2010, 21:08
@telefutter

Du findest es also nicht gut, dass du zwei Arme hast mit denen du schreiben kannst? Dass du zwei Beine hast auf denen du gehen kannst? Zwei Augen mit denen du sehen kannst? Manche Menschen sind behindert und haben keine Arme oder nur einen und daher Probleme. Manche Menschen haben keine Beine oder können nicht darauf gehn. Manche Menschen haben Augen, aber können nicht darauf sehn. DENK MAL DRÜBER NACH. Es gibt bestimmt einiges, worauf du stolz sein kannst. Immerhin hast du es mal weit gebracht. Warst mal sehr beliebt, Klassensprecherin, das wird auch nicht jeder, wie ich in einem anderen Beitrag von dir gelesen habe, und hast dich sportlich viel betätigt. Also: Denke an deine hellen Stunden und verwahre sie, für die dunkle Zeit! Und schaff dir endlich einen Spiegel an! Und mach das Beste aus deinem Typ und hab Spaß dabei! Und scheiß auf falsche Freunde, die wenn du krank bist über dich lachen- steh einfach drüber! Denen kann das genauso passieren!!! GLG! Kopf hoch!

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Wenn es extrem ist dann hol dir professinelle Hilfe. Ansonsten fang doch mal an eine Liste mit allem zu machen was toll und liebenswert an dir ist. Frag auch mal andere nach deinen Stärken. Du wirst überrascht sein was du alles kannst und was anderen alles positive auffällt.

Such dir dringend eine beratungsstelle!

Achso noch was. Du schreibst: Du bist nicht der Mensch, der du gern sein willst, wer willst du denn sein? Warum willst du anders sein? Sei doch einfach du selbst und stehe dazu wie du bist, egal was andre denken.

telefutter 13.10.2010, 19:41

Ich geb da eh schon so ein fick drauf was andere über mich denken, was kein wunder ist da man ja auch irgentwann abgehärtet ist, aber ich komm mit mir selbst nicht klar und ich hasse auch mich wenn ich ich selbst bin..vorallem dann.

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User990 13.10.2010, 20:55
@telefutter

Aber wie bist du denn dann wenn du du selbst bist? Was genau hast du an dir dann? Was tust du wenn du du selbst bist? Du musst einfach lernen dich selbst zu lieben, und wenn du Fehler hast, daran zu arbeiten und die Fehler einzusehen.

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User990 13.10.2010, 21:10
@User990

Du musst schon genau schreiben, wie du bist, wenn du du selbst bist. Was oder wer genau du dann bist, was du fühlst. Sonst kann man dir nicht helfen. Aber würde dir sowieso empfehlen, mit einer Psychologin darüber zu reden! Und dich zu beraten, wie du aus deiner Situation wieder rauskommst! Ein gutes Umfeld ist jetzt für dich das A und O. Alles Gute

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Und nimm dein Profilbild raus! Is ja schrecklich!! LG Nehm lieber so eins. Viel besser!

Sonne für dich! - (Freunde, Hass, Hoffnungslosigkeit)

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