Was tun gegen Haarausfall im jungen Alter?

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ICH! 57%
Ich Nicht! 42%

33 Antworten

Ich Nicht!

Ich habe zwar keine Probleme, dafür hat der Sohn eines meiner Bekannten bereits mit 28 seine Haare büschelweise verloren & war mit 29 kahl ------> darunter hat er sehr gelitten. Gerade weil sein Vater, der inzwischen 80 ist, sogar heute noch volles Haar hat.

Dafür merkt der Mann heute, mit 48, dass er dafür auch nicht auf einen Schlag "uralt" aussieht da er eben seit rund 20 Jahren gleich aussieht und es nicht auffällt.

ICH!

Es sollte niemand beunruhigt sein, wenn sich mal ein paar Haare mehr als üblich in der Haarbürste befinden. Erst bei einem Verlust von mehr als 100 Haare täglich, spricht man vom Haarausfall.

Was ist Haarausfall? Noch bis vor wenigen Jahren existierten keine wirksamen Mittel gegen Haarausfall. Heute hat man die Auswahl zwischen verschiedenen Substanzen, die mehr oder weniger Erfolg versprechen. Ein paar Haare im Kamm sind noch kein Hinweis auf einen Haarausfall. Es ist vollkommen normal, dass ein Mensch bis zu hundert Haare am Tag verliert. Bei jedem dritten Mann und jeder zehnten Frau sind es aber deutlich mehr, und erst dann spricht man von Haarausfall.

Die häufigsten Arten des Haarausfalls sind:

• Hormonell-erblicher Haarausfall (androgenetische Alopezie)

• Kreisrunder Haarausfall (Alopezia areata)

• Diffuser Haarausfall Hormonell-erblicher Haarausfall

Was im Körper geschieht

Die erbliche Form des Haarausfalls betrifft hauptsächlich Männer und ist die häufigste Ursache von Haarverlust.

Viele glauben, das übermäßig produzierte männliche Geschlechtshormon Testosteron sei für den frühzeitigen Haarverlust verantwortlich. Tatsächlich ist aber nicht zu viel Testosteron die Ursache, sondern eine vererbte Empfindlichkeit der Haarwurzeln gegenüber dem Hormon. Zunächst entstehen an der Stirn die sogenannten Geheimratsecken, später lichtet sich auch das Haar am Hinterkopf. Auch Frauen produzieren Testosteron. Erblicher Haarausfall betrifft sie aber nur selten. Ihr Haar dünnt in diesem Fall entlang des Scheitels extrem aus.

Therapiemöglichkeiten

Bei hormonell-erblichem Haarausfalls bietet sich eine Haartransplantation an. Mit Medikamenten lässt sich teilweise der Ist-Zustand erhalten. Manchmal können damit auch dünner gewordene Haare verdickt werden. Mit einer medikamentösen Behandlung sollte so früh wie möglich begonnen werden. Um den Körper so wenig wie möglich zu belasten, startet man mit Haartinkturen, die direkt auf die Kopfhaut aufgetragen werden. Erste Ergebnisse sind nach drei bis sechs Wochen zu sehen. Erst wenn Haartinkturen nicht zum Erfolg führen, werden Tabletten eingesetzt. Die verfügbaren Präparate gegen Haarausfall sind meist verschreibungspflichtig.

Kreisrunder Haarausfall

Der kreisrunde Haarausfall (Alopezia areata) ist die zweithäufigste Form, kommt aber sehr selten vor. An mehreren Stellen des Kopfes bilden sich plötzlich kreisrunde, kahle Flecken. Die Haare können aber auch komplett ausfallen. Bis heute sind die Gründe für den kreisrunden Haarausfall noch nicht klar. Wahrscheinlich liegt entweder eine Störung des Immunsystems oder eine psychische Erkrankung vor, die das Haarwachstum zum Stillstand bringen. Bei den meisten Patienten stellt sich das Wachstum innerhalb eines Jahres wieder ein. Dauert der Haarausfall länger an, wachsen die Haare manchmal überhaupt nicht mehr nach.

Therapiemöglichkeiten

Die Behandlung des kreisrunden Haarausfalls beschränkt sich auf wenige Maßnahmen und führt nur selten zum Erfolg. Experten vermuten, dass das körpereigene Immunsystem der Betroffenen sich gegen die eigenen Haarwurzeln richtet. Mit kortisonhaltigen Haartinkturen wird versucht, das Immunsystem zu unterdrücken. Durchblutungsfördernde Haartinkturen sollen die Kopfhaut reizen und das Haarwachstum wieder anregen. In schweren Fällen sollten Sie einen auf kreisrunden Haarausfall spezialisierten Arzt aufsuchen - allerdings gibt es davon nur wenige in Deutschland.

Diffuser Haarausfall

Hier ist der Haarausfall nicht auf einen bestimmten Teil des Kopfes beschränkt, sondern das Haar dünnt insgesamt aus. Die Ursachen können vielfältig sein:

• Stress,

• Mangelerscheinungen durch Fehlernährung oder nach Fastenkuren,

• Hormonumstellungen nach der Geburt, durch das Absetzen der Pille oder in den Wechseljahren,

• Infektionen,

• Schilddrüsenfunktionsstörungen,

• Einnahme von Medikamente. Prinzipiell kann es sich beim diffusen Haarausfall auch um eine Alterserscheinung handeln.

Therapiemöglichkeiten

Die Behandlung des diffusen Haarausfalls hängt von der Ursache ab.

• Bei Schilddrüsenfunktionsstörungen und Infektionen therapiert man die Grunderkrankung.

• Bei Hormonmangel in den Wechseljahren kompensiert eine Haartinktur mit 17-Alpha-Estradiol den Östrogenabfall.

• Mangelerscheinungen lassen sich generell durch eine gesunde Mischkost ausgleichen.

Ein Mangel an Eisen, der sich am Haar besonders bemerkbar macht, ist weit verbreitet, besonders bei Frauen. Gegebenenfalls sind in solchen Fällen Eisenpräparate notwendig. Aufschluss darüber gibt eine Blutanalyse.

Um sich von Stress und Hormonschwankungen zu erholen, braucht der Körper einfach nur Zeit und Ruhe. Sind Medikamente die Ursache des Haarausfalls, sollten Sie mit Ihrem Arzt besprechen, ob Sie auf andere Präparate ausweichen können.

Weitere Ursachen des Haarausfalls: Tinea capitis: Durch eine Pilz-Infektion am Kopf kommt es zum Haarausfall an den befallenen Stellen. Meist sind Kinder betroffen. Der Kopfpilz und somit der Haarausfall werden mit Anti-Pilz-Mitteln (Antimykotika) behandelt.

• Hauterkrankungen wie Schuppenflechte (Psoriasis) können, wenn sie die Kopfhaut betreffen, ebenfalls das Haarwachstum beeinflussen und zu Haarausfall führen.

• Angeborene Missbildungen: Im Kleinkindalter wird ein vermeintlicher Haarausfall festgestellt. Tatsächlich sind die Haare von Geburt an nicht angelegt oder verbleiben im Stadium des Flaumhaares.

• Loses Anagenhaar: Die Haarstruktur ist verändert. Es handelt sich dabei um einen vererbten Defekt. Als Ergebnis sind die Haare dünn, brüchig, und lose. Wenn man die Haare kämmt oder an ihnen zieht, fallen sie leicht aus.

• Traumatische Alopezie: Hier führt langanhaltender Druck, ständiges Reiben und Kratzen an denselben Stellen zum Haarausfall.

• Traktionsalopezie: Starker Zug an der Haarwurzel bewirkt, dass sie geschädigt wird. So können etwa bestimmte Frisuren wie straff gebundene Zöpfe auf Dauer stellenweise zum Haarausfall führen.

• Zwanghaftes "Spielen" mit den Haaren, Ausreißen oder Abschneiden: Betroffene stehen unter psychischem Stress und die Zwangshandlungen bringen ihnen eine kurzfristige Erleichterung. Eine Psychotherapie kann hier hilfreich sein.

• Medikamente: Eine Vielzahl von Wirkstoffen kann unter Umständen Haarausfall bewirken. Dazu zählen beispielsweise Zytostatika, Lipidsenker, Antidepressiva und ß-Rezeptorenblocker.

• Mangelerkrankungen (z.B. Eisen- oder Zinkmangel), Röntgenstrahlung, Syphilis (Lues), Infekte und weitere Faktoren können ebenfalls Ursache von Haarausfall sein. Was Sie selbst tun können

• Damit kahle Stellen weniger auffallen, können Sie versuchen, sie mit den verbleibenden Haaren abzudecken.

• Manche Betroffenen schneiden ihre verbleibenden Haare ganz kurz oder rasieren sich sogar den Kopf, um den Haarausfall zu kaschieren. Vielleicht würde auch Ihnen eine solche Typveränderung gefallen!

• Mit Medikamenten lässt sich möglicherweise die Ursache Ihres Haarausfalls behandeln.

• Haarteile (wie Toupets) sind eine Möglichkeit, Folgen starken Haarausfalls zu kaschieren. Einige Friseure sind auf Frisurberatung bei Haarausfall spezialisiert.

• In Frage käme auch eine Haartransplantation (Dermatologische und Plastische Chirurgie). Allerdings ist dies eine sehr teure Methode.

• Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung, um Haarausfall durch Vitamin- oder Mineralstoffmangel zu vermeiden.

• Falls Sie Veränderungen Ihrer Kopfhaut wie Entzündungen, Juckreiz oder starke Schuppung bemerken, ist eine Untersuchung beim Hautarzt ratsam.

Medikamente Für Männer & Frauen

17-Alpha-Estradiol ist als rezeptfreie Haartinktur erhältlich. Das Östrogen verhindert die Umwandlung des Testosterons in seine aktive Form, das Dihydrotestosteron (DHT). Die Anwendung von 17-Alpha-Estradiol wirkt hauptsächlich bei einer vererbten DHT-Empfindlichkeit. Eine einmalige Anwendung pro Tag reicht aus. Minoxidil - ebenfalls eine Haartinktur - wird zweimal täglich angewendet. Warum es wirkt, ist bislang nicht bekannt. Vermutlich regt es die Durchblutung und damit auch das Haarwachstum an.

» Für Männer

Velosan©

als rezeptfreies natürliches Kräuterprodukt erhältlich. Die Inhaltsstoffe sind rein natürlicher Art. Anwendung morgens und abends. Sehr leichte Anwendung, da Pump-Sprühflasche. Für alle Arten von Haarausfall.

Finasterid - als Tablette erhältlich -

verhindert die Umwandlung des Testosterons in DHT (wie 17-Alpha-Estradiol). Während der Finasteridanwendung wurde auch eine kleine Menge des Wirkstoffes in der Samenflüssigkeit gefunden. Wenn es zu einer Schwangerschaft kommt, könnten dadurch möglicherweise Missbildungen beim Ungeborenen auftreten.

» Für Frauen

Frauen, die mit der Pille verhüten wollen, profitieren von Kombinationspräparaten aus Östrogenen mit speziellen Gestagenen. Diese Gestagene haben eine antiandrogene Wirkung, also eine Gegenspieler-Funktion zu Testosteron. Die Kombination aus Chlormadinon und Ethinylestradiol oder Mestranol und Dienogest mit Ethinylestradiol zeigen sehr gute Erfolge bei Haarausfall. Bei sehr schweren Formen ist Cyproteron mit Ethinylestradiol die Kombination der Wahl. Für Frauen nach den Wechseljahren eignen sich Chlormadinon, Dienogest und Cyproteron als Einzelpräparate zur Behandlung des Haarausfalls.

Ihr Velosan - Team www.velosan.tv

Danke. Hatte Mal Zinktabletten die haben echt was sgehokfen, wo ich sie jetzt nicht mehr nehme werden meine Haare immer kürzer 😐

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ICH!

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