Was tun gegen gefährlichen Hund des Nachbarn?

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13 Antworten

Hallo,

das Tier ist wahrscheinlich völlig verstört. Er wurde als Welpe misshandelt und hat auch jetzt durch den Beruf seines Herrchens kein festes Revier, sondern muss ständig umziehen. Ständig fremde Menschen, fremde Gerüche . . . da fühlt er sich bedrängt.

Dem Tier fehlt der Bezugspunkt und den hat er nur in seinem Herrchen, weil er die einzige Konstante in seinem Leben ist.

Vielleicht sollte der Nachbar einen Tierpsychologen aufsuchen, der sich mit soetwas auskennt und vielleicht muss er damit rechnen, den Hund in Pflege zu geben zu müssen, damit das Tier sich beruhigen kann und dann langsam an fremde Menschen herangeführt wird.

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DasAnnilein 28.03.2013, 12:02

Das ist eine sehr gute Idee. Er ist bisher nur in der Hundeschule, aber ich sage ihm mal, er soll sich nach einem Tierpsychologen umsehen.

Danke!!

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DasAnnilein 12.04.2013, 15:02
@Mondorakel

Es ist mir jetzt total schwergefallen, die hilfreichste Antwort auszuwählen, aber da der Hund jetzt letzten Endes bei einer Tierpsychologin gelandet ist, habe ich mich für diese entschieden.

Liebe Grüße DasAnnilein

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bigsur 19.06.2013, 10:50

den Hund in Pflege gben? Wer würde denn so einen Hund nehmen? Warum sollte er sich beruhign, wenn wieder mit fremdem Menschen und fremder Umgebung konfontiert wird?

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DasAnnilein 20.06.2013, 15:32
@bigsur

Wer nimmt einen solchen Hund? Sehr gute Menschen, die sich bemühen wollen, einem sehr verstörten Tier wieder Sicherheit zu geben und alte Probleme aufzuarbeiten. Die selben Menschen, die auch "ausrangierte" Reitschulpferde versorgen und abgegebene Ziegen und Schweine vor dem Schlachter retten... ein Gnadenhof eben.

Wer gibt einen solchen Hund weg (und zahlt freiwillig monatlich einen kleinen Betrag, was er nicht müsste)? Ein Besitzer, den dem Hund nie etwas Böses wollte und jetzt möchte, dass es ihm gut geht.

Wie sollte er sich beruhigen? Wenn der Hund eine Chance hat, dann in den Händen von Profis, das wurde unserem Nachbarssohn sehr deutlich gesagt. Er selbst packt es einfach nicht (kann es gar nicht schaffen) und will nicht riskieren, dass er einen Fehler macht, durch den Menschen zu Schaden kommen und den der Hund dann ausbaden muss.

Die Tierpsychologin hat sich den Hund angesehen und ganz klar gesagt, dass er im momentanen Zustand eine Gefahr für sich und andere ist. Beim Sohn wird es berufsbedingt immer wieder Umzüge geben, das lässt sich in seinem Beruf nicht ändern (dass der Hund überhaupt bei ihm landete, war nicht geplant - er wollte einfach nur verhindern, dass er eingeschläfert wird) - da ist es besser, ihm jetzt ein Umfeld zu geben, in dem er wirklich sicher ist und vor allem bis zum Ende seines Lebens bleiben kann.

Also drücke ich jetzt dem Hund die Daumen, dass es noch mal wird und er ein glückliches Hundeleben führen kann. Bisher scheint es sich ganz gut anzulassen, nach dem, was ich so höre...

Liebe Grüße Annilein

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wenn der mann seinen hund wirklich drinnen lässt kann ja nicht viel passieren nur für den hund ist das ja auch nicht schön die ganze zeit drinnen zu sein und die ganze zeit bellen zu müssen meiner meinung nach sollte der besitzer viel zeit mit ihm nehmen und hunde kleffen sehr oftt aber ob sie dann wirklich beißen ist dann ja eine andere frage das ist auch ein problem dass er den hund dann draußen im garten anbindet denn so wird der hund nur agressiv weil er nicht seinen freiraum hat und bei gefahr die zwar nicht besteht abe r für den hund immer wichtig ist weglaufen könnte.

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DasAnnilein 28.03.2013, 12:03

Ohne Leine geht da leider gar nichts - er läuft nicht vor Menschen weg, er will sie angehen.

Nur drinnen ist halt nicht ideal, deswegen suchen wir ja nach einer Lösung. :(

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Auch wenn das jetzt hart tönen mag: Wenn jemand sein (egoistisches) Bedürfnis wegen einem komischen Hund höher stellt, als sämtliche Nachbarn in der Gegend, dann geht mir die sogenannte "Tierliebe" zu weit! Wäre es nicht der Nachbarssohn, der mit euren Kindern aufgewachsen ist, dann wäre die Situation ja sicher längst eskaliert -> das ist die Kernwahrheit der Situation! Ich finde, da hilft kein "liebes Herumgerede" mehr, sondern dieser Hundebesitzer nimmt seine Verantwortung nicht wahr -> er ständig beruflich weg und dann bringt er den Hund noch stinkefrech zu seine Eltern, die sich diesen Hund einfach aufhalsen lassen und nicht nein/stopp dazu sagen können..... Das ist schlicht eine Frechheit (eigentlich von beiden Seiten, Eltern und Sohn) -> dieser Hund muss da weg. Da hilft nur Klartext -> Kommunikation nach dem Motto "hart in der Sache, weich zu den Menschen". Wenn er das nicht versteht, dann tut er mir leid und dann ist eben ER es, der die gute Nachbarschaft bricht!

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DasAnnilein 28.03.2013, 12:05

Du hast schon einen Punkt, aber er wohnt bei seinen Eltern. Er ist momentan nicht unterwegs, sondern mit Hund zu hause.

In vier Monaten ist er weg, mit Hund.

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vogerlsalat 28.03.2013, 12:48

Ich glaube du hast da was nicht verstanden, der kümmert sich doch um den Hund, der Hund ist sogar im Garten angeleint (wenn er im Garten ist), der Hundebesitzer geht in die Hundeschule mit ihm, geht nur früh morgens und spät abends, (ich bin sicher mit Leine) damit er niemanden stört....also, besser kann sich ein Hundebesitzer ja schon fast gar nicht mehr benehmen. Der Hund kann nur schnappen wenn man zu ihm geht, das muss man als Fremder oder Nachbar ja nicht machen. Ein Hund hat leider keinen Schalter den man umkippen kann und dann ist er brav.

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DasAnnilein 28.03.2013, 12:55
@vogerlsalat

Ich verstehe total, warum der Hund ist wie er ist, aber er ist einfach gefährlich. Ich will nicht, dass irgendwem etwas passiert, Hund eingeschlossen.

Er hat sich einmal schon fast von der Leine losgerissen, als der Sohn mit ihm draußen war.

Ganz kann man Menschen nicht vermeiden.

Das hat leider nichts mehr mit brav zu tun, sondern mit Bellen, Knurren, Schnappen unter dem Maulkorb und an der Leine in Richtung der Menschen zerren.

Der Hund ist da auch nur Opfer - nur habe ich Angst, dass doch mal was passiert. Dann geht's dem Hund ja auch an den Kragen.

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vogerlsalat 28.03.2013, 14:05
@DasAnnilein

Was ich damit sagen wollte ist: der Hund braucht auch Zeit das alles zu lernen und offensichtlich ist sein Herrl ja daran interessiert und tut was dafür.

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Hallo DasAnnilein,

Ja und was ist denn nun Deine Frage ?

Ob es eine Möglichkeit gibt, dass Nachbarn, deren Gefühlswelt in Zukunft über Wohl und Wehe eines Hundes entscheidet?

Ein traumatisierter Hund lebt in deiner Nachbarschaft, wie es sich liest bei endlich verantwortungsbewussten Menschen. Menschen haben zu einer derartigen Traumatisierung wohl beigetragen....

Aber: Mit entsprechenden Einfühlungsvermögen, Willen und einholbaren Kenntnissen kann auch ein traumatisierter Hund - egal welchen Alters - sozialisiert werden.

Du solltest deinem Nachbarn, sprich dessem Sohn ein Buch schenken:

"Hundereich - Ein Arbeitsbuch zur Integration von Hunden aus dem Tierschutz" Autor: Mirjam Cordt

Ebenfalls ein gutes Geschenk:

Ein Seminar: Wieder sozial bei Mirjam Cordt

Link zur Kontaktaufnahme: http://www.doginform.de

Diese Seminare "reisen" durch Deutschland und auf solche Weise kannst du einem Hund helfend unter die Pfoten greifen. Du lernst auch (Geschenk vorher lesen - mach ich auch immer) Angstvorurteile Hund abzubauen....

Und du kannst auf deine Kinder auch einwirken, dass sie vor traumatisierten Hunden keine Angst haben, Verstehen was die Ursache ist und aber gleich lernen sich entsprechend zu verhalten, Abstand zu halten und solche Hunde nicht anzustarren.

Es liegt in deiner Hand.

Aber "etwas gegen den Hund tun" - welcher erst am Anfang steht wieder Vertrauen in Menschen zu lernen?

Kein Hund ist "gefährlich" von sich aus dunkler Seele. Wenn Menschen Verantwortung übernehmen und zeigen dann sind Hunde bis ans Lebensende bereit aufzunehmen und dazu zu lernen....

Man muss solchen Hunden dazu nur die Chance geben = und natürlich auch deren verantwortungsvolle Halter nicht stigmatisieren zusammen mit dem Hund = sondern es braucht jedes Lebewesen das traumatisiert wurde eine Chance!

Also, wie wäre es - du liest dir erst einmal Wissen an und schenkst deinem Nachbarn eine Chance, Verständnis, Toleranz.

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DasAnnilein 28.03.2013, 13:27

Ich will nicht stigmatisieren!

Im Gegenteil - ich weiß nicht, was man noch tun soll, um die Situation zu entschärfen.

Der Hund ist in der Hundeschule, aber selbst die Trainerin dort schätzt ihn als "Angstbeißer" ein.

Ich will primär, dass niemandem etwas passiert - weder Leuten, noch dem Hund.

Mir tut das Tier ehrlich leid, wenn ich mich da etwas unklar ausgedrückt habe - sorry, das wollte ich nicht.

Das Seminar ist ein guter Tipp, ich muss schauen, ob sich eins anbietet. Wie geschrieben - in vier Monaten ist der Sohn wieder im Ausland.

Ich stehe als Großmutter nur einfach etwas hilflos da - meine kleine Enkelin hat sich (als der Hund noch - begleitet! - im Garten war, weil man hoffte, er könne sich an die neue Umgebung gewöhnen) ein paar mal so schlimm erschreckt, dass sie jetzt immer weint, wenn sie einen Hund sieht.

Einwirken... Hm... ich habe Jahrzehnte als Erzieherin gearbeitet und glaub mir, ich tue alles, um meine Enkelin (meine Kinder sind schon erwachsen ;) ) wieder an Hunde zu gewöhnen, aber für sie ist es schwer, sie ist erst eins. Da kann sich so ein an der Leine reißender, geifernder Hund, der knurrt und bellt schon ziemlich zum Alptraummonster entwickeln, besonders, wenn der Besitzer augenscheinlich nichts anderes machen kann, als den Hund ins Haus zu ziehen.

Das Buch werden wir uns mal anschaffen.

Ich habe eigentlich keine Angst vor Hunden, nur das Verhalten des Hundes macht uns Sorge.

Wenn ich hier von "uns" schreibe, dann meine ich meine Familie, unsere Nachbarn und ihren Sohn. Wir alle wollen eigentlich nur, dass es dem Hund irgendwie besser geht.

Ihn einfach den größten Teil der Zeit im Haus lassen, wie hier schon als unproblematisch angesehen wurde, ist ja auch keine Lösung, so ein großes Tier muss sich doch auch bewegen. Zweimal zwei Stunden raus reicht da vielleicht auch nicht.

Ich habe gerade kurz mit dem Besitzer gesprochen und habe ihm den Link und den Tip mit dem Tierpsychologen geschickt, er hört sich mal um.

Deinen Seminarlink leite ich auch weiter.

Man muss doch irgendwas tun können, damit der Hund lernt, dass Menschen nicht alle böse sind. Irgendwann geht er mal jemandem an und ich glaube nicht, dass das Ordnungsamt dann nett und verständnisvoll reagiert. :(

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inspireone 28.03.2013, 14:29
@DasAnnilein

DasAnnilein: deine Antwort finde ich außerordentlich bemerkenswert. Du übergehst diese kleinen Sticheleien und nimmst das an was sie Dir empfohlen hat ohne irgendetwas zu bewerten. Hut ab, ich könnte das nicht. Mir ging es früher so dass die Hunde öfter frei herumliefen und zum Kinderwagen kamen und reingeschaut haben und ich kannte diese Hunde nichteinmal. Ich habe langsam das Gefühl dass wir mehr auf Hunde als auf Kinder Rücksicht nehmen sollen und das geht auch nicht. Auch Deine Enkelin hat eine Psyche und ich finde das Du in deiner Frage schon sehr gut herausgebracht hast dass Du Dir viele Gedanken machst. Es gibt immer mehr diese Hunde-Kinder Seiten und sehr viel Hass dazwischen dabei muss das nicht sein. Wenn jeder ein wenig Rücksicht nimmt wäre alles einfacher...ein Hundebesitzer möchte ja auch nicht dass mein Kind ankommt und seinem Hund im Fell zieht...obwohl es das noch nicht verstehen kann...aber genau das sind oft die Argumente der Hundehalter dass ein Hund seine Freiheit braucht und auch ohne Leine laufen muss und "er tut ja nichts"...aber Kinder haben nicht Angst WEIL er was tut sondern dioeses auf sie zurerenne. Klar kann man sagen dass die Kinder von der Natur weggehalten werden etc. aber das entscheidet doch jeder alleine. Und wenn ich plötzlich mit einem Krokodil des Weges käme gilt das Argument ja auch nicht. Ich schweife aus, aber das Thema sitzt ziemlich tief in mir. Ich hatte selbst schon einen Hund und meine Mutter hatte bis vor kurzem noch einen. Ich muss übrigens Kinder und Jugendlichen zugute halten: Wenn sie mit einem Hund spazieren gehen achten sie sehr darauf dass er fremden Menschen nicht zu nahe kommt, das finde ich sehr respektvoll.

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DasAnnilein 28.03.2013, 15:22
@inspireone

Dankeschön für Deinen lieben Kommentar! :)

Ich gehe mal grundsätzlich davon aus, dass man mir hier nur helfen will und ich weiß, dass das Hunde/Menschen-Thema sehr hart umkämpft ist.

Ich will einfach nicht, dass irgendwem was ernsthaftes passiert, weder Menschen noch Hund.

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ilsemarie 28.03.2013, 15:37
@inspireone

Man merkt an deinem Kommentar, dass dich dieses Thema ziehmlich betrifft oder betroffen macht. Aber du erklärst sehr gut, dass nur der "respektvolle Umgang" miteinander diese Probleme lösen kann. Ich bin selber Hundebesitzer und Hundetrainerin und ich ärgere mich auch oft über die "der tut nix" Menschen. Der, "der tut nix Hund" kann leider nie etwas dafür. Das Problem ist immer der Mensch und nie der Hund. Hier muss man die Lösung suchen. Alles Gute

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YarlungTsangpo 28.03.2013, 16:39
@DasAnnilein

Hallo Das Annilein,

In deiner Frage lese ich folgendes:

  • Hund wird im Garten (eingezäunt?) sogar an der Leine geführt
  • Hund geht nur in der Publikumsarmen Zeit spazieren (2 x 2 Std hoffentlich zzgl. Lösezeiten nur für Bewegung ist evtl. ausreichend)
  • Hund ist "Angstbeisser" laut Hundeschule, was bedeutet der Hund schnappt um wenn er in Bedrängnis (räumlich) gebracht wird
  • Hund läuft ausserhalb nur mit Maulkorb
  • Halter kann den Hund der manchmal in die Leine springt und bellt "gerade noch halten"
  • Hund ist ein womöglicher Herdenschutzhundmix

Es bleibt nur solchen Halter eine Hilfestellung anzubieten um Kontakte zu erfahrenen Hundespezialisten mit HSH - Erfahrung zu bekommen!!

Das ist die einzige Schnell - & Soforthilfe für derart traumatisierte Hunde samt deren gutwilligen - verantwortungsvollen (!) Halter.

Auch das Lesen einschlägiger Literatur in freier Zeit kann noch zusätzlich begleitende Hilfestellung geben - verständiger mit Problemen solcher Hunde umzugehen = so dass solche Hunde erst gar nicht in irgend eine Bedrängnis kommen !!

  • Dann muss ein Angsthund auch nicht umschnappen, nach vorne in der Leine zerren und bellen!

Du verstehst was ich meine? Das muss aber der Hundehalter erst einmal lernen & wissen.

Zu Kindern & Kleinkindern welche Angst bekommen wenn sie einen Hund bellen sehen. Die Angst und Überfürsorge von Erwachsenen überträgt sich auf Kinder. Man kann Jährige Kinder noch nicht verständnisvoll aufklären - aber man kann ihnen wieder und wieder sagen "Dass dieser Hund Angst hat wenn man ihm nahe kommt und er dann "schreit"

Bitte in Gegenwart eines solchen Hundes Kinder kontrollieren und nicht frei dorthin laufen lassen, dann kann auch nichts passieren. Ggf einen Bogen um laufenden Hund und Halter machen. Nicht den Hund anstarren (machen Kinder gerne) Derartiges Verhalten bei Kindern unterbrechen.

Würde nun der Sohn des Nachbarn diesen Hund frei überall hinlaufen lassen - dann würde ich dir empfehlen das Ordnungsamt zu verständigen. Aber bei aller Vorsichtsmaßnahmen die der Mann ergreift und einhält fehlt nur noch der passende Weg, die Zeit einen erfahrenen gut ausgebildeten Spezialisten aufzusuchen.

Den welchen ich Dir genannt habe - hier kann dem Hund, dem Nachbarn und Euch geholfen werden.

Man muss nur anrufen, hingehen, Tipps annehmen und umsetzen.

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inspireone 28.03.2013, 14:16

YarlungTsangpo: Hat hier irgendjemand eine Ahnung, was man tun kann? Hier scheinen ja viele Experten unterwegs zu sein. ;) <<<das war ihre Frage! Und Du stigmatisierst gerade genauso statt das was Du eigentlich erreichen wolltest liebevoll an den Mann (in diesem Falle Frau) zu bringen, schade!

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taigafee 28.03.2013, 19:09
@inspireone

what? ich glaube, du liest "durch die falsche brille" :-).

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Hallo ihr Lieben Ratgeber,

noch einmal vielen, vielen Dank für die vielen guten Ratschläge.

Ich wollte nur mal berichten, was über Ostern so passiert ist.

Der Sohn unseres Nachbarn hat sich sehr über die Links gefreut und wohl auch guten Rat gefunden.

Von der Hundeschule war er dann nach ausgiebiger Lektüre von Internetseiten und Büchern wohl auch nicht mehr so angetan.

Er ist jetzt mit dem Hund auf einen knapp 150km entfernten Hof (so eine Art Gnadenhof) gefahren, wo man sich wohl gut mit Problemhunden auskennt und diese im Notfall auch aufnimmt.

Dort ist eine sehr erfahrene Trainerin, die jetzt mit ihm und dem Hund arbeitet und gemeinsam wollen sie versuchen, den Hund im Umgang mit Menschen zu stabilisieren und ihm die Angst zu nehmen oder ihn vorsichtig (und ohne weiteres Trauma) vom Sohn "abzunabeln", damit er ihn bei ihr in Pflege lassen kann.

Der Sohn lässt über mich noch einmal herzlichen Dank ausrichten und hat schon gesagt, dass er lieber den Unterhalt für den Hund zahlt, ohne ihn bei sich zu haben, als ihm wehzutun.

Ich hoffe mal, es nimmt jetzt alles ein gutes Ende...

Liebe Grüße DasAnnilein

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DasAnnilein 12.04.2013, 15:03

Nachtrag: Man sollte Emails auch richtig lesen. :)

Die Trainerin ist wohl eine Tierpsychologin, daher hat man ihm sie empfohlen. Ich habe mal nach dem genauen Namen gefragt, vielleicht kann ich ja eine Seite verlinken.

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Liebes Annilein! Du hast hier von Yarlung eine sehr gute Antwort bekommen. Du schreibst in dem Hund steckt vielleicht ein Herdenschutzhund. Wenn sich hier jemand mit Herdenschutzhunden bzw. gestörten, gequälten Hunden auskennt ist das Mirjam Cordt. Das Buch dass dir hier empfohlen wurde sowie die Autorin kenne ich persönlich und glaube mir , sie ist eine Karparzität auf diesem Gebiet. Mein Rat wäre, wenn der Hund an der Leine tobt, dieses Verhalten zu ignorieren, da jede Form von Aufmerksamkeit die Hunde noch mehr "aktiviert"! Ich verstehe natürlich auch deine Angst, und meine Frage wäre, wo schnappt er zu? Ich vermute mal, der Hund schnappt ab, denn wenn er wirklich zuschnappen würde, hätte die Familie diesen Hund nicht mehr. Also-schenkt dem Hund nicht so viel Aufmerksamkeit. Alles Gute Ilsemarie

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Der Besitzer geht nur zu Zeiten mit dem Hund, wo wenig Leute unterwegs sind. Der Hund ist immer an der Leine und trägt einen Maulkorb?!? Weswegen sollte das Ordnungsamt da irgendwas machen? Dann verstehe ich beim besten Willen nicht, welche Gefahr von diesem Hund ausgeht?!?

Das ist ja wie einen Zoo anzeigen, weil er einen Löwen hält, weil dieser theoretisch ausbrechen und Leute töten könnte.

Manchmal sollte man die Kirche echt mal im Dorf lassen...

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DasAnnilein 28.03.2013, 12:25

Es gab sehr knappe Momente - wenn so ein großer Hund Dich anspringt und umreißt und dabei versucht, trotz Maulkorb zu beißen, dann ist die Kirche aus dem Dorf.

Wenn es dabei einen Fremden erwischt, ist das ein Fall für das Ordnungsamt und ich bin mir ziemlich sicher, dass die es anders sehen als Du. :(

Selbst der Sohn hat Angst, dass er den Hund irgendwann nicht mehr halten kann.

Wenn ich den Hund einfach nur loswerden wollte, hätte ich nicht um Rat und Hilfe gebeten - es muss dem Tier doch irgendwie geholfen werden können.

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makazesca 28.03.2013, 18:59
@DasAnnilein

Selbst der Sohn hat Angst, dass er den Hund irgendwann nicht mehr halten kann.>

oh oh -- dann kommt ja noch dazu , dass der hund die unsicherheit seines halters natürlich merkt und gelegenheiten nutzt um "auszubrechen" gerade , wenn er HSH anteile hat... bei aller liebe , leg dem sohn nahe , sich um einen erfahrenen halter zu bemühen und den hund dann abzugeben. im sinne des tieres-- auch dem sohn ist damit doch eine sehr große last genommen , weil er doch auch immer unterwegs ist.

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Vieles geht ja auch übers Futter. Wenn ihr ihm erstmal Leckerlis über den Zaun werft um sein Vertrauen zu erlangen? Ihr könnt ihm ja auch ein deutliches "schluss jetzt" oder eben "aus" entgegen rufen wenn er wieder durchdreht... und für den Hund evtl Homöopathie oder Bachblüten!?

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Winkeladvokat64 28.03.2013, 12:05

Du hast hoffentlich noch nicht persönlich vor einem aus Angst aggressiven Hund gestanden und "Schluss jetzt" gesagt...:D

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DasAnnilein 28.03.2013, 12:29
@inspireone

Ihm entgegentreten, egal wie man spricht, macht ihn eher noch ängstlicher und wütender, hab ich das Gefühl.

Das habe ich am Anfang versucht (und andere auch) aber er hört nicht auf.

Aber die Bachblütenempfehlung gebe ich mal weiter, danke.

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YarlungTsangpo 28.03.2013, 16:49

Man wirft nichts auf einen Hund hinter einem Gartenzaun! Bitte nichts in das Territorium eines Hundes werfen - auch keine Leckerchen!

Dadurch erweckt man bei Hunden nicht unbedingt Vertrauen - sondern Misstrauen.

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ich bin schon ein wenig erstaunt, was menschen so alles von tieren ( hunden) erwarten-- dieser junge mann ist oftmals unterwegs -- im ausland und wird auch in 4 monaten wieder unterwegs sein und sein hund -- immer mit ihm mit.

hunde gehören zu ihrem hernn , so ist das wohl richitg aber auch hunde mögen es nicht , ständig aus ihrem angestammten zu hause gerissen zu werden - in 4 monaten hat sich das tier noch nicht mal richtig eingelebt - da muß es schon wieder weg --in eine neues zuhause. und das alles nicht mit einem in sich gefestigtem tier --nein n mit einem stigmatisiertem tier , was schon als welpe verängstigt wurde ,weil mißhandelt.

dieser jnge mann sollte sich mal schleunigst darum bemühen , für diesen hund ein ordemliches adequates zu hause zu finden , bei jemandem , der ahnung von hunden hat. durch diese ständige umzieherei kommt der hund ja niemals zur ruhe -- es mag tiere geben , die das verkraften , aber DIESER hund bestimmt nicht.

der wird irgendwann nicht mehr kontrollierbar sein ubd auch evtl beissen -- nur weil er ihn gerettet hat, hat er nicht das recht , dieses tier mit seiner umzieherei zu belasten . ich sehe keien anderen weg , als einen neuen besitzer zu finden , der sich dem hund annimmt

. und derjunge mann möchte sich bei seinem unruhigen lebenswandel bitte erst einen hund anschaffen , wenn er sessshaft geworden ist

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DasAnnilein 28.03.2013, 15:24

Vielleicht ist das wirklich der Punkt.

Bisher scheint es mit den Umzügen geklappt zu haben, aber vielleicht hat der Hund jetzt einfach zu viel.

Schwierig war er schon immer, aber hier eskaliert es.

Ich gebe auch das mal weiter. Frage mich, warum die Hundeschule da noch nichts gesagt hat...

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ilsemarie 28.03.2013, 15:40
@DasAnnilein

Ich vermute mal, dass die Hundeschule (weil Herdenschutzhund) das Problem noch schlimmer macht. Hier müssen wirklich Spezialisten ran.

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makazesca 28.03.2013, 18:54
@ilsemarie

der meinugn bin ich auch -- selbst mit unserer border hündin war die hiesige hundeschule überfordert. hundeschule ist ja auch längst nicht hundeschule. ein herdenschutzmix hat in einer hundeschule eh nichts zu suchen. und wenn er wirklich HSH in sich hat , dann kommt er mit den ständigen ortsechseln sowieso nicht klar . das sind ortshunde , die vor allem eine aufgabe benötigen und sich auch von ihrem halter nicht gern was "sagen " lassen . darum ist das training mit einem spezialisten auf jeden fall wichtig.

aber was nutzt das alles, wenn der sohn bald wieder weg zieht und der hund sich wieder womöglich an einen neuen trainer gewöhnen muß --?? sowas macht man mit einem hund einfach nicht - egal welcher rasse !!!. ein kind würde man auch nicht ständig mit sich durch die gegend schleppen und dann erwarten , dass es sich normal entwickelt.und wenn mans doch macht , sieht man ja an vielen prominentenkindern. der sohn mags ja gut meinen ,aber letzlich kann er nicht leisten , was das tier wirklich benötigt. sicherheit und beständigekit.

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makazesca 28.03.2013, 18:55
@DasAnnilein

annilien -- die hundeschulen gestehen sich selber ungern fehler ein und verlieren auch ungern ein zahlendes mitglied.

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YarlungTsangpo 28.03.2013, 19:33
@makazesca

Herdenschutzhunde sind "Nomadenhunde" das bedeutet es ist ihnen wichtig mit ihrem Menschen mitumherziehen zu können.

Sie sind nicht auf feste "Standorte" sondern auf dauerhafte, verlässliche Beziehungen mit "ihren" Menschen angewiesen.

Das Umziehen also ist der kleinste Teil von Problemen....

Neben uns lebte lange Zeit ein Mann vom Beruf Fernfahrer mit zwei Ungarischen Kuvasz. Man sah ihn und die Hunde selten, manchmal früh wenn er beide Hunde in Das Führerhaus des LKW gehoben hat.... Dann waren sie wieder auf Tour "on the Road"

Das waren die best erzogensten Kuvasz welche ich je erlebt habe !! Herdenschutzhunde welche "in sich ruhten"

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Wenn das mit der Hundeschule nicht klappt, lohnt es sich, sich nach einer besseren umzusehen. Eine Hundeschule kann jeder eröffnen, der sich dazu berufen fühlt, auch wenn er keine Ahnung hat. Auch Hundepsychologe ist kein geschützter Begriff. Jeder kann sich so nennen. Aber eine wirklich kompetente Person könnte vielleicht weiterhelfen.

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DasAnnilein 28.03.2013, 13:00

Dankeschön, ich spreche ihn mal darauf an, für wie kompetent er die Trainerhin hält.

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rate ihm doch mal zu einem maulkorb, es wäre schade wenn das tier weil es einen menschen beißt eingeschäfert wird.

leider geht aus der beschreibung nicht wirklich hervor ob der hund aggresiv oder ängstlich bellt

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DasAnnilein 28.03.2013, 12:02

Entschuldige, das hätte ich noch schreiben sollen: Laut der Hundetrainerin hat er hauptsächlich Angst, ist daher aber agressiv. Sie schätzt ihn als Angstbeißer ein.

Er will auf Leute zu, wenn er sie sieht, ob er nach "Beseitigung der Bedrohung" weglaufen würde, weiß natürlich keiner.

Einen Maulkorb hat der Hund schon, aber das ändert ja leider nichts an seinem Verhalten. Jemanden umwerfen und zu beißen versuchen (trotz Maulkorb) würde ja für eine Anzeige auch schon ausreichen, oder?

Ich bin da einfach ratlos...

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Hi!

Das soll jetzt wirklich keine blöd gemeinte Antwort sein, aber wie wäre es, wenn ihr mal versucht, Martin Rütter zu kontaktieren? Ich könnte mir vortellen, dass er sich einem solchen "Härtefall" mit einem so bemühten Besitzer auch persönlich annehmen würde.;-)

http://www.ruetters-dogs.de/

VG und viel Erfolg!

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DasAnnilein 28.03.2013, 12:05

Das ist auch eine tolle Idee. Ich geb den Link mal weiter.

Vielen Dank!

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inspireone 28.03.2013, 14:37

Finde ich supernett formuliert, so nimmt man einen Rat gerne an:)

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Der Nachbarssohn muß mal ne Hundeschule aufsuchen , aber es wird schwierig, keine Ahnung ob man das wieder hinkriegt, wenn er Fremde als Bedrohung ansieht

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DasAnnilein 28.03.2013, 12:04

Wie ich geschrieben habe, das tut er schon. Hilft bisher aber nicht. :(

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