Was tun gegen extrem entzündetes Zahnfleisch?

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3 Antworten

Gingivitis ist eine bakteriell bedingte Entzündung des Zahnfleisches. Hauptursache für die Entstehung eine Gingivitis ist nicht entfernte Plaque am Zahnfleischsaum.

Die Plaque-Bakterien produzieren Stoffwechselprodukte, die das Zahnfleisch(Gingiva) reizen. Klassische Symptome einer Gingivitis sind Rötung, Schwellung und Blutung bei Berührung, z.B. beim Zähneputzen. Fachleute schätzen, dass über 80 Prozent der Bevölkerung in Deutschland von Zahnfleischproblemen betroffen sind, meist ohne es zu wissen. In 10–15 Prozent der Fälle entwickelt sich die Gingivitis zu einer Parodontitis (Entzündung des Zahnhalteapparates). Dann ist nicht nur das Zahnfleisch, sondern der gesamte Zahnhalteapparat von der Entzündung betroffen. Wird eine Parodontitis nicht zahnärztlich behandelt, kann sie letztendlich zum Zahnverlust führen. Gingivitis ist nicht nur im Anfangsstadium, sondern auch im chronischen Stadium reversibel, d.h. gereiztes und entzündetes Zahnfleisch kann wieder vollständig regenerieren. Wichtigste Maßnahme zum Schutz vor Zahnfleischentzündungen und zur Regeneration von entzündetem Zahnfleisch ist die vollständige Plaque-Entfernung. Dies sollte durch gründliche tägliche Mundhygiene geschehen, die durch eine in der Zahnarztpraxis durchgeführte professionelle Zahnreinigung (z.B. zweimal jährlich) unterstützt wird. Häusliche Maßnahmen sind mindestens zweimal tägliches Zähneputzen mit Produkten mit geeigneten plaque- und entzündungshemmenden Wirkstoffen, die Anwendung einer geeigneten, auf die individuelle Situation angepassten Zahnputztechnik und die Verwendung von Hilfsmitteln zur gründlichen Reinigung der Zahnzwischenräume, z.B. Zahnseide und/oder Interdentalbürsten.

Die mechanische Entfernung der Plaque durch Zahnbürste und Zahnpasta reicht in manchen Fällen jedoch nicht aus. Die Ergänzung durch Mundspülungen mit antibakteriellen Inhaltsstoffen ist sinnvoll zur Unterstützung der täglichen Mundhygiene.

Die Entwicklung der Gingivitis zur Parodontitis ist u. a. durch eine Veränderung in der Zusammensetzung der Plaque bedingt. Wichtigste Therapiemaßnahme bei der Parodontitis ist die mechanische Infektionsbekämpfung in der Zahnarztpraxis. In bestimmten Fällen kann die begleitende Gabe von Antibiotika erforderlich sein. Auch bei Parodontitis-Patienten ist die Fähigkeit zur Durchführung einer gründlichen häuslichen Mundhygiene die Voraussetzung für eine erfolgreiche zahnärztliche Therapie. Nur so, begleitet von regelmäßigen Kontrolluntersuchungen, kann ein umfassender Schutz vor einem Fortschritt der Entzündung erzielt werden.

Entzündungen kommen meist nur von einer mangelnden Mundhygiene und kann dann auch dadurch wieder behoben werden, dauert ca. 7 Tage Grundsätzlich solltest du trotzdem zum Za damit diese dich gerecht beraten kann da es im Internet schwer wird eine wirklich gute Beurteilung abzugeben, ohne vorher in den Mund geschaut zu haben!

in der apotheke gibt es (auch drogerie) so ne mundspülung gegen entzündung im mund für entzündetes zahnfleisch etc. :D

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