Was tun gegen den zickenterror meiner 2jährigen tochter?

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7 Antworten

Nun ja wie schon viele meiner Vorgänger hier schrieben. Ruhe bewahren, nichts schaukelt die Situationen so sehr hoch wie ein Erwachsener der die Beherrschung verliert. Das Kind sieht ihn dann eher als mit ihm auf einer Stufe denn als Respektperson. Selbstbeherrschung ist ein guter Ratgeber, da man in der Wut oft Dinge androht die man später nicht umsetzen kann oder will, da zu uberzogen. Wenn man merkt das man gleich platzt und solange keine akute Gefahr für Kind oder Umgebung ( Vasen etc. ) besteht, einfach mal kurz raus aus der Situation, tief Luft holen, und erst dann weitermachen. Strafen sind erlaubt, müssen aber der Situation angemessen sein und vor allem realisierbar. Nicht erlaubt dagegen Abweisung, das Kind muss erkennen, das es geliebt und respektiert wird, aber das gezeigte Verhalten nicht akzeptabel. GAnz wichtig wenn es später erst so richtig losgeht. Ausserdem soll das Kind ja dem Erwachsenen vertrauen, und nicht denken Mama und Papa hassen mich. Ach ja auch wenn ich keine Mutti bin sondern ein Vater, wir haben da schon einiges durch, und das gleich als Doppelpack, 2 Zicken die sich und uns ganz schön im Trab halten, werden im Juni mittlerweile 12 jahre die beiden. Und eines noch ganz wichtig, wenn ein Partner da ist, sollte er auch die Konsequenzen mittragen! Nichts ist schlimmer als wenn der unbeteiligte Partner das Kind dann "tröstet", er kann es zwar in den Arm nehmen, aber ihm klar sagen, das alles so ist wie es z.B. Mama gesagt hat.

Liebe Hippa, bitte bedenke, das macht deine Tochter nicht, um dich zu ärgern. Sie lernt gerade sich selbst und ihre Selbstständigkeit kennen und muss ihre Grenzen finden. Sowohl die körperlichen (motorischen) als auch die des Erlaubten und Verbotenen. Trotzreaktionen und Wutanfälle sind Ausdruck ihres Frustes, dass die Welt nicht so funktioniert, wie sie sich das vorgestellt hat. Wenn du frustriert bist, dann möchtest du sicher auch nicht, dass dich dafür noch jemand bestraft.

Versuche möglichst viele Klippen zu umschiffen - umgehe Situationen, die einen Wutanfall provozieren könnten oder lenke deine Tochter ab, bevor die Lage eskaliert.

Weitere Infos findest du hier: http://www.babycenter.de/toddler/erziehung/wutanfaelle_klarkommen/

Oh je oh je, wie kommt mir das bekannt vor... Meine Süße wird im Juni drei, wir spielen dieses Spielchen also schon 'ne Weile mit. Aber "man gewöhnt sich an alles" ist in diesem Fall ja leider nicht zutreffend. Als ich das Gefühl hatte, es würde immer schlimmer werden, haben wir zweierlei getan: 1. den Kinderarzt gefragt. Hört sich ziemlich bescheuert an, ich weiss, aber bei 3-5 bis zu halbstündigen Tobsuchtsanfällen pro Tag wußte ich mir nicht mehr anders zu helfen. Seine Antwort: Das ist völlig normal, und es wird noch schlimmer. Danke dafür. 2. haben wir uns das schlaue Buch "Jedes Kind kann Regeln lernen" zugelegt. Genauso wie auch der Schlafratgeber der Autoren sollte es mit Bedacht gelesen und vor allem angewendet werden, aber so mancher Hinweis war doch recht hilfreich. Denn manchmal reicht tatsächlich schon eine kleine Änderung im Ablauf, und alles läuft etwas entspannter. Ansonsten machst du aber denke ich alles richtig, auch wenn ich oft das Gefühl habe, richtig und falsch gibt es in diesen speziellen Momenten in der bekannten Form nicht. Bei meiner Tochter ist dann einfach alles falsch :-) Du siehst, mit dem Supertipp kann ich leider nicht dienen, aber weißt du, was mir in der Anfangsphase eigentlich am besten geholfen hat? Gespräche mit anderen Mädi-Mamas, denen es ganz genauso ging!!! Du machst nichts falsch, es ist normal. Und immer noch besser als ein Kind, das den ganzen Tag in der Ecke sitzt und alles tut, was du von ihm willst, oder? Diese Trotzphase bilden die Persönlichkeit, deine Tochter möchte zu einer starken, selbstbewußten Persönlichkeit heranwachsen - ist doch eigentlich super! Also, Augen bzw. Ohren zu und durch, und immer dran denken: Du bist nicht allein!!! Lg, LottesMa

P.S.: Aber es ist schon sehr schön, wenn sie schlafen, oder? ;-)

Den Buch kann man eigentlich sehr warm empfehlen! Habe ich von meiner Nachbarin gekriegt mit schon markierten "Loesungen" ;)

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Willkommen im Club! Mein Kleiner (3) der hat das sehr gut drauf. Bekommt er seinen Willen nicht, meint er, er könne sonst was anstellen. Zunächst muss man natürlich ruhig bleiben. Dann versuche ich ihm zu erklären, dass das nicht so geht, wie er sich das gerade vorstellt. Hört er nicht auf, schicke ich ihn dann zum Mucksen in sein Zimmer. Flippt er dann immer noch herum, setze ich ihn in sein Bett (da kann er noch nicht herausklettern). Nach einer ordentlichen Heulrunde hat er sich dann beruhigt. Ich gehe dann hin, nehme ihn in den Arm und sage ihm, dass ich ihn sehr lieb hätte und frage ihn auch, ob er jetzt wieder lieb sei. Das funktioniert eigentlich ganz gut.

Aber diese Zeit ist wohl wirklich sehr schrecklich. Aber es gehört dazu. Unsere einst so lieben Kleinen werden größer und müssen ihre Grenzen austesten. Liebe Muttis: Wir müssen durchhalten. Auch wir sind nicht so einsichtig auf die Welt gekommen!

Na da bin ich ja beruhigt, das ich nicht die Einzige bin, der es so geht! Mein Sohn ist 4 und scheut sich auch nicht in der Öffentlichkeit seine Anfälle zu presentieren. Ich ignoriere das einfach (so weit es geht) und bleibe auf jaden Fall konsequent! Ich hoffe , es wird sich irgendwann mal ändern ;)

Am wichtigsten ist kühlen Kopf behalten, wie holzloewe schreibt, nicht zuviel durchgehen lassen und vor allem konsequent bleiben! Wenn Du Regeln festlegst und Grenzen setzt darfst Du Dich trotz Tränen, Tobsuchtsanfällen und der gesamten 'Zickenshow' nicht erweichen lassen: Grenzen sind Grenzen. Und wie schon hier gesagt: Du bist nicht allein!

Fast hätte ich es vergessen: Deine Tochter muss trotz aller 'Erziehung' immer die Gewissheit haben: Mami (und Papi) haben mich lieb!

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Entspann Dich! Warte ab bis Deine Tochter in die Pubertät kommt. Dann wirst Du Dich nach den jetzigen Zickenalarm sehnen.

Achtung bleib standhaft lass nicht zuviel durchgehen, dass was du jetzt versaust rächt sich später. Lass die Omas nicht in Deine Erziehung reinquatschen!

Viel Spaß mit Zicklein!

Waren wir nicht alle so?

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Gut gebrüllt, Löwe. :-)

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