Was tun Muslime aktiv, um den Missbrauch ihrer Religion durch den IS zu verhindern?

...komplette Frage anzeigen

29 Antworten

Ich finde diese Frage sehr gut.

Zunächst muss man sich die Situation der hier lebenden Muslime vor Augen halten: Sie fühlen sich in der Opferrolle, denn sie bekommen natürlich (vor allem auch durch Internetkommentare) das religionskritische bis antiislamische Klima der Gesellschaft mit. Sie fühlen sich mit ihren religiösen Ansichten also nicht akzeptiert, für sie ist es wie ein Angriff auf den Fortbestand ihrer Religion und konservativer Werte, die in diesem Gesellschaftskreis nach wie vor mit einer gewissen Ehrfurcht und großem Respekt betrachtet werden. Folglich sehen sie sich berufen, genau diese (vermeintlich bedrohten) Werte zu verteidigen. Daraus ergibt sich eine Selbstwahrnehmung, die auf einer prinzipiellen Opferrolle sowie einer Verteidigungshaltung fußt. "Westliche" und liberale Werte werden im Umkehrschluss direkt intuitiv als Gefahr und Bedrohung angesehen und bestmöglich abgeblockt - statt auf eine Vereinbarkeit solcher Werte mit dem Islam zu bauen. Leider gelingt es nur den wenigsten, für eine solche Synthese zu plädieren. Der Großteil hat das einfache Schwarz-Weiß-Denken, bei dem alles "Westliche" als Feindbild gilt und alles "Konservativ-Religiöse" als zu schützendes Gut betrachtet wird. Alle verbalen Angriffe auf letzteres sind natürlich ein sehr wunder Punkt und werden vehement abgestritten und verteidigt. Der IS ist da ein ganz heikles Thema, denn er sorgt natürlich maßgeblich dafür, dass die negative Wahrnehmung des Islam, die Assoziation mit Religion und Terrorismus, manifestiert wird. Den Muslimen ist es deshalb extrem wichtig, klar zu machen, dass der Islam an Greueltaten wie denen des IS nicht Schuld ist. Der gut gemeinte, jedoch etwas unglücklich formulierte Satz "Das hat mit dem Islam nichts zu tun", hat sich inzwischen ja bewährt. Ich nenne ihn deswegen unglücklich, weil er das falsche Signal setzt und somit an seiner eigentlichen Intention vorbei geht. Für Nichtmuslime wirkt es so, als würden die Muslime die Taten des IS gar nicht wirklich verurteilen, sondern bloß den Kopf des Islam aus der Schlinge ziehen wollen. Und wenn man es ganz genau nimmt, dann ist der Satz sachlich auch nicht ganz korrekt. Natürlich, der IS handelt nicht wirklich islamkonform, weil er die Glaubensinhalte absolut setzt, die ihnen passen und die Inhalte ignoriert, auf die das nicht zutrifft. Dennoch muss man anerkennen, dass auch solche radikalen Gruppierungen mit ihrer ultrakonservativen und abstrakten Interpretation der Schriften ein Teil der islamischen Gemeinschaft und somit des Islam sind. Diese Kritikfähigkeit fehlt vielen Muslimen. Da der als bedroht empfundene konservativ-sunnitische Islam für sie per se unantastbar ist, wird eine solche Denkweise nicht zugelassen. Lieber verweist man auf "die Medien", die den Islam zum Feindbild deklarieren und "den Westen", der die IS-Terroristen erst so stark hat werden lassen. Unter gewissen Anhaltspunkten sind diese Vorwürfe natürlich nicht falsch, nur schließen sie eben den erstgenannten Fakt, dass der IS durchaus mit dem Islam "zu tun hat", nicht aus. Es liegt also eine grundverschiedene Haltung zwischen der muslimischen Gesellschaft und der nichtmuslimischen Gesellschaft vor, die zu Missverständnissen, Kommunikationsstörungen und Anfeindungen führt.

Dennoch kann man nicht sagen, dass sich die muslimische Gesellschaft aus ihrer nun mal vorhandenen Haltung heraus nicht bemüht hätte, sich vom IS zu differenzieren. Ich erinnere an die "#notinmyname"-Aktion auf Twitter und Facebook und an all die Muslime, die auch auf die Straße gegangen sind. Leider wird die muslimische Gesellschaft in Deutschland überwiegend von konservativen Verbänden repräsentiert, was die genannte Haltung und deren Wahrnehmung in der Öffentlichkeit natürlich verstärkt.

Ich plädiere für eine Reform der Auslegung des Islam. Die größtenteils praktizierte Auslegung ist längst nicht mehr zeitgemäß, raubt den islamischen Schriften also ihre Aktualität und steht dem Entwicklungsprozess des Islam im Weg. Auch bietet eine reaktionäre Auslegung eher Nährboden für Terrorismus. Leider ist es schwierig, die archaischen Strukturen aufzuweichen, die Rechtslehre zu reformieren und die theologischen Fakultäten in Ländern wie Saudi-Arabien und dem Iran, wo sich die einflussreichen Islamgelehrten befinden, zu erneuern. Die Konservativen wehren sich aus Angst vor einer Entmythologisierung und Säkularisierung des Islam sowie dem Verlust eigener politischer Macht vehement gegen jegliche Reformationsversuche. Die muslimische Gesellschaft muss endlich verstehen, dass eine Reform der theologischen Fakultäten kein Angriff auf den Islam, sondern ein Angriff auf die Strukturen ist, die dem Islam Schwierigkeiten bereiten. Und genau gegen die muss rebelliert werden.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von uyduran
02.12.2015, 09:58

Zum letzten Absatz noch einen Satz, den der Islamwissenschaftler Fazlur Rahman bereits 1982 aussprach: "Der Bedarf an einer wissenschaftlich-kritischen Auseinandersetzung mit der intellektuellen Vergangenheit des Islam ist umso dringender, als wir heute dazu neigen, diese Vergangenheit zu verteidigen, als sei sie unser Gott."

21
Kommentar von earnest
02.12.2015, 10:06

Und ich finde diese Antwort sehr gut. 

Es ist der wohl nachdenklichste und klügste Beitrag, den ich zu diesem Themenkreis je auf GF gelesen habe.

22
Kommentar von AhluSunna39
02.12.2015, 12:25


"Ich plädiere für eine Reform der Auslegung des Islam. Die größtenteils praktizierte Auslegung ist längst nicht mehr zeitgemäß"

Was bildest du dir eigentlich ein?

Der Koran ist Zeitlos, und ist für die ganze Menschheit entsandt worden.
Diese Botschaft ist kann und wird nicht geändert werden!
Allah sagt im Koran, dass keiner es schaffen wird diese Botschaft zu ändern. wie ihr es mit den Christentum, oder der Thora gemacht habt.


Wenn du den Koran nicht so akzeptierst wie er ist, hast du mit den Islam nix zutun!

6
Kommentar von Agentpony
02.12.2015, 17:28

Schöne Antwort. Ich glaube aber, HIER müssen wir deutlich weiter gehen:

...in Ländern wie Saudi-Arabien und dem Iran, wo sich die einflussreichen Islamgelehrten befinden, [...] wehren sich [...]vehement gegen jegliche Reformationsversuche.

Langfristig ist die einzige Chance der Muslime in Europa auf einen vernünftigen Dialog der, daß man sich von diesen verkrusteten Strukturen trennt, und zu einem Europäischen Islam findet. Das schließt auch die ideologische Nabelschnur in die Türkei ein.

Man könnte sich hierbei durchaus Beispiele bei den Maßnahmen holen, mit denen sich die europäische Kirchen, Reformation wie Gegenreformation, das römische Diktat aufgebrochen haben.

5

Es ist sicher nicht im Interesse aller Muslime. Trotzdem kann jeder  einzelne etwas tun und viele tun das auch. Sie verhalten sich korrekt und sind angenehme Mitmenschen. Schon das allein ist eine grosse Macht und arbeitet für die Muslime. Unser Beitrag ist es, das auch wahrzunehmen und zu unterscheiden.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von julib5432112345
23.12.2015, 16:43

Im ernst? Jeder Muslime, der kein Islamist ist, hat was gegen den sogenannten IS! Glaubst du das es normale Katholiken gibt die den sexuellen Missbrauch der Katholischen Kirche okay finden?

0

Die Frage ist, ist es wirklich ein Missbrauch? Man kann alles was im Koran steht auf viele Arten auslegen und meistens herrscht ein Gleichgewicht oder die Auslegung sind friedlich gegenüber anderen. Der IS legt diese Schriften auf eine sehr radikale Art aus...So ist das mit den meisten Religionen. Zur Not kann ich was in der Bibel steht auch so auslegen dass Gott will ich solle Andersgläubige bestrafen oder töten. Deswegen ist Religion auch so ein schwieriges Thema. Keiner weiß was die richtige Auslegung gibt und wahrscheinlich gibt es auch gar keine. In den Medien distanzieren sich muslimische Gemeinden aber oft von dieser Gewalt und trauern mit den Opfern. Das geht aber nur wenn man weit genug von diesen IS Idioten entfernt ist...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Suboptimierer
02.12.2015, 10:59

Den Verdacht hatte ich auch schon. Religion ist so eine Art Deckmantel. 

Bin ich friedlich, suche ich mir das Friedliche an Religionen und freu mich, dass ich ein "gutes Leben" führe. 

Bin ich aufrührerisch, suche ich das Aufrührerische in der Religion, welches meine Aufruhr rechtfertigt.

Ein Tier-Ethiker würde z. B. bestimmt auch etwas für sich finden, obwohl es so etwas zu der damaligen Zeit noch nicht gab.

5

Ist es denn die Aufgabe jedes friedlichen Muslimen aktiv gegen die Spinner vorzugehen?

Ich bin z.B. ein Anhänger des Utilitarismus im Sinne von "Was allen nutzt kann nicht schlecht sein" und "Das Glück vieler wiegt schwerer als das Glück eines einzelnen". Muss ich jetzt aktiv gegen Menschen vorgehen, die ihn pervertieren und meinen, dass es angemessen ist, wenn 99 Leute sterben müssen um 100 Leuten glücklicher zu machen? Ich muss mich auf Nachfrage davon distanzieren, aber ich muss doch nicht aktiv dagegen vorgehen. Zumindest nicht mehr oder weniger als jeder andere Mensch auf diesem Planeten.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Es gibt kein Missbrauch sondern nur verschiedene Aufassungen. Die Fassung vom IS ist genau so richtig oder falsch wie die der europäischen Muslime. Das zu leugnen ist Unsinn, der IS und Co bedient sich dem Koran und hat auch genau daraus seine religiöse Legitimation wenn man das mal so nennen will. Es ist eben eine andere, radikale Aufassung vom Islam, aber kein Missbrauch sondern einfach das hirnlose Befolgen des Korans.

Muslime können sich davon distanzieren das sie diese Aufassung nicht vertreten. Ansonsten
müsste mansich eher Fragen was man als normaler Mensch aktiv dagegen tun kann.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von BloodmoonY
02.12.2015, 16:40

Das sollte heißen "Muslime können dich davon distanzieren und sagen das sie so eine Aufassung (wie die vom IS) nict vertreten.

0

Es wäre evtl. nicht verkehrt, wenn sich die Muslime mal auf die Strasse begeben würden und gegen den Missbrauch ihrer Relgion durch die IS zu protestieren. Dann würden sie offen zeigen, wozu sie stehen. Das würde vielleicht  zum besseren Verständnis beitragen. So aber bleibt es dabei, dass ab und zu, Vertreter dieser Religion sagen, dass sie mit dem Tun der IS nicht einverstanden sind. Das aber reicht aus meiner Sicht nicht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ein deutliches Zeichen ist doch, dass sie vor dem IS fliehen. Es werden auch Stimmen laut, in dem sie se "Prediger" in den Moscheen ablehnen, weil diese radikal und im Sinne des IS predigen. Es gibt auch Konflikte in deren Familien, weil ihre heranwachsenden Kinder davon beeinflusst werden, obwohl die Eltern demokratisch und weltoffen leben. Einige Sprecher der Muslime haben den Mut öffentlich gegen die Manipulation anzugehen. Vielleicht haben die einfachen Leute Angst ihre Meinung laut zu sagen. Die Religion hat ja einen großen Stellenwert bei ihnen. Viele (gerade Frauen), die sich emanzipiert haben werden von den Fanatikern bedroht und diskriminiert. Wie Rechtsanwältinnen, Buchautorinnen, Polizistinnen usw.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Es gibt zum Beispiel in Deutschland den tag der offenen moscheen wo besucher eingeladen werden um so Missverständnisse auszuräumen etc. Es gibt auch aktionen zum beispiel statements von Verbänden oder in berlin fand auch eine Fahrrad tour mit imams, rabbinern und pfarrern/priestern statt wo sie zsm Fahrrad fuhren.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Engelchen1213
31.12.2015, 14:19

Dürfen an dem Tage der offenen Moschee auch Frauen teilnehmen und eine Moschee betreten? Würde sehr gerne mal mit einem geistlichen über den Islam reden, doch da ich eine Frau bin habe ich da Hemmungen, weil mir das Bild der unterdrückten Frau mit weniger Rechten im Kopf umherschwirrt, so wie es die Medien halt immer wieder zeigen und verbreiten.

0
Kommentar von furkansel
02.01.2016, 01:12

Ja, natürlich. ich glaube der tag findet immer am tag der deutschen Einheit statt. musst du mal googeln. und welche Moschee in deiner Stadt daran teilnimmt. da gehst du dann hin und da gibt es dann Führungen für Besucher, wo man selbstverständlich auch fragen stellen kann. bei der şehitlik camii in berlin zum beispiel kann man auch so an gewöhnlichen Tagen an Führungen mit Anmeldung teilnehmen.

0

Du kannst dich nicht von einem Gläubigen verlangen dass er ständig alles in Bewegung setzt um sich von Verdrückten zu distanzieren.

Jeder klar denkende Mensch sollte wissen, dass der Islam damit nichts zu tun hat. Die Muslime sind wegen diesen Verrückten den anderen Menschen auf dieser Welt keine Erklärung schuldig.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ja, deine Frage hat es in sich, und wenn ich mir die dazugehörigen Kommentare so durchlese, dann wird es mir teilweise schwindelig. Mitreden kann ich da kaum. Dennoch meine ich, dass deine Frage und die ganze Diskussion darüber ihren Sinn verfehlt. Sie verfehlt meines Erachtens deswegen ihren Sinn, weil sie eher Mauern (zwischen Moslems und Andersgläubigen) errichtet anstatt Brücken zu schlagen. Mit gegenseitigen Angriffen, Vorwürfen und Beschuldigungen, selbst wenn sie wahr sein sollten, erreichen wir nichts - eher das Gegenteil. Und Brücken schlagen erscheint mir in dieser enorm schwierigen Zeit weltweit notwendiger denn je.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Diese Frage steht in Richtung des Islam schon seit längerem im Raum. Bislang sind da ausser Papiererklärungen wenig bei rumgekommen. Was mich persönlich massiv stört, es wird nur noch von IS gesprochen. Ähnliche Untaten wie IS begehen:

  • Tablighi Dschamaat
  • Milli Görüs
  • Hizb-ut-Tahrir
  • Hisbollah
  • Hamas
  • El Schabab
  • El Kaida Maghreb
  • El Kaida Irak
  • El Kaida arabische Halbinsel
  • El Kaida Afghanistan und Pakistan
  • Deutsche Taliban Mudschahhidin
  • Ansar El-Islam
  • Abu Sajaf
  • Abu Nidal
  • Al-Aqsa-Brigade
  • Al Nusra
  • Al Takfir
  • Al Hijra
  • Babbar Khalsa
  • Gamma´a al Islamyya
  • Bocu Haram

........was dann aber auch nur ein Auszug aus einer langen Liste ist.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Schnoofy
02.12.2015, 09:48

Danke, teilweise sind die Organisationen mir zumindest namentlich bekannt, aber bei weitem nicht alle.

3
Kommentar von Agentpony
02.12.2015, 14:22

Sehe ich auch als schäbige Taktik an, abzüglich derer, denen man die Nachrichten einprügeln muss, bevor die sich überhaupt mal fürs Zeitgeschehen interessieren.

Der IS hat den islamischen Extremismus nun wirklich nicht erfunden.

2
Kommentar von GreenWorldPeace
25.12.2015, 19:53

Hamas versucht ja nur ihr Landzu verteidigen !

0

Meiner Meinung nach ist Religion gefährlich, in ein 2000 Jahre altes Buch kann man so einiges Reininterpretieren, außerdem sind die dort beschriebenen Werte wohl kaum noch Zeitgemäß und angebracht.

Wie viele Radikale Christen und Islamisten gibt es die basierend auf der "Heiligen" Schrift gräultaten verüben. 

Spiritualität und/oder ein Gottesglauben meine ich damit NICHT. Die meisten Angehörigen der großen Religionen sind unbestreitbar nicht Teil dieser weil sie sich kritisch damit auseinandergesetzt haben, sondern weil sie in diese Kultur hineingeboren wurden und von Kind auf Indoktriniert wurden.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Das ist eine schwierige Frage! Um mal eine Gegenfrage zu stellen... was konnten unsere Vorfahren, die Deutschen, denn damals tun, um Hitler und den 2. Weltkrieg zu vermeiden? Da die Muslime ähnlich wie Andersgläubige vom IS verfolgt werden, können sie wohl kaum etwas ausrichten gegen den IS. Vielmehr Aufmerksamkeit sollte man allerdings auf die Finanziers des IS richten, denn in den muslimischen Ländern muss es ja etliche (ich nenn sie mal) Sponsoren geben, die den IS finanziell unterstützen. Diese Leute sind eigentlich die Wurzel allen Übels, weil sie den Terror mit Geld unterstützen und der IS ohne sie niemals so gefährlich sein könnte.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Die Verbände leisten Aufklärungsarbeit, können aber Hasspredigern leider nicht das Wort verbieten.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Nirakeni
02.12.2015, 07:40

Ja, warum eigentlich nicht unsere Regierung?

0
Kommentar von GoimgarDE
14.12.2015, 21:29

Soso sie leisten Aufklärungsarbeit.
Würde eine Westliche Zeitung heute Karikaturen des Propheten zeigen würden morgen:
-Millionen "gemäßigte" Muslime auf der Straße stehen.
-Flaggen brennen
-Botschaften brennen/gestürmt werden
-Morddrohungen gegen die Verlagsmitarbeiter ausgesprochen werden.

Bei Zeichnern geht das mit dem "das Wort verbieten" scheinbar, wieso also dann nicht im selben Ausmaß bei dem IS?
Also wo sind die Proteste im selben Ausmaß, nach Terroranschlägen? Sind Morde im Namen eures Glaubens also weniger schlimm und Sünde als ein paar Zeichnungen?

1

Gegenfrage: Was hast du aktiv gegen Kony und Breivik gemacht?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

NICHTS! Zumindest nicht viel, denn einen Aufschrei der Muslime gibt es nicht - und von einer starken, gemeinsamen Front gegen diese Idioten hört und sieht man auch nichts. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von PTSIslam
30.12.2015, 01:42

Kurden kämpfen aktiv gegen IS

0

  Du versuchst zu vermittelt,  die Entstehung des IS  hat eine  rein religiöse Ursache  & wird  von der überwiegend Zahl der  Moslems weltweit gebilligt. 

 Du solltest berücksichtigen,  dass die Entstehung des IS  politisch ideologisch, national, ethnisch motiviert ist und nicht nur religiös!

Genauso wenig wie Du , solltest Du Christ sein z. Bsp. dem Klu-Klux-Klan sie Zugehörigkeit zum Christentum verbieten kannst, kann ein Moslem IS- Mitgliedern  den Zugehörigkeit zum Islam entziehen!

Religiöse Analphabetismus, egal in welcher Religion ob Jude, Christ, Moslem , Hindu ,  Buddhist  artet häufig in der Entladung von Gewalt aus. 

Die vielen, vielen friedlichen Religionsanhänger in Kollektivschuld zu nehmen ist unlauter und dient dazu die wirklichen Ursachen/Gründe zu verschleiern, ist ein Mittel des ideologischen Klassenkampfs, ist  eine gefährliche Vereinfachung, der naive politisch ungebildete Leute aufsitzen oder Leute gezielt einsetzen um ihre machtpolitischen Ziel durch zu setzen.

Auch  säkulare Staaten ,  oder  Staaten--- Gruppen--  die den Atheismus huldigen sind oftmals u.a. eine Ursache von Gewalt und Terror.

Die meisten Religionsanhänger sind weitgehend friedlich, ebenso wie viele Säkularisten & Atheisten.

m. frdl. Gruß ;)h

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von earnest
02.12.2015, 11:47

Deinen ersten Satz, himako, empfinde ich als Unterstellung.

Um es noch genauer zu sagen: um eine üble und ungerechtfertigte Unterstellung.

Nirgends in der Fragestellung kann ich z.B. erkennen, daß der Fragesteller auch nur suggerieren möchte, die Mehrheit der Muslime billige die Verbrechen der selbsternannten "Gotteskrieger".

4

Wieso können eigentlich die Moscheen, in denen sogenannte Hassprediger auftreten nicht geschlossen werden? Ist der Islam so unorganisiert, dass es da keine Kontrolle gibt?

Werden sie vielleicht sogar geschlossen und die Leute treffen sich woanders? Ich bin da nicht so informiert.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Die Antworten von uyduran kann und muss ich von Anfang bis Ende, unterschreiben. Da gibt es nichts mehr hinzu zu fügen. Er hat die Probleme beim Namen genannt und Lösungswege aufgezeigt. Das wird natürlich noch dauern, bis dieser ultrakonservative Knies aufgeweicht wird um Änderungen zu erreichen. Anders wird es aber nicht funktionieren. Da ist Geduld gefragt. Ich bin guter Dinge. Die Muslimen, die ich kenne, sind schon so. Natürlich hat der IS was mit dem Islam zu tun. Islamischer Staat. Der name sagt es doch schon. Allerdings hat der Koran nichts mit dem Irrsinn des IS zu tun!! Das ist der Punkt. Gerne würde ich weiterschreiben, um die einzelnen, von uyduran, aufgeführten Punkte zu unterstreichen. Wie schon geschrieben. Von Anfang bis Ende.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wieso sollen Muslime etwas dagegen tun? bzw. sich von der ISIS distanzieren? um sich von etwas zu distanzieren, muss vorhger eine gewisse nähe bestanden haben, aber die gab es zwischen Muslimen und ISIS nicht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von earnest
27.12.2015, 18:56

Die Berührungspunkte liegen in den zur Gewalt gegen "Ungläubige" aufrufenden Passagen im gemeinsam heiligen Buch, dem Koran.

0

Was möchtest Du wissen?