Was tun bei therapieresistenter Depression?

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Therapieresistent heißt ja eigentlich, daß auch Experten keinen Rat mehr wissen. Was soll ich also dazu sagen. Ich will einige Anmerkungen machen: - Warum stellt die Betroffene selbst nicht aktiv die Frage, wie es mit ihr und ihrer Depression weitergehen soll? (Sag`jetzt bitte nicht: Sie ist zu depressiv dazu.) - Hinweise zum Umgang mit einer Depression stehen u.a. auf meiner Seite http://hometown.aol.de/kjastich/homepage/hobbies.html - Elektrokrampftherapie ist eine Behandlungsmethode, die offenbar noch nicht ausgeschöpft ist. Sie hat meines Wissens weniger Risiken und Nebenwirkungen als eine langfristige Psychopharmakatherapie. - Welche Ideen bestehen hinsichtlich der Ursache der Depression bei der Betroffenen? (Z.B. Ausschluß körperlicher Ursachen, Probleme im Umfeld, in den Beziehungen, die nicht gelöst sind.) - Psychotherapie ist nicht gleich Psychotherapie, Klinik ist nicht gleich Klinik. Sie unterscheiden sich hinsichtlich angewandter Methoden, weltanschaulichem Hintergrund, fachlicher Ausrichtung, persönlicher Qualifikation....Vielleicht mal etwas ganz anderes versuchen? - M.E. kann man nach 2monatiger stationärer Therapie noch nicht von Therapieresistenz sprechen. - Sind die Medikamente in der Vergangenheit in ausreichender Dosis gegeben worden? - Hat sich die Betroffene mal eine Liste von Kontakten und Tätigkeiten gemacht, die ihr guttun, und das auch umgesetzt oder wenigstens umzusetzen versucht?

Hilfreich könnte eine Therape mit Selegilin sein. Dieser Arzneistoff gehört zur Gruppe der MAO-B Hemmer und ist in den USA schon erfolgreich zur Behandlung "therapieresistenter" Depressionen eingesetzt worden. In Deutschland (EU-Gebiet) ist Selegilin noch nicht für dieses Anwendunggebiet zugelassen worden, was wohl vornehmlich wirtschaftliche Beweggründe hat (Kosten eines Zulassungantrages > erwarteter Profit (da "Uraltmedikament")). Das Medikament müsste also gegebenenfalls offlabel verschrieben werden.

Desweiteren ist unbedingt die Schilddrüsenfunktion zu überprüfen (TSH-Normbereich: 0,2-2,5) + Werte für fT3 und FT4. Eine Schilddrüsenunterfunktion kann eine handfeste depressive Symptomatik hervorrufen. Außerdem könnte man, unabhängig davon, eine Augmentation der Antidepressiva mit T3 Hormon in Erwägung ziehen.

Bitte unbedingt mal die Schilddrüsenwerte checken lassen! Ich leide selbst seit fast 2 Jahren an einer postpartalen Depression und habe schon einiges an ADs hinter mir incl 5-monatigen Psychiatrieaufenhalt + 2er ambulanter Therapie. Dennoch gings mir nie wirklich gut. Durch Zufall bin ich auf das Thema Schilddrüse gestoßen und nach einigen Arztbesuchen bei Endokrinologen und Eigenrecherche im Internet wurde bei mir eine Unterfunktion diagnostiziert: die kann Depressionen, Angstzustände etc. hervorrufen und wird mit L-Thyroxin behandelt!

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Ich bin gerade mal achtzehn und möchte endlich diese furchtbare Krankheit loswerden. Schilddrüsenwerte, Hormonwerte und das Körperliche wurde untersucht. Heute. Und die Ergebnisse erhalte ich in 4 Wochen. Der Arzt meinte jedoch, es scheint alles gut auszusehen (hoffentlich täuscht er sich und meine Schilddrüsenwerte sind nicht gut, sodass ich Tabletten bekomme und die Depression wird dadurch aufgelöst??).

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Ich bin noch für ein paar Tage in einer Psychiatrie.

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Ich hatte vorher keine Psychotherapie und dementsprechend auch keine Depressions Diagnose.

Durch einen blöden Zufall habe ich gesehen, dass ich die Diagnose F32.2 (schwere depressive Episode ohne Psychose) habe. Man hat mit mir nie über die konkrete Diagnose geredet. Ist vielleicht auch gar nicht nötig, weil ich auf einer Depressions-Station bin und mir mal gesagt wurde, dass ich nichts anderes habe.

Soweit so gut.

Ich frage mich mittlerweile, ob sich die Diagnose im Verlauf meines Aufenthaltes hier verändert hat.

Irgendwo habe ich gelesen, dass F32.2 auch zur Folge hat, dass Betroffene immer Betreuung brauchen. Ich denke, dass ich diese Diagnose nur bekommen habe, weil ich erwähnt habe, dass ich mich eventuell umbringen wurden,sobald ich alleine bin.

Jetzt denke ich gar nicht mehr daran und mir geht es auch viel, viel besser. Auch wenn ich weiß, dass ambulant noch viel auf mich wartet.

Um zu meiner Frage zu kommen :

Mit was für einer Diagnose werde ich denn (voraussichtlich) entlassen?

Bleibt es bei der Diagnose F32.2, die schon gut behandelt wurde oder wandelt sich die Diagnose einfach in einer F32.1 also einer mittelschweren Depression?

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