Was tun bei Selbstmörder?

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Support

Liebe/r Perser1990,

Selbstmord ist keine Lösung!

Sprich bitte mit einem Menschen darüber, dem Du vertraust. Das kann ein guter Freund oder ein Verwandter sein.

Du kannst Dich zudem jederzeit an die Telefonseelsorge wenden. Dort ist rund um die Uhr jemand erreichbar und Du hast die Möglichkeit, ein anonymes und vertrauliches Gespräch zu führen. Telefon: 0800/1110111 oder 0800/1110222 (gebührenfrei aus dem deutschen Fest- und Mobilfunknetz).

Herzliche Grüße

Eva vom gutefrage.net-Support

6 Antworten

"[...] ich kann nichts mehr tun dagegen."

Das ist der falsche Ansatz, denn doch - du kannst. 

Suizidgedanken zu ertragen ist schwer, dabei sind sie aber in erster Linie das Resultat der aktuellen Umstände. Es gibt Auslöser für diese Suizidgedanken und im Endeffekt muss genau an diesen angesetzt werden, um langfristig etwas etwas zu verändern. Womöglich hast du eine Vorstellung davon, was dich so belastet und genau an diesen Stellen musst du ran. Das jedoch geht nicht von jetzt auf gleich - dessen bin ich mir bewusst. Welche Optionen es gibt, darauf komme ich noch zurück.

Nun erst einmal zu deinen Suizidgedanken. Du hast sie schon eine Zeit lang ertragen und auch jetzt sitzt du noch an deinem PC oder Smartphone und schreibst diese Frage. Das zeigt, dass du dich "über Wasser hältst" und auch den Willen hast, gegen den Impuls dieser Gedanken zu arbeiten - das sind wirklich gute Voraussetzungen.

Mein Rat wäre, dass du dir bewusst machst, was dich eigentlich dazu treibt, noch hier zu sitzen und auch wenn der erste Gedanke ist "Es gibt keine Gründe, ich weiß es nicht." - nein, es gibt Gründe, diese gibt es immer.

Von der Familie und den Freunden, an denen man hängt über Ziele und Wünsche, die man hat bis hin zu den kleinen Freuden des Lebens, wie eine Serie von der noch eine neue Staffel erscheint oder der Musiker, der bald ein Album veröffentlicht, auf das man sich freut.

Es gibt viele Gründe und derer ist man sich manchmal nicht auf Anhieb bewusst aber das lässt sich ändern. Meine Empfehlung, so komisch sie im ersten Moment klingt, ist ein Notizbuch. Natürlich kannst du auch einen Block nehmen oder was auch immer dir in die Hände fällt - Hauptsache ist, dass du es nicht verlierst und bei dir tragen kannst. In dieses Notizbuch beginnst du nach und nach einzutragen, was dich am Leben hält. Von den großen Dingen, bis hin zu den Kleinigkeiten. Einfach alles - alles was dir Freude macht, worauf du dich freust, was du erreichen möchtest, was du liebst et cetera.

Diese Liste führst du immer weiter. Immer wenn dir etwas neues einfällt, trägst du es ein und nehme dir auch ab und an ruhig Zeit und lese sie. Erweitern und lesen - fast wie ein kleines Ritual wenn man möchte.

Auf diesem Wege, wenn du das konsequent auch führst, machst du dir zum einen bewusst, was dir das Leben zu bieten hast und was dich am Leben hält. Weiterhin, schon fast beiläufig, lernst du wieder einen Blick für diese schönen Details zu bekommen. Gerade wenn man in einer schweren Zeit gefangen ist, eventuell sogar gekoppelt an einer Depression, verliert man diesen Blick schnell und fühlt sich übermannt von negativen Einflüssen. Dem wirkst du so entgegen.

Damit ist es allerdings nicht getan.

Wie eingangs erwähnt ist es wichtig, sich an die Ursachen zu setzen und das kann schnell überfordernd für einen selbst sein. Das ist keine Schande und keine Schwäche, wenn man dieses Gefühl hat - die menschliche Psyche kann nicht unbegrenzt viel aushalten und gerät irgendwann an ihre Grenzen. Das ist normal. Wichtig ist da, sich die entsprechende Unterstützung zu suchen - fachkundige Unterstützung, die mit dir zusammen arbeitet. 

Für eine Beratung stehen die diese beiden Ansprechpartner stets zu Seite:

Telefonseelsorge: http://www.telefonseelsorge.de/

Nummer gegen Kummer: 116 111

Gerade erstere bietet dir neben der telefonischen Beratung, auch eine via Mail und im Chat. Du kannst also selbst wählen. Beide Stellen sind anonym und du kannst dich dort kostenfrei melden. Selbst wenn dir das jetzt noch suspekt erscheint, speichere dir diese Nummern nach dem Motto "Was man hat, hat man." einfach mal ein - es soll nicht dein Schaden sein. Beide Beratungsstellen bieten eine wirklich tolle Hilfe und diese im Notfall zu nutzen, ist womöglich das Beste, was dir passieren kann. Sie sind dafür da, nutze es ruhig.

Langfristig wird wohl auch das Wort Therapie mal eine Rolle spielen. Ich weiß nicht wie eingehend du dich mit dem Thema beschäftigt hast aber nehme dir doch mal eine ruhige Minute und versuche so unvoreingenommen wie möglich, dieses FAQ zu lesen. Es bietet einen guten Überblick über die klassischen W-Fragen zum Thema Therapie:

https://www.ptk-bayern.de/ptk/web.nsf/gfx/D4B39DD1F62D6450C125770D002B3D83/$file/FAQ-Psychotherapie.pdf (dies ist ein PDF Dokument, sollte sich ein automatischer Download starten, ist dies nur dieses Dokument. Keine Sorge.)

Therapie - das wirkt immer wie ein Schreckgespenst auf viele und stößt schnell auf Ablehnung aber es ist ein Weg, eine Option, die man im Zweifel nicht ungenutzt lassen sollte. Tausende gehen jährlich zur Psychotherapie und sie erfahren dort die nötige Unterstützung, um sich selbst helfen zu können. Wenn du Fragen dazu hast, kannst du dich jederzeit bei mir melden via Freundschaftsanfrage.

Die Kombination aus kurzfristiger Selbsthilfe und Beratung und langfristigen Therapieplänen können dir helfen, wieder an Lebensqualität zu gewinnen und deine Suizidgedanken zu überwinden. Versuche es. Du hast dabei nichts zu verlieren.

Ich wünsche dir alles Gute auf deinem weiteren Weg.

Liebe Grüße.

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Hi. Eigentlich kann ich mich den anderen nur anschließen: Psychiatrische Hilfe ist da unumgänglich. Allerdings weiß ich auch, dass damit immer lange Wartezeiten verbunden sind. Wenn du dir selbst in erster Line schon einmal helfen willst, such dir jemanden, mit dem du drüber reden kannst und der nicht unbedingt zu deinem engeren Umfeld bzw Familie gehört (Lehrer, Arbeitskollegen, Vorgesetze, Barkeeper (was weiß ich) etc). Jemanden der nüchtern und objektiver auf die Sache schauen und sie beurteilen kann. Und besonders wichtig, such dir etwas wofür "es sich lohnt zu leben". Das hört sich vielleicht blöd an, aber es gibt sicherlich auch bei dir jemanden, den du nicht alleine lassen willst oder ein Ziel, das du unbedingt erreichen willst. Ich weiß nicht, warum du diese Gedanken hast und was dir schon alles passiert ist, aber lass die Gedanken nicht stärker werden. Such dir wirklich etwas woran du dich festhalten kannst. Jared Padalecki (Schauspieler) hat mal gesagt "Always keep fighting". Hat mir zum Beispiel sehr geholfen.

Also: Du schaffst das, kleiner Kämpfer. ;) Ich glaub an dich! :)

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Ich würde dir empfehlen eine Psychatrie aufzusuchen bevor sich die Gedanken weiter manifestieren.

Als Pfleger kann ich dir sagen, dass es viele Menschen gibt die solche Gedanken haben und dass man ihnen auch helfen kann, damit umzugehen.

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ich will dir wenigstens für heute etwas helfen :)

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Kommentar von sukuum
15.01.2017, 18:44

oder das gefällt mir auch sehr gut

https://www.youtube.com/watch?v=EptSSXNHIfg

befasse dich mit wissen. sprache oder naturwissenschaft. lerne.

ich gebe dir mein kleines forschungs ergebnis als ansatz zu lernen

das wort der schindel codiert "shine angel"

ich erkläre ich habe das d zu einem g verdreht

schingel erhalten und das c weg gelassen

shingel dann shin(e) (an)gel gesehn. nur durch zufall drauf gekommen.

dann kann man weiter machen angel eine tür angel die die türe festhält und beweglich macht.

und der beweiss das das mit der verdrehung von d zu g stimmt liegt im jiddischen: dort heist schindel= shinggal

ich hoffe es macht dir freude

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Such Dir Hilfe beim Psychiater oder einer psychiatrischen Notfallambulanz.

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zum Psychologen gehen.

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