Was tun bei Schimmel in Schlafzimmer (Mietwohnung)?

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14 Antworten

Es wäre schön gewesen, wenn Deine Frage nicht nur aus 7 Wörter bestehen würde. Dann könnte man Dir nämlich auch einen sinnvollen Rat erteilen.

Wo tritt der Schimmel genau auf? Wie hoch sind die Raumtemperaturen? Wie hoch ist die Raumfeuchte, bzw. wie sieht das Lüftungsverhalten aus?

Ohne zu wissen, wer Schuld an dem Schimmel trägt, kann hier keine Aussage getroffen werden.

Letztendlich solltest Du allerdings den Vermieter schriftlich davon in Kenntnis setzen.

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Die Ursache ist eine dauerhaft erhöhte Oberflächenfeuchte. Sehr oft bildet sich die Feuchte aus der Raumluftfeuchtigkeit vor einer zu kalten Wandoberfläche. Ab einer dauerhaften rel. Luftfeuchte von 70% vor einer Oberfläche bildet sich Schimmel. Zur Hebung der inneren Wandoberflächentemperatur ist das Schlafzimmer gleichmäßig durchzuheizen (ggf. auf geringem Niveau), da jede Temperaturabsenkung zu einem stärkeren Auskühlen der Wand und damit der inneren Oberfläche führt und die Tür zu wärmeren Räumen auch stets geschlossen halten, ansonsten entlädt die warme Luft des wärmeren Zimmers ihre mitgeführte Wohnraumfeuchte an der kalten Wandoberfläche des kühleren Zimmers.

Bei gummidichten Fenstern ist es sinnvoll, etwas Dichtung oben am Fensterflügel zu entnehmen und mit einer Kerzenflamme auf Zugluft zu kontrollieren. Nachts entsteht Feuchtigkeit durch die schlafenden Personen, die sich im Zimmer "staut" und erst mit der morgendlichen Stoßlüftung abgeführt wird. Da der gestiegene Feuchtewert der Raumluft jedoch schon in sorptiven Möbeln und Wänden durch Feuchteausgleich zu einer höheren Feuchte geführt hat, wird diese Feuchte mit der Stoßlüftung nicht sofort entfernt und sorgt später wieder für ein Ansteigen der Raumluftfeuchte. Die Stoßlüftung ist gegenüber der altbewährten gleichmäßigen Fensterfugenlüftung immer die schlechtere Art der Lüftung, weil sie zu einer Erhöhung der durchschnittlichen Raumluftfeuchte mit der Erhöhung der Schimmelgefahr führt. Sie ist aber bei luftdichten Fenstern mehrmals täglich notwendig.

Die Luftdichtigkeit von Wohnräumen rührt auch von der zwingend erforderlichen Luftdichtigkeit der dämmstoffgefüllten Leichtbauwände der Fertighausindustrie her. Der BlowerDoor Test war ursprünglich auch lediglich die Qualitätskontrolle dieser Häuser, dass keine Raumluft durch die dämmstoffgefüllten Außenwände strömt und dort Kondensat hinterlassen kann. Zum erfolgreichen Test gehörte natürlich, dass die Fenster luftdicht waren. Später entdeckte die Fensterindustrie diese Luftdichtigkeit als werbewirksames Mittel zur Umsatzsteigerung. Eine geringe, zugluftfreie Luftwechselrate am Fenster ist jedoch notwendig für geringe Raumluftfeuchten, Schadstoff- und CO²-Konzentrationen.

Da die Luftdichtigkeit zu einer durchschnittlichen Erhöhung der Raumluftfeuchte führt und damit im Altbau auch die Wände stärker befeuchtet werden, sinkt hier der Dämmwert der Wände ab, was sich  heizkostensteigernd auswirkt. Der Beweis, dass die Fensterfugenlüftung mit den geringeren Raumluftfeuchten und den damit verbundenen besseren Dämmwerte der sorptiven Bausubstanz, zu höheren Heizkosten führt, ist bis heute nicht erbracht worden. Den Zusammenhang zwischen der Wandfeuchte und dem Dämmwert hat J.S. Cammerer vor Jahrzehnten am Ziegelmauerwerk schon untersucht. Der Dämmwert einer 4% feuchten Wand (Feuchte nicht fühlbar) kann durch Trocknung verdoppelt werden. Bei Schimmelbildung an der Wand können Wandfeuchten von 18% vorliegen. Hier kann der Dämmwert durch Trocknung verzehnfacht werden.

Mit einem hohen Anteil an Wärmestrahlung durch die Heizanlage im Raum würden sich die Oberflächentemperaturen im Raum stark angleichen, so dass eine Luftauskühlung vor kalter Wandoberfläche, die immer mit der Steigerung der rel. Luftfeuchte einher geht, vermieden wird. Da aber heute oft mit einem hohen Warmluftanteil geheizt wird und diese Warmluft die Oberfläche der Außenwände erwärmen muss, wobei sich die Luft abkühlt und die Luftfeuchte ansteigt, ist die Gefahr der Schimmelbildung stark angestiegen. Der Mieter muss dem entgegen wirken, indem er verstärkt Lüften muss, um die allgemeine Raumluftfeuchte zu senken, so dass der Luftfeuchteanstieg vor der kalten Wandoberfläche nicht allzu stark ausfällt.

Ursächlich für die Schimmelbildung ist also oftmals die kalte Wandoberfläche durch eine ungenügende Wärmeverteilung der Heizanlage im Raum. Der Mieter muss diesen baulichen Mangel durch vermehrtes Lüften auf seine (Heiz-)ausgleichen, um die Gefahr der Schimmelbildung zu verringern.

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Bei Schimmel in Schlafzimmern liegt in der Regel ein fehlerhaftes Heiz- und Lüftungsverhalten vor. Im Winter muss ein Schlafzimmer leicht geheizt werden, morgens und abends muss bei weit geöffnetem Fenster kurz gelüftet werden. Keine Kipplüftung! Die Kipplüftung fördert Schimmel in Zimmerecken und Fensterlaibungen. Damit immer richtig gelüftet werden kann, sollten auf der Fensterbank keine Deko oder Blumen stehen. Pflanzen erhöhen ihrerseits wieder die Luftfeuchtigkeit. Schlafzimmertüre geschlossen halten,damit keine feuchte aus Bad oder Küche eindringen kann.

Was Sie jetzt als erstes machen müssen: Den Vermieter informieren!

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Heizt und lüftet ihr richtig? Habt ihr den Schimmelbefall nur im Schlafzimmer? Ich hatte auch Mieter, die sich über Schimmelbefall aufgeregt haben - und natürlich behaupteten sie , richtig zu lüften. Mittlerweile sind sie ausgezogen - und mit ihnen der Schimmel. Natülich ist es für den Vermieter leicht zu sagen, dass der Mieter falsch lüftet. Genauso einfach ist es für den Mieter, zu behaupten, dass Baumängel vorliegen. (Schimmelbefall wird auch ein ewiges Streitthema bleiben)

Deswegen ist Ursachenforschung angesagt. Sowohl bei euch, als auch beim Vermieter. Den müsst ihr natürlich informieren. Handelt es sich tatsächlich um Baumängel bzw. um einen Mangel den der Vermieter verschuldet hat, muss der ihn natürlich beseitigen. Entsteht der Schimmel jedoch durch euer Verschulden, seid ihr am Zug. Nichtsdestotrotz muss auch der Vermieter erstmal tätig werden.


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Kommentar von Padri
04.12.2015, 10:36

Bei Schimmelbefall in Schlafzimmern sind in den seltensten Fällen Baumängel daran schuld.

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Erstmal natürlich den Schimmel entfernen. Je nachdem wie viel es ist professionell machen lassen. Dann auf jeden Fall prüfen, wo er her kommt. Feuchte Wände? Kalte Außenwände? Vielleicht hilft richtiges (!!) Lüften und ein Luftentfeuchter

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Hallo,

kleinere Schimmelflecken können mit Alkohol oder speziellen Chemikalien entfernt werden. Die benutzen Tücher sollten in einer extra Tüte im Müll entsorgt werden. Die Beseitigung eines größeren Schimmelbefalls muss dem Fachmann überlassen werden.

www.immobilien-einblick.de/schimmel

 

Gruß

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Heiz- und Lüftungsverhalten überprüfen und natürlich den Vermieter informieren.

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zuerstmal den schimmel entfernen und dann versuchen herauszufinden woher der schimmel kommt. wenn der schimmel durch baumängel etc. hervorgerufen wird, vermieter kontaktieren.

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Kommentar von ZuumZuum
01.12.2015, 12:35

Die Reihenfolge ist eigentlich verkehrt, erst sollte man mal versuchen herauszubekommen wo der Schimmel herkommt was nicht mehr so einfach möglich ist wenn man ihn vorher entfernt hat.

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..einfach entfernen und ggf. auch die Ursache abstellen. Viel Glück.

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Behandeln, bzw. die Ursache heraus finden!

du solltest noch etwas mehr dazu schreiben!

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Als erstes die Ursache suchen.

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Wir hatten das auch mit dem Schimmel. Sag es dem vermieter und wenn er nicht dagegen machen will kann man sogar die Miete vermindern hab ic halles schon durch.
Wir haben es erst versucht ein wenig sauber zu machen und dann so ein zeug drüber (kp wie es heißt :D) joar hat nicht viel gebracht. Rede mal mit dem Vermieter lg :)

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Kommentar von ChristianLE
01.12.2015, 12:27

Sag es dem vermieter und wenn er nicht dagegen machen will kann man sogar die Miete vermindern hab ic halles schon durch.

Das setzt natürlich voraus, dass der Vermieter schuld an dem Schimmel trägt.

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Vermieter anrufen

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