Was tun bei Schadstoffbelastung im Gartenboden?

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7 Antworten

Ja, könnte man, das sollten aber Fachleute tun. Die Cadmium-Aufnahme in Pflanzen geschieht über die Eisen, Zink nd Calcium-Resorption, die kannst Du also unter Umständen dadurch minimieren, daß Du diese Elemente in ausreichender Menge düngst bzw den Boden-pH immer richtig einstellst. Du solltest zur Kontrolle auch gern nochmal eine Pflanzenprobe zur LUFA schicken!

Blei wird nur wenig aufgenommen, kann aber im Wasser Probleme bereiten (je nach Verbindung).

Je nachdem, was Du mit dem Boden vorhast (Gras oder Gemüse) und je nach Fläche kann es sich lohnen, den Boden auszutauschen (zB bei Kleinkindern!), oder halt einfach zu "versiegeln" - das ist dann zwar nicht schön, aber wenigstens bezahlbar. Hast Du keinen Verursacher, den Du irgendwie ranziehen kannst?

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Kommentar von anonimosa
19.06.2011, 16:26

Hallo, Du schon wieder mit einer guten Antwort! Wer das verursacht hat, weiß ich nicht, unser Grundstück liegt im Ortskern, war früher mal ne Glaserei.

Zink ist im Boden lt. Bericht im Optimum vorhanden (125 mg/kg Boden), über Calcium weiß ich nichts.

Wenn ich Dich richtig verstehe, wird der Cadmium-Gehalt wohl auch Grund dafür sein, dass meine Pflanzen Eisenmangel zeigen, ich habe schon eine Menge Eisendünger gegeben, scheint aber noch nicht zu reichen. Was nehme ich denn da am besten, bisher hatte ich einen Blattdünger - mit dem komme ich aber ohnehin nicht an die großen Bäume ran, betrifft auch Calcium (Kann ich bei den beiden Stoffen auch zuviel geben?)

Der pH-Wert war bislang immer neutral - sollte das so bleiben, sollte ich was ändern? Wenn ja, wie?

Der Garten ist in erster Linie ein Ziergarten, ich habe aber einige Sträucher mit Beeren und Apfelbäumchen und bin nun betrübt, dass meine ungespritzten Früchte uns wohl auch mit Schwermetallen versorgen. Ich werde was davon an LUFA schicken (ist hoffentlich nicht so arg teuer...)

Wäre Dir wirklich sehr dankbar für eine weitere Antwort.

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Ich habe unseren Gartenboden auf Schadstoffe untersuchen lassen (Sammelprobe), dabei sind überdurchschnittliche Werte bei Cadmium (1,13 mg/kg Boden) und Blei (53,1 mg/kg Boden) festgestellt worden. Was genau sagt mir das nun?

Die Frage hättest Du Dir vor der Veranlassung der Analyse stellen sollen. Mein Tipp: Bezahle jemanden dafür, daß er Dir das Analyseergebnis erläutert. Oder erwartest Du hier kostenlosen Rat, wie man mit zwei Analysewerten umgehen soll?

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Kommentar von Immchen
20.06.2011, 14:33

Nein, natürlich nicht. Auf GF erwarte ich für jede teuer bezahlen zu müssen. Wie bist Du denn drauf?

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Ich kenn die Grenzwerte nicht, aber zumindest für Blei hört sich das recht viel an. Sanieren kann man wahrscheinlich nur, indem man viel Boden abträgt. Aber auch danach hast du erst Sicherheit, wenn du eine neue Analyse machen lässt.

Ich würde vorschlagen, entweder ganz auf Früchte und Gemüse aus dem Garten zu verzichten, oder etwa einen halben oder ganzen Meter flächendeckend abtragen und mit neuer Erde auffüllen. Lass dich doch vom Analytiklabor beraten, was sinnvoll ist.

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Kommentar von pecudis
19.06.2011, 15:49

Die gemessenen Werte liegen ungefähr an der Grenze zwischen Boden und Klärschlamm - das ist also nicht wirklich "wenig" ....

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Frag mal im Fachhandel nach vielleicht gibt es Düngemittel die Schadestoffe minimieren können.

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Kommentar von alchemist2
19.06.2011, 16:14

Man kann Schwermetalle im Boden nicht einfach minimieren. Sie sind da und werden je nach Löslichkeit, pH-Wert und Bodenbeschaffenheit langsam durch Regen- und Grundwasser gelöst und gelangen in die Pflanzen.

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Wende Dich an das Amt für Umwelt, Die geben Dir proffessionelle Auskunft! G.Elizza

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ich würde heraus finden,ob jemand dafür belangt werden kann,weil in kaufverträgen bz. bauland,IMMER die schadstoffbelastung ausgeschlossen wird---wende dich an den verkäufer.wie siehts denn mit einem eigenen brunnen auf dem gelände aus?!

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Mich würde die Bodenbeschaffenheit interessieren: je nach der Art des Bodens gibt es auch günstige Mög lichkeiten der Dekontamination, ohne alles abtragen zu müssen.

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Kommentar von anonimosa
19.06.2011, 16:28

Wie soll ich denn die Bodenbeschaffenheit erklären? Ich finde es ist ganz normale Erde :)

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Kommentar von cg1967
20.06.2011, 19:07

Das ist einer der Faktoren, welche man für eine Beurteilung der Belastung kennen muß.

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