Was tun bei "psychosomatischen Beschwerden"?

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9 Antworten

Du hast bereits viele Antworten bekommen. Entspannungstrainings und auch Gespräche mit einem Psychologen könnten Dir helfen, entspannter und gelassener zu werden. Will man nicht zu Psychologen (es gibt auch weniger gute), so gibt es heute in fast allen Volkshochschulen ausgebildete Entspannungstrainer, die gute Kurse machen. Melde Dich dort an. Dabei werden auch Mappen vergeben, auf denen man alles nachlesen kann und zu Hause weitermachen. Dein Problem kann auch von einer nervlich bedingten Verdauungsstörung kommen, dem sogenannten Reizdarm. Darüber solltest Du Dich mal informieren. Die Beschwerden reichen von Blähungen mit Stechen bis in den Brustbereich und Atemprobleme bis hin zu Durchfall in Stresssituationen.

Ich scheue eigentlich den direkten Weg zu einem Psychologen. Vielen Dank für den Tipp mit dem Reizdarm, daran hab ich gar nicht gedacht. Ich bin immer beim Brustbereich stehen geblieben und hab überlegt, was dort sein könnte. Ich werd mich mal dazu belesen. Außerdem werd ich mal bei unserer VHS nach diesen Entspannungstrainern schauen, ob es das gibt. Denn wenn damit der Weg zum Psychologen erstmal ausgesetzt wird, ist das ein Anfang.

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@pfefferminzwind

Reizdarm kann sehr unterschiedliche Beschwerden hervorrufen, wie schon gesagt. Man sollte sich mal nach dem Essen beobachten, bzw. darauf achten was man gegessen hat. Ist der Bauch nicht selten aufgebläht, auch in Verbindung mit Stresssituationen, Veränderungen oder sticht es hier und da, kann ein Reizdarm vorliegen. Blähungen können das Zwerchfell hochdrücken, Rippenstiche verursachen, sowie auch Atemprobleme nach meist üppigem Essen.

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Ganzheitlich, Lebensstil ändern,Yoga, alles richtig, langwierig. Alles oben gesagte ist richtig. Man muss aber die Zusammenhänge verstehen um schneller etwas zu erreichen.

Eine psychische Verspannung ruft sofor ein physische Verspannung (Muskeln verspannen sich)hervor, die die Schmerzen macht. Ein Warnzeichen des Organismus. Dadurch wird das gleiche psychische Ereignis stärker wargenommen und das verstärkt die Muskelverspannung. Dadurch wirkt das gleiche physische Ereignis noch stärker. Dieser Teufelskreis baut sich auf bis zur Depression. Nun muss man den Vorgang umkehren, d.h. die Verspannung lösen. Hier sollte sofort kein Orthopäde sondern ein Chiroprakiker/Manualtherapeut aufgesucht werden,weil der die in der Zwischenzeit in der Wirbelsäule aufgetretenen Probleme erkennt und mindestens teilweise lindert. Dann sind die Schmerzen sofort weg. Kommen aber wieder . Nur eine aufrechte Wirbelsäule kennt keinen Schmerz. Deshal macht die scheinbar bequeme Sitzhalung auf den Sofa die Schmerzen.Durch die Verspannungen - die die Schmerzen verursachen - ist aber die Gegenmuskulatur atrophiert (geschwächt) und die muss wieder aufgebaut werden, um die Wirbelsäule aufrecht zu erhalten. Das geht aber nur mit eisernen Training unter Anleitung eines sehr guten Physiotherapeuten. Rolfing wäre auch ein Weg. Ich habe das ausführlich auf http://home.arcor.de/drsmit/Artikel/Biokybernetik23.htm und den Folgeseiten ....../biokybernetk24.htm bis 26 dargestellt. Übungen dazu auf Seite ......26.htm Einen anderen Weg gibt es nicht. Ich hatte gerade eine Patienten bei der die Behandlungen immer wieder erfolglos waren. Als Sie dann ein seelisches Problem - was sie Dritten gegenüber immer wieder verborgn hatte, offenbarte waren sofort ein Großteil der Beschwerden weg. Es gibt aber weitere Geheimnisse, die ans Licht wollen damit die Behandlungen wirken.

Es könnte also alles eine Frage der Wirbelsäule sein? Hm... Ich danke Dir für die Schilderung der Zusammenhänge, wie die psychischen Verspannungen direkt in physische umschlagen.

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schau mal unter symptome.ch

Du solltest noch einen weiteren Aspekt bedenken. Auch ich hatte über viele Jahre verschiedene körperliche Probleme (auch Atemprobleme), die mit Psychosomatik erklärt wurden, später hatte ich dann auch die Diagnose ADS. Mittlerweile wurde aber eine Schilddrüsenfehlfunktion diagnostiziert und seit deren Behandlung habe ich so gut wie keine Beschwerden mehr. Ich empfehle Dir, Deine Schilddrüsen untersuchen zu lassen, sofern nicht bereits geschehen, weitere Symptome siehe schilddruesenguide.de/sdkrankheitssymptome.html, Funktionsstörungen sind häufig Ursache für Depressionen und das wird leider auch sehr häufig von Psychiatern und Psychologen außer Acht gelassen, auch viele Allgemeinmediziner kennen die Symptome nicht. Die Untersuchung muß durch einen Facharzt ausgeführt werden (Endokrinologe, Nuklearmediziner mit Schwerpunkt Schilddrüse) und schildere unbedingt alle Deine Symptome - auch wenn die Werte noch im Normbereich sind, können Schilddrüsenmedikamente ausprobiert werden, wenn die Symptomatik auf eine beginnende Erkrankung hinweist. Der TSH-Wert alleine reicht nicht aus! Hier ist ein Forum für Schilddrüsenerkrankte, man bekommt viele Fragen beantwortet und kann auch seine Werte einstellen und beurteilen lassen - das empfehle ich insbesondere dann, wenn bei der Untersuchung "alles in Ordnung" herauskommen sollte: ht-mb.de/forum/ Und hier kannst Du vielleicht einen guten Arzt finden: top-docs.de. Es könnte KPU dahinterstecken(siehe kpu-berlin.de), auch Nährstoffmängel kommen in Betracht (siehe z.B. schilddruesenguide.de/sdNEMs.html.

Alles Gute!

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