Was tun bei menschenverachtenden Äußerungen und Flüchtlingshetze?

14 Antworten

Sind solche Aussagen strafbar und kann ich ihnen Anzeige androhen?

Aussagen, wie "...ankommende Flüchtlinge direkt erschießen...", KÖNNEN strafrechtlich relevant sein. Grundsätzlich kannst du hier Anzeige erstatten.

Eine "Anzeige androhen" ist hingegen irgendwie sinnlos. Entweder machst du es. Oder du lässt es. "Drohen" bringt hingegen gar nix.

Ich habe das starke Gefühl mit diesen Menschen kann man sich nicht wirklich auf eine Diskussion einlassen, da sie nur hören, was sie hören wollen.

... eine Eigenart der Menschen. Oder bist du davor gefeit? 

Versuchst du wenigstens, dich objektiv zu verhalten? Oder hast du nicht auch eine Meinung, die bereits festgelegt ist, ganz egal, was passiert und/oder gesagt wird?

Habt ihr andere Ideen, wie man sich dazu äußern könnte bzw. wie ich agieren sollte.

Höre genauer zu. Informiere dich über Tatsachen. Bilde dir deine eigene Meinung.

"Un- & Halbwahrheiten" werden in beiden Lagern verbreitet.

Beispielhaft sei der "Pirincci-Aufreger" genannt. (Also der Typ, der "KZ" sagte.) Mittlerweile mussten ZDF, NDR, SPIEGEL ONLINE und diverse andere Zeitungen und Fernsehsender Unterlassungserklärungen abgeben und Widerrufe veröffentlichen, weil sie in ihrer "Berichterstattung" VORSÄTZLICH GELOGEN hatten. 

Nun könnte ich fragen: Wusstest du das auch? Hat auch das Einfluss auf deine Meinung genommen? Oder ist dir nur die verlogene Hetze bekannt, die die Medien selbst erfunden und dann verbreitet haben?

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Heute kamen wieder Aussagen wie "..wenn man mal was sagt, ist man gleich ein Nazi.."

Bleiben wir mal auf dem Boden der Tatsachen:

Als Pegida noch ein ziemlich überschaubares Trüppchen war, hatte die "große Politik" eine gute Chance, sich mit ihnen demokratisch auseinanderzusetzen: 

Solange die Meinungsfreiheit gilt - und hier ist EINZIG das Strafgesetzbuch und nicht die persönliche Meinung Dritter maßgeblich -, gehört in einer Demokratie jede Meinung auf den Tisch; ganz egal, wie wenig sie dir, mir oder irgendwem sonst passen mag. DAS ist eines der wenigen Merkmale, das unsere "Parteien-Diktatur" noch von "normalen Diktaturen" trennt. 

Doch was tat man stattdessen? "Mit solchen Leuten redet man nicht!", "Sowas muss man hartnäckig ignorieren!" und "Wie? Du willst mit 'denen' reden? Bist du ein Nazi, oder was?!" Auf letztgenannte Weise wurde Gabriel angegangen, als er ankündigte, sich ausnahmsweise mal demokratisch verhalten und sich mit Abgesandten der Pegida zu Gesprächen treffen zu wollen.

...

Und wie steht es heute? Die Berichterstattung ist voll von Behauptungen der "Volksverhetzung", des "Hasspredigens", Theorien, es würde sich "hauptsächlich um Ultra-Rechte" handeln, die "vorrangig sowieso NPD wählen oder mit ihr sympathisieren".

Dummerweise stimmt das auch. Allerdings nur zu 4%, wie Studien ergaben. Die restlichen 96% sind so sehr "bürgerliche Mitte", wie es nur irgend geht; jeder 9. von ihnen wählt sogar normalerweise CDU. Sie haben (zumeist) gut bezahlte Jobs; sie sind (zumeist) gut und sehr gut gebildet. 

Und diese Leute sind irritiert. Denn sie ordnen sich selbst keineswegs den "(Neo)-Nazis" zu. 

...

Woher kommt es also? 

Und hier habe ich nur eine einzige Frage: Pegida feierte ja bekanntlich vor einigen Wochen seinen "1. Geburtstag". Das ist EIN GANZES JAHR, in denen die Leute von der "hohen Politik" ignoriert, beschimpft und verleumdet wurden. ... Auch strafrechtlich relevante Lügen wurden verbreitet. Auch in den "seriösesten Medien", wie ZDF, NDR oder SPIEGEL.

... Kannst du dir also vorstellen, dass die Leute nur aussprechen, was längst Wahrheit geworden ist?

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Die eigentliche Tragödie ist, dass man einander nicht zuhört. Dass man vorverurteilt. Dass man sich die Ohren zuhält. Dass man sich benutzen lässt. 

... Und damit meine ich nicht nur die "Pegida-Demonstranten" und den "Pegida-Stammtisch", sondern auch - und, da es in ihrer Kernverantwortung liegt, ganz besonders - "den Rest der bürgerlichen Mitte".

Es gibt kein "Absolut richtig hier! --- & --- Absolut falsch da!" 

Sie alle haben gute und schlechte; richtige und falsche Argumente. Sie alle benutzen die Demagogie und - wenn man den Parteien- und Medien-Auftrag mal für eine Sekunde ernst nimmt - auch die Volksverhetzung, um Meinungen gegeneinander aufzuwiegeln.

Und es wäre Aufgabe der Vernunft, die Argumente zu finden und zu sammeln. Die guten von den schlechten zu trennen; die "aufgeheizte" Stimmung zu berücksichtigen... und vor allem NACH DEN URSACHEN ZU SUCHEN; und sich nicht an Symptomen aufzuhalten.

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Lass es mich in einer Frage auf den Punkt bringen:

Wenn die Integration schon bei "unterschiedlichen Meinungen" scheitert und versagt; wie kann man dann noch hoffen, dass sie bei "unterschiedlichen Kulturen" gelingen könne?

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Respekt........

Eine der besten, sachlichsten Aussagen die ich hier in letzter Zeit zu diesem Thema gelesen habe.

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Wie einige User vor mir bemerkt haben, sind derartige Aussagen strafbar. Meiner Meinung nach ist wichtiger als die Bestrafung die eigentliche Diskussion mit diesen Bildungsflüchtlingen (manche nennen sie Nazis oder Rassisten, sie selbst nennen sich Wutbürger oder besorgte Bürger), denn allein diese hat eine reelle Chance, ihnen zu zeigen, warum genau ihre sog. "Meinung" strafbar ist.

Eine Diskussion, zumindest ist das so in meiner Erfahrung, ist außerhalb des Internets tatsächlich schwieriger. Wenn ich mit Rassisten oder Fast-Rassisten (latenten Rassisten) spreche und mich mit ihnen über die Flüchtlinge und Ausländer im Generellen unterhalte, merke ich sehr schnell, dass sie weit weniger aggressiv klingen, als bspw. beim Mitbrüllen von Parolen. Oftmals ist durchaus eine ängstliche Zurückhaltung zu erkennen, denn - so denke ich - sie befürchten, dass ihre Äußerungen den Rahmen sprengen und das sie es übertrieben haben. Folglich relativieren sie gerne ihre Aussagen, wobei der Kern - also der rassistische Grundton - kleinlaut beibehalten wird. An einem "Stammtisch" eine Diskussion anzuregen kann allerdings schwer werden, bspw. bist du im Fitnessstudio vielleicht einer der wenigen, die nicht rassistisch denken und so wärst du in einer Diskussion schlicht quantitativ unterlegen (vermutlich wird es aber nicht zu einer Diskussion kommen, sondern eher zu Provokation).

Dies hat unweigerlich zu Folge, dass man selbst die Diskussion führt. Was es meiner Meinung nach schwierig macht zu diskutieren, denn man kann nicht wirklich auf die Argumente der "besorgten Bürger" eingehen, wenn sie diese nicht einmal mehr äußern bzw. sich nicht trauen dies zu tun. Gemäß meinen Erfahrungen kann man ab dieser Stelle nicht besonders viel tun, außer evtl. das Gegenüber aufzufordern noch einmal über die eigene Einstellung nachzudenken, vllt. ist es auch sinnvoll selber Fragen zu stellen, auf deren Antworten man eingehen kann. Wichtig ist und bleibt anzuerkennen, dass selbst der niederträchtigste Rassist immer noch Mensch ist und dass man ihn nach Möglichkeit freundlich und mit Verständnis behandelt. Rassist werden viele eher aus Angst und aus div. Bildungslücken heraus, aber eben nicht aus reiner Boshaftigkeit. Insofern ist es wichtig, seine eigene Wut zu kontrollieren - wobei sie immer noch normal ist. Wenn sie dich aber kontrolliert, dann kann das dazu führen, dass du zu polemisch wirst, vllt. beleidigst oder deiner Seits "Mist" erzählst. Mir geht es dabei nicht anders, denn mich machen derartige Aussagen ebenfalls wütend.

(Dieses Phänomen, dass das Gegenüber die Diskussion mehr oder minder meidet, findet sich im Internet aber seltener. Die Menschen sind, vermutlich wegen der Möglichkeit Informationen nachzugooglen und wegen der Anonymität eher bereit sich zu unterhalten. (Deswegen findet man sehr viel mehr Rassismus und Hetze auch im Internet, als oftmals im öffentlichen Leben.))

Wenn es aber doch zur Diskussion kommt, ist es wichtig, dass man sich gut mit dem Thema auskennt. Die gängigen "Argumente" kennt und eben auch genug Faktenwissen hat, um nicht auf Querfront, Begriffesumkehrungen und Wahrheitsverdrehungen hereinzufallen. Aber immer gilt: Ruhig und geduldig bleiben.

Das ist zumindest das, was die Diskussionen angeht. Dies ist natürlich nur eine Methode auf Hetze zu reagieren. Eine andere Methode wäre die Anzeigen, eine dritte wäre wohl das schlichte Weghören.

Dazu gibt es nicht besonders viel zu sagen. Meiner "Meinung" nach ist niemand dazu verpflichtet 24/7 Menschen vor ihrer eigenen Dummheit zu retten, es ist somit legitim auch nicht auf jeden rassistischen Satz und nicht auf jedes Stammtischgespräch einzugehen. Wenn man aber Motivation und Möglichkeit hat, dann sollte man dies durchaus tun - allein um diesen Personen zu zeigen, dass immer noch eine Opposition zu ihrer "Meinung" existiert.

["Meinung" in Anführungszeichen, da Rassismus keine Meinung ist, aber gerne mit diesem Begriff gerechtfertigt wird.]

Da musst du wohl die Leute immer unterschiedlich einschätzen, mit manchen ist eine Diskussion wirklich kaum möglich (so kommt mir es vor)

Wenn du allerdings in einer Diskusion geräts, vertritt immer deine Meinung und lass dich nicht runter buttern, bleib dabei sachlich.

Solang es Worte sind, kann find ich jeder denken und sagen was er will.

Anders wär es, wenn jemand z.B. einen Andern in deinem Fitnessstudio anpöbelt, da er den Andern für einen Flüchling/Ausländer/andere Art von Minderheit hält. Da sollte man immer dazwischen gehen (oder wenn man sich das nicht traut Hilfe holen)..

Wenn wirklich Dinge gesagt werden wie "die solte man erschießen" kannst du auch direkt die Polizei verständigen bzw. Anzeige erstatten. Ich weiß ja nicht was manche Menschen bewegt so über andere Menschen zu reden. Widerlich.

Warum argumentieren Rechte immer mit dem Dritten Reich?

Man erlebt es immer wieder - und so sind auch meine Beobachtungen im Internet - dass rechts eingestellte Menschen immer mit dem Dritten Reich dagegen argumentieren, wenn sie sich in ihrer Meinungsfreiheit und ihren Ansichten angegriffen fühlen. Dann heißt es immer "So war das damals bei den Nazis im Dritten Reich auch - keine Meinungsfreiheit". Und wenn die Antifa oder linke Menschen gegen sie demonstrieren, kommen sie auch mit der Keule, dass die Linken Faschisten seien, da sie den Rechten ihre Meinung verbieten wollen.

Meine Frage:

Wie kann es sein, dass Rechte in gewisser Weise dieselben Ansichten haben, wie die Nazis bis 1945 und auch nicht so weit weg sind von deren kranker Ideologie, aber sich dann gleichzeitig davon distanzieren und sich als Opfer sehen, die auch so verfolgt werden, wie politische Gegner der Nazis bis 1945?

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