Was tun bei Konzentrationsproblemen?

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9 Antworten

Hinter deiner Konzentrationsstörung können sich verschiedene Ursachen verbergen. Du könntest unter einer Angsterkrankung, Zwangserkrankung, Sorgen, Depression, Burnout, generalisierten Angststörung einer posttraumatischen Belastungsstörung, ADHS oder einer Trauerreaktion leiden. Wenn das der Fall ist, dann musst du daran arbeiten, diese seelische Krise zu bewältigen. Hier kann es für dich hilfreich sein, dir psychotherapeutische Unterstützung zu holen.

http://www.selbsthilfe-beratung.de/konzentrationsprobleme.html

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Kommentar von mrmike
04.10.2011, 03:11

danke für deine schnelle antwort.

tatsächlich wurden bei mir auch andere "wehweh'chen" diagnostiziert, wie zb depressionen, panikstörungen usw.

aber mein behandelnder psychiater kennt mich schon sehr lange und sagte, dass differentialdiagnostisch ein dringender verdacht auf ein adultes adhs besteht. er sagt also, dass das unabhängig von den anderen problemen ist.

es geht mir momentan auch wirklich fantastisch (bis auf die konzentrationsstörungen) - diese habe ich übrigens schon seit meiner geburt. es spricht also ziemlich viel dafür, dass ich wirklich adhs habe (neben den anderen erkrankungen..).

ich denke also, dass psychotherapie nicht die richtige lösung für mich wäre, da ich keine ernsthaften sorgen oder sonstiges habe. meine einzige sorge ist, dass ich durch meine konzentrationsschwierigkeiten mein zweites studium abbrechen werde..

ich frage mich halt, ob es bestimmte übungen oder ähnliches gibt, die man täglich machen könnte.. ich will einfach erst mal etwas in dieser richtung ausprobieren, bevor ich auf methyphenidat zugreifen muss - es ist schließlich kein harmloses medikament.

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Hallo mrmike,

eine gute Alternative zu Medikamenten soll das sogenannte Neurofeedback sein.:

http://www.aufmerksamkeitsdefizit-syndrom.de/2011/09/27/neurofeedback-gedankentherapie-fur-adhs-patienten-odysso-swr/

Ich habe auch mal von einigen ADSlern gehört (oder eher gelesen), dass ihnen Meditation geholfen habe.

Ich selbst habe Erfahrungen mit Medikinet gemacht und die waren sehr positiv. Ich konnte endlich Vokabeln vom Buch her lernen oder mit Kateikarten und musste nicht immer alles akustisch mit flotter Hintergrundmusik in mehreren Durchgängen aufbereiten, bevor ich endlich mit dem eigentlichen Lernen beginnen konnte. Vorträge, Dokumentationen brauchte ich nur noch einmal, wenn sie sehr kompliziert waren vielleicht auch zweimal zu hören oder zu sehen, um das wesentliche zu erfassen. Bei Gesprächen musste ich auch nicht mehr mühevoll die Hälfte rekonstruieren, die ich nicht mitbekommen hatte.

Leider ist für mich das Wissen über ADHS mindestens 10 Jahre zu spät gekommen. Als ich studiert habe, tauchten in meiner Umgebung die ersten MCD-Kinder auf (so hieß ADS damals). Und natürlich galt das als reine Kinderkrankheit.

Nach Abbruch des Studiums habe ich mich jahrelang gefragt, wieso ich unfähig war ein solches durchzuziehen. Ich fand keine Gründe, nur irgendetwas hat mich ständig gehindert, was aber nicht dingfest zu machen war.

Seit ein paar Jahren bin ich wieder ohne Medis, weil mein ADS-Arzt zu weit weg ist. In meiner momentanen Lebenssituation benötige ich das Medikament nicht so dringend, dass sich eine monatliche Anfahrt dorthin lohnen würde. Aber wenn ich Vollzeit arbeiten würde (das geht wegen meines autistischen Sohnes nicht), oder wenn ich wieder studieren würde, würde ich mir die Medikamente sofort wieder besorgen.

Vielleicht solltest du auch nicht so zurückhaltend sein, was Ritalin betrifft. Wenn du nicht Jahre mit dem Durchprobieren von Alternativen verlieren willst, ist es bestimmt besser, es mit Medikamenten versuchen.

LG Octopamin

PS.Klebe mal auf alle Dinge, die dich ablenken könnten, "Nein!"-Aufkleber drauf. Das ist zwar keine Wunderwaffe aber bei mir hat es einen gewissen Effekt.

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Kommentar von Octopamin
04.10.2011, 21:44

Mir ist noch etwas aus meiner Studienzeit eingefallen. Ich hatte immer einem Walkman und eine Kasette mit Monteverdi-Madrigalen dabei. Wenn ich beim Übersetzen oder irgendwelcher Lektüre das hörte, konnte ich mich irgendwie besser konzentrieren und empfand auch die Reizüberflutung an der Uni nicht mehr so stark.

Monteverdi ist natürlich nicht jedermanns Geschmack, aber vielleicht findest du ja deine eigene Konzentriermusik.

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Alles ist trainierbar - die Frage ist nur, ob jemand die Mühe dafür aufbringen will. Am besten geht es jedenfalls auf einem Interessengebiet, das einem liegt - u.U. auch mit medikamentöser Hilfe (nur in dem Sinne, dass dann die Anstrengungen etwas leichter werden - nicht aber, dass das eigentliche Problem damit behoben wird). Ein abenteuerliches Beispiel ist hier beschrieben: http://www.neurotransconcept.com.

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Kommentar von mrmike
04.10.2011, 03:30

klingt interessant, jedoch steht unter krankheitsbilder nichts von ads/adhs..

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Suche dir ein Hobby das sehr viel Konzentration erfordert. Modellbau, lerne ein Instrument, zeichnen. Schau nicht soviel fern, das ist heutzutage eines der Gründe warum viele Kinder so unruhig sind. Beim fernsehen passiert immer was und man muss sich nicht konzentrieren. Lese stattdessen lieber ein Buch. Ansonsten kannst du kleine Hilfsmittel nehmen wie zB Gelee Royale(Der Honig der Bienenkönigin, ist extrem vitaminreich) oder Rotbäckchensaft (Es gibt verschiedene Sorten, eine mit Grünem Schraubverschluss ist speziell für die Konzentration). Es gibt auch homöopathische Mittel, es gibt so winzige Kalium-Carbonikum-Kügelchen. Aber wenn der Arzt dir das nicht verschrieben hat wird es wohl nicht für deinen Fall hilfreich sein.

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Kommentar von mrmike
04.10.2011, 03:21

Ich hab das schon alles versucht, aber ich kann das einfach nicht. Sobald ich anfange Gitarre zu üben, steh ich nach 5 minuten und räume das Bücherregal auf, dann schaue ich in irgendein Buch rein, dann fallen mir wieder 8 andere dinge ein usw usw bis ich irgendwann gänzlich überfordert bin..

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Wenn du die Kozentrationsschwächen immer hast, also auch bei Dingen die dich extrem interessieren, dann hast du ein Problem.

Wenn es nur kommt, bei nicht so spannenden Themen, dann kannst du mit leichten Koznentrationsübungen dagegen angehen.

Spiel einfache Sodokus, Puzzle. Etc etc :)

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Kommentar von mrmike
04.10.2011, 03:23

diese probleme habe ich immer.

ganz selten bekomme ich eine art "hyperfokus" und bin dann für 30 bis 60 minuten sehr aufnahmefähig - ich vermute aber, dass das, was ich hyperfokus nenne, der normale zustand eines gesunden menschen ist ? ich kenne es ja nicht anders..

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Welchen Lebensrhythmus hast Du???
Schläfst Du regelmässig?
Hast Du genug Bewegung, frische Luft?
Ernährst Du Dich einigermassen gesund?
Hast Du Probleme?

Was hast Du denn für einen Arzt der Dir Ritalin deswegen verschreibt? Vorallem weil nicht mal ADS/ADHS Patienten über 18 das Mittel weiterverschrieben bekommen (also nur im ExtremFall)...

Das Mittel bzw, die LANGZEITfolgen sind gar nicht hinreichend bekannt... FINGER WEG... wenn Du nicht evtl. frühzeitig ins Gras beissen willst... Der Psychiater??? oder Psychologe gehört nicht in eine Praxis...

Ach sorry das mit ADHS hatte ich übersehen...

Aber ich halte es dennoch für nicht gut... Seit wann ist Dein ADHS bekannt? Und was hast Du *dagegen gemacht?

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Kommentar von mrmike
04.10.2011, 03:19

Welchen Lebensrhythmus hast Du??? was ist ein "Lebensrythmus"? Schläfst Du regelmässig? nein, aber auch zur zeiten als ich regelmäßigen schlaf hatte, bestanden diese probleme. und oft schlafe ich auch weniger als die meisten. ich brauche oft nur 5 stunden schlaf, Hast Du genug Bewegung, frische Luft? ja, ja Ernährst Du Dich einigermassen gesund? gesünder als die meisten denke ich. viel obst und gemüse, wenig fleisch. bin nichtraucher, sehr selten alkohol. Hast Du Probleme? ja, die konzentration ;) ansonsten nur "kleine" probleme, die jeder so hat.

naja schon beim kinderarzt früher ist das aufgefallen.

ich kann dagegen garnichts machen. ich habe mein abi auch nur mit viel glück geschafft. außerdem habe ich das große glück, dass ich (wenn ich mich mal für ne kurze zeit konzentrieren kann) sehr schnell lernen und vieles sehr gut merken kann. ohne diesen vorteil hätte ich wahrscheinlich nicht mal die 5. klasse geschafft ;)

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Ich hatte auch lange Zeit Konzentrationsprobleme mit einem leichten Verdacht auf adhs. Ich wollte aber nicht so harte Sachen wie Ritalin nehmen. Ich bin auch der Meinung, man sollte erstmal andere Dinge ausprobieren. Seit einiger Zeit nehme ich http://konzentrationsfoerdernde-mittel.pw/produkt/nem und dadurch kann ich mich wirklich besser auf einzelne Dinge konzentrieren. Also vielleicht erst mal sowas ausprobieren, bevor man zu Drogen greift.

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AD(H)S ist nicht Heilbar und auch nicht therapierbar.

Es ist eine Angebohrene vererbte Behinderung. Genauso wie ein Mensch ohne Beine nicht Laufen kann kannst du dich oft nicht Konzentrieren. Die Synapsen bei dir im Gehirn Funktionieren durch den Gendefekt nicht richtig. Wenn du Kinder machst wirst du es weitervererben.

Die Medikamente sind der Rollstuhl für ADHS Behinderte Menschen.

Concerta ist besser als Ritalin. Medikinet gibt es jetzt auch in Adult und die Krankenkasse muss Zahlen.

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Kommentar von Harald2000
04.10.2011, 03:12

Seltener Blödsinn !

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Kommentar von jedmartin
23.03.2012, 04:41

Womit begründest du deine Aussage, dass CONCERTA besser ist als Ritalin? Wir sind uns sicher einig, dass die Wirksubstanz bei beiden Methylphenidat ist, was bei Ritalin aber zeitlich anders freigesetzt wird als bei Concerta. Bei Concerta werden als Initialdosis ca 22% freigesetzt, die restlichen 78% werden verzögert freigesetzt. Das Standardbuch : Benkert/Hippius: Kompendium der Psychiatrischen Pharmakotheraphie schreibt: "CONCERTA ermöglicht eine vereifachte Verabreichung" (8. Auflage 2011, Seite 552 Mitte) Ich nehme an, dass du Recht hast. Was ich eigenlich wissen wollte: Beruht deine Aussage auf eigener Erfahrung? Gruß!

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Also mir hilft es ein Thema bei dem ich mich nicht konzentrieren kann mit einem zu verbinden das mich sehr intressiert. Also irgendwas wofür ich intresse habe, was sich ähnlich verhält.

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