Was tun bei jungen, kopfscheuen Pferd?

... komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Mein Tipp wäre auch hier TTouch von Linda Tellington Jones.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich würde es mit viel Liebe, Ruhe und Geduld versuchen und jedes Mal, wenn er sich am Kopf berühren lässt, dem Pferd sagen, wie toll es ist und ggf. Leckerlie geben. Erst mal vorsichtig rantasten, erst Nase berühren, später etwas hochgehen - vielleicht mag es auch seitlich am Atlas streichelt zu werden, dann kann man nach und nach langsam runtergehen.

Vielleicht ist es auch ein medizinische Problem, dass er Milben in den Ohren hat oder etwas anderes an Kopf oder Ohren, was man äußerlich nicht sehen kann.

Evtl. ist auch ein Genickriemen statt Halfter möglich oder das Führen mit einem Strick um den Hals möglich, bis er sich aufhalftern lässt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Unicorn200
06.02.2015, 22:20

Wir lassen das Halfter jetzt immer drauf und wir haben ihn schon untersuchen lassen aber seine Ohren und Zähne sind ok er ist ein kleiner Quatschkopf und er verarscht mich manchmal auch von wegen stehen bleiben oder losrennen Beil führen aber es geht ja schon ganz gut streicheln kann ich ihn eigentlich am ganzen Kopf aber wenn ich dann mit dem Halfter komme spinnt er rum...

0
Kommentar von Unicorn200
06.02.2015, 22:20

Achso und Leckerlies kann ich ihn nicht geben weil er dann nur noch bettelt und echt aufdringlich wird und ich will ja keinen Huf im Gesicht haben!

0

Imprinttraining: Für ein gutes Miteinander

Pferde sind auf Grund ihrer Größe, ihrer Stärke und ihrer Geschwindigkeit potentiell gefährlich. Auf Grund ihrer Entwicklungsgeschichte als Beutetier haben sie gelernt, sich gegen gefährliche oder unangenehme Ereignisse durch Schlagen mit den Hufen, Beißen oder Überrennen der Bedrohung zu wehren. Diese angeborenen Verhaltensweisen werden auch im Umgang mit Artgenossen gezeigt. Gefährlich wird es wenn das Pferd mit dem Menschen in der gleichen Art umgeht oder wenn Verhaltensmuster wie sie in der Natur zur Abwehr von Raubtieren dienen, gegen den Menschen eingesetzt werden.

Pferden wohnt aber ein ungeheurer Reichtum an erblich gesteuerten Entwicklungsmöglichkeiten inne, die unter der Obhut des Menschen in Bahnen gelenkt werden, die dem Menschen Nutzen bringt und besondere Freude bereitet.

Ob der Umgang mit dem Pferd für die Beteiligten Gefahren birgt oder Freude bringt hängt ganz wesentlich von den Fähigkeiten der Menschen ab, die die Pferde halten. Es liegt am Menschen, ob er die Lernfähigkeit des Pferdes zu seinen Gunsten ausnutzen kann und ob ihn die Pferde als Bedrohung oder als freundliches Lebewesen betrachten.

In aller Regel werden in Deutschland die Zuchtpferde überwacht. Der erste Kontakt des neugeborenen Fohlens mit dem Menschen findet oft schon am Tag der Geburt statt. Die Prägung des Fohlens soll in den ersten 48 Stunden des Lebens erfolgen. Genauso wie ein Fohlen sofort lernen kann sich gegen den Menschen zu wehren, kann es lernen, sich an Zwänge zu ertragen ohne sich zu wehren. In den USA sind wahre Trainingsprogramme für die Phase der Prägung entwickelt worden (Imprint training), die aus den Fohlen ein Leben lang unkomplizierte menschenbezogene Pferde machen sollen. Vergleichende Studien haben ergeben, dass es sich günstig auf die spätere Umgänglichkeit des Pferdes auswirkt, wenn sich der Halter mit dem Fohlen beschäftigt. Allerdings sollte man nicht übertreiben. Simpson (2000) verglich die Reaktion von 25 Fohlen, die 2, 12, 24 und 48 Stunden nach der Geburt einem Training unterzogen wurden mit anderen 22 Fohlen. Durch die Prägung ( Imprinting) auf den Menschen sollten die Pferde später einfacher zu handhaben sein. In den folgenden Monaten wurde die Reaktion auf Trainingsreize der „trainierten“ mit der der untrainierten verglichen. In den ersten zwei Monaten bewältigten die trainierten Fohlen die Aufgaben schneller, ab dem dritten Monat waren keine Unterschiede mehr vorhanden. Nachdem schon diese Studie die Zweifel daran bestärkte, dass früher intensiver Umgang mit dem Fohlen das Pferd menschenbezogener und umgänglicher macht, konnte in einer weiteren Studie gezeigt werden, dass die Akzeptanz von für die Hufpflege und tierärztliche Behandlungen notwendigen Handlungen durch das intensive Training nach der Geburt nicht verbessert wurde.

Die Prägung verläuft beim Fohlen viel komplizierter als bei den Graugänsen, mit denen Konrad Lorenz gearbeitet hat. Das „Imprint-Training“ bewirkt keine echte Prägung. Echte Prägung ist irreversibel und hält ein Leben lang.

Trotzdem können die ersten Erfahrungen mit dem Menschen zusammen mit dem Temperament des Pferdes entscheidend dafür sein, wie der zukünftigste Umgang mit dem Menschen, gleichgültig ob Reiter, Hufschmied oder Tierarzt, verlaufen wird.

Einfühlsamkeit und Gespür für das Pferd sind die Kardinal-Punkte für gute Horsemanship. Ängstliche junge Pferde, die noch keine Erfahrung mit dem Menschen gemacht haben, erfordern das größte Einfühlungsvermögen.

Fixiert man ein Pferd mit den Augen und geht dann schnell und direkt auf es zu, verhält man sich genaue wie ein Raubtier das Beute machen will. Warum sollte das Fohlen warten bis wir es erwischen?

Der Umgang mit dem Pferd muss ruhig sein. Wer mit Pferden umgeht muss wissen welches Verhalten für das Pferd bedrohlich ist. Schnelle, hastige Bewegungen müssen vermieden werden.

Korrekter Umgang mit dem Pferd schafft Vertrauen und ermöglicht Lernen.

Die meisten Pferde sind, wenn man anfängt mit ihnen zu arbeiten ängstlich und versuchen dem Menschen auszuweichen. Nur selten werden sie aggressiv.

Die Arbeit mit einem rohen Pferd wird erleichtert, wenn man nicht allein mit ihm arbeitet. Ein fohlen ist in Gegenwart der Stute ruhiger. Ein ruhiges bereits ausgebildetes Pferd, im Idealfall ist dies ein vertrautes Pferd aus der Herde, das in der Rangfolge über dem rohen Pferd steht, gibt einem jungen Pferd zu Beginn der Ausbildung Sicherheit.

Um das Risiko im Umgang mit Pferden möglichst gering zu halten, sollten beim Arbeiten mit Pferden nicht mehr Personen als notwendig im Stall sein. Die Räume und die Plätze wo mit den Pferden gearbeitet wird müssen zweckmäßig angelegt und für Mensch und Pferd sicher sein. Dies gilt auch für die Hilfsmittel.

Da bei der Ausbildung von Pferden in der Regel Druck ausgeübt wird ist es für den Erfolg entscheidend, dass der Druck nachlässt, sobald die gewünschte Reaktion des Pferdes erfolgt. Das Nachlassen des Drucks

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Unicorn200
23.02.2015, 22:22

Dankeschön :D

0

Scheut dein Pferd oder scheuert es sich am Kopf?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Unicorn200
06.02.2015, 15:53

Bisschen komische Antwort aber ok...: Es lässt sich schon esse am Kopf anfassen aber es zieht immer den Kopf weg wenn ich Halftern möchte und lässt sich nicht an den Ohren anfassen. Zieht den Kopf hoch.......

0
Kommentar von Unicorn200
06.02.2015, 15:54

Besser statt esse

0
Kommentar von BellyBad208
06.02.2015, 15:56

Achsoo jetzt versteh ich auch die Frage

0
Kommentar von BellyBad208
06.02.2015, 16:01

du musst langsam und mit viel Vertrauen arbeiten. rede mir deinem pferd tief und beruhigend streichel es gib ihm Leckerlis und komm dem Kopf ganz langsam näher. Pass auf das du nichts zu schnell machst und das pferd das Halfter oder die Hand am Kopf nie mit etwas schlechtem verbindet. wenn du die Möglichkeit hast geh in ein roundpan oder ähnliches und lass dein Pferd dort galoppieren dann sagst du ihm das es durch parieren darf und drehst dich seitlich oder sogar weg wenn es kommt loben und Leckerli geben das ist erstens eine Aufgabe für das Vertrauen und evtl lässt es dich sein Kopf anfassen

viel glück

0
Kommentar von Unicorn200
06.02.2015, 22:22

Lies mal den einen Kommentar von mir... Da habe ich geschrieben warum das mit dem Leckerlie nicht funktioniert... Also wir haben eine Halle aber er guckt dann immer raus und schnuppert oder so und kommt nicht... Und er lässt sich ja mittlerweile am Kopf anfassen, aber Halfter = Panik

0

Was möchtest Du wissen?