Was tun, bei Hund im Seniorenalter, der nicht nach Hause will ?

Das ist Linus - (Krankheit, Hund, Tierhaltung)

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Was für ein hübscher Hund!

Auch Hunde erkranken an Demenz, das ist keinesfalls ausgeschlossen.

Was die Fäkalien anbelangt, insbesondere den Dünnpfiff, so muss das nichts bedeuten. Aktuell gehen viele Magen-Darm-Infekte unter den Hunden herum, ich kenne viele Hunde, die damit derzeit zu kämpfen haben. Das ist also keinesfalls ein zwangsläufiges Zeichen dafür, dass die Zeit für diesen Hund gekommen ist. Dass Hunde ab einem gewissen Alter ihre Ausscheidungen nicht mehr halten können, ist genauso wie bei uns Menschen eine Ermüdungserscheinung der Schließmuskulatur, die ab einem gewissen Alter einfach auftritt.

Ich denke, sein Verhalten, dass er nicht mehr aufstehen mag, liegt ursächlich in seinem Hüftproblem. Wenn Du einen Hexenschuss hast, dann stehst Du auch nicht mehr so einfach auf ;)

Dass der Hund nicht mehr heim möchte, kann verschiedene Ursachen haben. Hunde ziehen sich - genau wie viele andere Rudel- oder Herdentiere - langsam zurück, wenn ihre Zeit gekommen ist. Sie wollen keine Gefahr für ihre Artgenossen darstellen. Nun ist der Mensch natürlich kein Hund. Dennoch stellt eine Familie oder auch ein einzelner Mensch, der mit dem Hund zusammen lebt, eine Art Gruppenverband dar, in den der Hund integriert ist. Eine andere Ursache dafür, dass er nicht heim möchte, könnte aber auch diejenige sein, dass der Hund Bewegung hat und seine Gelenke langsam "in Gange" kommen, sodass er weniger Schmerzen hat. Und er weiß eben, dass er sich zuhause wieder hinlegen wird und danach wieder nicht gut hoch kommt.

Du siehst, Deine Fragestellung lässt viel Spielraum für Interpretation. Besonders dann, wenn man den Hund nicht kennt. Ich halte es daher für schwierig, zu entscheiden, ob die Zeit für diesen Hund nun bereits gekommen ist, oder nicht.

Da magst du recht haben.

Leider bin ich kein Hundehalter und kann daher natürlich auch nicht die sonst wichtigen Punkte ansprechen, da mir diese einfach nicht bekannt sind.

das was du schreibst, könnte dennoch alles zutreffend sein - ich werde mal mit dem Herrchen reden, dass dieser, trotz den Gangs mit Krücken, einfach längere Spatziergänge macht. Vielleicht kann man den Hund damit dann dazu bewegen, dass er wieder gern nach Hause geht...

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@deruser1973

Es ist nur eine Idee, vielleicht hilft es ja. Für sein Becken sollte man am besten physiotherapeutisch etwas tun, aber dafür fehlt dem Besitzer ja nun leider das Geld. Eine "kostengünstige Alternative" könnte sein, ein paar Dinge zuzufüttern und dann noch mit einem warmen Kirschkernkissen zu arbeiten.

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Hallo, du hast schon sehr gute und richtige Antworten bekommen. Dennoch werde ich meinen -Senf- noch dazugeben.

Ja, man kann auch mit Älteren Hunden noch sehr viel machen um ihre Lebenssituation zu verbessern. Genauso wie beim Menschen. Das alles kostet aber viel Geld.

Ja, auch Hunde und Katzen bekommen eine Art von Demenz.

In diesem speziellen Fall und mit Rücksicht auf den Zustand des Besitzers würde ich den Hund jetzt Einschläfern lassen. 

Der Hund ist jetzt bereits medizinisch Unterversorg und das Leides des Tieres hat begonnen.

Es hat einen Grund warum der Hund nicht nach Hause will und warum er da nur vor der Tür liegt.  Stinkt es in der Wohnung ?  Du schreibst der Hund liegt in seinen eigenen Exkrementen ?  Das ist so ziemlich das schlimmste was man einem Hund antun kann.

Wenn er nicht mehr gut hochkommt, hat er Schmerzen. Er verbindet zuhause mit Schmerz. Zumindest ein Schmerzmittel für einen Hund mit schwerer Arthrose und/oder Hüftproblemen etc. sollte bezahlbar sein.

Das Arbeitsamt wird sich sicher nicht dafür interessieren. Aber vielleicht ein Tierschutzverein in Eurer Nähe oder die Tiertafel. Die haben auch oft Tierärzte die sich den Hund vielleicht mal anschauen ohne Unsummen zu verlangen.

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