was tun bei einer Identitätsstörung?

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6 Antworten

Die Dissoziative Identitätsstörung ist sehr umstritten und eine extrem schwer zu diagnostizierende Persönlichkeitsstörung. Es klingt nicht nach einer, aber wirklich weiterhelfen und eine Diagnose stellen (oder eine ausschließen) können nur Fachärzte.

Auch wenn das vermutlich weiterer Erklärungen bedürfen würde: Unser Charakter ist im Grunde aus mehreren Identitäten "zusammengesetzt". Man könnte sie am einfachsten als diejenigen ansehen, die man in vergangenen Leben war und die nun via Unterbewußtsein einen gewissen Einfluss auf unsere Entscheidungen nehmen. Wir sind uns dessen normalerweise nicht bewußt und unterdrücken diese Einflüsse auch gerne mal. Wir bemerken es am ehesten dann, wenn wir sozusagen mehrere Stimmen im Kopf haben, die dann auch mal unterschiedliche Meinungen vertreten.

Bei manchen Menschen drängen sich nun die einzelnen Einflüsse gerne mal deutlicher in den Vordergrund. Das kann in seltenen Fällen sogar so weit gehen, dass Menschen vollständig von einer Identität zur anderen wechseln und diese identitäten nicht einmal etwas voneinander wissen. (Es gibt eine gute Serie dazu: "Tara's Welten")

Andere leben die Einflüsse ihrer anderen Identitäten durch verschiedene Hobbys aus. Wenn es um weibliche Identitäten bei Männern geht, kommt oft crossdressing ins Spiel, wenn der weibliche Anteil sich auch ausdrücken möchte und die Person sich diesen Freiraum zugesteht und nicht unterdrückt.

Ich halte das daher nicht unbedingt für eine Störung, schon gar nicht für etwas zwingend behandlungsbedürftiges. Ich sehe es eher als positiven Aspekt der persönlichen Entwicklung an. Aber das ist natürlich alles nur meine Meinung...

Mein Problem ist nur, das eine Bekannte meine andere identität kennen lernen möchte, weil ich soviel über sie erzählt habe. ich wollte eigentlich gar nicht über viel über sie erzählen, nur kann ich in den Momenten wo es passiert gar nicht unterscheiden zwischen Wirklichkeit und einbildung. Und ich kann meiner bekannten ja auch schlecht sagen, dass es alles nur Erfunden ist, weil es für mich mitlerweile gar nicht mehr erfunden ist sondern real.

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@Vaganten

Welche Bedenken hast du denn, wenn du deine zweite Identität ans Steuer läßt? Was passiert dann? Was du beschreibst, kenne ich aus Beschreibungen von männlichen Crossdressern und Menschen, die genderfluid sind. Sie sind im "Frauenmodus" quasi auch andere Menschen, verhalten sich anders, mögen andere Dinge, haben andere soziale Eigenschaften - der ganze Charakter verändert sich. Das ist auch dort keine Erfindung, sondern eine ganz reale Erfahrung.

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Du spaltest sie bewusst ab und erzählst von ihr als eigenständige reale Person weil du dich selbst dafür schämst und sie nicht in deine Person an sich - quasi als Teil von dir - akzeptierst.

Erstens gehen solche persönlichen Dinge auch nur engste Vertraute an - diese lassen dich diese Seite ausleben ohne dass du dich dabei schlecht fühlst - vorausgesetzt es sind echte vertraute. 

Ich zum Beispiel finde es sogar sehr aufregend und spannend wenn jemand auch mal in eine andere Rolle schlüpft - das ist keineswegs krank und auch nicht gestört! Im Gegenteil - es zeugt von wahnsinnig viel Kreativität und vor allem soll das Leben Spaß machen ! Einer verkleidet sich - ein anderer macht eben was anderes - ich finde das toll und ich selbst betreibe das gleiche - ich weiß aber dass es viele Leute gibt bei denen man das immer unterdrücken muss und nie leben kann - so eine Art von Menschen mag ich nicht / bei mir darf und soll (!!!) jeder Mensch so sein wie er mag - Hauptsache jeder fühlt sich wohl 😀

Lsss ma den Psychologen - solche Aussagen kommen meist von Leuten die im Grunde todlangweilig und öde sind - oder sich selbst nicht trauen und deswegen andere verurteilen.

Mein Tipp: verkleide dich so oft du Lust hast - sowas will gelebt - nicht unterdrückt werden - dabei stirbt man ein Stück ❤

Du spaltest sie bewusst ab und erzählst von ihr als eigenständige reale  Person weil du dich selbst dafür schämst und sie nicht in deine Person an sich - quasi als Teil von dir - akzeptierst.

Das ist bei Crossdressern aber doch durchaus üblich. Mit Scham hat das dann eigentlich nichts zu tun. Man wird mit dem Wechsel einfach zu einer anderen Person - meist sogar mit eigenem Namen.

Ansonsten kann ich das nur unterschreiben. :)

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Wie alt bist du?

die Pubertät kann man auch als Identitätsstörung bezeichnen. In dem Alter wird die bis dahin sichere Identität noch mal gründlich auf den Kopf gestellt.

Von daher .wenn du in der Pubertät bist: das wächst sich aus.

Ich denke, wenn man wirklich eine starke Störung hat, nimmt man das selbst nicht so einfach war.

Aber professionelle Hilfe ist keine schlechte Idee!

Ich wünsche Dir alles Gute!

Hey.
Also. Ich denke da hilft aber leider nur ein Psychologe. Der hat einfach Ahnung von solchen Sachen und kann 100% helfen!
Viele Grüße

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