Was tun bei einem schlechten Arbeitszeugnis?

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4 Antworten

Um das Zeugnis beurteilen zu können, müßte man es vollständig analysieren.

Mir kommt bei der ganzen Geschichte folgender Gedanke:

Ich war knapp 4 Jahre in der Firma beschäftigt.

Es kam zu Spannungen zwischen Dir und mindestens einer anderen Person im Betrieb. Dennoch hat man Dich fast vier Jahre lang in diesem Unternehmen beschäftigt. Wenn Du ein unerträglicher Quertreiber gewesen sein solltest, hätte man sich vermutlich schon in der Probezeit von Dir getrennt. Also kann es nicht nur an Dir allein gelegen haben, sondern es wurde erst problematisch, als eine bestimmte Situation eintrat. Ein neuer Abteilungsleiter? Eine attraktive Kollegin, die nichts von Dir wissen wollte?

Wäre ich nicht vollständig abgeneigt, Dir in meiner Firma eine Anstellung zu geben, würde ich an genau diesem Punkt ansetzen und Dich nach Deiner Darstellung der Situation fragen. Wüßtest Du, was Du nun zu antworten hättest, um meinen Eindruck nicht sofort negativ werden zu lassen?

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Kommentar von nike1983
06.04.2016, 10:34

Du hast es auf den Punkt gebracht! Ich habe gute Arbeit geleistet. Ich schreibe dir mal den Grund, warum es so gekommen ist - in einem Gespräch könnte ich das so nie ausführen und ich würde in einem schlechten Licht da stehen. Ich wurde nach 2 Jahren von einer männl Führungskraft aus dem Außendienst belästigt und habe das gemeldet. Mein Vorgesetzter ist mit der Führungskraft befreundet und auch mit dem GF. Die Person durfte bleiben, jedoch in anderer Stellung und alles wurde unter den Teppich gekehrt. Gerichtlich habe ich nichts unternommen, es war mir alles zu peinlich. Bin selbst schwul und wollte mich nicht in der gesamten Firma outen. Nun geht meine "alter" Chef in Rente, ein neuer kommt und legt meine und eine andere Abteilung zusammen. Ich war natürlich seit dem Tag, an dem ich gesagt habe was passiert ist ein Problem, denn die lieben sind ja alle "befreundet" oder haben sich in der Hand. Ich habe damit gerechnet, dass ich mal fliege, denn es gab schon große Spannungen. Ich muss mich nun aber erklären und das kann man in einem Gespräch ja nicht anbringen bis dahin, das es bestimmt auch noch personaler gibt, die glauben, ich würde lügen. Das ist alles so schwierig für mich. Was kannst du mir raten ? 

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Der Arbeitgeber muss ein Zeugnis ausstellen was stimmt und kann dich aus seiner Sicht bewerten, wie er das Arbeitsverhältnis mit dir empfunden hat.

Wenn er sagt, das war nicht so gut, dann kann er das natürlich auch so darstellen.

Du wirst da nicht viel machen können und er ist auch nicht dazu verpflichtet etwas zu ändern. Warum auch, wenn das stimmt was er da schreibt?

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Kommentar von nike1983
06.04.2016, 08:30

Das ist aber etwas einfach, oder? Meine Arbeit ist ja mit der Note 2 bis 3 bewertet worden, also alles gut. Das man mein soziales Verhalten schlechter bewertet hängt nun mal mit Differenzen zusammen aber der AG ist hieran ja nicht unschuldig. Kann es denn die Lösung sein. Ich wollte da zum Beispiel eh weg, weil es nicht mehr zum aushalten war, nun sind die mir zuvorgekommen. Ich habe ja leider auch nicht die Möglichkeit das Verhalten von Verantwortlichen aus der Firma zu beurteilen und darf in einem Vorstellungsgespräch nur das "beste" sagen. Im Leben und auch im Arbeitsleben läuft nicht immer alles rund aber bloß weil es Probleme zwischenmenschlicher Natur gab soll ich jetzt der Sündenbock sein ?

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Wie du deine Frage hier formulierst, würde mir als Arbeitgeber viel mehr zu denken geben als ein fehlendes oder nicht so gutes Zeugnis.

Man spricht nicht schlecht über ehemalige Arbeitgeber. Wenn man es doch tut, sollte man unbedingt sachlich bleiben und die Tatsachen schildern, statt sich hinter Allerweltsandeutungen zu verstecken!

Für mich klingt das nach einer Mischung aus Selbstmitleid ("einige Probleme", "nicht so prickelnd", "Differenzen", "bin nicht schuld") und Rachsucht (Anwältin) - solche Mitarbeiter will keiner!

Kein Mensch kann dir sagen, welche Auswirkungen dein Zeugnis hätte - weil wir es nicht kennen!

Und wir können dir auch nicht sagen, was passiert, wenn du keines mitschickst - wir wissen NICHTS über dich, den alten Job, den neuen Job, die Anforderungen, deine "Karriere" vor der letzten Firma usw.!

Du kannst es nicht mitschicken und hoffen, dass der neue Arbeitgeber einfach davon ausgeht, dass du (noch) keines bekommen hast. Oder du schickst es mit, zusammen mit früheren, besseren Zeugnissen als "Gegenbeweise".

Viel wichtiger: sei zuversichtlich! Du suchst jetzt schon nach Gründen, warum dir ein "nicht so prickelndes" Zeugnis den Rest deines Lebens versauen soll! Mit der Einstellung schadest du dir weit mehr als es dein Ex-Chef je könnte!!!

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Kommentar von nike1983
06.04.2016, 08:51

Tolle Antwort !

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Schlechte Zeugnisse sind nie gut.

Und wenn du die ganze Zeit beschäftigt warst, ist es ein muss sein arbeits zeugnis mit zu schicken. Darum wenn das Ergebnis nicht rechtens ist, würde ich dagegen angehen.. jedoch ist das halt seine Sicht über sie.

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Kommentar von Vyled
06.04.2016, 08:27

Wird aber sehr schwer dagegen anzugehen.

Du musst es ja beweisen können, das es so nicht stimmt. Und sicher wird er andere Mitarbeiter haben, die seine Meinung unterstützen... 

Denke damit wirst du leben müssen

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