Was tun bei Borderline-Syndrom?

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6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Versuche mit deiner Freundin ein Gespräch so zu führen, dass sie gefordert wird, über den SINN ihres Lebens zu sprechen. Und bitte deine Freundin einmal in einen Spiegel zu schauen, und ganz bewusst zu sagen: >ICH LIEBE MICH<. Nicht auszuschließen ist, dass ganz andere Worte kommen, die nach Hass gegen sich selbst riechen. Und bitte sie, dir zu sagen, warum sie sich denn selbst verachtet!? Bereite dich selbst jedoch auf dieses Gespräch so vor, dass du auch der Frage, >nach dem SINN deines eigenen Lebens beantworten kannst. Wenn du dazu nicht fähig bist, schicke deine Freundin zu einem anderen Psychologen. GALLARIAOY

Ich weiß nicht, ob Küchenpsychologie hier richtig ist.

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Eine Diagnose allein hilft noch nicht viel. Hauptsache, der betroffene Mensch findet Menschen / Therapeuten, die ihn unterstützen und ihm wirklich zu helfen bereit sind.

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Für den Fall, dass es sich darum handelt: Borderline-Therapie ist sehr differenziert und komplex und braucht - sehr - gute Therapeuten. Ich weiß von der größten Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Hamburg, daß man dort eine spezielle Borderliner-Station hat und die Klinik hat mit den Kankenkassen eine besondere Vereinbarung, die darauf hinausläuft, daß die Patienten im Schnitt 1 Jahr in Behandlung bleiben können - was nach Aussage der Therapeuten auch erforderlich ist, um substanziell voranzukommen.

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Was kann man einem psychisch gestörten / kranken Menschen als Laie Gutes tun? Eine stabile, unter allen Umständen von Achtung und Wertschätzung (und wenns geht: von bedingungsloser Liebe) getragene freundschaftliche Beziehung. Das ist schon unter "normalen" Bedingungen nicht leicht. Bei psychisch destabilisierten, verletzten Mensch noch weniger. Denn "Borderliner" werden auch oft als emotional instabile Persönlichkeiten bezeichnet.

Also: Selbstverletzendes Verhalten kann viele Ursachen haben. Dies allein ist ein Symptom, nicht mehr und nicht weniger.

Zum Borderline-Syndrom, welches eine schwere Persönlichkeitsstörung ist, gehört noch einiges mehr. Diagnostizieren kann das nur ein Psychologe. Das Störungsbild ist sehr komplex und gilt als Chamäleon unter den psychischen Erkrankungen. Dazu gehören oftmals Störungen bezüglich der zwischenmenschlichen Beziehungen (heftiges Schwanken zwischen Liebe und Hass, teilweise enorme Abhängigkeit von bestimmten Menschen), übertriebene Anhänglichkeit (in Richtung Stalking), Drohungen in schlechten Phasen ("Wenn du das tust, bringe ich mich um"), Drogenmissbrauch, selbstverletzendes Verhalten, extreme Gefühlsschwankungen (unerklärlicher Wechsel zwischen Depression und Euphorie), Süchte und Zwänge und, und, und...

Heftiges Schwanken zwischen Liebe und Hass habe ich bei ihr auch schon gemerkt. Sie ist seit etwa 2 Jahren mit ihrem Freund zusammen. - In dieser Zeit haben sie sich immer wieder hefitg gestritten - Auch körperliche Auseinandersetzungen waren keine Seltenheit und spätestens zwei Tage später waren sie wieder ein Herz und eine Seele. Dass sie einmal Drogen genommen hat weiss ich auch. Sie erzählt mir zwar immer wieder dass sie damit aufgehört hat und noch in ärztlicher Betreuung deswegen ist, aber ich glaube sie nimmt hin und wieder etwas. - Seitdem ich sie darauf angesprochen habe, distanziert sie sich von mir und lässt mich nicht mehr an sich heran. Auch extreme Gefühlsschwankungen (meist in Verbindung mit extremen Alkoholkonsum) treten immer häufiger auf. Sie geht auf andere Menschen - meist Freunde und Familienangehörige - los und weiss 5 Minuten später nichts mehr davon...

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@Lauryn

Was du beschreibst, kann auf jeden Fall auf eine Borderline-Störung hinweisen. Diagnostizieren kann ich diese hier aber natürlich nicht. Zu diesem Zweck müsste man mehrere, intensive Gespräche mit der betreffenden Person führen.

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