Was tue ich wenn ich vermute Borderline zu haben?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das klingt ja wirklich sehr belastend! 

Du kannst Dich bei Deinem Hausarzt vorstellen oder machst gleich einen Termin beim Facharzt für Psychiatrie (und Psychotherapie). Du kannst Dich auch an einen Psychotherapeuten oder Heilpraktiker für Psychotherapie wenden oder wenn es ganz schlimm ist (=akute Krise) gleich bei einer Klinik anfragen. 

In der Regel wird erst mal vom Arzt eine körperliche Erkrankung ausgeschlossen, daher sind Laborkontrollen des Blutes etc, sehr wichtig. Diagnosen werden in der Regel nicht leichtfertig "rausgehauen". Wie gesagt muss eine Reihe ausgeschlossen werden und dann werden Dir eine Reihe von Fragen anhand von Screening-Tests und Interviews gestellt. 

Die Symptome, die Du beschreibst müssten auch Deinem Umfeld aufgefallen sein. Für die Diagnose muss evtl. auch Deine Familie ( = Fremdwahrnehmung) mit befragt werden auch später bei der Therapie ist der Einbezug wichtig. Aber das sind Dinge, die kannst Du besprechen. Möglicherweise kann zunächst die Familie ausgeklammert werden, wenn das sonst zu problematisch wäre.

http://www.apotheken-umschau.de/Psyche/Borderline-Diagnose-129335_5.html

http://www.seele-und-gesundheit.de/diagnosen/borderline-syndrom.html

Viel Glück!

Danke! Du beantwortest genau das was ich gefragt hab, also großen dank, das hilft mir sehr viel!

Das mit meiner Familie ist etwas schwierig. Also ich versuche möglichst alle meine Probleme und Emotionen vor jeden zu verheimlichen, weil sobald ich darüber reden muss, ich in Tränen ausbreche. Möglicherweiße haben meine Eltern etwas bemerkt, aber sie würden so etwas nie ernst nehmen. Meine Mutter hat meine Selbstverletzungsnarben zuerst mit 12 Jahren entdeckt und dann nie wieder etwas dazu gesagt. Es ist einfach das ich mir auch selber im Weg stehe, deswegen wäre es ein sehr großer Schritt wenn ich es wirklich durch ziehe und mir hilfe besorge.

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@theduffy

Ja das glaube ich gerne! 

Was wäre denn so schlimm daran vor Deinen Eltern zu weinen? Was könnte denn passieren? Du bist das Kind - egal wie alt Du bist, es ist Deine Aufgabe vor ihnen zu weinen ;-)

Falls sie etwas ahnen, aber nichts sagen: Häufig ist es so, dass die eigenen Eltern überfordert sind, hilflos, nicht wissen was sie tun sollen. Manche haben auch Angst, wenn sie da eine "große Sache" draus machen, dass ihr Kind dann dicht macht oder "ausrastet", sich etwas noch schlimmeres antut oder abhaut. Neben Angst, kommt da auch Scham hinzu.

Ich glaube WENN Du Deine Mutter oder jemanden Vertrautes an Deiner Seite hättest für diesen Schritt, dann wäre es für Dich noch etwas einfacher. Verheimlichen/Lügen oder Runterspielen kann auch ganz schön Kraft kosten, die Du eigentlich für etwas anderes bräuchtest. 

Du bist auf einem guten Weg - der erste Schritt ist immer einzusehen, dass man ein Problem hat und alleine nicht weiter kommt. 

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@ClaudiHundemom

Ich will einfach das es allen gut geht und sie mit nichts belasten. Und wenn ich vor jemanden weine dann zeig ich das ich nicht perfekt bin, obwohl ich echt versuche die perfekte Tochter zu sein. Und dadurch das ich das zwangahft versuche, kann ich nicht darüber reden wie ich mich fühle.

Meine Schwester hat sehr starke Depressionen und war eine zeitlang selbstmord gefährdet, mein Vater versteht es bis heute nicht und tut so als wäre sie gar nicht depressiv. Während meine Mutter versucht ihr alles recht zu machen.. Ich will echt nciht das sie noch eine Tochter haben die warscheinlich noch verkorkster ist.

Danke, ich hoffe auch echt das ich es durchziehe!

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@theduffy

ich verstehe. Das ist wirklich verzwickt. Aber auch nicht so verwunderlich, dass es Dir nicht gut geht. Gerade wenn es bei Dir in der Familie schon so einen Fall gibt. Das musst Du unbedingt auch dem Arzt/ Therapeuten sagen.

 Von dem schlechten Gewissen bzw. von dem Anspruch niemanden belasten zu wollen musst Du Dich dringend verabschieden. Das ist zwar sehr ehrenwert, aber nicht realistisch. Genauso wie Du die Verantwortung für Dein Leben und Deine seelische Gesundheit trägst, genauso liegt die Verantwortung für die eigene Gesundheit bei Deiner Mutter zB. Du bist nicht dafür verantwortlich wie gut sie etwas aushält oder wie gut sie mit etwas umgehen kann. Sie muss sich ggf. auch Hilfe suchen, wenn sie zwei Kinder hat, die betroffen sind. Es ist nicht Deine Verantwortung. 

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Ich glaube, wenn du direkt bei einem Psychologen anrufst für ein Erstgespräch, kannst du bis zu 6 Monate oder länger auf einen Termin warten.

Bei deinem beschriebenen Symptomen - mit Suicidalität und Selbstverletzung, wärst du aber ein Kandidat für die therapeultische Klinik (soll nicht abwertend klingen, ist ja nicht schlimm, aber wird wohl so kommen).

Es gibt Anlaufstellen für solche Erstgespräche, quasi sowas wie der Hausarzt für Psychologen, die dich dann einem - für deine Probleme geeigneten - Psychologen zuweisen.

Ich finds gut das du deine Probleme erkennst und bereit bist selber anszugehen! Viel Erfolg dabei!

also ich bin zu einer Fachärztin für Psychiatrie gegangen, diese hat mir meine Diagnose gegeben.

von dort aus hab ich mich nach einer Psychologin erkundigt und bin jetzt seit Februar in Behandlung.

ich bin jetzt 20 und habe diese Probleme seit 7 jahren, mein körper ist übersäht von narben, mein Umfeld ist zerbrochen ... seh zu das du rechtzeitig die kurve bekommst, ich finde es schön das du gewillt bist hilfe in Anspruch zu nehmen, denn ich lass mir nur helfen weil meine mutter mich sonst zwangseinweisen lässt .... viel glück und gute Besserung!

Hallo BrokenMiind, wie sieht die Behandlung denn aus? Und was meinst Du warum Du nicht zufrieden bist damit? 

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@ClaudiHundemom

naja bei der Fachärztin wird grad ermittelt ob das alles keinen physischen Hintergrund hat und bei meiner Psychologin reden wir grad über meine Ängste, halt Standard .... die machen ihre arbeit alle super ... aber ich will eifach keine hilfe, regel das lieber für mich allein

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@BrokenMiind

wurde das mit dem physischen Hintergrund nicht von vorneherein abgeklärt? Bekommst Du gar keine Medikamente zusätzlich zur Psychotherapie? Und was meinst Du mit "ich regel das lieber für mich allein"? (entschuldige die vielen Fragen, aber es interessiert mich)

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@ClaudiHundemom

doch ich bekomme Antidepressiva, bei der fachärztin war ich bislang nur 2x also da steh ich noch ganz am anfang .... bei der Psychologin hatte ich bislang auch nur 5 Sitzungen ... die Termine sind immer über einen größeren Zeitraum vergeben da die mich noch iwo dazwischen gesteckt haben weil sie meinen es wäre dringend, da ich in den letzten Monaten mehr als 5x im Krankenhaus zum nähen war.

und ich will keine fremde hilfe weil ich deshalb keine Aufmerksamkeit will, also versuche ich selber mittel und wege zu finden um damit klar zu kommen

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@BrokenMiind

also noch am Anfang, ok!

hm, also das ist ja immer eine Sache des Blickwinkels (wie alles), aber ich finde, wenn jemand den Schritt macht und sich Unterstützung sucht, eine Therapie macht, sich austauscht (zB hier), dann ist das doch ein Weg damit klar zu kommen. Wenn Du ein Haus baust oder eine Operation am Herzen benötigst, dann machst das ja auch nicht selber/ alleine, sondern holst Dir Unterstützung von Fachleuten. Gerade im psychotherapeutischen Bereich ist es ja so, dass nur Du alleine etwas bewirkst, verändern oder beibehalten kannst. Viele Dinge musst Du selber erkennen oder durchleben, das nimmt Dir keiner ab. Therapie ist nicht äußeres, was man Dir (an-)tut oder Dir abnimmt, sondern es heißt lediglich, dass Du den Weg der Heilung (=Therapie) gehen willst. Therapeut ist da Hilfsmittel, Wegweiser, Coach, Spiegel oder Reibungsfläche - je nachdem was Du benötigst. Genauso wie Medikamente. 

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Dankeschön!! Ich hoffe echt das es bei dir auch klappt und das du es schaffst, auch wenn ich gelesen hab das es viele Rückschläge immer wieder gibt.. Also auch viel Glück an dich!

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