Was treibt Menschen an, sich einer fundamentalistischen Religion anzuschließen?

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21 Antworten

Also, der radikale Islam, den manche so verteidigen, der wird oft aus purer Dummheit gelebt. Oder anders gesagt, bildungsschwache Menschen, die nicht viel kennen, "verstehen" den als Lebensbereicherung.

Was man nicht vergessen darf, es wird viel mit Angst gearbeitet, mit irgendeinem Blödsinn, der schlimme Strafen verspricht wenn man sich nicht ganz genau an den Koran hält.

Andere wieder (Männer) finden sich im islamischen Glauben gut aufgehoben. Der Mann hat das Sagen, immer und die Frauen haben zu kuschen. Weil sie minderwertig sind..... Es gibt genug Männer, die das super finden und es deswegen auch so daran festhalten. Leider wird das auch von den Müttern so weiter gegeben. Die Söhne der Familie sind die Paschas, die Mädchen werden verhüllt und unterdrückt.

In anderen Glaubensrichtungen geht es zivilisierter zu aber auch da wird mit Bestrafung und Brennen gearbeitet wenn man sich nicht sofort dem "einzig wahren Glauben" anschließt.

Ich habe hier, im Haus, Baptisten, Adventisten und Zeugen Jehovas gehabt. Alle wollten mich für ihre Gemeinde gewinnen aber alle haben es nett gemacht.

Als ich, als junge Frau mit kleiner Tochter, mitten im Winter nach Bayern wollte, ging es nicht. Die Nacht davor hatte es stark geschneit und ich hatte noch Sommerreifen drauf. Ja, da stand ich dann und wusste nicht weiter. Es war der 31. Dezember, ich kam nicht mehr an Winterreifen. Aber die Adventisten im Haus haben rum telefoniert und man hat mir echt Winterreifen gebracht! Für wenig Geld und sie wurden mir auch noch aufgezogen. Von wildfremden Menschen.

Der Zusammenhalt in der Gemeinde ist echt stark, das beeindruckt schon und man ist nett, man lädt ein, man kümmert sich usw. Viele werden so aufgefangen, die regelmäßigen Treffen, die Leute der Gemeinde können schnell zum Familienersatz werden.

Eine frühere Arbeitskollegin war psychisch krank, es ging ihr aus verschiedenen Gründen nicht gut und sie ist weit von ihrer Familie weggezogen, bewusst. Sie hat sich dann einer freikirchlichen Gemeinde angeschlossen weil sie einfach keinen hatte. In ihrer Gemeinde hat sie alles gefunden was sie bei ihrer Familie nicht bekommen hat und sie ist glücklich und zufrieden damit.

Nicht jeder Glaube ist schlecht. Er wird erst schlecht wenn er radikal wird.

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Kommentar von vanillakusss
06.05.2016, 21:30

Danke für den Stern.

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Befragt man die Entwicklungspsychologie so werden erste Kausalitäten sichtbar: Die Phase der späten Adoleszenz und frühe Adultität zeichnet sich als eine massive Umbruchära im Leben eines jungen Menschen aus – bisherige Einzelpositionen wie Identität, erste Strategien und Konzepte, frühe Wertausrichtungen, erste Zielformulierungen, Bedeutungszuweisungen und Sinnstiftungen, Autonomieausrichtungen, Verantwortungsfragen, Lebensorganisation und Dispositionen (die mehr und mehr über die Peer-Beziehungen geführt werden, da die Eltern stark außen vor bleiben), erste Lebenskonzepte und Entwürfe müssen in adultstabile und adultkonforme „Systeme“ (von Identitäts-, Werte-, Strategie-, Wissens-, Überzeugungs-, Ziel-, Sinnsysteme usw.) überführt werden.

Als Einzelpersönlichkeitsausweisung geht es darum erste Bausteine für eine spätere Souveränität, Professionalität und Autorität zu gewinnen um eigene Sozialsysteme (wie das einer eigenen Familie), Berufssysteme, Verwirklichungs- und Handlungssysteme und die eigene Stellung in der Gesellschaft aufbauen und ausfüllen zu können. Dies erfordert einen ungeheuren psychischen und sozialen Kraftakt bei dem es familiärer, sozialer und gesellschaftlicher Halterungen bedarf.

Halterungen und Sicherungen die bei vorhandenen Leerstellen, Lücken und v.a. Brüchen bei solchen Fragen wie Vertrauensangeboten, Orientierungslinien, Ordnungsgrößen, Sinnbeständen und sozialen Implementierungen (wohin gehöre ich, zu wem gehöre ich) zu massiven Persönlichkeitsauslenkungen führen. Die extremistischen Sozialpathologien liefern leider für Jugendliche starke Klammern und Halteösen – suggerieren in ihren stark geschlossenen Gruppenstrukturen solche Faktoren wie Commitment, Geborgenheit, Zugehörigkeit, Identität, Überlegenheit, Selbstwertgefühle usw. und bedienen damit eine Klaviatur von vorgelegten Codierungen, Erwartungen, Überzeugungen, Emotionen, Zielen, Werten, Selbstregulierungsinhalten zur Identifizierung und Introjizierung (der Übernahme und Verinnerlichung der Ansichten der „Gruppe“ als wären es die eigenen), die die Gesellschaft nicht oder nur brüchig anbieten kann.

„Wo Menschen keine Chance mehr haben auf soziale und politische Teilhabe, wo sie sich dauerhaft benachteiligt sehen ohne die Möglichkeit, ihre eigenen Anliegen vorzubringen oder etwas an ihrer sozialen Lage zu verändern, wächst dem Politik-Philosophen zufolge die Anfälligkeit für Antworten, wie sie der Dschihad bietet: nämlich die Antwort der brutalen, vermeintlich ziellosen Gewalt. Eine entfesselte Gewalt, wie man sie aus dem Faschismus kennt und wie sie auch vom "Islamischen Staat" zelebriert wird.“ (Jürgen Manemann)
Die drohende Verwüstung der eigenen psychischen „Landschaft“ durch Hoffnungs-, Halt- und Identitätslosigkeit wird über solche kollektivpathologische Konstruktionen (wie politisch- oder religiös-ummantelten Organisationen und Gruppen) gleichsam überkompensiert in ein Art Boderline-Gebilde das über Symbole, Gewaltexzesse und Normierungen noch verstärkt wird. Der Einzelne wird entpersonalisiert und quasi neu konfiguriert als ein Ich im Wir, dass dabei das was ursprünglich gesucht wurde nicht mehr vorhanden ist (die eigene Identität zur Gruppenidentität wurde) geht im Rausch o.g. Exzesse und einer Scheinkompensation unter. Der Mensch wird zum Gefangenen dessen was er sein wollte und nun nur noch in einem ganz eng gespannten (Kollektiv)Rahmen sein kann – wenn er diese Entwicklungsdegeneration merkt ist es in aller Regel schon zu spät.

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Kommentar von Rosenblad
03.05.2016, 20:29

Ein Nachtrag: Eine Frage die ich nicht beantworten kann, liegt in der Tatsache begründet das aus dem Religionsgebäude des Islam sich eine derartige Kollektivpathologie in Form massiv extremistischer und ideologisch sehr tief liegender "Anbieter" solcher Scheinkompensationen für Jugendliche heraustreten konnten.

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Hallo!

Ich kann dazu etwas erklären, das mir vor ca. 10-11 Jahren passiert ist: Ich traf in der Fußgängerzone einer deutschen Großstadt einen damals schon 80 Jahre alten Mann aus Thüringen, der sich nach der Wende den Zeugen Jehovas anschloss & mir recht anschaulich davon berichtet hat. Er erklärte mir absolut plausibel, dass er nach der Wende sich verloren fühlte, keinerlei Achtung mehr erfuhr, alles verloren hatte was ihm mal wichtig war & bei den Jehovas dann wieder neuen Halt bekam, sich verstanden und aufgenommen/akzeptiert fühlte. Es war ein sehr emotionales Gespräch, das mir auch im Nachhinein sehr zu Herzen ging!

Ich denke noch heute an diesen alten Mann & denke, dass seine Situation ziemlich gute Antworten auf diese Frage gibt: Ich würde nicht behaupten, die Jehovas seien fundamental im Sinne des hier thematisierten usw., aber viele sehen sicherlich persönliches Scheitern, Orientierungs- und Perspektivlosigkeit, Frustration oder Einsamkeit als Beweggrund an, sich solchen radikalen fundamentalistischen Vereinigungen/Religionen anzuschließen. 

Da spielt weniger der Glaube eine Rolle, sondern das "sich akzeptiert fühlen", das man im wirklich wahren Leben da draußen eben nicht bekommt oder nie bekommen hat.

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Kommentar von MarkusKapunkt
04.05.2016, 11:56

Schöne Erklärung. Ich danke Dir!

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Ich denke, die meisten Mitglieder fundamentalistischer Religionen sind in ihre Religion hinein geboren worden. Dann gibt es noch einen Teil, der verzweifelt Halt sucht, "egal" was in der Gemeinschaft vermittelt wird. Hauptsache derjenige findet eine Gemeinschaft.

Religionen, aber auch Atheismus ist wie bei Mitgliedschaften bei Versicherungen und Banken. Die Leute wechseln sie ungerne und selten. Das Umfeld ist nicht unentscheidend für die Wahl. Es bestimmt den Rahmen, in dem man überhaupt wählen kann.

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Kommentar von MarkusKapunkt
03.05.2016, 17:51

Habe ich bereits versucht, bis ich dann selbst für 24 Stunden gesperrt wurde. Ich habe nur auf die beleidigende Unterstellung, ich sei wegen meiner offenen Haltung und Toleranz für Homosexuelle nur ein "halber Christ", erbost geantwortet, dass jeder, der andere wegen ihrer Sexualität in die Hölle schicken will, zwar kein halber Christ, sondern ein ganzer (...) sei. Was in den Klammern steht, kannst du dir sicher denken - man hat mich dafür einen Tag lang mundtot gemacht. Zensur findet statt, ja, aber manchmal bist du der Hund, manchmal aber auch der Baum.

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Viele Menschen, die in ihrem Leben so keine Erfüllung sehen, weil sie alleine sind oder sonstwas sehen in solchen - ich nenne es mal Sekten - eine Familie, eine Gemeinschaft und fühlen sich etwas zugehörig.

Außerdem ist es sehr bequem sich alles einfach zu machen: Gott hat die Welt geschaffen und so ist es nun, basta. Kein Hinterfragen nötig.

Viele wurden so erzogen oder besser gesagt indoktriniert. Sie haben vielleicht Angst sich dem was ihre Eltern ihnen beibrachten abzuwenden.

Und viele sind einfach schwache Perönlichkeiten, die den Sinn des Lebens suchen und den nächst besten vertrauen, die ihnen einen solchen anbieten. Ich will nicht sagen Veganer seien grundsätzlich so, aber viele davon wollen ja auch die ganze Welt davon überzeugen, dass ihre Lebenseise das ulitmativ richtige ist etc. - wenn du etwas gefunden hast, das dich begeistert, dann neigt man dazu es allen aufzuzwingen, manche mehr manche weniger.

In deren Fall ist das dann die Religion, bei anderen Verschwörungstheorien etc.

Der Grund, warum das nicht zensiert wird, ist einfach der, dass wir in Deutschland freie Meinungsäußerung haben und egal wie bescheuert es für uns klingt - die dürfen das sagen und glauben.

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ein kurzer Blick in die Statistik ergibt schon mal sicher eine erste Aufklärung: 92% der bekennenden sunnitischen Moslems sind in einer Moslemfamilie aufgewachsen; lediglich 8% der bekennenden sunnitischen Moslems sind Konvertiten. Was soziologisch noch zu untersuchen wäre: wie hoch ist der Anteil weiblicher Konvertiten mit moslemischem Partner (der also Anpassungsdruck ausübt).

Bei den christlichen Gläubigen liegt die Zahl der erfolgreich  missionierten bei ca 20%, die der Säuglingsgetauften bei ca 80%.

Da jede Religion ein irrationales Glaubenssystem transportiert, sind die Motive zur Konversion nicht Ergebnis rationalen Schliessens aufgrund hinreichender Bewertung von Sachargumenten. Es sind irrationale, oft tief unterbewusst gesteuerte Entschlüsse, und als solche Gegenstand psychologischer Forschung. Man kann also zwar vieles vermuten, warum jemand sich überhaupt welcher Religion anschliesst, aber gesichterte wissenschaftliche Studien gibt es dazu leider noch nicht.

Eine erster Einblick in die Problematik:

Richard Dawkins - "Der Gotteswahn" Berlin, 2007 Ullstein TB

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Kommentar von MarkusKapunkt
03.05.2016, 17:54

Danke für diese Zahlen. Genau nach solchen Antworten habe ich gesucht. :-)

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Kommentar von Hooks
05.05.2016, 19:53

Ja, da siehst Du die Problematik. In Religionen wird man hineingeboren, zum lebendigen Retter findet man nur selbst.

Es gibt nur "Gotteskinder" aus eigenem Entschluß, Gott hat keine Enkel.

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Zuerst mal: Ich finde deine Frage sehr interessant, befürchte jedoch, dass dies die falsche Website ist um hier zu diskutieren, da einer großer Teil der aktiven Nutzer noch sehr jung ist. 

Ich glaube, es gibt sehr viele verschiedene Gründe die Leute antreiben, eine Religion radikal auszuüben. Vor allem wird ein Halt in der Religion gesucht. Womöglich können sie diesen Halt nicht in der Familie oder im Freundeskreis finden, werden gemobbt oder haben keine Chancen am Arbeitsmarkt/in der Schule. Da gibt es hunderte von möglichen Faktoren, weshalb dieser Halt geschwächt oder gar nicht erst vorhanden ist. 

Der "theologische Anhaltspunkt" ist meines Erachtens bei sehr vielen nur Nebensache. Man sieht das ja bestens bei jungen Männern die für den IS sympathisieren und nicht wissen, was im Koran steht. 

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Religion soll den Menschen eigentlich Hoffnung geben, aber wenn man mit seinem Leben nicht zurecht kommt und eine fixe Idee entwickelt, dann zieht man seine Kraft nicht aus dem Glauben an Gemeinsamkeit, Frieden, Liebe, sondern aus dem Egoismus - mein Glaube ist der Einzige, der zählt.

Ich halte von Religion überhaupt nichts, da es zu oft als Ausrede für die schlimmsten Gräueltaten in der Menschheitsgeschichte verwendet wird. Der Glaube an Gott an sich ist etwas Gutes, solange er nicht missbraucht wird, um andere auszugrenzen, zu bestrafen oder mit Gewalt an sich zu binden.



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Vielleicht lässt sich das auch mal biologistisch erklären, warum der Mensch extrem und böse wird. So, wie Genome die Sexualität, Erbkrankheiten oder das Essverhalten bestimmen sollen.

Den äußeren und schädlichen Einfluss für das auffällige extreme Verhalten sehe ich aber noch als vordringlich.

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Kommentar von Hooks
05.05.2016, 19:56

Biologistisch?

Also man kann es auch wirklich übertreiben mit der Anhängung von " - istisch" an gewöhnliche Adjektive!

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Bei manchen trifft einfach die  Begründung "Macht" zu.

Wenn jemand(A) einem anderen (B) bei dem kleinsten Vergehen/bei jeder Kleinigkeit mit der Hölle droht und der andere aus Unwissenheit Angst bekommt.

Dann fühlt sich A mächtig gegenüber B.

Anderen  und auch sich selbst glaubwürdig vorzugeben, :Man wüsste was der Wille Gottes oder von einem anderen höheren Wesen ist. 

Gibt einem  das Gefühl "mächtig" sein.  

Denn dann stellt  man sich mit Gott oder diesem Wesen gleich. 

Man steht mit ihm auf einer Stufe. 

Gott oder dieses Wesen gilt ja bei vielen  als mächtigste Macht der Welt. 

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Leute die so krass nach einer Religion leben wollen einfach ein einfaches Leben führen ohne sich anzustrengen. Das ist einer der Punkte der Religion wenn sie strenggläubig gelebt wird einfach ausmacht. Der Mensch will sich nicht anstrengen, deshalb lebt er einfach nach einer Religion.

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Das liegt daran das die Menschen die daran glauben Angst vor der Auslöschung ihrer Existenz haben. Denn sie können sich nicht selbst davon überzeugen, das nach dem Tod sie erlöschen sind.

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Vermutl hat jeder erst einmal einen persönlichen Grund.

Auffällig ist allerdings, Islam und Koran waren in jüngerer Vergangenheit kein auffälliges Thema in unserer Gesellschaft. Aber es waren nicht die Flüchtlinge des IS, die Islam und Islamismus zum Alltagsthema werden liessen. Offenbar fehlte in der Vergangenheit der Funke, mit dem der Feuereifer gezündet werden konnte und die Parolen der AfD übernahmen diese Aufgabe.

In der BRD ist Religion Privatsache. Obwohl man in der Bibel viele Textstellen findet die frauenfeindlich / undemokratisch sind, hat man das hierzulande überwunden.

Der Islam beharrt auf dem Wortlaut des Koran und des Propheten. Es dürfte noch ein weiter Weg sein bis möglichst viele erkennen, die Sharia verträgt sich nicht mit GG.

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Kommentar von MarkusKapunkt
03.05.2016, 17:44

Diesen Weg hatte der Islam in der Vergangenheit bereits beschritten. Schon im Frühmittelalter wurde an den islamischen Bildungsstätten in Bereichen geforscht, die erst in den letzten zwei Jahrhunderten wieder Aufmerksamkeit bekamen. Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass der Islam in jener Zeit die toleranteste Religion überhaupt war und dass Bildung und Forschung nur in den Ländern möglich war, die islamisch waren. Das gesamte Wissen der Antike, das uns heute noch verfügbar ist, stammt aus islamischen Ländern. Islamische Wissenschaftler entwickeln das heute überall angewendete Dezimalsystem der Zahlen. Islamische Naturforscher entdeckten die Evolution und sogar die Abstammung des Menschen vom Affen bereits viele hundert Jahre vor Charles Darwin.

Kurz- Der Islam ist es nicht, der so eine Geisteshaltung, wie ich sie in meiner Frage kritisiere, erzeugt. Das tut die Gesellschaft, wenn sie Fundamentalisten frei wirken lässt. Ein Christ, der die Bibel wortwörtlich auslegt, ist genau so gefährlich, wie ein Moslem, der das mit dem Quran tut - Aber wenn beide sich zusammensetzen und Toleranz als oberstes ihrer Ziele verstehen, dann sind sie imstande, sehr viel fruchtbares zu leisten, trotz (oder sogar wegen?) ihrer Religion.

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Diese Menschen haben einfach falsche Bilder im Kopf. Falsche Glaubensbilder können zu vielen Falschen Entscheidungen führen(z.b.beim IS wegen den Terroranschlägen für Allah) Diese Menschen denken wirklich ihre Religion ist die richtige und wollen das mit allen Mitteln durchsetzen. Die Fragen werden nicht gesperrt weil es halt Anscheinend nicht gegen die Richtlinien verstößt.

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Kommentar von MarkusKapunkt
03.05.2016, 17:36

Ich habe vorhin eine ähnliche Frage gestellt, allerdings sie nicht so offen gelassen. Ich wollte darin die Argumente der Fundamentalisten selbst hören - aber meine Frage wurde gelöscht. Zensur findet also statt, aber offenbar nicht am richtigen Ende.

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Also meistens Liegt es an der Armut da manche keine andere Lösung haben vertrauen sie auf Gott und die Welt aber Leider gibs idealistische Glauben die Blodsinn sind wie Selbmord usw

Ps ich glaube nicht an Gott falls die Frage kommt weil jeder lebt für sich selbst und entscheidet fur sich selbst und das wird auch immer so bleiben :)

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Kommentar von FLUPSCHI
03.05.2016, 17:29

Armut ist nicht das meiste problem aber es ist ein Bestandteil und weil Viel aus dem Eltern an die Kinder weiter gegeben wird

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Nicht die Religion an sich ist fundamentalistisch (wobei dieses fundamentalistisch, nicht gleich extremistisch ist) ... sondern der Mensch gestaltet sich seinen Weg. 

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Viele Menschen leben in einer Art "Käfig", in welchen sie vom "Gott dieser Welt" (Offb.12,9) gefangen gehalten werden (Röm.7,23; 2.Tim.2,26).

Gottes Sohn gab sein Leben, um uns davon zu befreien (Röm.6,23).

Dazu ist "Glaube" nötig (Hebr.11,1; 1.Joh.5,4).

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Die Menschen gehen dich also persönlich etwas an? Und sie stören dich?

Religionsfreiheit bedeutet an das glauben zu dürfen wo für man steht.

Und ich persönlich bin Christ und glaube an Jesus, Gott und an den Heiligen Geist und wie sie alle heute noch wunder tun. Ich persönlich könnte jetzt Geschichten aus meinem Leben erzählen und bezeugen warum es für mich bewiesen ist das es Gott gibt aber das tue ich bewusst nicht hier da ich Atheisten und ungläubige respektiere.

Also sag mir warum sollte es so wenig Religiöse Menschen geben?

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Kommentar von MarkusKapunkt
04.05.2016, 09:35

Du verstehst meine Frage nicht. Es geht mir nicht darum, dass Religionen kein Existenzrecht haben. Ich bin selbst Christ und angehender Religionslehrer. Auch ich könnte dir Geschichten erzählen, wie ich zu meinem Glauben gekommen bin. Aber das ist nicht das Thema und auch nicht mein Problem.

Mich stören Leute, die sich von anderen Menschen gestört fühlen, nur weil diese eben nicht ihren eigenen Glauben haben. Mich stören ihre vehemente Ablehnung wissenschaftlich längst bestätigter Theorien, nur weil diese nicht in ihr überliefertes Weltbild passen. Mich stören ihre frauenverachtenden und homophoben Leitgedanken. Mich stören ihre Lehrmeinungen, die das Leben einschränken, anstatt es zu bereichern. Mich stören Abhängigkeit und Kontrolle, die durch die Angst vor einer Hölle schon bei dem geringsten Verstoß gegen eine ihrer Regeln ausgeübt werden.

Das alles hat nichts mit Religion zu tun, sondern mit Fanatismus. In meiner Frage geht es darum, was Menschen antreibt, sich diesen extremistischen Religionen anzuschließen.

Nur um diese geht es. Gläubige Menschen, die tolerant und respektvoll mit ihren Mitmenschem umgehen und ihren Glauben leben, ohne sich von einer Obrigkeit unterwerfen zu lassen (was auf sicher die meisten Angehörigen einer Konfession zutrifft, nur so nebenbei), interessieren mich bei dieser Frage nicht. Du brauchst dich also nicht angegriffen fühlen, wenn du zu dieser Gruppe gehörst.

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auch solche menschen haben ein recht auf leben und freie meinungsäußerung

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Kommentar von MarkusKapunkt
05.05.2016, 10:40

Die Freiheit und die Rechte der einen enden aber dann, wenn sie die Freiheit und Rechte der anderen beschneiden wollen.

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  • Sofern es um den Christlichen Glauben geht ist das eher eine Frage der Fehlenden Information über die christliche Lehre .Welche keinen mit der Hölle bedroht der ein Sünde begeht .
  • Auch ist die christlich Hölle kein Ort wo du, durch Gottes Willen gefoltert wirst ,sondern es ist damit die Gottes Ferne bezeichnet ,die dadurch entsteht dass ein Mensch Gott bewusst und im Freien  Willen den Rücken kehrt .Da der Mensch nach Gottes Ebenbild geschaffen ist, ist er auch für die Ewigkeit bestimmt und seine Freiheit beinhaltet auch die Möglichkeit dass er sein letztens Ziel verfehlen kann .
  • Was den Islam betrifft ist wohl weniger die Islamische von Gott geschaffene Hölle das Problem, sondern die Tatsache dass die SCharia das von Gott geoffenbarte Gesetz die Scharia über jedem irdischen Gesetz also auch über dem deutschen Grund gesetzt steht .Die scharia regelt bekanntlich das Lebe des Muslim von der Art wie du andren zu begegnen hast ,darüber sie du Sex hast und auch wie sich ein Muslimischer Politiker zu verhalten hat . 
  • Dazu gilt selbst der Zweifel des Muslims schon als Grossses Problem und als Apostasie ,und der ISlam spricht dem Muslim kein Gewissen zu in dem er das richte erkennen könnte ,nur der Koran die Hadit und die Scharia kann ihm sagen was richtig und was falsch ist .
  • Der Islam ist also am End viel mehr soziopolitisches System als Religion und daher kann er sich auch unaufhaltsam dermassen verbreiteten .


  • Lesetip dazu :

    Das Dschihadsystem - wie der Islam funktioniert (Politik, Recht, Wirtschaft und Gesellschaft) Broschiert – 5. Juli 2010 von Manfred Kleine-Hartlage 

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