Was studieren (Bereich Medien, Management, Kultur...)?

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3 Antworten

Ich habe mich vor einigen Jahren (nachdem ich zunächst eine technische Ausbildung in einem Verlagshaus absolviert hatte) dazu entschieden, noch ein Medien- und Kommunikationsmanagement Studium an einer Fachhochschule hinten dran zu hängen. Und das habe ich bis heute nicht bereut.

Neben den wirtschaftswissenschaftlichen Grundlagen (Mathematik und Statistik, BWL und VWL etc.), die mir durch meine technische Ausbildung fehlten, fließen da im Grundstudium viele medienspezifische Bereiche mit ein - wie z.B. Medienpsychologie, Medienökonomie, Kommunikation oder auch Informationstechnologie, Recht etc.

Im Hauptstudium hatte ich dann die Möglichkeit, die Weichen für meine künftigen Arbeitsbereiche zu stellen. 

Denn hier gibt es zahlreiche Möglichkeiten, wie es dann weitergehen kann. 
Einige zur Wahl stehende Fächer: Marketing, Controlling, Kommunkationsmanagement (klassischer Werber), Werbepsychologie, Internationales Management, Onlinemarketing, aber auch Eventmanagement oder Sporteventmanagement usw. 

Je nach Kombination und Neigung bieten sich Dir da gute Möglichkeiten. Vor allem dann, wenn man nicht die klassischen Kombinationen wählt. Controlling ist z.B. relativ unbeliebt, bietet aber in Kombination mit Marketing später einige Möglichkeiten. Ebenso wäre beispielsweise (Werbe-)Psychologie mit Marketing oder Kommunikation eine reizvolle Kombi, da in den Marketingabteilungen der Unternehmen zumeist BWLer mit Marketingschwerpunkt sitzen, die relativ wenig Ahnung von Psychologie haben (was aber für Marketing und Werbung sehr wichtig ist).

Journalismus ist ein schwieriger Weg, zumal in dem Bereich heute viel mit Freiberuflern gearbeitet wird. Aber es ist durchaus denkbar, nach einem Communication-Studium auch in diese Richtung zu gehen...

Im Grunde genommen musst Du Dir immer vor Augen halten:
Je allgemeiner Du Dein Studium hältst (BWL), desto mehr Möglichkeiten hast Du später in einem relativ großen Feld. Der Nachteil: BWLer gibt es im Überfluss, was sich nicht zuletzt im Gehaltsgefüge wiederspiegelt.
Je mehr Du Dich spezialisierst (z.B. Psychologie und Communications), desto mehr schränkst Du Dich auf ein bestimmtes Berufsfeld ein und desto weniger potentielle Arbeitgeber warten auf Dich - aber in diesem Bereich bist Du begehrt und kannst auch entsprechend verdienen.
Ist also letztendlich auch eine Frage dessen, wie flexibel Du später bist, was z.B. Deinen Wohnort angeht. Als BWLer findest Du sicherlich überall etwas, wenn Du Deine Gehaltsansprüche weit genug herunter schraubst. Als Spezialist für den Bereich XY musst Du unter Umständen Deinem Beruf hinterher ziehen...

Vielen Dank für die erste vernünftige Antwort!! An Medien- und Kommunikationswissenschaft habe ich auch schon gedacht, aber viele raten davon auch ab, da es zu oberflächlich und theoretisch sei. In wie weit helfen bei einem BWL Studium wohl Kontakte in beispielsweise Marketingabteilungen großer Tageszeitungen wie FAZ um später einen Job zu bekommen?

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@CaLeo0

Hallo CaLeo0,

Zu Medien- und Kommunikationswissenschaften:
Das hängt natürlich immer ganz von der Hochschule ab, wie sich die Studiengänge zusammen setzen und was das Curriculum vorsieht.
Natürlich wird da vor allem im Grundstudium sehr viel Allgemeines (wirtschaftswissenschaftliche Grundlagen) behandelt - und das aufgrund der knappen Zeit natürlich nur oberflächlich. 
Aber je nach Hochschule hat man dann eben auch die Möglichkeit, Schwerpunkte zu belegen, wo bestimmte Dinge dann vertieft werden.
Universitäten sind dabei immer theoretischer als Fachhochschulen, bei letzteren wird oft sehr viel Wert auf die Praxis gelegt z.B. durch Kooperationen mit der Wirtschaft, Praktika, Projekte usw.

Und mit einem angeschlossen Master-Studium kannst Du Dich dann nochmal besonders in diesem oder jenem Bereich spezialisieren.

Da würde ich Dir wirklich empfehlen, Dich nach verschiedenen Hochschulen umzusehen, mal eine Probevorlesung dort zu besuchen, in die Curricula der Studiengänge zu schauen und mit dem ein oder anderen Studenten über seine Erfahrungen zu sprechen.

Beim BWL-Studium ist das Problem, dass dieses nun wirklich oberflächlich ist, da es ein riesiges Feld abdeckt.

Aber auch hier kann man im Rahmen des BWL-Studiums in Richtung Marketing gehen.

Und natürlich hilft es immer, vor, während und auch nach dem Studium Kontakte zu knüpfen und sich ein kleines Netzwerk aufzubauen. Und je größer die Zahl der Absolventen, desto mehr dürfte sich "Vitamin B" bezahlt machen.

Deshalb ist es auch immer eine Chance, während des Studiums als Werkstudent (z.B. in der Marketingabteilung) zu arbeiten, mit seiner guten Arbeit im Rahmen eines Projektes auf sich aufmerksam zu machen oder seine Bachelor-/Masterarbeit in Kooperation mit einem interessanten Arbeitgeber zu schreiben.
Denn hinterlässt Du dabei einen guten Eindruck, dann hast Du bei einer anschließenden Bewerbung ganz sicher gewaltige Vorteile gegenüber allen anderen, "unbekannten" Bewerbern!

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Das meiste davon ist brotlos oder zumindest wird es schwierig werden, in diesen Bereichen eine gut bezahlte Stelle zu finden. Management? Was meinen Sie damit? Studieren Sie BWL oder VWL,  dann haben sie eine große Bandbreite an beruflichen Möglichkeiten.

Dann vermutlich eher Wirtschaftswissenschaften

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@CaLeo0

Ich würde Jedem raten, sich an seinen Neigungen zu orientieren, denn wenn man sich verbiegt und mit einem Studienfach und im späterem Beruf herumquält, wird man das später bitter bereuen. Und wirklich erfolgreich wird man ziemlich sicher auch nicht. Andererseits will man aber eine Perspektive haben, einen Job finden, mit dem man auch Geld verdienen kann. Mit den von Ihnen erwähnten Berufsfeldern wird das wahrscheinlich schwer. Natürlich kann man auch hier das Glück des Tüchtigen haben, aber die Wahrscheinlichkeit ist eher niedrig. In diesen Berufen arbeiten sich viele nach dem Studium von einem zum anderen Praktikum durch, bis 

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@Mike074

Sorry, versehentlich abgeschickt, bevor ich fertig geschrieben hatte. 

... sie eine Chance auf Festanstellung bekommen. Ich kenne viele solcher Beispiele aus meinem unmittelbaren Umfeld. Mit einem Wirtschaftsstudium decken Sie einen großen Bereich möglicher Berufsfelder Ihrer Wahl ab, insbesondere mit dem Studium der Volkswirtschaftslehre. Das Studium idt allerdings nicht unbedingt durchweg prickelnd. Viel Mathematik, Statistik, theoretische Wirtschaftsmodelle. 

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Die Motivation - keinen Fehler  machen zu wollen,

lässt sich nicht aufrechterhalten.

Ob eine Wahl ein Feher war oder nicht , liegt oft im Auge des Betrachters.

Die Frage ist ja , wie jederman selbst mit der Wahl umgeht und was er daraus macht.

Die Wahl eines Studiengangs ist ein Anfangspunkt, kein Endpunkt einer Laufbahn.

Ich bin der Meinung, dass man ja immer erstmal das Beste versuchen kann und Dinge wirklich abwägen sollte! Wenn es hinterher falsch war dann ist es eben so, aber man hat sich immerhin zu Beginn Mühe gegeben!

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