Was stellt man bei dem Vergleich der Bindungsarten “Atombindung” und “polare Atombindung” fest?

3 Antworten

Hier die verschiedenen Bindungsarten.

Ionenbindung: Grundprinzip ist, das ein Atom (meist ein Metallatom) Elektronen ganz abgibt und ein anderes Atom (meist ein Nichtmetallatom) diese aufnimmt. Die entstehenden positiv und negativ geladenen Ionen werden durch elektrostatische Anziehungskräfte zusammengehalten und bilden ein Gitter.

Atombindung: Zwei (oder mehr) Atome nutzen einige ihrer Valenzelektronen gemeinsam. Polare Moleküle haben ein Ungleichgewicht, was die Verteilung der Bindungselektronen betrifft. Das Atom mit der größeren Elektronegativität zieht die Bindungselektronen stärker an sich. Es entsteht dort der negative Pol und am gegenüberliegenden Ende der positive Pol. Beispiel Wassermolekül. Unpolare Moleküle sind diesbezüglich im Gleichgewicht.

Metallbindung: Alle Atome geben alle Valenzelektronen ab, die sich dann innerhalb des Metalls frei bewegen (darum leiten Metalle Strom). Der Zusammenhalt erfolgt durch elektrische Anziehungskräfte zwischen den Elektronen und den positiv geladen Atomrümpfen.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

Mann unterscheidet sinnvollerweise 3 Bindungsarten: kovalente Bindung, ionische Bindung und metallische Bindung. Und kovalente Bindungen können nun unpolar sein oder polar. Sie sind absolut unpolar, wenn es sich bei den Bindungspartnern um identische Atome handelt, z.B. H-H, O-O, N-N, Cl-Cl. In diesen Fällen herrscht Symmetrie und beide Atome beanspruchen die Bindungselektronen gleichermaßen und zu gleichen Anteilen. Wenn die Bindungspartner unterschiedlich sind, zerren sie wegen ihrer unterschiedlichen Kernladung und ihren Atomradien, also aufgrund coulombscher Kräfte auch unterschiedlich stark an den gemeinsamen Bindungselektronen. Diese sind dann auf die Seite des stärker ziehenden Bindungspartners verschoben. Die Ladungsverteilung ist unsymmetrisch und es entsteht dadurch ein Dipol. Das ist dann eine mehr oder weniger polare, kovalente Bindung.

Bei der polaren atombinung muss der elekronegativitätsunterschied größer sein ich glaube größer als 0,5

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