Was stellt ihr euch unter "Gott" vor (bitte auch alle Atheisten antworten)?

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69 Antworten

Für mich als Atheist ist Gott eine Vorstellung in den Köpfen der Gläubigen.

An dieser Vorstellung ist aus meiner Sich grundsätzlich nichts schlechtes. Sie hilft vielen Menschen auf die ein oder andere Weise.

Viel Menschen halten Ihre persönliche Vorstellung eines Gottes auch für die eine unumstössliche Wahrheit, obwohl die meisten Gottesvorstellung, von einem objektiven Standpunkt aus betrachtet, alle Gleich (un)wahrscheinlich sind. Diese Meinung, man hätte die Wahrheit gepachtet, ist für das zusammenleben der Religion auf unserer Erde nicht unbedingt förderlich, ist aber auch nicht zwangsläufig gefährlich.

Gefährlich  wird der Glaube an einen Gott und die oft damit einhergehende Religiosität erst wenn man denkt, diese gäbe einem das Recht über andere Menschen zu Urteilen und/oder Ihnen das eigene Weltbild oder die eigene Moral aufzuzwingen.

Ich persönlich halte einen  Glauben an einen Gott, nicht für nötig, denn ich habe Ihn meinem Leben noch nie etwas erlebt oder erfahren, dass auch nur Ansatz weise die Existent eines solchen bedingen würde.

Ich akzeptiere natürlich jeden der anderer Meinung ist, solang dieser weder mir noch der Gesellschaft versucht sein Weltbild und seine Moralvorstellungen aufzuzwingen.¨

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Kommentar von DonkeyDerby
08.04.2016, 10:20

Dem schließe ich mich vorbehaltlos an.

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Kommentar von Ichthys1009
09.04.2016, 12:53

Danke für deine Antwort.

"eine Vorstellung in den Köpfen der Gläubigen"

Meine Frage hast du leider noch gar nicht beantwortet. WAS für eine Vorstellung ist denn in den Köpfen der Gläubigen von "Gott"?

Magst du dazu auch noch etwas schreiben?

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Hallo Ichthys1009,

ich glaube an Gott so, wie er sich selbst in seinem geschriebenen Wort, der Bibel, offenbart hat. Folgende Punkte sagen das Wesentlichste über ihn aus:

Gott ist eine wirkliche Person

Einige meinen zwar, Gott stehe für das Gute im Menschen, doch zeigt die Bibel, dass Gott ein real existierendes Wesen, eine Person, ist. In dem Bibelbuch "Hebräer" heißt es: "Denn Christus begab sich nicht an eine mit Händen gemachte heilige Stätte, die ein Abbild der Wirklichkeit ist, sondern in den Himmel selbst, um nun vor der Person Gottes für uns zu erscheinen." (Hebräer 9:24)

Er ist natürlich nicht wie wir aus Fleisch und Blut, besitzt also keinen materiellen Leib. Die Bibel sagt: "Gott ist ein Geist" (Johannes 4:24) Das bedeutet nichts anderes, als dass Gott einen Körper besitzt, der sich in seiner Art von dem materieller Geschöpfe unterscheidet und für das menschliche Auge nicht sichtbar ist. Seine Macht und Kraft ist zwar unendlich größer als die von uns Menschen, dennoch ist Gott nicht nur eine unpersönliche Kraft. Er ist ein Wesen mit menschlichen Gefühlen wie wir. Das geht z. B. aus folgender Aussage der Bibel hervor: "Wie oft rebellierten sie gegen ihn in der Wildnis, Immer wieder kränkten sie ihn in der Wüste! Und immer wieder stellten sie Gott auf die Probe, Und dem Heiligen Israels bereiteten sie Schmerz."     (Psalm 78:40,41)

An anderer Stelle heißt es: "Während all ihrer Bedrängnis war es für ihn bedrängend. Und sein persönlicher Bote, er rettete sie. In seiner Liebe und in seinem Mitleid kaufte er selbst sie zurück, und er hob sie dann empor und trug sie all die Tage von alters her. (Jesaja 63:9)

Gott ist ohne Anfang und ohne Ende

In den Psalmen steht: "Ehe selbst die Berge geboren wurden Oder du darangingst, wie mit Geburtswehen die Erde und das ertragfähige Land hervorzubringen, Ja von unabsehbarer Zeit bis auf unabsehbare Zeit bist du Gott. (Psalm 90:2) Wir können zwar nicht völlig begreifen, was es bedeutet, dass Gott ohne Anfang und ohne Ende ist, dennoch ist das kein Grund, es abzulehnen. Denke nur einmal an die Zeit. Niemand könnte sagen, es gäbe irgendwann keine Zeit mehr. Wir lehnen also den Begriff Zeit nicht deswegen ab, weil wir nicht alle damit verbundenen Gesichtspunkte begreifen können.
Ähnlich ist es mit dem Weltraum. Astronomen finden dort weder Anfang noch Ende, so dass viele glauben, der Weltraum sei unendlich.

Gott hat einen Namen

Viele denken, Gott besitze keinen Eigennamen und bezeichnen ihn daher nur als "Gott", Herrn" oder "Allmächtigen". In der Bibel sagt jedoch Gott über sich selbst: "Ich bin Jehova, das ist mein Name" (Jesaja 42:8) In den meisten modernen Bibelübersetzungen erscheint der göttliche Name nicht, da er durch die Titel "Herr" oder "Gott" ersetzt wurde. In den ursprünglichen Texten der heiligen Schrift stand der Name Gottes etwa 7.000 mal in der Form "JHWH" (hebräische Konsonanten des Gottesnamens) Zwar ist im Laufe der Jahrhunderte die genaue Aussprache des Namens verloren gegangen, doch ist im Deutschen schon sehr lange der Gottesname "Jehova" bekannt. Einige Gelehrte bevorzugen die Form "JAHWE", doch ist das Entscheidende nicht die Form, sondern der Gebrauch des Namens Gottes. Wie wichtig der Gebrauch des Gottesnamens ist, lassen folgende Worte Jesu erkennen: "Und ich habe ihnen deinen Namen bekanntgegeben und werde ihn bekanntgeben, damit die Liebe, mit der du mich geliebt hast, in ihnen sei und ich in Gemeinschaft mit ihnen.“ (Johannes 17:26)

Gott befindet sich an einem festen Ort

Manche denken zwar, Gott sei allgegenwärtig, doch zeigt die Bibel, dass Gottes Wohnsitz "in den Himmeln" ist. Das bestätigen drei nachfolgende biblische Aussagen.
König Salomo betete: „Mögest du deinerseits von den Himmeln, deiner festen Wohnstätte, her hören“ (1.  Könige 8:43).

Jesus Christus lehrte seine Nachfolger, zum „Vater in den Himmeln“ zu beten (Matthäus 6:9).

Über den auferstandenen Jesus wird gesagt, er begab sich "in den Himmel selbst, um nun vor der Person Gottes für uns zu erscheinen" (Hebräer 9:40).

Über Gott gibt es natürlich noch weitaus mehr zu sagen, doch habe ich mich, wie bereits gesagt, auf einige wesentlichen Punkte konzentriert.

LG Philipp

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Die Vorstellung eines „supernaturalen“ Wesens (der Wortstamm „Gott“ kommt ja nur im indogermanischen Sprachgebrauch vor) ist dürfte sich im Entwicklungsgewand der Religiosität und deren Kondensation in psychischen und kulturspezifischer Phänomenen als ein Übergang von einer „domain-specific mentality to a “cognitive fluidity mentality“ (Steven Mithen “The prehistory of mind“; London, Thames and Hudson, 1996, 288 S., hier S.15 ) evolviert haben. Götter sind eine „….spezielle Kategorie von [supernatural] Agenten, die in gewisser Weise ähneln oder zumindest mit menschenähnlichen Eigenschaften besetzt werden, die aber auch Kräfte, Kapazitäten und Fähigkeiten besitzen, die die Ordnungen der menschlichen Existenz überschreiten.“ (aus: Todd Tremlin “Minds and gods : the cognitive foundations of religion”; Oxford u.a., Oxford University Press, 2006, 222 S. hier S.5)

In diesem Anthropomorphismus werden sowohl menschliche Eigenschaften und Grundstrebungen auf diese supernatural „Agenten“ projiziert als auch umgekehrt von Gott auf den Menschen dessen besondere Eigenschaften zurückprojiziert.

In der konkreten Beschreibung – die an dieser Stelle einer Singularität entsprechen würde (niemand kann ja auch Quantenzustände genau beschreiben) – muss eine notwendige, gedankliche Abstraktion (Vorstellung was Gott eigentlich ist) in eine „Überbrückung“ der scheinbar unüberwindlichen Distanz zwischen dem sakral Göttlichen und profan Menschlichen über den Glaube überführt werden – Glaube (als eine Form des Vertrauens) muss quasi an die Stelle der Undefinierbarkeit Gottes treten, da hierzu keine Denkkategorien zu Verfügung stehen (weder kognitiv, symbolisch, semantisch, affektiv noch bildlich).
Volker Gerhardt schrieb einmal:
Als Gott, der uns etwas angeht, kann er nur zu unserer Welt gehören. Folglich muss er als ein Moment der Welt gedacht werden. Nur in ihr kann er alles andere übertreffen und überragen; nur in ihr kann er göttlich sein.“ (Gerhardt, Der Sinn des Sinns, S.223)

Mathematisch wäre ein solcher „Gott“ schon eher beschreibbar – z.B. als Suprazustand in einem „Hilbert-Raum“ (auf der Grundlage eines Noether-Theorems z.B.)

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Wenn ich die Bezeichnung "Gott" höre, habe ich meistens so ein Bild vor Augen, das Ähnlichkeit mit den Gottesbildern von Michelangelo hat.

Mein eigener Glaube geht aber eher in Richtung Deismus. Ich kann mir Gott ursprünglich hinter der Entstehung von Raum und Zeit vorstellen, aber ich würde Gott nicht für die Entstehung der Erde oder gar des Lebens auf der Erde heranziehen. Diese Dinge werden durch die Naturwissenschaft besser erklärt.

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Kommentar von danhof
08.04.2016, 09:28

Aber wenn Gott Raum und Zeit erschaffen hat und allwissen ist, hat er dann nicht auch die Erde und das Leben erschaffen? Oder zumindest die Naturgesetze, die das dann ermöglichten?

Das sind alles sehr interessante, philosophisch abstrakte Fragen, über die ich stundenlang diskutieren könnte :-)

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Nu riyal to = was bleibt, wenn nichts bleibt (ich bin mir nicht mehr ganz sicher, ob das so geschrieben wird...)*

Für mich persönlich, ist das eine gute Art, Gott zu benennen. Ich halte ihn nicht für allmächtig, oder allwissend. Ich glaube nicht, dass Gott die Hand ausstreckt um den fallenden Vogel aufzuhalten. Aber genauso wenig wird er die Parameter ändern, um den Fall schneller vonstatten gehen zu lassen....

Er ist ein Beobachter. Er mag irgendwo dem Universum einen "Schubs" gegeben haben, oder auch nicht... aber wenn alles endet, ist die Frage nach dem Glauben, oder dem richtigen Glauben, nicht mehr wichtig.

Ein Glaube an etwas gibt Kraft und Hoffnung, weiterzumachen. Sei es der Glaube an elf Männer und einen Ball oder einen Mann mit Bart.

*Ich hab diese "Definition" aus den Barakuda Büchern von Gisbert Haefs für mich übernommen. Seine Shil haben ihre ganz eigene Art mit Glauben umzugehen. Jeder darf glauben, was er will (ob er sich den teilweise obskuren örtlichen Gegebenheiten anpasst oder nicht), solange er niemand anderen dadurch Gefährdet. Wobei durch die Sprache, Dinge wie Glaube oder Regierung, von vornherein nur spekulative Gedankenspiele sind.

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Ich bin weder wirklich gläubig, noch bin ich ein eingefleischter Atheist.

Für mich existiert da draußen etwas, was größer, stärker, allumfassender ist, als der reine mikrobiologische Bauplan des Lebens. Was genau das ist, kann ich aber selbst für mich nicht definieren. Ich möchte es weder Gott nennen, noch Allah oder Jahwe. Ich kann auch nicht sagen, ob das einer ist oder mehrere.

Für mich ist aber klar: wir Menschen sind nur ein winziger, unbedeutender Teil eines komplexen Ganzen. Wir sind weder die Besten, noch die Tollsten, noch die Wichtigsten. Und wir haben eine Aufgabe. Nämlich respektvoll und nachhaltig mit uns, unserer Welt und all ihren Geschöpfen umzugehen.

Ob wir das jetzt machen, weil Gott das so will oder Buddha oder Zeus oder einfach nur wir selbst ist ja im Prinzip egal. Fest steht: wir sollten es so machen. Und wer es nicht tut, ist für mich nur ein weitere Beweis dafür, dass die Menschheit ganz sicher alles ist, aber nicht die Krone der Schöpfung.

Wünschen würde ich mir ein Universum in dem einfach alles existiert. Nebeneinander. Friedlich. Erfahrbar als etwas, wofür es sich lohnt stark zu sein. Als etwas, was Sicherheit gibt. Egal wie es nun heißt oder wie genau man es sich vorstellt. 

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Was meinst du, wenn du "Gott" sagst?

Wenn ich Gott höre, dann denke ich zuallererst an den christlich-judäisch-muslimischen Gott. Der christliche Gott ist ja dasselbe Wesen wie der jüdische Gott und der Gott des Islam. Die streiten sich ja untereinander nur darum welche Bücher verfälscht sind und welche nicht, sowie darum wer ein Prophet und wer der Erlöser war. Bei Gott denke ich an einen Gott, der ein persönliches Interesse an jedem einzelnen Menschen hat.

An welche erfahrbare Wirklichkeit glaubst du dabei? 

Da ich Atheist bin glaube ich an gar keine erfahrbare Wirklichkeit.

Und, falls du Atheist bist, was genau lehnst du ab, wenn du "Gott" ablehnst?

Ich finde ablehnen ist ein unpassendes Wort. Ich glaube nicht an das Konzept. Es gibt keinen Einzelpunkt, der mich zu meinem Unglauben veranlasst. Es gibt ja keine absolut unumstößlichen Beweise. Es gibt aber Unmengen von Indizien, die für mich eindeutig darauf hinweisen, dass es keinen Gott gibt, der ein persönliches Interesse an uns hat. Wenn überhaupt, dann könnte ich mir ein Wesen vorstellen, das den Anstoß zur Entstehung unseres Universums gab. So ähnlich wie wenn ich einen Ball einen Hügel herunter rollen würde. Er rollt erst, wenn ich ihn anstupse, aber danach habe ich keinen Einfluss mehr auf diesen Ball. Es interessiert mich auch nicht was mit den Einzellern, die auf diesem Ball leben passiert. Schon gar nicht behalte ich jeden einzelnen davon im Auge und schau ob er sich anständig verhält.

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Gott ist nichts weiter als eine Idee, besser gesagt, eine Ausrede. Es ist nichts reales, sondern eine Ausrede für Leute denen die Erklärungen ausgehen und die nicht zugeben wollen etwas nicht zu wissen.

Es ist eine Lüge, die die Menschen in eine falsche Sicherheit wiegt, in eine Sicherheit die sie den Tod über das Leben stellen lässt und damit das Leben selbst pervertiert.

Es gibt keinen Gott und hat nie einen gegeben.

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Kommentar von Ichthys1009
09.04.2016, 13:28

Danke für deine Antwort.

Meine Frage hast du noch gar nicht beantwortet.

"eine Idee ... eine Ausrede"

Was für eine Idee denn, mit welchem Inhalt? Wer oder was ist das denn, dem man die Bezeichnung "Gott" gibt?

Magst du dazu noch etwas schreiben?

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Dass Atheisten (wie z.B. ich ) "Gott ablehnen" halte ich für ein albernes Gerücht. Gott ist die Vorstellung eines allmächtiges Wesens und die personalisierte Gerechtigkeit. Insofern ich dazu bestenfalls ein intellektuelles und ein ästhetisches, aber kein spirituelles Verhältnis pflege, bin ich Atheist.

Im Übrigen lehne ich in gleicher Weise nicht Zeus, Prometheus, Thor, Mars und Venus ab. Deshalb muss ich die Götter weder verehren noch ihnen gegenüber ständig Rechenschaft ablegen über meine Taten und Untaten. Und die Diskussion über deren "Existenz" überlasse ich den Spökenkiekern.

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Kommentar von Ichthys1009
09.04.2016, 13:12

Was findest du an der Formulierung "Gott ablehnen" problematisch?

Ich könnte auch einfach sagen:

"die Vorstellung "Gott" ablehnen" oder

"die Existenz Gottes leugnen" oder

"nicht glauben, dass es "Gott" gibt".

Verstehst du "ablehnen" in diesem Zusammenhang als affektive Wendung gegen etwas oder jemanden?

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Kommentar von DreiGegengifts
09.04.2016, 13:27

Gott ist die Vorstellung eines allmächtiges Wesens

Das halte ich für ein albernes Gerücht, das nie die Grenzen der theistischen Gottesvorstellung überwunden hat.

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Ich stelle mir jedenfalls nicht einen alten Mann vor, der irgendwo im Himmel sitzt und würfelt, wem er jetzt helfen soll und wo er ein Erdbeben hinschicken soll.

Gott ist für mich die Schöpfung. Er hat sie nicht gemacht, sondern er ist die Schöpfung.

Darum können wir Gott auch nie erkennen, weil wir die Schöpfung selbst auch niemals erkennen können. Hat man eine Frage beantwortet, eröffnen sich gleich 10 neue.

Darum kann man sich auch kein Bildnis von Gott machen, da man die Schöpfung nicht abbilden kann.

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Unter Gott (besser wäre ja Götter) stelle ich mir Konstrukte vor, die sich Menschen vor über 2000 Jahren für ihre Fantasie (u.a.) aus ihrer Fantasie erdacht haben. Ich denke die Menschen haben sich dieses ausgedacht, um ihrem Leben philosophisch einen Grund und Ursprung zu geben, die Kräfte der Natur zu symbolisieren (und vlt. auch zu erklären), um eine Verbesserung ihres Lebens zu bewirken und um Geschichten zu erzählen.

Mir persönlich macht es Spaß darüber zu philosophieren, und zu schwärmen. Solange es nicht zu ernst wird.

Meiner Meinung nach sollte Religion nicht nur stures Befolgen sein, sondern auch Spaß machen.

Ich hallte die Möglichkeit, dass es sie gibt für verschwindend gering, fast gegen Null, aber so lange uns die nötigen Messmittel und Experimente fehlen, immer noch als nicht auszuschließen.

PS: Das bezog sich auf die germanischen und nordischen Gottheiten.

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Kommentar von Vando
09.04.2016, 01:54

PS: Derjenige der mir einen Pfeil runter auf meine Darstellung meiner Ansichten gegeben hat, darf sich gerne bei mir melden, und seine Gründe verraten. Ich bin gewiss nicht böse, will aber mal verstehen, wieso man auf sowas eine Negativbewertung dalässt.

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Kommentar von Ichthys1009
09.04.2016, 13:03

Danke für deine Antwort.

"Konstrukte ... aus ihrer Fantasie"

Meine Frage hast du noch gar nicht beantwortet. WAS für Konstrukte, mit welchem Inhalt, meinst du denn, wenn du "Gott" sagst?

Magst du dazu auch noch etwas schreiben?

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Ich bin Christ.

Ich stelle mir unter Gott eine höhere Macht vor.

Ob diese Macht dann auch gleichzeitig ein Wesen ist, kann man als Christ annehmen, da der Mensch ja nach Gottes Ebenbild geschaffen wurde, muss man aber auch nicht zwangsläufig. Ich halte zumindest die Vorstellung von Gott als älteren Herrn mit Rauschebart für ziemlich fraglich.

Eine erfahrbare Realität habe ich für mich persönlich ausgeblendet, da ich der Ansicht bin, Gott erfährt man erst so richtig nach dem Tod.

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Ich bin Atheist und glaube dementsprechend nicht an Gott. Respektiere aber natürlich jeden glauben solange er mir nicht zwanghaft untergeschoben wird.

Wenn ich über Gott nachdenken soll dann ist da für mich irgendwie nichts. Es gibt nichts darüber zu diskutieren in meinen Augen, weil es mein Leben überhaupt nicht betrifft. Für manche mag er/sie existent sein aber ich brauche einfach keinen Gott in meinem Leben.

Was ich an Gott ablehne? Was gibt es abzulehnen wenn es ihn/sie nicht gibt. 

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Ich bin Atheist. Ich glaube nicht, daß es eine höhere Instanz wie einen "Gott" gibt - also eine Art Wesenheit mit "kosmischen Kräften". In meinem Weltbild ist kein Platz für einen "Schöpfer des Himmels und der Erde". Ich denke, das Universum ist ohne den Eingriff eines "höheren Wesens" entstanden. Und ebenso denke ich, daß es kein "höheres Wesen" gibt, welches jetzt irgend einen Einfluß auf irgend etwas ausübt.

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Ich bin Atheist und glaube an die Wissenschaft und denke das Religion und Wissenschaft nicht miteinander zu vereinbaren ist. Ich respektiere den Glauben von anderen lehne aber die Kirche als Institution ab.

In Kriegen wurden die Soldaten beider Seiten gesegnet und eingetrichtert sie würden Gott auf ihrer Seite haben. Auf welcher Seite war er denn wirklich?

Und wenn es wirklich einen oder mehrere Götter geben sollte, warum lässt er dann soviel Ungerechtigkeit auf der Welt zu?

Der Glaube an was übernatürliches kann dem Menschen in bestimmten Situationen Kraft und halt geben, aber dafür braucht es die Kirche nicht.

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Kommentar von Ichthys1009
09.04.2016, 13:32

Danke für deine Antwort.

Meine Frage hast du noch gar nicht beantwortet.

"was Übernatürliches"

Wer oder was soll das sein, wie kann man sich das vorstellen?

Welche Eigenschaften hat so etwas oder so jemand, den oder das man mit "Gott" bezeichnet?

Magst du dazu noch etwas schreiben?

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Hallo :)

Ich stelle mir unter Gott sicherlich nicht den weißbärtigen Mann vor, der auf seiner Wolke hockt, uns beobachtet, dabei leicht reizbar ist & die Leute nach Gutdünken mit drakonischen Strafen "bedenkt".

Um genau zu sein ----------> ich habe von Gott kein Bild vor mir... ich kann dahingehend absolut nix sagen, sorry... ich weiß, dass es irgendeine "Macht" gibt, aber personifiziert habe ich diese nicht.

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Hallo,

spannende Frage, hab mir auch die anderen Antworten mal angeguckt und fand die wirklich interessant.

Nun zu mir: Ich war auf einer christlichen Schule hatte also 8 Jahre lang Religionsunterricht, indem die Existenz eines Gottes gar nicht erst in Frage gestellt wurde. Das hab ich dann gemacht, als eine der wenigen Schüler*innen, die weder getauft noch konformiert oder ähnliches waren.

Damals habe ich mich als Atheistin bezeichnet, ich bezweifle die Existenz von einem Gott noch heute und finde es auch nicht zielführend sie mit Bibelzitaten zu "beweisen" oder Argumente dafür zu finden. Denn seien wir mal ehrlich... in der Bibel findest du zu fast allem was da steht auch das genaue Gegenteil.

Heute würde ich, wenn ich muss, mich wahrscheinlich am ehesten als Agnostikerin bezeichnen, also ich glaube nicht an Gott, glaube auch nicht an die Existenz eines Gottes, kann aber aus meinem begrenzten Wahrnehmungsspektrum nicht ausschließen, dass es nicht doch so etwas gibt.

LG Luisaaaaa

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Kommentar von Ichthys1009
08.04.2016, 20:12

Danke für deine Antwort.

"dass es nicht doch so etwas gibt"

Aber WAS genau? Wer oder was ist dieses "so etwas", das du dann mit "Gott" bezeichnen würdest?

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Ich bin Buddhist und glaube nicht an einen personifizierten Gott.

Ich lehne aber "Gott" nicht ab, sondern respektiere, dass viele Menschen das Bedürfnis nach einer persönlichen Beziehung zu etwas "Höherem" haben.

Wenn dieses Konzept einer "elterlichen Fürsorge" zu einem glücklichen, friedlichen und verantwortungsbewussten Leben führt, habe ich keinerlei Problem damit.

Persönlich sehe ich einfach die wissenschaftlichen Erkenntnisse als ausreichend für die rationale Erklärung der Welt an. Die Existenz eines Gottes würde für mich mehr Fragen aufwerfen, statt Antworten zu geben.

Meiner Meinung nach gibt es aber zumindest einen gemeinsamen religiösen Geist der Religionen und vielleicht sogar der Menschen, unabhängig von der Konfession, oder ihrem Glauben an Gott. 

Auch das es eine "höhere Ordnung" gibt, deren Gesetze wir aber (noch) nicht verstehen, schließe ich nicht aus.

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Für mich als Christ ist Gott wohlwollend und verzeihend. Tröstend und fürsorglich. Er ist Mensch geworden und am Kreuz für mich gestorben und wieder auferstanden. Also ist Gott ein liebender Gott, der eine Beziehung zu mir möchte und mir diese durch seinen eigenen Tod ermöglicht. Noch Fragen?

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"Was meinst du, wenn du "Gott" sagst?" 

Das was in den Kontext passt. Wenn ich mich innerhalb einer christlichen Diskussion befinde, dann meine ich wohl kaum Thor.

"An welche erfahrbare Wirklichkeit glaubst du dabei?" 

Bitte genauer definieren. Was meinst du mit Wirklichkeit und was meinst du mit erfahrbar? Wirklichkeit welche es zweifelsohne gibt? Keine. Wirklichkeit welche ich erlebe? Meine.

"Und, falls du Atheist bist, was genau lehnst du ab, wenn du "Gott" ablehnst?"

Das Konzept eines allmächtigen, allwissenden Wesens, das Konzept eines höheren, nicht sichtbaren oder anfassbaren oder nachweisbaren Wesens. Dazu kommen noch einige Widersprüche, je nach Religion, sowie moralische Punkte (auch auf spezielle Religionen bezogen).

Eigentlich wäre sogar die leichtere Frage: Was lehne ich nicht ab.

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Kommentar von Ichthys1009
09.04.2016, 13:44

Danke für deine Antwort.

"was in den Kontext passt"

Was wäre dann aber der Kontext, wenn es keine ausgesprochen christliche Diskussion wäre? Sondern einfach so wie hier auf gutefrage?

Magst du die von dir gestellte Frage: "Was lehne ich nicht ab?" auch noch beantworten?

Würde mich als Ergänzung zu deiner Antwort interessieren.

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