Was steht mir zu wenn ich mit 18 ausziehe?

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8 Antworten

Ohne etwas gegen ihren Vater zu unternehmen,wird sie wohl nicht das bekommen was ihr spätestens ab Beginn des Studiums zusteht,denn ab dem 18 Lebensjahr muss jedes Kind seinen evtl.Unterhaltsanspruch bei den Eltern selber geltend machen !

Sie könnte sich ggf.auch erst mal beim Jugendamt Hilfe holen,auch wenn sie schon über 18 ist,aber auch das wird dann sicher nicht ohne Kenntnis vom Vater über die Bühne gehen.

In der Regel kann man in einem Erststudium auch Bafög - bekommen,nur wird es hier durch das Einkommen / Vermögen des Vaters wahrscheinlich kein Anspruch geben.

Dennoch könnte sie Bafög - beantragen und würde es in der Regel zumindest zum Übergang bekommen und es würde dann bei Leistungsfähigkeit des Vaters wieder zurück gefordert.

Bis zum Beginn des Studiums könnte sie einen Antrag auf ALG - 2 beim Jobcenter stellen,aber auch hier wird es nicht ohne Einbeziehung des Vaters gehen,denn wenn sie nur noch ein paar Monate bis zum Beginn des Studiums hat,dieses auch nicht früher beginnen kann,wird das Jobcenter hier vorrangig den Vater in der Unterhaltspflicht sehen und ggf.gezahlte Leistungen an sie zurück fordern.

Auch würden hier Kindergeld + Waisenrente auf ihren Grundbedarf angerechnet,sie hätte dann lediglich einen geringen Freibetrag von 30 € pauschal für Versicherungen,solange sie nicht nebenbei arbeiten würde.

Kindergeld stünde ihr auf jeden Fall zu,auch wenn der Vater dies nicht möchte,wenn er ihr nicht min. Unterhalt in Höhe des Kindergeldes ( 190 € ) zahlen würde,sie nicht mehr bei ihrem Vater gemeldet wäre und eine eigene Meldeadresse nachweisen könnte,also alleine oder nur mit dir wohnen würde.

Wenn sie also zu dir und deinen Vater ziehen würde und dieser ihr Unterhalt leisten würde,dann kann sogar dein Vater einen neuen Antrag auf Kindergeld stellen,denn das Kindergeld kann dann in diesem Fall auch an dritte gezahlt werden.

Die Waisenrente steht ihr dann auch zu,wenn sie nicht mehr beim Vater gemeldet ist,dazu müsste sie sich an die Rentenkasse der verstorbenen Mutter wenden,die bekommt sie meines Wissens aber nur in Ausbildung / Studium und das längstens bis zum 27 Lebensjahr,dass Kindergeld bis zum 25 Lebensjahr.

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Solange die Freundin auch während ihrer Ausbildung/ Studium noch beim Vater leben könnte, bräuchte er ihr lediglich Verpflegung und Unterkunft gewähren und könnte auch das Kindergeld dafür beanspruchen.

  • Würde sie dann ohne die Zustimmung des Vaters ausziehen, stünde ihr die Halbwaisenrente zu und das Kindergeld, Unterhalt bräuchte der Vater ihr nicht zahlen.
  • (Das Kindergeld könnte sie per "Abzweigungsantrag" bei der Familienkasse an sich überweisen lassen, durch Nachweis, dass der Vater keinen Unterhalt über der Kindergeldhöhe an sie zahlt.)

Wäre ihr Weg zur Uni unzumutbar lang oder könnte sie nachweisen (Attest), dass ein Zusammenleben mit dem Vater nicht mehr zumutbar ist, wäre der Vater ihr bei einem Auszug unterhaltspflichtig.

  • Ihr stünden dann abzüglich Kindergeld und Halbwaisenrente (und ggf. Einkommen aus Nebenjob o.ä....) insgesamt 735 Euro zu.
  • (Wäre eine Familienversicherung beim Vater nicht mehr möglich, würde sich der Unterhalt ggf. um den Krankenversicherungsbetrag erhöhen.)
  • Diesen Unterhalt müsste sie aber selbst vom Vater einfordern, ggf. "erstreiten".
  • Verweigert der Vater den Unterhalt könnte sie ggf. BAföG-Vorausleistungen beantragen, das bedeutet: Bei einem Nachweis der Verweigerung würden ihr ggf. BAföG-Leistungen gewährt, die sich das BAföG-Amt dann selbst vom Vater zurückholt...

Die Freundin wird sich auf jeden Fall in irgendeiner Weise mit dem Vater auseinander setzen müssen.

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Was für ein Tyrann! Reg Dich nicht zu sehr auf, bald ist sie bei Dir.

Ihr Vater ist ihr gegenüber auf jeden Fall für die Zeit ihrer ersten Ausbildung bzw. ihres Studium unterhaltspflichtig, was sie auch - wie ich es auch schon im Freundeskreis erlebt habe - einklagen kann (wie lange und wie viel weiß ich nicht). BaFöG-Anspruch wird sie keinen haben bei dem Wohlstand ihres Vaters. 

Das Kindergeld kann sie mit einem sog. Abzweigungsantrag an sich auszahlen lassen, wenn der Vater seiner Unterhaltspflicht nicht nachkommt  http://www.kindergeld.org/abzweigungsantrag-kindergeld.html

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Ich würde zum Jugendamt gehen. Die können da mehr helfen als wir. Ihr Kindergeld steht ihr sobald Sie ausgezogen ist zu. Allerdings wird Sie nichts an Leistungen bekommen, wenn Ihr Vater so wohlhabend ist. Unterhalt schuldet er Ihr auch nicht, da er seiner Unterhaltspflicht nachkommt, in dem er Ihr ein Zimmer zur Verfügung stellt.

Da es allerdings unzumutbar ist dort weiterzuleben wenn Sie sogar geschlagen wird, kann das Jugendamt auf jeden Fall helfen.

Sonst tuts auch ein Nebenjob und Ihr Kindergeld, je nachdem welche Kosten ihr noch zu decken habt.

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Der Vater ist unterhaltspflichtig, seine unterhaltspflicht kommt er in sofern nach, dass er ihr ein Zimmer bei sich zur Verfügung stellt. Wenn sie ausziehen will, kann sie das machen, dann steht ihr allerdings keine finanzielle Hilfe zu. Wenn du sie finanzieren möchtest, bleibt es dann natürlich ihr überlassen, ob sie es annimmt.
Eine andere Möglichkeit wäre, dass sie ihren Lebensunterhalt durch jobben verdient.

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Kommentar von Spinnenfan
15.07.2016, 01:33

was auch noch eine Möglichkeit wäre, dass sie es übers Jugendamt versucht, dann müsste sie allerdings mit großer Wahrscheinlichkeit ihren Vater auf Unterhalt verklagen, da er , wie du sagst, wohlhabend ist und ihr somit keine Sozialleistungen zustehen

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Kommentar von Spinnenfan
15.07.2016, 01:36

ach ja, sie kann auch bei der familienkasse einen abzweigungsantrag stellen, dass das Kindergeld auf ihrem Konto überwiesen wird, damit muss der Kindergeldberechtigte aber glaube ich einverstanden sein.

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Kommentar von GerdausBerlin
15.07.2016, 02:41

Das ist falsch. Sobald ein Kind 18 ist (und in einer Erst-Ausbildung steckt), hat es einen Anspruch auf Bar-Unterhalt. Nur, wenn das Kind von sich aus Natural-Unterhalt (also Kost und Logis zu Hause) in Anspruch nimmt, kann der Elternteil dies anrechnen auf seine Verpflichtung auf Bar-Unterhalt.

Gruß aus Berlin, Gerd

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Ab Studienbeginn hat das Kind Anspruch auf Unterhalt in Bar. Übergangsweise kann es Bafög erhalten, das dann vom Vater zurückgefordert wird.

Bis zum Beginn des Studiums kann das Kind ALG II vom Jobcenter erhalten für Lebensunterhalt, Miete, Heizung usw., falls die Bedingungen von SGB II § 22 Absatz 5 zutreffen.

Es ist also für alles gesorgt und alles geregelt, damit das Kind nicht mehr geschlagen wird und auch nachts noch telefonieren kann.

Hilfsweise kann auch das Jugendamt helfen - das tut es auch bei jungen Erwachsenen über 18!

Gruß aus Berlin, Gerd

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Wenn überhaupt könnte sie etwas Bafög bekommen, was sich für sie allerdings nicht wirklich lohnen wird wahrscheinlich, da müsstet ihr euch mal so vernünftig informieren. Ansonsten steht ihr eigentlich nicht zu, da sie volljährig ist und somit arbeiten gehen kann.

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Sie ist 19.

Ihr steht nichts zu, sie muss nichts beantragen. ganz einfach

meine empfehlung: sie soll einfach gehen. wenn der vater dann nicht merkt das er versagt hat, wirds auch nichts mehr. sie hat keine pflichten ihm gegenüber, er aber leider auch nicht mehr.

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Kommentar von Techno16
15.07.2016, 01:32

Soweit ich mich informiert habe stimmt das so nicht! Bis zur vollendung des 27th Lebensjahres steht ihr solange sie keine abgeschlossene Berufsausbildung hat ihre Waisenrente zu! Die Frage ist nur ob sie das ohne des Wissens Ihres Vaters abklären kann das sie das Geld bekommt, denn aktuell bezieht ihr Vater das Geld!

Auch Steht ihr aufgrund des Wohlstandes des Vaters auch wenn er kein geregeltes Einkommen mehr hat Unterhalt zu oder irre ich mich schließlich ist Ihr Vater doch der Grund warum sie kein Bafög beziehen kann?

Kindergeld glaub ich wird es kompliziert da sie da ohne einwilligung des Vaters kein anrecht drauf hat wenn er sagt sie kann bei ihm wohnen?

Das sind alles halbweisheiten die ich mir über das Internet zusammengesucht habe und ich währe extrem dankbar wenn man mir Schritt für Schritt sagen könne worauf sie anrecht hat und wie sie das beantragen kann!

Es kann doch nicht sein das jemand mit 1,0 im Abitur nicht studieren kann weil er kein Geld hat und die Situation zuhause unzumutbar ist?

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