Was steht mir zu an staatlichen Hilfen?

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7 Antworten

Hallo, ich besuche das Abendgymnasium und bin 21 Jahre alt. Ich habe vorher eine Ausbildung begonnen, jedoch abgebrochen.

Du hast die reguläre Schulzeit bereits beendet und befindest dich nicht in einer Ausbildung - hast somit momentan keinen Anspruch auf elterlichen Unterhalt. 

BAB und BAföG sind staatliche Unterstützungen für Auszubildende bzw. Schüler/ Studenten, deren Eltern keinen Unterhalt zahlen können oder müssen - und kommt momentan also auch nicht für dich infrage.

Für ein Abendgymnasium könnte nur (elternunabhängiges) BAföG beansprucht werden während der letzten drei Semester, wenn bereits eine Ausbildung abgeschlossen wurde.

Würdest du dich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen oder/und dich intensiv um eine Ausbildung bemühen, hättest du Anspruch auf ALG II.

Ich hab schon alles versucht.. BAB, Wohngeld, Bafög, Hartz4.. alles .. und immer wieder kam zurück: Ihr Vater verdient zu viel.

Das Jobcenter würde dann zwar ggf. versuchen, auf deine Eltern zu verweisen, aber diese müssten dich nicht unterstützen, da du dich nicht in einer Ausbildung befindest.

Je nachdem, aus welchem Grund die erste Ausbildung abgebrochen wurde, könnte dein Unterhaltsanspruch an die Eltern bereits "verwirkt" sein, dann bräuchten sie dich auch während einer weiteren Ausbildung/ Studium nicht mehr finanziell unterstützen....

Dir bleibt momentan nichts weiter übrig, als dir deinen eigenen Lebensunterhalt selbst zu erarbeiten  - oder eine Ausbildung zu beginnen bzw... dich zumindest dem Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stellen.

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Deine Eltern sind bis zum Ende deiner Erstausbildung für dich unterhaltspflichtig.

Das wolltest du aber nicht. Warum soll dann der Staat für dich zahlen, wenn du die "Hilfe" deiner Eltern nicht willst?

Du hast aus persönlichen Gründen den Unterhalt deines Vaters abgelehnt, daher musst du eben dein Leben selber finanzieren!

Du kannst doch am Tag arbeiten und genügend Geld für deine Abendschule verdienen

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Kommentar von stevestinson
11.08.2016, 18:57

Naja, ich wollte die Hilfe schon noch, mein Vater hat mich aber dazu gedrängt.. Und verklagen wollte ich ihn eigentlich nicht.. :D

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Sorry, aber die Formulierung Deiner Frage, liest sich für mein Verständnis ein klein wenig naiv :-/

Du verzichtest freiwillig auf den Unterhalt Deines Vaters, obwohl er zu der Zeit noch unterhaltspflichtig war!?

Du brichst einfach Deine Ausbildung ab und erwartest jetzt Unterstützung von irgendwoher, weil Du ja jetzt eine Abendschule besuchen "möchtest" und das wohl auch tust!?

Eigentlich kenne ich das so, dass man als volljähriger Mensch im Vorfeld abklärt, wie es finanziell weiter geht und dann erst auf irgendwas freiwillig verzichtet oder gar die Ausbildung abbricht - Ausbildungsvergütungen sind ja in der heutigen Zeit durchaus beachtlich, sichern ein Grundeinkommen und somit das Überleben!

Du besuchst jetzt ein Abendgymnasium und warum suchst Du Dir dann tagsüber keinen Job?

Ich glaube auch nicht, dass andere einfach so Gelder von irgendwoher bekommen. Auch dafür müssen gewisse Voraussetzungen erfüllt werden und erfüllt sein.

Ob ein Unterhaltsanspruch an Deinen Vater jetzt nochmals aufleben könnte, dass kann hier keiner mit Bestimmtheit beantworten - immerhin bist Du ja in der Zwischenzeit 3 Jahre ohne diesen Unterhalt klar gekommen und der Grund für einen Ausbildungsabbruch wäre dafür auch noch relevant.

Als volljähriges Kind hat man seine Ausbildung nach der Schule "zielstrebig" zu verfolgen. Einfach so eine Kehrtwende, ohne triftige Gründe, da sind dann auch die Eltern aus der Pflicht.

Es bleibt Dir also derzeit nur, Deinen Vater um Unterhalt zu bitten, notfalls einen Fachanwalt für Familienrecht auszusuchen und den Unterhalt vom Vater gerichtlich einzufordern. Alle Ämter der Reihe nach nochmals abzuklappern, villeicht elternunabhängiges Bafög zu beantragen und Dir nebenbei einen Job zu suchen!

Alles Gute und viel Erfolg

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Ich bezweifle, dass der Unterhaltsverzicht deinerseits rechtswirksam ist. Man kann nicht zu Lasten des Staates den Unterhalt einstellen. Solange du mit eigenen Mitteln über die Runden kommst, interessiert niemanden, ob dein Vater Unterhalt zahlt oder nicht. Die Unterhaltspflicht deines Vaters ändert sich durch den Unterhaltsverzicht nicht, denn das war eine private Abmachung. 

Du kannst keine öffentliche Unterstützung in Anspruch nehmen, solange deine Eltern unterhaltspflichtig und leistungsfähig sind.

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Bei einen Abendgymnasium kann man doch am tag Arbeiten gehen. Wenn du noch jüngere Geschwister hättest gehen die vor. Aber wieso machst du nicht eine Ausbildung und abendschule?

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Bis zum 25. Lebensjahr sind die Eltern zum Unterhalt verpflichtet.  Eine  anders lautende Vereinbarung zwischen euch ist nichtig und hat keine Relevanz.  

Warum auch sollte die Allgeneinheit dafür aufkommen,  wenn du nicht arbeiten willst.

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Kommentar von auchmama
13.08.2016, 21:36

Bis zum 25. Lebensjahr sind die Eltern zum Unterhalt verpflichtet.

Steht bitte wo?

Die Altersangabe 25 Jahre, trifft ausschließlich auf das Sozialrecht, aber in keinster Weise auf das ganz normale Unterhaltsrecht zu!

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Das mit dem Unterhalt einstellen hättest du vllt. lassen sollen. Das ist im Moment dein einziger Anspruch.

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