Was spricht gegen Kinderkrippen?

7 Antworten

Ich selbst bin Krippen Erzieherin und gebe den Leuten recht die sagen das der kontakt zu den ELTERN (und nein das muss nicht zwangsläufig Mama sein) das wichtigste für ein Kind ist.... Je kleiner die Kinder sind des so wichtiger ist dieser...und ein kind vor dem Fremdeln(4monat-8 monat) in die Kita zu geben ist nicht zu empfelen. Ein 1 Jähriges Kind ist aber durchaus in der lage mit einer Trennung gut klar zu kommen. Im gegenteil in der Krippe wird es oft noch gefördert zur selbsständigkeit und bekommt kontakt zu gleich altrigen.... Was ich jedoch immer wieder Beobachte ist das Eltern für den Schritt noch nicht Bereit sind ihr Kind abzugeben, die Überträgt sich natürlich auf das Kind. Natürlich sollte man sich bei der Eingewöhnung des Kindes VIEEEEEL zeit lassen (mindestens 3-6 Wochen ). Auch 8 st für ein Kleinkind ist nicht besonders gut , da es für die kleinen doch sehr anstrengend ist in der Krippe, konflickte mit andren es kann laut werden , immer aktion usw. Aber ein 1 Jähriges kann gut 5 bis 6 st in der Krippe verbringen, ohne schaden zu nehmen. Wichtig zu erwähnen ist vielleicht das man dann aber auch qualitative zeit mit dem Kind verbringen sollte (Spielen, Buchvorlesen usw) und nicht das Kind vor Tv oder ähnliches setzen nach der Krippe.

Gegen die Krippe gibt es schon Argumente: Ein kleines Kind braucht die Bindung zu einer vertrauten Person, um Urvertrauen aufzubauen. Das könnte in der Krippe auch passieren, aber durch Personalwechsel im Schichtdienst , Urlaub oder durch Krankheit erleben die Kleinen doch immer weider wechselnde Betreuer. Das verkraften Kinder unterschiedlich gut. Es ist ja nicht jedes Kind gleich. Dann hat die Sozialisation in der Krippe zwei Seiten: Einerseits lernt das KInd den Umgang mitGleichaltrigen, lernt aufeinander zu achten, miteinander zu kommunizieren etc. Andererseits ist es die ganze Zeit in der Gruppe- mit allem was dazu gehört (Geräuschpegel, mangelnde Rückzugsmöglichkeit, etc)Die Erzieherinnen haben kürzlich für besseren Gesundheitsschutz bei der Arbeit demonstriert. Kinder sind dem hohen Geräuschpegel auch ausgesetzt, das ist sehr anstrengend. Es kommt sicher auf das Kind an, wie es mit den Anforderungen klarkommt.

Gegen Krippe spricht eigentlich gar nichts, im Gegenteil; die Kinder lernen im frühen Alter schon Sozialebindungen aufzubauen. Sie lernen andere zu respektieren, zu akzeptieren und zu tolerieren, was für die Zukunft ja sehr wichtig ist. Meine Kinder gehen in eine Integrations Kita und lernen von anfang an den umgang mit Behinderten Menschen, vor allem sehen sie das es auch Menschen gibt die anders sind und lernen damit umzugehen.Ich findes so jedenfalls besser als wenn sie später mit 13 jemanden im rollstuhl dumm anmachen weil sie nie vermittelt bekommen haben das es auch solche Menschen gibt; und das sind auch nur Menschen!!

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