Was spricht gegen eine direkte Demokratie in Deutschland?

... komplette Frage anzeigen

11 Antworten

Stell dir das einfach mal in der Realität vor. Zu jeder Entscheidung müsste eine Volksabstimmung stattfinden. Schon alleine das wäre nicht praktikabel. 

Ausserdem hat die direkte Demokratie auch ein paar Schwachstellen. Minderheiten werden einfach überstimmt und finden keinerlei Berücksichtigung. Direkte Demokratie kann eigentlich immer nur eine Ja/Nein Frage beantworten. Der Weg bis dahin, also die Ausarbeitung in verschiedene Richtungen müsste trotzdem von irgendwem vorgenommen werden. 

Zuguterletzt darfst du nicht unterschlagen, dass der normale Bürger bei vielen Entscheidungen nicht über das notwendige Wissen verfügt, um eine wirklich sinnvolle und ausgewogene Entscheidung treffen zu können. Direkte Demokratie öffnet dem Populismus Tür und Tor. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

In einer direkten Demokratie würde sich der kollektive Wahnsinn der geschätzen Mitbürger ungefiltert in Gesetze manifestieren - davor mögen uns Götter bewahren.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Dagegen spricht, dass die Bevölkerung dann über alle Gesetze zu entscheiden hätte und das in den meisten Fällen ohne Sachkenntnisse.

An einer Abstimmung über ein Gesetz wie
"Gesetz zur Ausführung der Verordnung (EG) Nr. 2157/2001 des Rates vom 8. Oktober 2001 über das Statut der Europäischen Gesellschaft (SE)"
würde sich ohnehin wahrscheinlich niemand beteiligen.

Dennoch sind solche Gesetze wichtig.

Die Welt ist eben nicht mehr so einfach, wie im alten Athen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wir hatten das im Politikunterricht besprochen:

Bei einer direkten Demokratie würde es Landesweit so gut wie jedes Wochenende eine neue Wahl geben, weil ja immer das ganze Volk entscheiden muss. Da viele dann nicht wählen gehen (so mein Politiklehrer) werden genau die Stimmen der Extremisten (z.B. links oder rechts) in großer Mehrheit sein. Ich habe damit argumentiert, dass das ja nicht so schlimm sein kann, denn wenn es das "neutrale" Volk so stören würde, würde es auch wählen gehen.

Ich weis nicht genau was besser ist, da beides Vor- und Nachteile hat. Du kannst doch mal mit einem Schweitzer darüber reden, die haben doch sowas wie eine direkte Demokratie in ihrem Land.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Interesierter
15.09.2016, 23:41

In der Schweiz wird auch nicht über jeden Mist abgestimmt. Die Schweiz hat auch eine repräsentative Demokratie. Nur ein kleiner Bruchteil der Entscheidungen wird vom Volk direkt getroffen. 

1

Das möge der Himmel oder sonst jemand verhindern. Es hätten dann immer die Recht die am lautesten schreien. Jede Stammtischparole würde aufgegriffen und zum Gesetz erhoben. Das wäre das Ende von Demokratie und Rechtsstaat. Es braucht eine regulierende Instanz die uns vor Exzessen bewahrt. Sonst gäbe es in kürzester Zeit Chaos und vieleicht sogar soetwas wie Bürgerkrieg. Und wer vertritt dann noch die berechtigten Interessen von Minderheiten? Also lieber nicht.😉

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

1. Dass man ständig abstimmen müsste.
2. Dass das Volk über komplizierte Sachverhalte urteilen müsste, die Einarbeitung erfordern. Und sich in alle möglichen Fragen einarbeiten macht kein Mensch. Deshalb haben wir eine repräsentative Demokratie und Fachpolitiker, die sich nur in einen einzigen Bereich einarbeiten.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Je weniger jeder zu sagen hat, desto mehr habe ich zusagen.. das spricht dagegen und jetzt kreuz endlich deinen Wahlzettel an oder die Linke kommt noch an die Macht :P ;D 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

dann können uns die ganzen Politiker schlechter manipulieren :)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Sellinx3
15.09.2016, 23:35

Könntest du das bitte erläutern 

2

Eigentlich nichts, bestes Beispiel ist die Schweiz. Man muss nicht über jede Kleinigkeit abstimmen aber über die Einführung des Euro, den Verbleib in der EU oder über die unbegrenzte Einwanderung hätte man das Volk abstimmen lassen sollen.

Aber die etablierte politische Kaste würde erheblich an Macht einbüßen, deshalb sind die vehement dagegen.L.G.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Freimaurer (Service-Clubs) zum Beispiel, unter anderem Rotarier.
Sind viele "Gutmenschen" schon drin z.B. Politiker, Richter,...?

Die manipulieren das Geschehen heimlich in Hinterzimmern.
Merkel zum Beispiel ist da auch schon drin in dem Kreislauf.

Freimaurerischer Nihilismus spricht dagegen

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

"Demagogie des Pöbels" 

 NEIN              BASTA !!!

In der Masse lassem sich selbst Professoren zu Lemmingen mißbrauchen,  EIN Demagoge bestimmt nach Lust und Laune über "Direktdemokratische" Entscheidungen.

Sachverstand und unbeliebte, längerfristig sich als GUT herausstellende Entscheidungen:  FEHLANZEIGE

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?