Was spricht gegen die SPD?

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6 Antworten

Gibt es auch Dinge die absolut gegen die SPD sprechen.

Wo soll ich anfangen? Bei der Verlogenheit der Partei-Elite? Beim Schaden, den sie an der Demokratie anrichtet? Bei den Steuererleichterungen für Reiche, die sie mit Steuererhöhungen bei den Arbeitern kompensieren? Bei ihrer Jahrzehnte langen Weigerung, einen Mindestlohn einzuführen? Beim Aufbau des zweitgrößten Niedriglohnsektors in Europa? Bei der Schuld, dass heute jeder vierte sozialversicherungspflichtige Arbeitsvertrag befristet abgeschlossen wird und damit zukunftssichere Familienplanung zum Glücksspiel wird? Bei der Tatsache, dass ab 2030 fast 50 Prozent aller Erwerbsfähigen in Altersarmut leben werden? Bei der rasant steigenden Kinderarmut? Bei ihrer Kriegslust? Bei der Unterstützung der Rüstungsindustrie? Bei der Habgier der Partei-Elite? Beim systematischen Bruch nahezu aller Wahlversprechen? Bei der Tatsache, dass die SPD "soziale Gerechtigkeit" immer und ausschließlich nur vor Wahlen entdeckt und am Tag der Wahl wieder vergessen hat? 

... Es gibt HUNDERTE Gründe, die bei rationaler Betrachtung gegen die SPD sprechen. Und mir fällt seit dem Tod von Helmut Schmidt kein einziger Grund mehr ein, der für diese Partei spricht.

Ich meine nicht was sie vielleicht in der Vergangenheit getan haben sondern was von dem oder Meinungen die die SPD vertritt gegen sie spricht.

Genau das ist das Hauptproblem dieser Partei und ihrer Eliten: Sie lügen und betrügen, dass sich die Balken biegen, um Mitglieder zu werben und Stimmen zu erschleichen ... doch schon am Tag nach der Wahl geht es der Partei-Elite nur noch um die Sicherung der eigenen Pfründe.

Und auch, wenn du explizit nicht nach der Vergangenheit der Partei fragst: Die SPD hat ihre Ideale einer Arbeiterpartei im Jahr nach dem Tod von August Bebel, also im Jahr 1914(!) aufgegeben. Das ist jetzt gute 100 Jahre her. Und sie hat bis heute nicht zurückgefunden. 

Im Gegenteil: Außenpolitisch war diese Partei die erste, die nach dem Zweiten Weltkrieg Deutsche in einen Krieg schickte. Noch dazu in einen völkerrechtlich ausgesprochen fragwürdigen Krieg. Und innenpolitisch ist sie seit Jahrzehnten nur noch eine billige Kopie von CDU und FDP, ohne den geringsten Mehrwert gegenüber diesen Parteien.

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Das ist jetzt zweifellos sehr zusammengefasst. Falls du ausführlichere Informationen zu einzelnen Punkten willst, sage Bescheid.

Recht Vieles, vorallem deren ausschließliche Hinwendung an das Kapital allgemein, zu den Konzernen insbesondere. diese sPD ist daher unsozial bis zum abwinken, zudem ausgesprochen militaristisch-reaktionär und behindert so den Weltfrieden. Auch die ohnehin schwache repräsentative Demokratie höhlt sie mit aus.

Newton981 07.11.2017, 18:18

Ich habe eine Frage: Glaubst du wirklich an einen Weltfrieden? Glaubst du wirklich, dass alle Völker dieser Erde gewillt sind, unter dem selben moralischen Überbau zu operieren? Glaubst du wirklich, dass es ein Prinzip gibt, welches die Differenzen zwischen verschiedenen Teilen der Welt so irrelevant wirken lässt, dass alle bereit sind, sie sofort beiseite zu legen? Wenn ja, wie soll dieses Prinzip beschaffen sein? 

Um nun zur finalen Frage zu kommen: Glaubst du nicht, dass die unanfechtbare Vorstellung, dass es ein solches Prinzip geben könnte, viel gefährlicher ist als die einzelnen Handlungen verschiedener Länder und Regierungen der Erde selbst?  Also, um dies unmissverständlich zu machen, dass der Universalismus als Reaktion auf die verschiedenen Probleme der Welt das eigentliche Übel oder zumindest ein wesentlicher Faktor zu einem übergeordneten größeren Übel sein könnte?

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voayager 08.11.2017, 13:31
@Newton981

Ich glaube keinesfalls an einen Weltfrieden, der z.Z. möglich wäre. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass man ihn unbedingt anstreben muß, für ihn kämpfen soll. Jeder verhinderter Krieg ist ein Segen für die Menschen vor Ort. Das bereits ist schon eine ganze Menge.

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Mir fallen im Gegensatz zu Dir nur Nachteile der SPD ein.

So ist SPD ist seit über 100 Jahren angetreten, die Armut abzuschaffen.

Dieses Ziel hat sie leider nur für einige ihrer Mitglieder verwirklichen können.

Soi ist z.B.Herr Schulz, den ich hier nur  stellvertretend für viele andere Funktionäte aufführe, auf Kosten seiner Wähler EInkomensmilliomär geworden und auch seinen Mitarbeitern geht es gut.

Doch sind angesichts dieser Aktivitäten zur eigenen Bereicherung der SPD die Wähler aus dem Blickfeld geraten.

Und das fatale für die SPD ist, dass dies die meisten Wahler ungeachtet des staatlich finanzierten Propagandfeldzuges sogar gemerkt haben und sie deswegen abwählen.

Stichwort, die Agenda 2010, einhergehend mit Niedriglöhnen, Zeitarbeit, Reduzierung der Renten auf 46%, zunehmende Verarmung.

Ach was, das neue Maß für den Abstand zwischen zwei historischen Desatern ist eine SPD.

Mich stört, dass die SPD linker als die Linken und grüner als die Grünen sein will. Deswegen ist und bleibt sie für mich unwählbar. 

Gegen sie spricht, daß sie die ganze Zeit die neoliberale Politik unterstützt haben und Hartz 4 mitbeschlossen.

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