Was spricht gegen die Legalisierung von Drogen?

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12 Antworten

  Man muss für jede Substanz einen Sachkunde Nachweis erbringen. Somit wäre sichergestellt das du Leute wissen was sie da zu sich nehmen und dementsprechend auch verantwortungsvoll damit umgehen können.  

Wie genau willst du feststellen, dass Menschen verantwortungsvoll damit umgehen können? So etwas kann man nicht einfach mithilfe eines 10 minütigen Fragebogen beurteilen. Um darüber eine vernünftige Aussage treffen zu können, müsste man die Personen über eine sehr lange Zeitspanne in verschiedensten Situationen begleiten und beurteilen, was 1. viel zu aufwändig wär und 2. viel zu viel kosten würde. Und selbst dann ist das Risiko viel zu hoch. Kein Heroinkonsument ist freiwillig abhängig geworden, aber es gibt eben Substanzen, bei denen selbst ein einziges Mal konsumieren schon zur Abhängigkeit führen kann.

Die Abgabe ist natürlich nur an volljährige Person gestattet.

Wie willst du kontrollieren, was die Person damit macht, nachdem sie es gekauft hat? Alkohol und Tabak ist auch ab 18, trotzdem wird beides von Jugendlichen konsumiert.

Verbot von Werbung

Das würde nicht viel bringen. Die Werbung wird vielleicht nicht im Fernsehen laufen, dafür aber auf irgendwelchen Webseiten, die man unmöglich kontrollieren kann. Außerdem gibt es immer noch "Mund-zu-Mund-Propaganda", auf die man ebenfalls keinerlei Einfluss hat

Für die die es konsumieren wäre es gesünder da sie eine reine Substanz bekommen.

Das macht die Sache nicht unbedingt einfacher, insbesondere für unerfahrene Konsumenten. Reinere Substanzen heißt zwar einerseits weniger Verunreinigungen, andererseits aber auch höhere Konzentration der eigentlichen Droge -> die Gefahr einer Überdosierung steigt.

Ein Fakt den du noch nicht bedacht hast: Die Gefährdung von anderen Menschen durch Konsumenten. Jedes Jahr passieren Hunderttausende von Unfällen durch übermäßigen Alkoholkonsum. Die Legalisierung von  teilweise halluzinogenen Drogen wie z.B. Metamphetamin, Ecstasy oder auch LSD würde das Problem nicht grade eindämmen. Selbst wenn der Konsum in der Öffentlichkeit verboten ist, ist das unmöglich zu kontrollieren bzw. zu verhindern. Alkohol am Steuer ist ja schließlich vom Gesetz auch verboten.

So, reicht das an Argumenten?

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Kommentar von Nemesis900
23.11.2015, 00:26

Endlich mal vernünftige und durchdachte Argumente schon mal danke dafür.

Das erste habe ich etwas missverständlich geschrieben. Da geht es mir darum die Leute in einem Kurs auf zu klären damit sie zumindest wissen was in der Substanz drinne steckt, wie sie wirkt, was sie mit dem Körper macht und wie man damit um zu gehen hat. Das ist jetzt nicht der Fall. Viele Konsumenten werfen sich irgendetwas ein ohne genau zu wissen was das eigentlich ist und was es mit dem Körper macht. Wenn sie dann immer noch nicht verantwortungsvoll damit umgehen ist es ihr Problem. Aber die Wahrscheinlichkeit ist einfach geringer da sie dann mehr darüber wissen. Jetzt darf man ja auch zu seinem 16 Geburtstag in den laden gehen und sich genug Bier kaufen um sich zu Tode zu Saufen ohne das man vorher wirklich über die Wirkung aufgeklärt wird.

Zur Abschreckung höhere Strafen einführen wenn man es an minderjährige weiter gibt. Ändern würde das aber zu dem jetzigen zustand auch nichts. Auch jetzt kommen minderjährige problemlos an Drogen ran.

Selbst wenn das Werbeverbot nicht perfekt ist. Es kann definitiv nicht schaden wenn man zumindest nicht die ganze Zeit mit dieser Werbung voll gestopft wird so wie es momentan mit Alkohol Werbung ist.

Deshalb auch der Sachkundenschweiß damit man auch über die Menge und ihre Wirkung Bescheid weiß was dieses Risiko wieder verringert. Zumal man dann auch eine gleichbleibende Reinheit hat und das ganze besser abschätzen kann (was momentan sicherlich ein Hauptproblem bei einer Überdosis ist)

Wie ich schon sagte in anderen Ländern zeigt es sich das die Zahl der Konsumenten sich nicht wirklich verändert daher bin ich auf dieses Thema erst garnicht weiter eingegangen. Aber wenn es nicht mehr Konsumenten gibt ändert das auch nichts daran wie viele Unfälle es gibt.

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Wenn du sagst, dass die Substanzen dann nur vom eigenen Land kommen sollen, könnte man ja wieder prima Arbeitsplätze schaffen beim Anbau bzw. Synthetisieren mit Berufsbild und Gehalt ^^ Was ist denn dann mit Pflanzen, die sich hier garnicht aufgrund der Wetterbedingung anbauen lassen? Oder werden dann spezifische Gewächshäuser dafür erbaut? Mir fallen keine Argumente auf rein-rationaler Basis ein, doch gebe es bestimmt noch Details zu besprechen ob der Schwarzmarkt in dieser Richtung dann komplett ausstirbt oder diese dann anfangen sich nurnoch auf die Jugendlichen zu fokusieren, die ja in öffentlichen Märkten keine Chancen hätten da ran zu kommen?

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Kommentar von Nemesis900
23.11.2015, 00:35

Klar der Anbau wäre dann hier (unter Kontrolle) auch legal. Ganz sicherlich nicht aber die Großteil des Schwarzmarktes wäre sicherlich hinüber da man sich das Zeug auch legal beschaffen kann. Das mit den Jugendlichen würde dann sicherlich nicht über einen richtigen Schwarzmarkt laufen da man sie Substanz ja hier legal bekommt. Das wäre dann einfach nur eine illegale Abgabe an minderjährige (was man ja unter hoher strafe setzen sollte). Aber das wäre auch keine Verschlechterung zu jetzt denn jetzt kommen Jugendliche ja auch problemlos an Drogen ran.

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Wenn hier typische "Drogen" in Form von LSD, Speed, Ecstasy, Joints usw. gemeint sind möchte ich nur eines sagen: Die Suchtgefahr mit allen bekannten Nebenwirkungen sollte als Argument ausreichend sein!

Das etwaige Minus an Gerichtsverhandlungen würde man sich mit einem Plus an Drogentoten und damit zusammenhängenden Krankheiten auf 'ne sehr zweifelhafte Art und Weise "erkaufen".. ein sog. Sachkundenachweis wäre m.E. keine Option da er nix an der Sache ändert, dass man sich mit Drogen sehr schnell an die Grenze befördern kann --------> das wäre mMn mehr so 'nen "gefühlsmäßiger Schutz", der halt Schutz suggeriert ohne ihn zu bieten!

Alkohol und Tabak sind ja sowieso legal zu erwerben & sämtliche Versuche seitens der Politik, Einhalt zu gebieten sind bekanntlich schon hier komplett fehlgeschlagen (Perso am Zigarettenautomat, fehlende Werbung in der Presse/im I-Net, Jugendschutzgesetz). Daher würde es auch Mittel und Wege geben, etwaige "Pflichten" beim "Drogenkauf" zu umgehen.. wer es wirklich will schafft es (leider) immer.

Eine Legalisierung würde nicht viel ändern & das, was man sich damit an Polizeieinsätzen & Verhandlungen einsparen würde, würde man sich auf andere Art und Weise wieder ausgleichen (s.o.). Meine Meinung!

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Deine Fragestellung ist falsch, denn 1. sind einige Drogen legal und 2. ist der Begriff Drogen viel zu weit gefasst, daher macht er so keinen Sinn.

Davon mal abgesehen, verhält du dich so wie einer, der auf Eiern geht, nämlich eine übermäßige Einschränkung bei Benutzung von Drogen, quasi im vorauseilendem gegenüber deinem Staat, dem du es recht machen willst. Man könnt auch sagen, ein wahrhaft beschwitigendes Verhalten, nach dem Motto. "Staat ich komm dir ja entgegen", auch ich bin für Einschränkungen auf vielerlei Weise, nun hab auch du Einsicht und legalisiere doch bitte "die" Drogen.

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Deine ideen finde ich sehr gut, bis auf den punkt dass alles im eigenen lang hergestellt werden muss - kaffee wird ja auch importiert, einfach weil man kaffee in deutschland schlecht anbauen kann. Das gleiche gilt für z.B. Coca, oder salvia. Coca wächst am besten in den andenregionen, deshalb kommt das meiste kokain ja aus peru und kolumbien, salvia wächst ausschliesslich in yucatan... Deshalb sollte man sowas schon importieren dûrfen, nur eben mit gewissen auflagen was den anbau in den betreffenden ländern reguliert

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Gegen die Legalisierung sogenannter „weicher Drogen" spricht nichts!

  • Das Konsumverhalten entwickelt sich unabhängig vom rechtlichen Status. In den Niederlanden kiffen z.B. mehr Jugendliche als in Deutschland, dafür kiffen in Frankreich, ein Land das eine sehr repressive Drogenpolitik betreibt, mehr Jugendliche als in den Niederlanden. 
  • Auch die Behauptung, dass Cannabis eine Einstiegsdroge sei, ist nach aktuellem wissenschaftlichen Erkentntnissstand nicht haltbar. Selbst das Bundesverfassungsgericht hat in einer Entscheidung von 1994 festgestellt, dass Cannabis keine Einstiegsdroge ist. 

Mit einer Legalisierung von Drogen wächst zwangsläufig auch jedweder Drogenmissbrauch.

Drogenmissbrauch entsteht in den meisten Fällen durch Schwarzmarkt, und dieser könnte durch eine staatlich kontrollierte Abgabe faktisch aufgelöst werden. 

Die Legalisierung beseitigt ja noch lange nicht die Gefahren des Drogenkonsums

Mit meiner staatlich kontrollierten Abgabe gibt es Qualitätskontrollen, die eine saubere Ware garantieren. Das ist auf dem Schwarzmarkt nicht der Fall. 

Alkohol und Tabak ist auch ab 18, trotzdem wird beides von Jugendlichen konsumiert.

Denkst du, eine Kriminalisierung der Konsument/innen würde daran etwas ändern? Man kann nie verhindern, dass Jugendliche in den Besitz von Drogen kommen - man kann es aber erschweren, indem man diese legalisiert und unter staatlicher Kontrolle an Konsument/innen in den dafür vorgesehenen Shops abgibt. 

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Kommentar von atzef
23.11.2015, 15:04

Von deinem Interessenstandpunkt aus mag nichts gegen die Legalisierung von weichen Drogen sprechen. Den müssen aber nicht zwangsläufig alle teilen. :-)

Niemals entwickelt sich das Konsumverhalten unabhängig vom rechtlichen Status! Das ist schlichter bullshit. Der rechtliche Status nimmt immer massiv Einfluss auf das Konsumverhalten - er ist aber fraglos nicht dessen einzige Bestimmungsgröße. Daher sind unterschiedliche nationale Konsumgewohnheiten auch nicht eindimensional liear aus dem rechtlichen Status abzuleiten.

Automatisch sehe ich zwar auch Cannabis nicht als Einstiegsdroge an, aber nahezu jeder Konsument harter Drogen dürfte in seiner Drogenvita zuvor auch Cannabiskonsum aufweisen. Generalisierend würde ich daher sagen, dass der Einstieg in harte Drogen durchaus von einer Normalitätszuweisung an den Drogenkonsum profitiert.

Ärgerlicher, weil sich nicht ums Mitdenken  bemühender Blödsinn ist die These, Drogenmissbrauch sei eine unmittelbare Folge der Illegalisierung und Kriminalisierung. Auch legale Drogen wie Alkohol werden oftmals missbraucht. Und meine These ist, dass eine legalisierung weicher Drogen zu einem Anstieg des Missbrauchs in Form z.B. von Drogenautofahrten führen wird.

Bei den Gesundheitsgefahren geht es mir nicht so sehr um die Qualität der Ware. Die würde sich natürlich verbessern und damit spezifische Risiken sinken. Aber auch langfristiger Dauergebrauch von weichen Drogen birgt in sich Gefahren und Beeinträchtigungen für die Gesundheit. https://de.wikipedia.org/wiki/Hanf_als_Rauschmittel#Auswirkungen_auf_die_Gesundheit

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Es gibt keine nicht-widerlegbaren Argumente. Man kann für alles ein "dagegen" finden.

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Kommentar von ErsterSchnee
23.11.2015, 00:14

Du stellst dir das alles zu rosig und positiv vor. Und die Straftaten würden nicht ansatzweise sinken!

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Kommentar von Ololiuqui
23.11.2015, 03:02

Jährlich werden ca. 100.000 Anzeigen wegen konsumnahen Delikten geschrieben (wohlgemerkt bezieht sich die Zahl nur auf Cannabis). Und da meinst du eine Legalisierung würde nicht die Straftaten senken?

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Unter den von dir genannten Kriterien gar nichts!

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"Unwiderlegbare" Argumente kann es nirgendwo geben, wo Argumente letztlich nur Partikularinteressen formulieren.

1. Mit einer Legalisierung aller möglichen Drogen wächst zwangsläufig auch jedweder Drogenmissbrauch. Das gilt insbesondere für den Straßenverkehr.

2. Das wohl gravierendste Argument ist die Befürchtung einer nachhaltigen Aufweichung von Arbeitsethos und Arbeitsdisziplin, im weiteren dann ein drastisches Absinken der Arbeitsproduktivität, der Innovationsfähigkeit der Volkswirtschaft (Drögnis statt Kreativität) und damit einhergehend ein entsprechend schleichender Wohlstandsverlust.

3. Die Legalisierung beseitigt ja noch lange nicht die Gefahren des Drogenkonsums wie Abhängigkeit, schleichender Raubbau an der Gesundheit und die vielfältigen negativen Konsequenzen für die Sozialbeziehungen.

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Kommentar von surfenohneende
23.11.2015, 01:45

2. Das wohl gravierendste Argument ist die Befürchtung einer nachhaltigen Aufweichung von Arbeitsethos und Arbeitsdisziplin, im weiteren dann ein drastisches Absinken der Arbeitsproduktivität, der Innovationsfähigkeit der Volkswirtschaft (Drögnis statt Kreativität) und damit einhergehend ein entsprechend schleichender Wohlstandsverlust.

3. Die Legalisierung beseitigt ja noch lange nicht die Gefahren des Drogenkonsums wie Abhängigkeit, schleichender Raubbau an der Gesundheit und die vielfältigen negativen Konsequenzen für die Sozialbeziehungen.

Gilt auch für Tabak & Alkohol

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Kommentar von Nemesis900
23.11.2015, 01:47

Das bezieht sich alles darauf das man davon ausgeht das die Zahl der Konsumenten ansteigt bzw. derer die nicht verantwortungsvoll damit umgehen. Wäre die frage ob das passiert. Ländern in denen Drogen legalisiert wurden zeigen bis jetzt aber das der Konsum davon nicht wirklich steigt. Somit würden diese Effekte die du beschreibst nicht stärker werden als sie es jetzt schon sind.

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Kommentar von Glueckspilzler
23.11.2015, 02:00

Die Legalisierung soll ja nicht unkontrolliert stattfinden, das will ja wirklich keiner. Ein großer Punkt darunter soll ja Aufklärung heißen, undzwar faktisch und bezogen auf alle Drogen und etwas außen vor zu lassen. Unheimlich viele Missbrauchstaten entstehen aufgrund mangelndes Wissen über Wirkung & Risiken der Substanz und wird diese Lücke in der Allgemeinheit geschlossen, sind einen sehr großer Teile der Missbrauchsfälle beseitigt weil man dann doch einen klugen Menschenverstand erwarten kann mit dem Wissen nicht trotzdem die falschesten Dinge mit diesen Substanzen anzustellen. Bei weitem nicht alle Konsumenten sind mit diesen Bilderbuch Abhängigen gleichzustellen und auch da weißt du garnicht, was das überhaupt für Menschen sind. Der 3. Punkt wird meines Erachtens nach durch die Legalisierung minimiert.

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Die Politiker die wir zurzeit haben sind ganz anders erzogen und zu alt. Sie verstehen diese Argumente einfach nicht mehr, selbst positive Beispiele wie die Legalisierung von Cannabis in Amerika lassen sie links liegen. Wenn man sich auch die dummen neuen Gesetze in der Sterbehilfepolitik ansieht ist so etwas echt kein Wunder mehr.. Es müssen so einige neue, frische Politiker mit gutem Verstand her!

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das größte Problem dürfte wohl sein, das die meisten Drogen gar nicht verkehrsfähig wären und du keinen Pharmakonzern findest, der Produktion und die Produkthaftung übernehmen würde.

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Kommentar von Nemesis900
23.11.2015, 00:37

Wo siehst du denn dabei Größe Probleme wie bei Alkohol?

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Spricht nichts dagegen, genau genommen sogar alles dafür. Da wir aber nur dumme Lämminge sind sollten wir auf "Mutti" hören, Drooooogen sind bööööse....

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