Was spricht gegen DEMOKRATIE?

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7 Antworten

Zur aller erst sollte man sich folgendes klar machen:

Demokratie kommt von demos =Volk und kratie = herrschen -> Herrschaft des Volkes. Es heißt insbesondere nicht Herrschaft der Mehrheit.

Das bedeutet ins Besondere, dass an politishcen Entscheidungen Minderheiten und Mehrheiten beteiligt sein müssen.

Das ist die Idealvorstellung der Demokratie.

Das Problem ist, dass meistens zwei oder mehre völlig gegensätzliche Ansichten vorherrschen und nicht miteinander vereinbar sind, aber eine Entscheidung getroffen werden muss (keine Zeit für Kompromisse, oft auch wegen völlig unterschiedlicher Sichtweisen überhaupt nicht möglich).

Trotzdem wird in einer Demokratie die Beteiligung der Minderheiten bzw. der sog. Minderheitenschutz durch verschiedene Instanzen gewährleistet:

1)Rechtsstaatlichkeit

2)In Deutschland wird es z.B. auch durch das sog. Verhältnisswahlrecht gewährleistet

3)Verfassung

4)In Deutschland z.B. noch durch die sog. Ewigkeitsklausel.

Nachteile einer Demokratie:

-Träge: viele Entscheidungen müssen durch das Parlament etc.

-Unflexibel: manche Handlungen, die zur Lösung eines Problems nötig wären, sind per se von der Verfassung z.B. blockiert. Es ist durch z.B. die 3/4 Mehrheit sehr schwierig die Grundfeste einer demokratischen Ordnung zu ändern (manche kann man gar nicht ändern. Das gilt aber für andere Herrschaftsformen im Prinzip auch und vor allem in manchen Staatgebilden noch viel krasser)

-Politische Entscheidungsträger werden zum größten Teil von Leuten gewählt, die in den jeweiligen Fragen keine Ahnung haben. Diese Wähler lassen sich oft von Leeren/falschen Versprechungen leiten.

-Schwächere Position nach außen hin: Durch die internen Wahlkämpfe ist die Position in der Außenpolitik geschächt.

-Unbeständigkeit: Durch die wechselnde Regierung, können sich Gesetzte etc. schnell ändern.

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Ich zitiere mal churchill (hoffentlich richtig geschrieben^^): "
Das beste Argument gegen die Demokratie ist ein fünfminütiges Gespräch mit dem durchschnittlichen Wähler"^^

Persönlich halte ich aber die Demokratie immer für schlecht, denn meist sind die wähler heutzutage uninformierte Deppen, die meist blind wählen gehen, oder schlimmer, gar nicht wählen gehen. Und noch schlimmer als das ist, dass diese sich lang und breit beschweren, dass alles so schlecht läuft, und dann wieder CDU oder SPD wählen... Jo klar, läuft doch super in der Demokratie!...

Noch ein Punkt gegen Demokratie sind die Wahlen an sich. Kurz vor der Wahl machen alle Politiker auf Volksversteher, die den menschen so nahe stehen, dass sie die am liebsten den Arsch abwischen wollen, nur um gewählt zu werden. Dazu kommt, dass die meisten noch nicht mal bei der Wahlpropaganda sagen was sie machen möchten, oder was nicht...

Naja, das kann man halt lange so weiter führen...


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Kommentar von Gedankenpolizei
13.07.2017, 21:08

Ich gebe dir ja bedingt recht denn die breite Masse ist eine taube Nuss. Aber einige denkende Menschen möchten schon entscheiden wohin die Reise geht.

Was passiert wenn einer allein das Sagen hat haben gerade wir Deutschen Mitte des 20.Jh. bitter erfahren müssen

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Kommentar von surfenohneende
13.07.2017, 22:11

JA , so ist es

und der Wähler ist heute viel (künstlich) verdummter als vor 40 Jahren

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Demokratie ist nur gut wenn sie funktioniert.

Und schon die griechen wussten: "Nur ein satter Magen, gibt gute Demokraten".

China ist ganz bestimmt keine Demokratie, aber dennoch haben sie einen funktionierenden Staat und eine funktionierden wirtschaft.

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Kommentar von Demonoschwili
13.07.2017, 20:54

Die Chinesen "funktionieren" sogar ganz hervorragend, wenn man ihre Arbeitsmoral mit der unseren vergleicht! 

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Also ich kenn da ne Lustige geschichte:

In einer Diktatur gehen 3 Wissenschaftler (Botaniker, Physiker und Psychologe) in den Wald. Sie haben Hunger und sehen Pilze. Der Botaniker befiehlt die Pilze nicht zu essen, das sie Giftig sind. So hatten alle Hunger aber blieben am Leben.

Nun gehen in der Demokratie die 3 Wissenschaftler in den Wald. Sie stimmenn ab ob sie die Pilze essen wollen. Der Botaniker ist dagegen, der Physiker und Psychologe dafür. 2 gegen 1. So haben sie die Pilze gegessen und alle 3 starben.

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Kommentar von Moba1
13.07.2017, 21:15

genial

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Kommentar von Ahzmandius
13.07.2017, 21:16

Demokratie hat "eigentlich" nichts mit der Mehrheitsentscheidung zu tun.

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Kommentar von PWolff
13.07.2017, 21:18

9 von 10 Schülern finden Mobbing lustig.

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Kommentar von DreiGegengifts
13.07.2017, 21:22

Das ergibt ja überhaupt keinen Sinn. Hast du da vielleicht was durcheinander gebracht?

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Keine Konsens-Entscheidungen, potentielle Herrschaft der Mehrheit über die Minderheit, Schwerfälligkeit der Entscheidungsprozesse, die Macht beim Volke zu halten ist illusionär, Gefahr von Blockaden.

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Ich hab zwar nur den Titel deiner Frage gelesen, möchte aber dennoch eine Antwort geben..

Was dagegen spricht.. Das ist eigentlich eine recht einfache Frage.

Kennst du das Sprichwort: "Zu viele Köche verderben den Brei!" ?

Überleg mal.. Wenn ein Demokrat in seiner Partei eine Idee äussert, welche die Welt grundlegend verändern würde, würde diese sicher durch zahlreiche andere Einflüsse als "Schwachdinnig", bzw als "nicht durchführbar" bezeichnet werden. Und damit in Vergessenheit geraten.

Wenn aber z.B ein Diktator eine Idee hätte, welche die Welt grundlegend verändern würde, würde sie es auch tun, da er sie schlicht und einfach durchsetzen könnte. Weil er eben das Sagen hat.

Beantwortet das irgendwie deine Frage? :) Hoffe schon...

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Churchill soll ja gesagt haben: "Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen - abgesehen von all den anderen Formen, die von Zeit zu Zeit ausprobiert worden sind." 

Probleme u. a.:

- nur kurzfristiges Denken in Legislaturperioden statt langfristiger Strategien
- Manipulation der Wähler durch Wahlversprechungen und Wahlgeschenke
- Bildung einer abgehobenen Politikerkaste, einer negativen Auslese
- unfruchtbarer, rein taktischer Parteienstreit

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