Was spricht für Silvester mit Böller?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo,

Es spricht eigentlich gar nichts dafür, außer Tradition, aber das ist ja eigentlich kein vernünftiger Grund.

Böllerer haben es scheinbar noch nicht erlebt, wie viele Tiere darauf reagieren - völlig panisch, rennen davon .... versuch mal, einen ausgerissenen Hund in einem Waldgebiet wieder einzufangen.

Feuerwerk in vernünftigen Händen und auf eine gewisse Zeit begrenzt, wäre sicher kein Problem. In der Praxis ist dem aber nicht so.

Tatsache ist jedoch, dass bereits Silvester abends ab 17.00 Uhr Kinder böllernd (richtig schwere Dinger..) durch die Ortschaft ziehen und es unregelmäßig irgendwo pausenlos kracht. Deren Eltern sind bekannt und leider selber nicht die "Hellsten".

Zur Jahreswende gibt es dann das Feuerwerk, da hat sicher niemand was dagegen und das hat Tradition, aber dann geht es ja bis in die Morgenstunden weiter, weil irgendwelche Deppen angetrunken sind.

Den Vogel abgeschossen hat ein Nachbar im vergangenen Jahr, der am Neujahrstag abends (!) nochmal geböllert hat und mir etliche Raketen direkt auf unsere Hausfront gejagt hatte.

Ich sags mal so: wenn Feuerwerk in Händen von Proleten und geistig Minderentwickelten ist, dann haben wir diese Probleme.

Ich werde das in diesem Jahr verhindern über entsprechende Anträge bei der Gemeinde und dem Landratsamt. Die können die gesetzlich erlaubten Zeiten nämlich entsprechend verkürzen.

So wie ich, sehen das alle Tierhalter in unserer Ortschaft und daher bin ich nicht alleine mit meinen Forderungen.

Nach all den schlechten Erfahrungen der letzten Jahre sehe ich insgesamt auch keine Möglichkeit mehr, dass wir um Verbote herumkommen, so wie es die Franzosen schon in einigen Regionen gemacht haben.

Vielen Menschen fehlt leider das "Hirn", richtig damit umzugehen.

Auffällig ist auch, dass gerade Jugendliche und einkommensschwächere Bevölkerungsschichten, die sonst finanziell eher eng sind, sich das Zeugs kaufen.

LG Jürgen

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

ich muss noch ergänzen, dass das eigentlich auch Tierquälerei im Sinne des StGB ist, da für die Tiere Leid und Stress verursacht wird und das ohne vernünftigen Grund (der ja immer der wesentliche Punkt dieser Rechtsgrundlage ist)

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@juergenkrosta

Und das Bellen der Hunde 365-Tage lang und die Hinterlassenschafften sind Menschenquälerei. Hundeverbot jetzt!

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@verreisterNutzer

ok., wollen wir wetten, was zuerst kommt: Hundeverbot oder Böllerverbot? :-)

Böller-Deppen-Verbot in den Stadien gibt es schon bereits ;-)

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Und dass es spaß macht

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Feuerwerk ist eine unglaublich schöne Tradition. Feuerwerk zu zünden macht großen Spaß und ist für viele pure Lebensfreude. Feuerwerk bringt Licht in die dunkle Jahreszeit.

Für einige ist Feuerwerk das größte Hobby, das sie haben. Und so ist es auch nicht richtig, es als Geldverschwendung zu betiteln. Denn dann müssten wir jegliche Freizeitbeschäftigung und alles was Spaß macht als Geldverschwendung ansehen. Jeder entscheidet selbst, wofür man sein Geld ausgibt, dem einen ist es das wert fürs Feuerwerk, dafür hält er vielleicht ein anderes Hobby für Geldverschwendung. Jedem das seine.

Vielmehr spricht wenig gegen Feuerwerk. Feuerwerk zu verbieten ist pure Doppelmoral und sinnlos, denn dann müssten zahlreiche andere Dinge verboten werden. Motorsport, Fleischkonsum, Konzerte, Events, Partys, Motorradfahren, Fußballspiele, Urlaub in fernen Ländern und viele weitere Dinge.

Was spricht denn eigentlich gegen Feuerwerk? Klimaschutz? Nein. Feuerwerk ist nicht klimarelevant. Das ist belegt, auch durch seriöse Quellen wie Quarks. Feinstaub? Es darf nicht vergessen werden, dass alle bisherigen Were auf Schätzungen basieren, abwarten kann man eine repräsentative Studie des VPI. Sicher ist aber, dass die Belastung nur für wenige Stunden und nur einmal im Jahr anhält und der Feinstaub deutlich ungefährlicher als anderer Feinstaub ist, da er deutlich gröber und wasserlöslich ist.

Lasst uns diese wunderbare Tradition erhalten, denn es gibt keinen Grund für ein Verbot. Lasst es uns einmal, ein einziges Mal, im Jahr tolerien, auch, wenn es uns nicht gefällt. Möglicherweise müssen andere Menschen aufgrund eurer Hobbys diese Toleranz jeden einzelnen Tag aufweisen.

Woher ich das weiß:Hobby – Intensive, tägliche Beschäftigung mit diesen Themen

die Menschen können leider damit nicht umgehen und deshalb wird es mittelfristig verboten werden. Viele Städte machen das schon und das ist auch richtig so. Statt unkontrolliertem Böllern gibt es hier und da zentrale und organisierte Feuerwerke.

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@juergenkrosta

Das ist nicht richtig so. Es ist mein liebstes Hobby. Aber das Problem erkenne ich. Alkohol und Feuerwerk in Kombination ist nichts und das versuche ich auch vor Silvester jedem zu erklären, der das vorhat, denn solche Menschen zerstören mir dieses Hobby. Wer sich auskennt, genau weiß, wie die Dinge funktionieren und nüchtern ist, da passiert auch nichts.

Von zentralen Feuerwerken zu Silvester halte ich wenig, denn das Zünden ist das, was ich mag und was den Reiz ausmacht. Und zweitens muss man immer wieder fragen, wie soll das funktionieren? Hast du dir mal die Pyrotechnikerdichte angeguckt? Zentrale Feuerwerke kann es da nicht so viele geben. Dann müssen sich die Menschen wieder ins Auto setzten und CO2 ausstoßen. Da ist es doch besser, wenn sich jeder ne Kleinigkeit beim Wocheneinkauf mitnimmt und dann gemütlich, ohne den Stress mit Autofahren, sein Feuerwerk um 0:00 abbrennen kann.

Wer unsachgemäß damit umgeht, dem gehört es verboten. Leider fällt diese Minderheit natürlich besonders auf, mehr als der Großteil, der sachgemäß handelt.

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@Idk2k19

dann lies mal, was ich weiter unten als Antwort geschrieben habe. Wir haben mit unseren Hunden schon in der Zeit von 11.00 Uhr bis 2.00 Uhr die letzten Jahre das Weite gesucht und sind in unsere Waldhütte gefahren. Aber auch das hilft nicht, da das Böllern bzw der zeitliche Rahmen immer größer wird. Wir können uns da ja nicht tagelang "verstecken"?

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@juergenkrosta

Erlaubt ist es am 31.12 und am 1.1. Das sind zwei Tage im Jahr, zwei Tage von 365. Warum ist es nicht möglich, das zu tolerieren? Warum muss man alles verbieten, was man selbst nicht braucht?

Bitte nicht falsch verstehen, was ich jetzt schreibe, aber ich muss auch die Hunde tolerieren. Und zwar das ganze Jahr über. Es gibt Menschen (ich nicht), die haben Angst vor Hunden, es gibt Menschen, die stört das Gebelle und es gibt Menschen (mich eingeschlossen), die stören die Hinterlassenschaften der Hunde beim Spazierengehen oder im eigenen Garten.

Ich würde also vorschlagen, die Hundehaltung zu verbieten. Ein Teil der Bevölkerung fühlt sich gestört, das Klima wird durch den Fleischkonsum der Hunde belastet und Tierquälerei liegt auch vor, denn ich habe schon mehrfach freilaufende Hunde erlebt, die Wild hetzen oder frisch gesetzte Kitze reißen. Klar, nicht alle Hundebesitzer sind so, aber auch nicht alle Feuerwerkszündler sind verantwortungslos. Also Hundehaltung vorsichtshalber verbieten.

Natürlich will ich das nicht, was ich sagen will ist, dass sich die Welt nicht um die Hunde(Halter) dreht. Gegenseitige Toleranz ist das, worauf es ankommt. Und nicht vergessen, Feuerwerk ist ein einziges Mal im Jahr!

Ich hab übrigens selbst auch Tiere, Kaninchen. Also Fluchttiere, naturgemäß ängstlich. Kann dich schon nachvollziehen. Aber ich habe festgestellt, wenn ich als Halter entspannt bin, sind es meine Tiere auch. Zudem kann man sie mit wenig Aufwand desensibilisieren, das minimiert den Stress.

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@juergenkrosta

mein gott ein tag von 364! wie kann man so sein! dann bleibt man halt zuhause mit dem hund! ein tag ist für einen hund auch nicht so wichtig! die f1 wird auch nicht verboten. da sagt keiner was!

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- Tradition: das Feuerwerk soll die bösen Geister verscheuchen

- Wirtschaft: Einnahmequelle für viele Menschen (Produktion, Verkauf etc.)

- Spaß/Faszination: viele Menschen erfreuen sich an den bunten Lichtern und Effekten und sehen es als wichtiges Hobby in ihrem Leben

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