was spricht für Kreationismus im Lehrplan?

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9 Antworten

Da spricht absolut nichts dafür. Sogar in den obersten Kirchenkreisen glaubt niemand mehr ernsthaft daran. Die Evolution ist eine der am besten belegten Theorien in der gesamten Wissenschaft. Nur Fundamentalisten und Fanatiker glauben noch an den Kreationismus. Und Fundamentalismus und Fanatismus hat in keinem Lehrplan eines liberalen Staates etwas zu suchen.

Der Kreationismus sollte in der Schule lediglich als abstrakte, falsche Vorstellung und als Lüge entlarvt werden. Die Genesis ist kein Tatsachenbericht, das sollte man in der Schule lernen.

Ansonsten ist der Kreationismus schon in den Grundanahmen so haarsträubend falsch, dass der Kreationismus als ordentliches Schullehrfach ausgeschlossen werden muss.

Der Kreationismus hielt keiner einzigen naturwissenschaftlichen Kritik stand. Er deckt sich weiterhin überhaupt nicht mit den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Diese Geschichte wurde vor tausenden von Jahren von Menschen erdacht, weil sie sich unser Universum und unsere Existenz nicht erklären konnten, doch in einer gebildeten Welt und somit auch in der Schule findet der Kreationismus längst keinen Platz mehr.

Hallo Freak2247593861,

Kreationismus steht längst im Lehrplan, sowohl in Reli als auch in Biologie - in beiden Fächern wird er zurecht als ideologischer Irrweg entlarvt werden.

Eine ausführliche Begründung findest Du hier:

http://fowid.de/fileadmin/textarchiv/Neukamm_Martin/Kreationismus_u_ID_TA2006_7.pdf

Als eigenes Fach macht Kreationismus dagegen keinen Sinn: Fundamentalistische und wissenschaftlich nicht haltbare Inhalte gehören nicht in die Lehrpläne

Grüße


Man kann es ja ansprechen, damit Schüler mit diesem ja doch häufiger mal auftauchenden Wort etwas anfangen können. Ich bin aber nicht der Meinung, dass der Kreationismus es wert ist, ausführlich behandelt zu werden. "Statt normal Reli", wie Du geschrieben hast, schonmal gar nicht. Die Schule ist -gerade in einem säkularen Staat- nicht dazu da, um Schülern religiöse Mythen in aller Ausführlichkeit darzulegen.

Nichts. In der Schule sollte es um Wissen gehen, nicht um Glauben. Religionsunterricht mit Botschaft sollte gestrichen werden zugunsten eines Fachs Philosophie. Dort darf dann auch über Kreationismus gesprochen werden. Religionen gehören nicht zu Deutschland, sie sind Privatsache.

Garfield0001 02.06.2016, 11:51

Philosophie ist doch auch nicht "wissen". und Kreationismus ist auch ein Modell wie die Evolutionstheorie. die ist zwar (angeblich) recht gut erforscht, aber wissen ist was anderes. dann sollte dies auch gestrichen werden. zumal es keinen Einfluss auf unser normales jetziges Leben hat (außer man will Bio studieren oder so). dann lieber ein paar Stunden "wie mache ich meine Steuererklärung" oder "was ist eine Nebenkosten Abrechnung". DAS wäre viel sinnvoller

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FelixLingelbach 02.06.2016, 12:00
@Garfield0001

Doch. In Philo musst du wissen, was die Philosophen so geschrieben haben. Du musst wissen, was man heute für gut und was für böse hält.

Und nein. Die Evolution ist unbestritten, sie ist eine Tatsache. Evolution heißt Entwicklung. Eine Evolutionstheorie gibt es, weil man nicht immer weiß, wie und warum sie sich vollzogen hat. 

Das Anerkennen der Evolution als Tatsache ist wichtig im Alltag. Man versteht sich selbst und seine Mitmenschen besser, wenn man weiß, wie und warum sich Verhaltensmuster entwickelt haben, wenn man weiß, wie die Grundformen menschlichen Zusammenlebens ausgesehen haben, wenn man weiß, wie sich unsere Vorfahren ernährt haben, usw.  

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ThomasJNewton 02.06.2016, 18:34
@Garfield0001

Bist du einfach nur Opfer der kreationistischen Propaganda, oder Täter?

Kreationismus ist auch ein Modell wie die Evolutionstheorie

Nein, Kreationismus ist übelste Propaganda, die jede Erkenntnis verleugnet. So dumm, wie sie boshaft ist.

Aber du streust die Saat der Propaganda schon in deine Formulierungen ein, ein "(angeblich)", das du nicht mal beurteilen kannt, weil du kein Biologe bist.
Und lustige bis absurde Schlussfolgerungen, die nach meinem Vertändnis nur ein Ziel haben, das Thema auf die dir vertraute Arreale zu verschieben.

Halt auf Nebenkriegsschauplätze wie Nebenkosten. Was du i.Ü. nicht mal korrekt schreiben kannst. Typisch eben.

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In einem wirklich säkularen Staat würde nichts dafür sprechen. Nur ist Deutschland leider nur auf dem Papier säkular. Der Staat zieht für die Kirche Steuern ein und verbietet das Tanzen an kirchlichen Feiertagen. Da kann man auch gleich die Schöpfungsgeschichte als Tatsache lehren.

Also ich meine jetzt die Schöpfungsgeschichte vom fliegenden Spaghetti-Monster, das bekanntlich die Erde erschaffen hat.

Absolut nichts spricht für den Kreationismus - egal in welchem Bereich unseres Lebens.

Jede Kultur hat ihre Erschaffungsmythen und die kennenzulernen kann ist aus anthropologischer Sicht schon sehr interessant. Dazu zählt der christliche Mythos genauso wie die Weltschildkröte mancher Indianerstämme.

Nichts

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