Was spricht eigentlich für eine Kindstaufe - insbesondere wenn die Eltern aus der Kirche ausgetreten sind?

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6 Antworten

ich/wir haben das vollkommen unseren Kindern überlassen (wir wohnen/wohnten in München) - unsere beiden Töchter haben am katholischen Religionsunterricht teilgenommen und sie haben sich dann kurz vor der Kommunion taufen lassen. Dazu kam der Pfarrer vorher zu einem Gespräch zu uns. Meine ältere Tochter hat dann auch die Firmung erhalten, da die zweite Tochter vor ihrer Firmung ziemlich krank war und der zuständige Pfarrer (wir waren inzwischen umgezogen)gestorben war und der neue Pfarrer sehr schwierig und sehr konservativ war, hat sie davon Abstand genommen und interessiert sich seitdem auch nicht mehr für die Kirche. Mein älterer Sohn war auch im katholischen Religionsunterricht, aber als der jüngere dann nicht in den katholischen Religionsunterricht gehen wollte, sondern sich für Ethik entschied (er studiert jetzt Chemie - also Naturwissenschaften)durfte der ältere auch nicht mehr am katholischen Religionsunterricht teilnehmen. Deshalb wurden dann beide Söhne auch nicht getauft.

Von "das soll unser Kind selbst entscheiden" halte ich nicht viel. Ich kann verstehen, dass ihr eure Zweifel habt, eben weil euch der Glaube fehlt. Aber dann gebt doch eurem Kind genau die Möglichkeit, die ihr selbst wahrgenommen habt, nämlich zu entscheiden, dass es eben KEIN Kirchenmitglied sein will, NACHDEM es die Chance hatte zu erfahren, was das bedeutet. Habt ihr denn zum Beispiel mit bedacht, dass euer Kind es als "Heide" in der Schule schwerer haben könnte? Alle Freunde haben endweder kath. oder ev. Religionsunterricht, und euer Kind? Und wo lebt ihr? Denn speziell in Bayern würde ich dieses Argument sehr gut bedenken. Versteht mich bitte nicht falsch, ich bin keine "Heilige" ;-) oder so, aber ich hatte genau die Diskussion mit einer in Bayern lebenden, aus der Kirche ausgetretenen Freundin. Sie ist zu dem Schluß gekommen, dass man eben manchmal Äpfel mit Birnen vergleichen muss (denn schulische Belange sollten ja an und für sich mit dem Glauben nix zu tun haben), wenn man seinem Kind damit eventuelle Probleme ersparen kann.

Das trifft aber auch nur für Bayern zu, in allen anderen Bundesländern interessieret das fast keinen!!

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Wir leben natürlich in Bayern... :-) Vielen Dank für Deinen Rat. Wir werden sehen wie's weitergeht. Gruß Nupsi2000

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Ich würde in eurem Fall schon raten, das Kind später selbst entscheiden zu lassen.Und überhaupt,würde ein Pfarrer ein Kind überhaupt taufen,dessen Eltern nicht mehr in der Kirche sind? Bei den Taufgesprächen bei unseren Kindern, hat uns der Pfarrer(und wir hatten jedesmal einen anderen Pfarrer) stets gefragt, warum wir unser Kind taufen lassen wollten. Wir haben darauf geantwortet "weil wir unser Kind im kath.Glauben erziehen wollen" (man hatte uns vorher darauf hingewiesen,das man dies antworten müsste).Bei einer Taufe hatten wir sogar Probleme wegen eines Taufpaten, der nicht mehr in der Kirche war.Und bei meinem Bruder u.seiner Frau hat der Pfarrer am Ort sich geweigert, seine Kinder zu taufen,da beide ebenfalls ausgetreten waren.

ich gebe euch den Rat das mit der Taufe sein zu lassen. Die Kindstaufe ist (neben vielen anderen Dingen) ein völlig sinnfreier Vorgang der Kirche.Die Taufe eines Menschen dient dazu vor der Gemeinde und der Welt die freiwillige!! Zugehörigkeit zu dieser Glaubensgemeinschaft zu bezeugen.Das davon bei einem Kleinkind keine Rede sein kann erklärt sich von alleine. Die Taufe eines Menschen macht ausschließlich! im Erwachsenenalter (wie es etwa die Baptisten tun)Sinn. Das Kind nur deswegen zu taufen damit es in der Schule beim Religionsunterricht keinen Nachteil hat ist totaler Unsinn und zeigt nur deutlich auf welche Funktion der Glaube mittlerweile in unserer Gesellschaft hat. Im übrigen kann ich aus eigener Erfahrung sagen das ich als nichtgetaufter problemlos am evangelischen Religionsunterricht teilnehmen durfte.

Liebe Grüße hardy

Das sollte man in Eurem Fall ruhig dem Kind überlassen. Man kann sich auch noch später taufen lassen mit einen höheren Alter. Bei der Konformation ist das ja auch so. Das liegt bei jedem selber.

Für eine Kindstaufe spricht gar nichts.

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