Was spricht dagegen, die Würde der Tiere (neben der menschlichen) im Grundgesetz als unantastbar zu verankern?

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20 Antworten

Schlicht und ergreifend die menschliche Arroganz, das selbstzerstörerische Streben nach Wohlstand (im ökonomischen Mantel von "Wachstum" zu einer Art von Vulgärreligion erhoben) und ein retentiver Anschluss an biologische, wie anthropologische und präkollektive Muster (der Mensch als biologischer Fleischfresser, als dem Tier überlegenes Wesen, das Tier als Opfer, das "dumme" Tier, der "heilige" Mensch usf.). Es hat ja schon einen fast ausweglosen Kampf bedeutet die Frau auf die gleiche gesellschaftliche Position wie den Mann zu heben (was in eine Reihe von christlichen Zirkelkreisen bis heute nicht angekommen ist) - nun aber noch das "verblödete Viehzeug" hochheben, das würde den gebildeten Wohlstandsmensch völlig mental und v.a. emotional überfordern, wo das nicht einmal mit der Nächstenliebe zum Menschen funktioniert.

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Da stehen schon genügend "hohe Ziele" und Bindungen, die auf Erfüllung warten. Da noch nicht mal geklärt ist, was unter Würde des Menschen zu verstehen ist und vor allem, wie sie praktisch ausgefüllt werden soll, nehme ich an, dass alle total überfordert sind, wenn sie die Würde der Ameise bestimmen sollen. Gegenvorschlag: Wenn in unserer Erziehung und im allgemeinen Umgang mehr Wert gelegt würde auf Achtsamkeit und Sensibilität, dass nur noch ganz Doofe wie bekloppt durch die Gegend tappen, egal was unter ihre Füße kommt, wäre schon viel gewonnen. Ich sehe jetzt schon Tierwürde-Aktivisten, die das Fußballspielen verbieten wollen, weil man dabei einen Junikäfer zertreten könnte. Solche schwammigen Begriffe wie "Würde der Tiere" öffnen Übertreibungen Tür und Tor.

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Kommentar von linlin9090
03.07.2016, 22:54

So gesehen könnte man theoretisch jeden Begriff in seine Breite und Tiefe bis zum Extrempunkt auslegen. Aber das ist doch sowieso momentan der Trend im Westen, für Sexismus, Feminismus, Transgender etc. möglichst auf politische Korrektheit zu achten, warum dann auch nicht für die ,,Würde der Tiere"? Nur weil es dann zum Nachteil der Menschheit wäre? Weil der Mensch dadurch auf Bequemlichkeiten verzichten müsste, die für ihn selbstverständlich sind?

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Viele Gründe - zum Beispiel das dann ihre Vermehrung nicht mehr kontrolliert werden könnte. Im Moment gucken die Förster nach den Zahlen und wenns zu viele sind dann naja... aber wenn das als Mord gelten würde,würden wir hier in ein paar Jahren von Tieren überrannt werden. Außerdem sind Tiere kognitiv nicht in der Lage so ein Gesetz zu verstehen. Sie fressen sich doch auch gegenseitig, warum soll das bei uns also als Straftat gelten?

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Weil das dann das Aus für Nutz- und Haustiere bedeuten würde. Alle ernähren sich dann vegan, keine Wachunde, Blindenhunde, Schoßhunde usw. mehr, keine Zoos.

Kann man wollen, wird die Mehrheit der Menschheit aber wohl eher nicht akzeptieren. 

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Dass es Aufstände geben würde. Bei solch einer Regelung müsste nämlich die Mehrheit der Menschen ihr Leben ziemlich drastisch umstellen, diverse Wirtschaftszweige(u.a. Fleischindustrie) würden vor dem Aus stehen oder müssten sich stark umstellen.

Sprich: Das ist momentan schlicht nicht umsetzbar. Darüber kann man vielleicht dann mal reden, wenn sich 80-90% der Bevölkerung vegetarisch oder vegan ernähren. Vorher nicht. 

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Kommentar von Abahatchi
08.07.2016, 00:30

Dass es Aufstände geben würde.

Was ich eigentlich nicht so ganz verstehe, denn schon kleinste Kinder begreifen recht schnell, wenn man ihnen sagt: Quäle nie ein Tier zum Scherz, denn es fühl den selben Schmerz. 

Denen ist dann sogar klar, dasz dies dann nicht bedeutet, dasz man Tiere quälen darf, wenn es nicht aus einem Scherz heraus geschieht. 

Es müszte doch sehr einfach sei, wenn man der neuen Generation nicht wieder dieses natürliche Mitgefühl anderen Lebewesen gegenüber aberzieht.

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Das war's dann mit Fleisch essen, Haustieren, Zoos, dressierten Tieren in filmen ect.
Zirkussen sollte man die Tierhaltung allerdings untersagen, oder nur ausgesuchte, geeignete Arten unter strengster Kontrolle und harten Strafen erlauben.

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Du kannst nicht eine Kuh nicht mit einem Menschen vergleichen. Eine Kuh hat kein Verstand.

Beispiel :

Wir entführen einen Menschen, setzen ihn ko, schaffen ihn in einen Raum wo er aufwacht und vor ihm ist essen.

Das aller erste was der Mensch sich sagen wird ist wo bin ich, was mache ich hier, wer hat mich entführt, wie komme ich hier raus, ist das Essen vergiftet

Nun nehmen wir eine Kuh, geben ihr Beruhigungsmittel das sie schläft, setzen Sie in einen Raum und vor ihr Gras.

Das erste was die Kuh macht ist aufstehen, zum Gras gehen, essen. Fertig. Nicht mehr nicht weniger. Und dann weiter nach essen suchen.

Sobald du das für die Tiere einführst, setzt du 2 so Riesen unterschiedliche Wesen gleich

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Da Kant der einzige ist, der die Würde (und zwar ausschließlich die des Menschen) definiert hat. Nach Kant wird ein Mensch entwürdigt, wenn er bloß als Mittel zu einem Zweck dient. Ein Mensch kann einen Zweck verfolgen, da er ein (nach Kant) vernünftiges Wesen ist. Ein Tier dagegen hat keine Vernunft, kann also keinen aus der Vernunft erbrachtem Zweck folgen und hat somit auch keine Würde.

So hab ich's zumindest aus meinem Ethik Unterricht mitgenommen,
würd aber auch nicht meine Hand dafür ins Feuer legen ^^

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Tiere gelten als Sachbeschädigung wenn man ein Schwein oder Kuh schlachtet gilt es als mord also gibt es kein Fleisch . Würdest du aus Versehen eine Katze oder Waschbär über Fahren wäre es mord und man müsste in den Knast . Hauskatzen könntet man nimmer halten dann wäre es unter Freiheitsberaubung

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Kommentar von linlin9090
03.07.2016, 00:54

Ist es nicht das ausschlaggebende Argument, dass es kein Fleisch mehr geben wird und wir deshalb kein (nicht-menschliches) Leben mehr auslöschen müssen? "aus Versehen überfahren" - das sagt ja schon, aus Versehen wäre ein Unfall mit Todesfolge, nicht alles ist automatisch ein Mord. Hauskatzen sind domestiziert und auf menschlichen Beistand angewiesen.

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Kommentar von amchen1993
03.07.2016, 00:59

aber was ist wenn du aus versehen. 7 Menschen überfährst dann kommst du in die Klappse oder Knast und da bei Katze dann auch . das zweite Problem ist ( habe selber Tiere die ich über alles liebe ) ein tier wenn es dich beißt oder angreift haben wir ein starkes Kommunikations Problem vor dem Gericht gäbe es keine Aussagen . 3 wie soll man gesetzte finden die Mensch und Tier versteht 😂

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Kommentar von Omnivore11
03.07.2016, 19:40

Mord kann es niemals sein, weil Mord ausschließlich auf Menschen angewendet wird!

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Rassismus denn der Mensch ist auch ein Tier ^^

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Unser Konsumverhalten. Verbote von Tiermast oder der Schlachtung würden bei dem größten Teil der Bevölkerung auf Ablehnung stoßen. 

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Kommentar von linlin9090
03.07.2016, 00:57

Wäre ein Umdenken der Bevölkerung notwendig und zeitgemäß?

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Es spricht dagegen, dass es schlicht unmöglich ist ohne den Verlust von Tieren zu leben.

Für die Landwirtschaft sterben Tiere durch Schlachtung, Ackerbau und Insektizide.

Für die Kupferraffination benötigt man Knochenleim als Hemmstoff.

Förster können ihren Wildbestand durch Jäger nicht mehr kontrollieren lassen.

Selbst das waschen von Bettwäsche wäre dann verboten, weil da unzählige Milben drin sind.

Und im Hochsommer muss ich dann mit Fliegen und Essigfliegen zusammenwohnen?

Tiere ein solches Recht zu geben ist schlicht lachhaft.

Gruß
Omni

(BG)

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Kommentar von Abahatchi
08.07.2016, 00:33

Förster können ihren Wildbestand durch Jäger nicht mehr kontrollieren lassen.

Dazu braucht es auch so keine Förster oder Jäger, denn wie hat das den vor 8000 Jahren funktioniert?

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Es spricht dagegen, dass die Nutzung von Tieren schon seit tausenden Jahren Bestand hat. Es mal eben so ändern ist unmöglich. Sowas braucht seine Zeit

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Kommentar von linlin9090
03.07.2016, 00:58

Es braucht seine Zeit... Sie implizieren damit, die Nutzung von Tieren sei eine falsche Tradition?

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Das die Menschen ihren Egoismus nie in den Griff bekommen werden.

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Ganz einfach-Das Grundgesetz-für wen gemacht?Hiermit verlange ich ein Grundgesetz für jeden Baum,für jeden Grashalm und für jedes Sauerstoffatom.Für jedes Pantoffeltierchen,Jede Qualle und jede Mücke !

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Kommentar von linlin9090
03.07.2016, 02:07

Ich verlange diese ebenfalls, ist aber eine Frage der Umsetzung.

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Alle Löwen, Tiger, Adler, Haifische und Kollegen werden Veganer.

Wird 'ne teure Umschulung.

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Kommentar von linlin9090
03.07.2016, 01:10

Also haben auch Tiere das Recht, Menschen zu fressen?

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Nichts spricht dagegen.Dann dürfen wir Tiere zum Zwecke des Verspeisens nicht mehr halten.

Wenn die Pflanzen dann den gleichen Status erhalten,was ist dann?

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Kommentar von linlin9090
03.07.2016, 01:00

Der Mensch ist also das Maß und Zentrum aller Dinge?

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Ganz einfach. Es wäre danach Legal mit Tieren Geschlechtsverkehr zu haben.

Sie dürfen ja frei entscheiden.

Frag dich mal ob das gut ist.

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Kommentar von linlin9090
07.07.2016, 06:26

In erster Linie wäre damit der Mord an Tiere nicht mehr legal, so.

Was Geschlechtsverkehr betrifft, Tiere werden mit Sicherheit keinen Sex mit Menschen initiieren wollen, wie Sie schon implizieren, es sind die Menschen, die das dürfen. Und weil wir Menschen ja angeblich intelligente Wesen seien und nach Kant wir mündige Wesen sind, werden die Menschen ja selbst am besten einschätzen können, ob sie Geschlechtsverkehr mit Tiere haben oder nicht. Ob das gut ist oder nicht, das ist der Intelligenz oder Torheit der Menschen überlassen.

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Kommentar von RipeClown
07.07.2016, 10:02

Das gilt auch jetzt schon. Trotzdem findest du Menschen die das machen und es auch machen mit kleinen Kindern.

Wenn du noch dazu einem Tier beibringst das es richtig ist von klein auf, dann steht dem nichts im Wege

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Ich finde diese Fragestellung, als sehr interessant. China insbesonder Yulin, Spanien, Rumanien usw..... alle diese Länder sollten Deinem Vorschlag folgen!

Vielen DAAANK

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es spricht alles dafür, ihnen die gleiche Würde wie den Menschen zuzusprechen. Siehe: Peter Singer: Die Befreiung der Tiere, Animal Liberation.

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