Was solln wir mit unseren Vater Tun?

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5 Antworten

Hallo,

wenn man eine Person, die man sehr liebt, verliert, endet das oft in Depression und Vereinsamung.

Ichglaube dein Vater braucht eine Aufgabe, was seinem Leben einen Sinn
gibt. Wer schon anfängt Abschiedsbriefe zu schreiben, schließt langsam
mit seinem Leben ab. Aber dein Vater ist ja eigentlich noch nicht so
alt, mit 58 Jahre, haben die meisten glücklicherweise noch ein paar
Jahrzehnte vor sich. Du kennst deinen Vater, überleg doch mal, was ihm
freude macht, wofür er sich einsetzen würde etc. Vielleicht gibts ja
irgendeine Hilfsorganisation wo er helfen könnte oder ein Tier, welches
er sich zulegen und drum kümmern könnte, um auch abends zu Hause nicht
so einsam zu sein oder einem Sportverein beitreten (z. B Tischtennis),
einfach um in Kontakt mit Menschen zu kommen und nicht alleine/einsam zuHause sein.  Ich denke es gibt vieles, was dein Vater noch machen
könnte. Das Problem ist, wenn er nur zur Arbeit geht, dann zu Hause
meist alleine rumsitzt und den Haushalt etc. erledigt, fühlt er sich
einsam und die Depressionen werden nur verstärkt, aber es wird nix
dagegen getan.

Psychologische Hilfe will er nicht. Das muss aber auch nicht immer zwingend. Manchmal kommt man aus so einer depressionen Phase auch selber wieder raus, in dem man aktiv etwas dagegen tut, sich selber unter Leute bringt, etwas hat, worum man sich kümmern muss und so weiter.

Das er keine Freunde hat, ist natürlich auch ein Problem, was eher eine depression verstärkt. Freunde helfen in schweren Zeiten, wie den Tod eurer Mutter und seiner Frau. Solche Menschen, die einfach für ihn da sind und trösten fehlem deinem Vater.

Am besten sprichst du mal mit deinem Vater und überlegst, mit ihm zusammen wie er sein Leben in den Griff bekommen könnte und auch mit deiner Schwester. Schließlich muss sie auch ihr Leben leben können, ohne sich Sorgen um ihren Vater machen zu müssen. Wenn es eurem Vater besser ginge, würde sie sich ja sicherlich weniger nach ihm richten.

Das wichtige ist immer einen SINN im Leben zu haben bzw. zu finden, um ein möglichst glüchliches und zufriedenes Leben führen zu können.

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Ist dein Vater denn noch berufstätig? Generell gilt das man bei Depressionen sich zwingen muss unter Menschen zu kommen. Er braucht dringend mehr Gesellschaft. Und er braucht eine Beschäftigung.. 

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Kommentar von Joe88
09.03.2016, 22:27

ja er ist Berufstätig, er ist im Fußballverein für die U8 zuständig, jedoch auch nur 1 mal die woche, zuhause ist glaub ich das große problem

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Hallo, jemanden zu verlieren den man liebt ist sehr hart und macht jemanden psychisch krank. Dein Vater ist einsam und hat abgeschlossen, klingt als hätte er sich selbst aufgegeben. Ein Abschiedsbrief ist ein Zeichen, dass man eigentlich keinen Sinn mehr sieht, aber nicht aufgeben möchte, weil man die Hoffnung hat das es besser wird. Wie wäre es wenn dein Vater sich bei einem Verein anmeldet? Es gibt viele Angebote für ältere Leute? Hat mein Opa nach längerer Kriese auch gemacht und ist aufgeweckter geworden.

Lg

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Gibt es bei euch eine große Gruppe von Menschen, die Hilfe brauchen? Obdachlose und Co? Es gibt super viele Organisationen, die gerne helfende Hände brauchen - und wenn man lächelnde Gesichter um sich hat, fühlt man sich sicher auch nicht mehr nutzlos und einsam.
Für zuhause: Wie wärs mit einem Hund oder einer Katze? :)

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Hey, erstmal tut es mir leid was da mit deinem Papa passiert ist.

Ich würde ja sagen, dass er Zeit braucht, um den Tod deiner Mutter zu verkraften, aber 12 Jahre sind eben schon eine lange Zeit.

Ich leg dir ans Herz, dass du unbedingt mit ihm zum Psychologen gehst, da er seine Vergangenheit aufarbeiten muss. Dass deine Versuche ihn aufzumuntern scheitern liegt daran, dass zu viel Zeit verstrichen ist, in der er alles in sich hinein gefressen hat.

Wenn dein Papa gläubig ist, kann er sich auch an die Kirche wenden, wenn es ihm damit besser geht.

Hilfe von außerhlab ist deswegen so wichtig, da du ihm zu nahe stehst, um ihm helfen zu können. Ich bin selber wegen Depressionen in psychiatrischer Behandlung, zwar habe ich keinen geliebten Menschen durch den Tod verloren, jedoch hilft es mir enorm, wenn ich mit Psychologen über meine Vergangenheit rede, da ich weiß, dass sie kein Mitleid mit mir haben und das eine alltägliche Sache für sie ist und mich nicht als einen verrückten Menschen abstempeln.

Das heißt aber nicht, dass du dich total von deinem Papa distanzieren sollst, du musst ihm während der Therapie helfen, denn diese kann anfangs echt schwer sein. Sei weiterhin für ihn da, nur versuche nicht die Rolle des Psychologen zu übernehmen. Hab immer ein offenes Ohr für ihn und mach deinem Papa auch klar, dass auch du einen geliebten Menschen verloren hast. Steht das zusammen durch! Du kannst deinem Papa auch anbieten zusammen mit dir diese Therapie zu starten, vielleicht fühlt er sich dadurch nicht allein gelassen und außerdem kann dir das bestimmt auch ganz gut tun.

Ich wünsche dir und deiner Familie wirklich alles Gute für die Zukunft, und ich hoffe, dass ich dir wenigstens etwas weiterhelfen konnte.

Liebe Grüße


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