Was sollen wir eigentlich noch glauben. Wem können wir noch trauen?

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15 Antworten

Man kann zunächst mal lernen, kritisch zu denken. Dafür gibt es diverse Bücher und auch Onlinekurse etc. 

Natürlich hat man manchmal nicht die Kompetenz, genau zu sagen, ob das Argument bestimmter Interessengruppen stichhaltig ist oder nicht. Das sieht man mMn sehr gut an der aktuellen Flüchtlingskrise: Flüchtlinge, die vor dem Krieg hierher geflohen sind, sollte man selbstverständlich aufnehmen - man selbst würde in ihrer Situation auf das gleiche hoffen - aber auf der anderen Seite haben wir auch nur begrenzt Platz und Ressourcen. Man kann jetzt eine der beiden Gruppen - "alle Flüchtlinge aufnehmen, sonst werden wir als Nazis betrachtet!" und "auf keinen Fall mehr Flüchtlinge aufnehmen, wir haben den Platz und die Ressourcen nicht und müssen uns vor Gewalt in Acht nehmen!" - nachvollziehen, es fällt aber schwer, sich einer Gruppe komplett zuzuordnen. Man möchte niemanden draußen stehen lassen - vor allem wörtlich: im Winter im Zelt - aber man möchte auch keine Gewalt oder Frauenfeindlichkeit etc. importieren. Der Mittelweg ist oft der beste, die Flucht aus den beiden Extrempositionen in eine dritte, differenziertere, für die man mehr Hintergrundinfos und eigene Gedanken braucht. 

Und das ist mMn der Schlüssel zum kritischen Denken: Auch mal an Alternativen abseits den diskutierten Positionen denken. Das wird einem nicht immer gelingen. Aber manchmal kann man so eine Situation kritisch und individuell bewerten.

Man ist immer Kind seiner Zeit und seines Wissens. Man wird immer von Menschen manipulierbar sein, die einem Fakten auf bestimmte Art präsentieren, besonders, wenn man selbst zu wenig Hintergrundwissen hat. Siehe Impfdiskussion: Jahrelang war das kein Problem, jetzt gibt es großen Streit zwischen Impfbefürwortern und -gegnern. Was früher als willkommene Vorsorge betrachtet wurde, wird nun als mögliche Gefahr angesehen. Solche Situationen wird es immer wieder geben und nicht immer werden wir uns alle "richtig" entscheiden. 

Nur: Was "richtig" ist, kann man oft erst nach längerer Zeit bewerten. Auch nicht alle Deutschen während des Dritten Reiches waren judenfeindlich von Haus aus: Sie wurden dazu erzogen oder haben einfach unkritisch mitgemacht, mangels alternativer Informationen und Handungsoptionen. So wird es immer einigen Menschen gehen: Sie bewerten eine Situation falsch und sind anfällig für Überzeuger, die ihnen Ängste schüren. Und manchmal ist dann etwas, das einem im Moment der Handlung als logisch oder einzige Option erscheint im Nachhinein falsch.

Dagegen kann man sich mMn nicht komplett absichern.

Man kann aber versuchen, die Situation kritisch von möglichst vielen Seiten zu betrachten, neue Fakten einzuholen, alle Seiten nach ihren Argumenten zu fragen und am Ende selbst zu entscheiden, was man möglichst ohne Beeinflussung von außen glaubt. Am Ende wird man immer von irgendetwas beeinflusst sein, sei es eignes Vorwissen oder überzeugende Argumente einer Seite. Diese können sich immer später als richtig oder falsch herausstellen, ohne dass man hundertprozentig sichergehen kann, die "richtige" Option gewählt zu haben. Was die "richtige" Option war, kann sich auch im Laufe der Geschichte immer wieder ändern.

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Glaube niemanden,  traue nur dir selbst und deinen Erfahrungen, da bist du immer gut aufgehoben. Alles andere ist Wissen aus zweiter Hand, du weisst nicht, ob es stimmt, und gehe davon aus, das 90 Prozent reiner Humbug sind, gelogen, Fakten weg gelassen, geaendert und hinzugefuegt. Ja, so laeuft es hier unten auf der Erde. Wir leben in einer vorgegaukelten Realitaet, alles Illusion, ein grosses Drama. Aber das Drama ist kein Zufall, denn das Drama haelt dich in Angst und Getrenntheit, das ist was sie wollen. Alles Gute!

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Heutzutage wird alles von anderen beeinflusst.

Meiner Ansicht nach sind wir immer in Wechselwirkung mit unserer Umgebung und alles was wir machen, wirkt sich auf unser Umfeld aus.

Umgekehrt beeinflusst uns aber auch unser Umfeld. Das sehe ich als völlig normal an.  Wir können auch den Einfluss, den unser Umfeld auf uns hat, beeinflussen.

Wer befürchtet, zu materialistisch zu werden, wenn er Werbung guckt, weil so Begierden nach überflüssigen Dingen geweckt werden, der schaut einfach keine Werbung.

Wer sich vor der "Volksverd....ung" durch die Privatsender fürchtet, schaltet eben nichr RTL und Co ein. So einfach ist das.

Wir denken das, was sie wollen, dass wir denken.

Wer sind denn "Sie" ? Die grauen Eminenzen im Hintergrund? Die geheimen Herrscher der Welt? Das ist meiner Meinung nach Esoterikschnickschnack und Verschwörungsunsinn.

Dieser ganze Esoterikschnickschnack... [...]Alles vom Teufel, alles Dreck, alles Geldmacherei, alles Manipulation.

Der Glaube an ein übernatürliches Wesen wie den Teufel ist rational gesehen auch nur Esoterikschnickschnack.

Was ist die Wahrheit, an was soll man glauben, um auf dem richtigen Weg zu stehen, ihn zu gehen....

Ich bin der Meinung, das es nicht den einzig wahren Weg gibt für alle Menschen, sondern dass jeder seinen eigenen Weg finden muss.

Für manche ist dieser Weg eine bereits vorhandene Religion, andere gehen ihren eigenen Weg.

Das Versprechen, den "besten", "wahrsten" oder "göttlichsten" Weg zum Ziel zu bieten, ist eigentlich nur religiöses Marketing.

Wenn man die Religion als ein Produkt des Menschen betrachtet, könnte man die Behauptung die "einzig wahre Religion" zu sein, schon als vorsätzliche Verbrauchertäuschung ansehen - es ist nämlich eine unbewiesene Behauptung.

und schließlich auch am richtigen Ziel anzukommen?!

Es gibt ja nicht einmal einen allgemeinen Konsens darüber, was denn genau das "Ziel" überhaupt sein soll?

Ewiges Leben im Paradies? Die Verschmelzung der menschlichen Seele mit dem Göttlichen? Das endgültige Verlöschen im Nichts?

Da gibt es viele Erklärungen...viele Versprechen und dementsprechend viele "Wahrheiten" und "Ziele"...

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Nun ja: Leute, die Machtinteressen verfolgen und deshalb andere belügen und betrügen, gibt es ja schon so lange es Menschen gibt. Neu ist wohl, dass es dieses globale kapitalistische System gibt, in dem diese Leute weltweit agieren können.

Und wem Du glauben und vertrauen kannst, kannst Du eigentlich nur in Deinem ganz unmittelbaren Umfeld wirklich gut entscheiden - und selbst da kann man sich manchmal in Menschen täuschen.

Dass Du es bei Menschen und Institutionen, die weiter von Dir entfernt sind, nicht zu hundert Prozent wissen kannst, sollte Dich allerdings nicht davon abhalten, überhaupt noch irgendwem zu vertrauen - beispielsweise damit, dass Du ein Produkt kaufst, eine Stimme bei einer Wahl oder Abstimmung abgibst oder Dich für irgendwelche politischen Ziele engagierst. Erst mal sind in Zeiten des Internet die Möglichkeiten, sich zu informieren, immens angestiegen. Du hast natürlich auch da das Problem, nicht zu wissen, wem Du vertrauen kannst - aber da kann man sich schon vortasten und allmählich für sich erschließen, was man glauben kann und was nicht. Es muss ja nicht gerade der Kopp-Verlag sein ...

"Alles vom Teufel!" ist auf jeden Fall eine Sichtweise, die ich Dir nicht empfehlen würde. So etwas führt meiner Erfahrung nach ziemlich schnell in die Paranioa - und macht Dich damit dann völlig handlungsunfähig. Klar gibt es Lüge, Betrug und eiskalte Machtpolitik da draußen. Aber es gibt auch Wahrheit, Solidarität, Freiheit und Liebe. Wenn Du Dich nur auf das Schlechte konzentrierst, bist Du doch wie das sprichwörtliche Kaninchen vor der Schlange ...

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Gleichnis vom Hausbau

"Darum, wer diese meine Rede hört und tut sie, den vergleiche ich einem klugen Mann, der sein Haus auf einen Felsen baute.Da nun ein Platzregen fiel und ein Gewässer kam und wehten die Winde und stießen an das Haus, fiel es doch nicht; denn es war auf einen Felsen gegründet.
Und wer diese meine Rede hört und tut sie nicht, der ist einem törichten Manne gleich, der sein Haus auf den Sand baute.Da nun ein Platzregen fiel und kam ein Gewässer und wehten die Winde und stießen an das Haus, da fiel es und tat einen großen Fall.
Und es begab sich, da Jesus diese Rede vollendet hatte, entsetzte sich das Volk über seine Lehre.Denn er predigte gewaltig und nicht wie die Schriftgelehrten."

(Matthäus 7, 24-29)

Dieses Gleichnis betrifft jeden einzelnen Menschen auf Erden. Wenn du nüchtern darüber nachdenkst, wird dir dieses Gleichnis eine Antwort auf deine Frage geben. Und beachte, dass es nur zwei Möglichkeiten gibt; man baut entweder auf Sand oder auf den Fels. Gott sei Dank ist es noch nicht zu spät, das Fundament zu legen, wenn man denn feststellt, dass man auf Sand gebaut hat.


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Kommentar von scrutinize
09.11.2015, 20:17

Nachtrag:

Dieser ganze Esoterikschnickschnack... Ich war immer der größte Fan, bis ich das wahre Gesicht dahinter mit meinen eigenen Augen gesehen hab. Alles vom Teufel, alles Dreck, alles Geldmacherei, alles Manipulation.

Mit dieser Erkenntnis bist du vielen weit voraus.

Daumen hoch! ;)

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Ich glaube an Gott und bin davon überzeugt, dass die die Bibel das ist, was sie von sich selbst behauptet, zu sein: Gottes wahres Wort und Offenbarung für die Menschen (vgl. 2. Timotheus 3,16; 2. Petrus 1,21). Für mich gibt es für die Wahrheit dieser Aussage viele Gründe, z. B. ihre Argumentation, ihre Logik und ihr Aufbau, die Einzigartigkeite ihrer Entstehung und Überlieferung, der Bereich "erfüllte Prophetie" usw. Deshalb ist meine Antwort auf die Frage, wem man noch glauben und trauen kann: Gott und der Bibel!

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du gehörst auch zu den anderen, die beeinflussen.

traue dir ausschließlich selber oder deinen besten freunden, aber sonst niemanden

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Ich glaube, und bin mir dabei ziemlich sicher, daß Gott den meisten Menschen Intelligenz, Auffassungsgabe und Logik gegeben hat, damit sie die Wahrheit im Laufe ihres Lebens erkennen.

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Ich habe immer an mich geglaubt und habe mich durch nichts beeinflussen lassen. Das soll man glauben. An sich selbst und nicht an das was einem versucht wird einzureden

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Ich vertraue auf Gott, Gott ist all vergebend und allgütig. Gott hat seinen Sohn Jesus Christus auf Erden geschickt um uns von allen Sünden zu befreien. Öffne dein Herz und liess die Bibel, dann wirst auch du Gottes Erhabenheit erkennen.

Glaube an Gott und Jesus Christus, dann wird auch deine Seele erlöst werden.

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Unserem ewigen Schöpfer können wir alleine noch trauen (Jes.45,22).

Der "Gott dieser Welt" (Offb.12,9) jedoch führt alle in die Irre (Ps.53,1-2; 2.Kor.4,4), bis er endlich verhaftet wird (Offb.20,2).

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Du bist auf dem richtigen Weg.  Jeder einzellne sollte sich ehrlich machen und sich selbst überprüfen!

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Du bist doch schon auf dem richtigen Weg. Den musst du nur kosequent weitergehen.

Statt also an "Wahrheiten" zu glauben, solltest du weiterhin lieber kritisch Interessen hinterfragen.


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Kommentar von AkiraAdams
09.11.2015, 19:15

Die Interessen? Da musst Du nur dem Geld folgen. dann weißt du wer die Fäden in den händen hält

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Kommentar von AkiraAdams
09.11.2015, 19:25

Und am Ende geht es doch eh nur um Macht. Selbstverwirklichung und Weiteres

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Glaube an dich, an die Wissenschaft und an die Vernunft 

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Kommentar von scrutinize
09.11.2015, 20:16

Das ist der sichere Weg in die Einsamkeit.

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Esoterik ist kein Schnickschnack. 

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Kommentar von AkiraAdams
09.11.2015, 19:25

hab ich auch immer gedacht.

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Kommentar von Digarl
09.11.2015, 20:29

Was denn sonst? 

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