Was soll man von Flüchtlingen halten?

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11 Antworten

Wenn man in der Geschichte zurückblickt gibt es immer DEN EINEN "Bösen" - Russland, Ausländer, HartzIV Empfänger, Hussein, BinLaden, Terroristen, bliblablubb ...
Für mich sieht das aus wie Beschäftigungstherapie...
Was die Flüchtlinge betrifft rotten sich jetzt einfach beide Seiten zusammen - die einen wollen helfen, können/dürfen aber nicht und die anderen schimpfen rum und suchen sich jeden polemischen Mist dafür raus.

Und ja natürlich treffen hier 2 Kulturen aufeinander die auf den ersten Blick wahrscheinlich große Probleme haben werden miteinander. Aber es wäre Pflicht der Politik das zu regeln und drüber nachzudenken wie man beide Kulturen WENN SIE SCHON zusammenleben müssen miteinander kommunizieren und reden können. Integration ist eines der schwierigsten Themen für ein Land. Und ich befürchte 90% der Länder machen es schlichtweg falsch. Es ist keine Integration wenn ich "Ausländersiedlungen" baue. Theoretisch wäre es viel sinnvoller zukommende Kulturen im Land so zu verteilen dass sie a) nicht mehr so auffallen und b) gezwungen sind im sozialen Umfeld mit Inländern zu tun zu haben und c) die Inländer sollten sich nicht so querstellen und einfach mal mitmachen. Es hat keiner was davon wenn im ganzen Land der Hass regiert. Und Integration kann nur stattfinden wo der gewisse Rahmen steht und klar ist was zu tun ist.
Die andere Kultur muss informiert werden was hier geht und was nicht - und wer sich nicht an die wichtigsten Sachen hält, hat keinen Platz hier.

Ich meine - würde man mich nach Dubai schicken hätte ich auch null Ahnung was ich machen soll damit ich als Frau die gern Auto fährt nicht in einer Zelle lande. So gut informiert wäre ich als Flüchtling dort sicher nicht. Die Religionspolizei dort hätte sicher eine große Freude wenn wir mal in die Bredouille kommen würden dort um Asyl anzusuchen. Ich würde mich wünschen aufgeklärt zu werden BEVOR ich im Knast lande.

Was fehlt ist bei uns - Information beider Seiten, wohlwollende Menschen die helfen DÜRFEN, Politiker die nicht rechts eingestellt sind - nicht einmal so ein bisschen, der Wille auch an sich selbst zu arbeiten, der Wille zu helfen, der Wille auch selbst etwas herzugeben, der Wille es geschehen zu lassen weil man es KANN weil die Politik dafür gesorgt hat dass es in gutem Rahmen passiert. Der Wille vor allem die Schimpferei mal einzustellen und hinzusehen worum es hier wirklich geht. Ein Flüchtling kann nichts dafür dass er einer ist. Aber können wir es mit unserem Gewissen vereinbaren ob wir ihn sterben lassen oder abweisen?

Es gibt nicht den Flüchtling, den einen Asylanten. Es kommen momentan sehr viele, da gibt es gute, böse, mittlere. Es sind definitiv nicht alle gegen Flüchtlinge, man ist mehr gegen die Unehrlichkeit der Politiker mit ihrem selbstgefälligen Gerede. Die Gefahr aus dem bösen Teil der Immigranten bestimmt sich primär nach der Kompetenz der Politiker, mit diesem Thema umgehen zu können.

Niveau in den Schulen sinkt mit Sicherheit nicht, die persische, syrische, arabische Kultur würde in dem Pisa-Prozess besser abschneiden als unsere komische Schulpädagogik.

Es gibt keine Argumente für und gegen Asylanten, nur für und gegen eine bestimmte Asylpolitik. Und hier sind einfach bestimmte Punkte zu berücksichtigen:

  1. Wirtschaftskraft unseres Landes (noch sehr hoch)
  2. Sicherheit (hier bröckelt es, siehe Kölner Polizei-Performance)
  3. Politische Ehrlichkeit und Ehrlichkeit der Medien (kein Kommentar)
  4. Integrationsfähigkeit unseres Landes (sehr hoch, zumindest höher als z.B. in Frankreich, siehe deren brennenden Banlieus)
  5. Akzeptanz der Bevölkerung (sehr gespalten, schuld daran ist auch eine miserable Informationspolitik, z.B. Informationspolitik beim Kölner Vorfall, auch sind Leute wie Oliver Welke alles andere als überzeugend)
  6. Behandlung von Nicht-Flüchtlingen mit sozialen Problemen, wie Obdachlose, deutsche BürgerInnen mit Stütze, Sozialbedarfen etc.
  7. Auswirkungen auf die Gemeinden (Bund entscheidet, Gemeinden zahlen? - Das geht so mit Sicherheit nicht)
  8. Ruckartigkeit der momentanen Politik (alles so plötzlich, von heute auf morgen, obwohl die Probleme viel älter sind
  9. Inkonsistenz: Die Armen, die Behinderten, die Frauen mit Kleinkinder, Leute, die an Angehörige gebunden sind, können nicht fliehen und bleiben weiterhin dem Krieg ausgesetzt. Und niemand macht was (außer dass sich die Großmächte streiten und nicht miteinander reden wollen). Das zeigt die Unehrlichkeit der Politik apropos Menschlichkeit, es geht wohl eher um etwas anderes in der Flüchtlingspolitik.
  10. Planlosigkeit: Was ist Plan A? Was ist Plan B? Was heißt "wir schaffen das"? Netter Slogan - aber was ist der Inhalt (--> Politik, --> Ehrlichkeit --> Information).

etc.

Den Flüchtlingen kann man die Flucht nicht vorwerfen, würden wir es anders machen? Vielmehr sind die Politiker gefordert!

Littlest 02.03.2016, 10:57

Vielen Dank für diesen Kommentar. Ich habe das Gefühl, niemand sei dazu bereit auch nur ein bisschen von unserem Luxus zu geben obwohl es doch so nötig ist. Aber ich kann jetzt schätze ich mehr das eigentliche Problem verstehen. In den Medien ist auch andauernd von Flüchtlingen die rede. Das grenzt fast an Gehirnwäsche. Was soll man noch glauben? LG 

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nobytree2 02.03.2016, 11:28
@Littlest

Die Medien ist Deutschland sind sehr schwierig geworden. Es gibt z.B. inzwischen in den Zeitungen weniger Daten und Fakten, sondern vielmehr Meinungen und Kommentare.

Man kann sich ausländische Nachrichten ansehen und prüfen, ob diese ähnliches oder anderes schreiben. Es gibt z.B. Sputniknews, das ist natürlich sehr betont aus der russisch-staatlichen Brille geschrieben und vor diesem Hintergrund zu lesen, es ist also die russisch-staatliche Sicht. Man kann es aber abgleichen. Ferner kann man amerikanische und britische Medien hinzuziehen, und das abgleichen - was ist anders, was stimmt überein.

Und natürlich Handelsinformationen, dort darf man in den Informationen nicht arg schummeln, nicht kolorieren, das würde dem Händler eine böse Überraschung bescheren.

Die permanent medial ausgerollte Flüchtlingsthematik ist auch ein bisschen so, wie wenn bei den Royals eine Hochzeit, ein Baby oder ein Skandal aufgetischt wird: Man kann von Baustellen ablenken, z.B. von TTIP, Monsanto ...

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Das Problem ist dabei das es keine richtigen regeln zur Integration der Flüchtlinge gibt! Ihnen hier eine sichere Heimat bieten ist ja toll, aber wenn die Leute nicht verstehen das hier andere regeln gelten funktioniert das leider nicht! Der groß teil versteht leider kein deutsch, dadurch können sie das Beamten deutsch nicht verstehen und brechen somit immer wieder Gesetze! Die psychologische Betreuung ist auch nicht gerade die beste, viele haben ihre Familie da unten verloren und werden hier mit dutzenden Leuten in eine Unterkunft gesteckt und sollen das toll finden? Helfen kannst du nur in dem du Flüchtlinge kennen lernst und mit ihnen gemeinsam versuchst ihnen bei zu bringen, wie das hier läuft! Ich finde Patenschaften relativ sinnvoll! Dann können sich die Leute besser einleben! Nicht jeder ist kriminell und viele haben ein schreckliches Schicksal hinter sich!

Littlest 02.03.2016, 10:45

Stimmt, so hab ich das noch garnicht gesehen. Kann man sich mit vielen auf Englich verständigen? 

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Es gibt nicht die Flüchtlinge, dazu sind sie gar zu unterschiedlich. Wie viele von denen kriminell oder sonstwie verhaltensauffällig sein werden, läßt sich z.Z. nicht abschätzen. Das wird sich erst noch zeigen. Hinzu kommt noch die eigene Einflußnahme auf Andere. Wie heißt es doch: "wie man sät, so man erntet". Je mehr Integration seitens des Staates betrieben wird, desto geringer wird die Kriminalitätsrate etc. ausfallen. Und wenn bestraft wird, dann nicht erst in einem halben Jahr oder noch viel später. Auch darf es nichtr wie in Berlin Ghettoisierung geben. Kreuzberger Verhältnisse führen abwärts u.o. ins Abseits.

Weil du geschrieben hast, dass du dich engagieren willst: im Fernsehen läuft in letzter Zeit ständig ein Spot, der auf eine Seite hinweist, die extra dafür gemacht ist: wir-zusammen.de 

Vielleicht findest du da was :)

Littlest 02.03.2016, 10:50

Danke für den Tipp, ich werde es mir ansehen. 

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CamelWolf 02.03.2016, 11:26

KBB0815

Tolle Antwort, super :-)

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Flüchtlinge sind nicht gut oder böse, gefährlich oder ungefährlich, Menschen sind so. Eine Einteilung in die und wir ist nicht zielführend.

Wenn 10 Flüchtlinge kommen, kannst du davon ausghen, dass mindestens einer dabei ist, der nix gutes mitbringt. Soll man die anderen 9 deshalb nicht reinlassen?

Die ganze Dbatte ist von Befindlichkeiten, Vorurteilen und Ängsten geprägt. Besonders deutsche Männer haben offensichtlich Angst vor der Konkurnz und deshalb rennen sie jeden Montag durch die Gegend, Brüllen, pflegen Imponiergehabe und markieren ihr Revier (siehe Tierreich).

Die einfache Frage ist, lassen wir die Menschen im Stich um unseren Wohlstand zu sichern oder nehmen wir Abstriche in kauf, geben etwas ab und helfen.

Die Rechtslage ist eindeutig. Europa ist verpflichtet zu helfen, per Gesetz. Und wer zu uns kommt und Schutz sucht, muss sich auch an unsere Regeln halten. Aber wir können nicht nur Integration fordern, wir müssen sie auch zulassen und unterstützen, ob das gelingt steht noch in den Sternen.

Wenn du helfen willst, google mal Ehrenamt in deiner Stadt. Es gibt fast überall Ehrenamtsbörsen

Littlest 02.03.2016, 10:49

Ich finde es gut, dass es noch Menschen gibt, die etwas FÜR Flüchtlinge sagen. Ich finde auch, dass die Frage ist: Wie viel ist ein Menschenleben wert? Danke ich werde mich informieren. 

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Ich bin auch dafür, was ich aber sofort ändern würde, wäre die Bestrafung bei einem Verbrechen. Ich wäre dafür, sofort bei jedem Verbrechen, sei es nur ein kleiner Raub oder sonst was, denjenigen sofort abzuschieben, denn der hat für mich seine Chance verspielt.

ReverserK 02.03.2016, 12:11

Aber jeder verdient eine Zweite Chance! Auch ein Flüchtlinge.

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19hundert9 02.03.2016, 13:39
@ReverserK

Naja, kommt drauf an was genau gemacht wurde, aber vor allem wenn irgendetwas gewalttätiges vorgefallen ist, sollte derjenige keine zweite Chance bekommen.

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Littlest 02.03.2016, 14:00
@19hundert9

Irgendwie schon ziemlich richtig. Die Flüchtlinge sollten zumindest bei größeren vergehen sofort abgeschoben werde können. Allerdings, wäre das nicht sogar in gewisserweise eine Todesstrafe? Irgendwie richtig aber auch irgendwie falsch. Generel teile ich diese Ansicht aber schon irgendwie.

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Wenn  Flüchtlinge über 3 sichere Länder "fliehen" um nach Deutschland zu kommen, was soll man dann davon halten?

Ist für sie wirklich nur die Sicherheit relevant oder vielleicht doch  .....?

Ich weiss es nicht,die Vorfälle mit Flüchtlingen waren schlimm!

Aber man darf jetzt nicht alle verurteilen stimmt schon!Aber man wird halt vorsichtiger würde ich sagen!

Wer geht denn schon wirklich "freiwillig" von seiner angestammten Heimat in die Fremde? Hunderttausende "Vertriebene" heulten jahrzehntelang öffentlich in der Bundesrepublik ihrer "verlorenen Heimat" nach. Als dann aber durch die diversen Grenzöffnungen der Umzug in die "alte Heimat" möglich wurde, nahm das KAUM jemand wahr.

Das Thema wird hier ständig durchgekaut und da kannst Du Dich einfach mal kundig machen. Du wirst unzähle Fragen und Antworten darüber hier finden. Es ist ermüdend und unnötig auf ein und diesselben Fragen ständig zu antworten.

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