Was soll ich tun, Zwangsexmatrikulation?

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7 Antworten

Viel wurde schon gesagt, aber ich möchte trotzdem noch einmal einige Dinge aufgreifen:

Setze dich mit dem Prüfungsamt in Verbindung und erkundige dich nach Widerspruchsmöglichkeiten gegen die Exmatrikulation.

Du solltest auch über juristische Schritte nachdenken. Wenn alle Stricke reißen, kann man vielleicht auch den Rat eines Anwalts einholen und mögliche Schritte prüfen.

Suche den Kontakt mit dem betroffenen Professor, aber möglichst ohne ihm dabei Vorwürfe zu machen. Es mag nämlich sein, dass dein E-Mail-Provider die E-Mails nach einer Weile löscht, die offiziellen Universitätsaccounts speichern die Mails aber nahezu unbegrenzt, wenn sie nicht eigenhändig gelöscht werden. Beim Professor könnte Euer Mailverkehr also noch zu finden sein.

Allerdings kann ich dir nicht allzu große Hoffnungen machen:

Am Ende gilt nicht das Wort des Professors sondern das, was in deiner Prüfungsordnung steht. Auch eine nachweisbare Falschberatung von seiner Seite ist kein Garant dafür, dass dein Widerspruch erfolg haben wird. Zudem gibt es für jede Prüfung immer mehrere Versuche, bis zur Exmatrikulation musst du diese Prüfung also schon ein- oder zweimal verpasst haben.

Solltest die Exmatrikulation ihre Gültigkeit behalten, dann wirf die Flinte aber nicht gleich ins Korn. Gehe zur (Fach)Studienberatung und informiere dich, in welchem Fachbereich du vielleicht weiterstudieren kannst, um wenigstens ansatzweise in deinem Fachgebiet zu bleiben. Ich denke da vor allem an Studiengänge wie Chemie, Biochemie, Biomathematik oder vielleicht sogar Medizin. Natürlich verlierst du so auch ein bisschen Zeit, aber das spielt keine Rolle.

Also, rappel dich auf, klopf den Staub ab und gehe deine Möglichkeiten durch. Eine Exmatrikulation ist nicht das Ende deiner Studienkarriere und schon gar nicht das Ende Welt!

Viel Erfolg und alles Gute!

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Für die Organisation der Prüfungen und aller damit verbundenen Formalitäten (Anmeldung, Zulassungsvoraussetzung, Wiederholung) usw... ist in der Regel das Prüfungsamt/ Prüfungsbüro der Einrichtung zuständig und stimmt die Termine mit den Prüfern ab...

Der Prüfer selbst hat zwar durch die Benotung Einfluss auf das Ergebnis der Prüfung, kann aber einen Prüfling nicht von einer laut Prüfungsordnung vorgeschriebenen Prüfung "befreien".... 

und er versicherte mir per Mail, dass ich nicht mitschreiben müsse. 

Wenn du zum festgesetzten Prüfungstermin nicht in der Lage warst, an der Prüfung teilzunehmen, kannst du dich beim Prof. entschuldigen und dieser dich entsprechend freistellen..., der Nachweis für den Grund der Nichtteilnahme muss allerdings beim Prüfungsamt erfolgen..... 

Hast du diesen Nachweis nicht erbracht (wofür nur du allein die Verantwortung trägst...), gilt die Prüfung dann als nicht bestanden und hat ggf. die Exmatrikulation zur Folge...

Setzt dich mit dem Prüfungsamt in Verbindung......

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Grundsätzlich mal ein anderer Ansstzpunkt. Welches Fach?

Oft gibt es die Möglichkeit in ein Artverwandtes Studium zu wechseln das genau dieses Fach nicht hat. Dann lassen sich einige Fächer anerkennen die bereits bestanden wurden und man studiert das Artverwandte weiter.Alternativ kannst du wenn es ein Nebenfach ist das sehr speziell für deine Uni/FH ist schauen ob es den Studiengang woanders ohne dieses Fach gibt.


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Kommentar von Infinitedreamzz
01.12.2016, 05:58

Nein, es ist Pharmazie, also keine Chance.
Ich werde heute zunächst mal mit den zuständigen Personen sprechen. Es kann nicht sein, dass ich wegen einer Klausur durchfalle, die ich noch nie geschrieben habe. Die Studienordnung ist hier von Fach zu Fach verschieden, d.h. Jeder Prof. managed das wie er möchte. Es sorgt für Verwirrung bei den meisten Studenten. Falls es mich nun endgültig trifft, muss ich wohl in den sauren Apfel beißen. Aber ich geb noch lange nicht auf!!!

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Für Prüfungsangelegenheiten ist ausschließlich das Prüfungsamt zuständig. Die Verwalten An- und Abmeldungen usw. Professoren haben meist wenig bis gar keine Ahnung davon...Auf die würde ich mich bei sowas gar nicht verlassen.
Trotzdem würde ich nochmal mit den Leuten vom Prüfungsamt und dem Professor sprechen. Vielleicht kann man da ja noch was machen. Wegen eines Fehlers exmatrikuliert zu werden ist natürlich bitter. Tut mir leid. Viel Glück, dass sich das noch ändern lässt.

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Rede mit dem Prof., ob er sich noch an das Gespräch erinnert und hinter dir steht. Kläre, ob er sich ggf. für dich einsetzt. Versuch, das Gespräch möglichst vorwurfsfrei zu führen, der Prof. wollte dich sicher nicht in irgendetwas reinreiten.

Rede mit der Studierendenverwaltung und wenn es dort schlecht läuft mit der Studierendenberatung.

In manchen Fällen kann es sinnvoll sein, einen Anwalt einzuschalten.

Für die Zukunft: Kläre solche Sachen mit der Verwaltung, nicht nur mit einem Prof.. Der muss nicht immer auf dem neuesten Stand sein und trifft in solchen Fällen auch nicht die Entscheidungen.

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Tja, da hast du jetzt ein Problem. Du bist exmatrikuliert und solltest schauen, dass du dich ggf. beruflich umorientierst.

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Kommentar von Swaglordisreal
01.12.2016, 01:33

Ihr Unterton gefällt mir nicht, schlechte Erfahrungen mit dem Studium?

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Kommentar von Infinitedreamzz
14.12.2016, 11:48

Also, ich habe mit dem Professor gesprochen. Ein ganz netter Mensch. Er hat die Mail rausgesucht, die ich ihm damals geschrieben habe und damit war die Sache erledigt. Er kümmert sich nun darum, dass die Exmatrikulation zurückgezogen wird. Ich schreibe das bewusst hier rein, damit andere, die vllt in einer ähnlichen Situation stecken, auch mal ein positive Beispiele einer solchen Situation bekommen, denn häufig findet man in internetforen nur negative Berichte bzw. gar keine über den weiteren Verlauf der Exmatrikulation.
Ich kann nur jedem raten, der in solch einer Situation steckt, sucht zunächst direkten Kontakt zu den betreffenden Leuten und verliert nicht die Nerven!
Und ganz wichtig, schreibt besser nichts in diverse Foren. Da werdet ihr nur runtergemacht, von Leuten die im wahren Leben nix zu melden haben:D

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Wieso speichert man wichtige Mails nicht ab?

Ansonsten kannst du nichts machen. Ein Jahr hast du mit dem Prof verhandelt? Hättest lieber lernen und mitschreiben sollen.

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