Was soll ich tun? Welche Uni soll ich wählen?

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5 Antworten

Mir ist etwas ähnliches in meiner Studienzeit widerfahren, jedoch hatte das nichts mit anderen Personen zu tun, sondern nur mit mir selber und meinen Ängsten.

Ich habe während meiner Studienzeit (habe Biologie und Chemie studiert, erst letztes Jahr abgeschlossen) Ängste entwickelt, sodass es mir immer schwerer fiel, in Labore und Laborpraktika zu gehen und diese durchzuziehen. Während dieser Zeit hatte ich immer Angst und ich wollte am liebsten da weg und nach Hause. Dadurch war ich echt angespannt. Da ich das Studium aber auch nicht abbrechen wollte, habe ich mich der Angst immer weiter ausgesetzt. Das hat meinen Körper auf Dauerspannung gehalten, dass sich diese Ängste nicht nur auf die Labore beschränkten, sondern sich auch in mein Privatleben gemischt haben. Das hat das ganze noch schwerer für mich gemacht. Ich lag unter Dauerstress und konnte nie richtig entspannen. Ich war auch in Behandlung und habe mit meinem Therapeuten versucht, daran zu arbeiten, gegen die Ängste anzukämpfen. Es ist dann langsam besser geworden, jedoch habe ich die Angst vor den Laboren nicht wegbekommen. Letztendlich habe ich entschieden mein Studium zwar abzuschließen, aber mir war bewusst, dass ich eine berufliche Umorientierung brauche. Mir war viel wichtiger, im Alltag wieder klar zu kommen, als das berufliche Umfeld auch. Und ich wusste, ich schaffe nicht beides. Also habe ich mich erstmal für mein Privatleben entschieden, und für einen Berufswechsel.

Jetzt mache ich eine Ausbildung im wirtschaftlichen Bereich und muss nicht mehr ins Labor. Dadurch bin ich viel entspannter geworden und kann auch mal wieder runterkommen und mein Leben wieder mehr genießen, weil ich mich nicht mehr jeden Tag mit den Ängsten im Labor auseinander setzten muss. Ich sage mir immer, ich habe mein Bestes gegeben und es auch 1.5 Jahre versucht, aber ich bin jetzt viel glücklicher. Auch jetzt habe ich noch manchmal Ängste im Privatleben, aber dadruch, dass ich nicht mehr diese Doppelbelastung habe, kann ich damit viel besser umgehen, als vorher.

Fazit: Mir tat es gut, von dem Ort fern zu kommen, der mir solche eine Angst eingejagt hat, denn ich habe es lange versucht, dagegen zu kämpfen.

Also: Du kannst ja weiter studieren, das solltest du am besten auch machen, wenn du das willst. Jetzt musst du dich fragen, wie wichtig ist dir deine Familie? Gibt sie dir viel Halt? Bei mir war das so, und ich bin froh, dass ich wieder in ihrer Nähe bin. Wenn dich nichts anderes hält, an der Uni zu bleiben, wie zB Freunde, die ja ein Grund sind, warum du weg willst, wenn ich dich richtig verstanden habe, warum solltest du dann da bleiben? Auch an einer anderen Uni kannst du dich sicher gut einleben. Ich war auch an 2 Unis, und man findet immer irgendwie Freunde. Denk an deine Gesundheit, die ist das wichtigste und hör auf dein Herz, auch wenn der Abschied von etwas vllt schwer erscheinen mag, denn ich wäre auch so gern Bio und Chemie- Lehrerin geworden, aber bin mit meinem neuen Lebensweg jetzt auch sehr glücklich, weil es mir einfach viel besser geht.

Ich wünsche dir alles Glück, und ich würde mich freuden, wenn du mir mitteilst, wie du dich entschieden hast.

Ja, leider gibt es diese Art Mensch überall.

@ dassara: Du wirst deinen Weg machen und du wirst es schaffen, damit klar zu kommen. Selbst, wenn du woanders studierst, das erlebte musst du erst einmal verabreiten, aber das wird dir an einer anderen Uni sicher besser gelingen.

Meiner Meinung nach muss man es solchen Menschen nicht heimzahlen, damit kann man nur wieder sich selber schaden. Du hast diese schreckliche Situation erlebt und du wirst (oder hast schon) daraus lernen. Das macht dich stärker.

Meine Situation hat mich im ersten Blick auch geschwächt, aber ich habe viel über mich selbst daraus gelernt und bin in anderen Punkten auch wieder stärker geworden. Versuche aus der Situation Positives zu sehen, z.B. wenn du merkst ein vermeintlicher Freund passt nicht zu dir (deinem Charakter) dann hör auf mit ihm befreundet zu sein. Die Kraft dich mit so jemandem auseinander zu setzten, kannst du viel wertvoller verwenden.

Ich finde es gut, dass du nicht überstürzt gehandelt hast, und trotz der schlechten Lage versucht hast klar darüber nachzudenken.

Ich finde da kann man dir nicht helfen ohne zu wissen was los war. ich weiß nur, dass es bei uns an der Uni nie so viele Leute interessiert was andere machen. da ist man vllt mal die lachnummer für ein paar Tage und dann gibts wichtigeres. studenten haben ja doch besseres zu tun...

hast du DESWEGEN psychologische Hilfe beansprucht? oder warst du schon vorher in behandlung? Ich würde immer dem Rat des Fachmanns folgen, der kennt dich, der kennt die situation, der wird das besser sagen können als in einem Forum.

Es gibt doch zig andere Unis, an denen du studieren kannst..

und was hat deine Familie jetzt damit zu tun? willst du bei ihnen wohnen bleiben? und was in der Nähe bei ihnen suchen? wenn ja, dann ist die alte Uni doch auch keine Lösung, weil die ja in einem anderen Bundesland ist?!?

Bist du in deiner Überlegung schon weiter gekommen?

Nein. Ich würde gerne dort weiter studieren ist aber der schwierigere Weg.

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@dassara

Ich studiere woanders, das ist besser. Ich kann mir es nicht leisten, weiter traumatisiert zu werden. Dort gibt es genug Dinge, die mich an das ganze erinnern. Es ist besser das ganze zwar nicht zu vergessen, aber damit umgehen zu lernen. Es wird sich mit Sicherheit in naher Zukunft Möglichkeiten geben es ihnen mit legalen Mitteln heimzuzahlen.

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Ich hätte nicht gedacht das es auch an einer Uni solch dumme und gemeine Menschen gibt, am besten du wechselt auf eine andere, dass du dir Hilfe holst zeigt ja schon mal, dass du stark bist und nicht aufgibst.

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